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Die Rückkehr der Weiblichkeit und ihre Bedeutung für uns alle

Welche Bedeutung hat die Rückkehr der Weiblichkeit – für uns alle, für dich als Frau und auch für dich als Mann?

Wie ich in meinem letzten Artikel zur Schwesternschaft schrieb, entwickelt sich gegenwärtig ein neues evolutionäres Paradigma. Bis vor rund 5000 Jahren gab es das Matriarchat. Danach begann das Zeitalter des Patriarchats. Allmählich bildet sich eine Verknüpfung zwischen diesen beiden evolutionären Strömungen heraus, denen ich im heutigen Artikel auf den Grund gehe.

Neue Weiblichkeit?

In der letzten Zeit lese und höre ich immer wieder Schlagworte wie „Erwachen der neuen Weiblichkeit“ oder die „Rückkehr der Weiblichkeit“. Insbesondere in spirituellen Kreisen, die auf eine Art goldenes Zeitalter zu warten scheinen. Ich möchte in diesem Artikel mein Verständnis zum Thema „neue Weiblichkeit“ anbieten und dich dazu einladen, dir ein eigenes Bild zu machen. Wichtig ist mir, dass du weißt, dass es hierbei nicht um die Schuldfrage geht. Auch geht es nicht darum, dass ein Geschlecht besser ist als das andere. Es geht darum, die Vergangenheit zu verstehen. Um eine neue Zukunft in einer wahrhaftigen Gemeinschaft der Geschlechter auf Augenhöhe zu gestalten.

Anima und Animus – Yin und Yang

 Viele Frauen, die ich erlebe, haben eine sehr männliche Verhaltensweise in sich entwickelt. Eine, die im Grunde nicht ihrer ursprünglichen Natur entspricht. Dazu darf man verstehen, dass es in jedem von uns weibliche und männliche Anteile gibt. Carl Gustav Jung hat sie als Archetypen beschrieben und gab der Weiblichkeit den Namen Anima. Die Männlichkeit wurde von ihm als Animus beschrieben. Es sind Urkräfte in uns allen, ob in Frauen oder in Männern. Im Matriarchat wurde die Weiblichkeit geehrt, geschätzt und als Große Mutter vergöttert. Das Patriarchat hat die Männlichkeit hervorgehoben und das Rationale sowie Materielle als Werte kultiviert. Dies ist nun sehr vereinfacht, doch bekommen wir eine Ahnung davon, welche Pole sich über die Jahrtausende auf welche Weise entwickelt haben.

Gegenwärtig leben wir in einer Zeit, in der das männliche Prinzip (das Yang) über dem weiblichen Prinzip (das Yin) in einer Hierarchie steht. Ratio wird gegenüber der Emotio als positiver bewertet. Politik, Wissenschaft, Bildung und Industrie funktionieren nach dem männliche Prinzip des Yang. Doch was ist mit den Qualitäten des weiblichen Yins? Sie kommen in einem gesellschaftlichen System aus „Höher, schneller, weiter“ gegenwärtig zu kurz.

Der Ursprung der Weiblichkeit in der Lilith

Die autonome, freie und wilde Lilith wird häufig als die ursprünglich weibliche archetypische Gestalt angesehen. Sie wird mir der sumerischen Göttin Inanna in Verbindung gebracht, die vor 5000 Jahren verehrt wurde. Der Name Lilith steht für „Windgeist“, „Nacht“ oder „Dunkelheit.“ Lilith wurde ursprünglich als die erste Frau Adams im Talmud genannt. Sie wurde aus Lehm geschaffen und war Adam ebenbürtig. Anders als Eva, die laut Kirchenvätern aus der Rippe Adams gestaltet wurde.

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Foto: Caique Silva / Unspash

Liliths Natur war wild und frei, sodass sie sich Adam nicht unterordnen wollte. Die Geschichte besagt, dass es Adam missfiel und er sie beherrschen wollte. Lilith ließ dies nicht zu und floh. Lilith wollte nicht zurückkommen und wählte, in Freiheit zu leben. Daraufhin verfluchte Gott Lilith laut einer alten Erzählung und sie wurde als Dämonin, die Männer verführte, verteufelt. Diese Geschichte des Talmuds stammt aus der Zeit zwischen dem zweiten und vierten Jahrhundert nach Christi.

Die Urgestalt der wilden, freien Frau der Lilith taucht jedoch schon 2000 Jahre vor Christi Geburt auf. Die Urkraft der Weiblichkeit hat sich durch die Gestalt der Lilith bis heute erhalten. Obwohl die christliche Geschichte propagierte, dass Eva – aus der Rippe Adams entstanden – dem Mann untertan war. Die wilde, freie Natur der Lilith, die für Frauen und Männer als „gefährlich“ erscheint, hält sich bis heute hartnäckig.

Das Erbe der Lilith und der Eva

Unabhängig davon, ob die Geschichten wahr sind und ob wir daran glauben, spüren wir die dunkle, gefährliche, zerstörerische Seite der weiblichen Kraft. Diese wird auch in der hinduistischen Göttin Kali („die Schwarze“) verkörpert. Sie steht für den Tod und die Zerstörung, aber auch für die Erneuerung. Ihre irrationale weibliche Kraft scheint uns im Westen allen Angst zu machen, ob Frauen oder Männern. Denn sie ist eine nicht kontrollierbare Kraft, die zerstörerisch sein kann. Dass sie alles Unwahre und Falsche zerstört, um Leben zu erhalten, wird nicht mit genannt.

In vielen Köpfen ist die brave, angepasste Eva, die dem Mann dient, immer noch das vorherrschende Konzept der Ehe. Doch viele Frauen mögen sich diesem christlich geprägten Bild von Weiblichkeit nicht mehr unterordnen. Sie spüren tief in sich, dass das Weibliche nicht nur die Lichtseite der Eva, sondern auch die Schattenseite der Lilith enthält. Ähnlich wie im Zeichen des Yin und Yang. Und dass beides gleichwertig ist. Keine Seite ist besser oder schlechter als die andere. Weiß ist nicht besser als Schwarz oder umgekehrt. Beides wird gebraucht und beides hat eine eigene Qualität.

Rückkehr einer neuen Weiblichkeit

Zurück zur Gegenwart und zur Entwicklung eines neues Paradigmas. Wie kann eine Gesellschaft aussehen, in der das Weibliche wieder wertgeschätzt und geehrt wird?

Gegenwärtig betreiben wir global gesehen Raubbau und Ressourcenverschwendung auf unserer Erde. Wir beuten die Erde aus, die sich nicht mehr so schnell erholen kann. Das Prinzip „Schneller, höher, weiter“ fährt uns kollektiv betrachtet an die Wand. Es wird mit dem männlichen Yang in Verbindung gebracht. Denn das weibliche Yin ist ressourcen- und lebenserhaltend, achtsam, langsam, nährend und ist auf die Intuition ausgerichtet.

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Foto: Aaron Blanco / Unsplash

Ich mag an dieser Stelle mein Wunschbild eines neuen Paradigmas für die Zukunft unseres Planeten teilen. Denn für mich hängt es unmittelbar mit der Aussöhnung des weiblichen Prinzips mit dem männlichen Prinzip zusammen. Wenn die Rationalität des Yang sich mit der Intuition des Yin vereint, dann entsteht ein neues drittes gemeinsames Lied. Ein versöhnlicher Tanz der Pole, der eine neue dritte „Frucht“ hervorbringt. Etwas Neues. Ähnlich wie bei der sexuellen Vereinigung zwischen Frau und Mann ein neues Lebewesen entsteht. Dafür dürfte sich auch der Mann mit seinen weiblichen Anteilen versöhnen lernen und einen Zugang zu seiner Intuition entwickeln. Aber auch die Frau von heute, die oft zu sehr „ihren Mann steht“, darf wieder zu ihrer weiblichen Yin-Natur zurückkehren. Die, nach der sie eine starke Sehnsucht hat. Und damit öfter nach innen blicken, sich selbst nähren und die Abhängigkeiten im Außen ablegen.

Wir stehen ganz am Anfang eines neues Miteinanders zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit. In einem „Sowie als auch“ statt dem bisherigen „Entweder oder.“ Und wir dürfen uns fragen, wie das ganz konkret und individuell aussehen kann.

Sag du es mir, stelle dir und mir deine Fragen zu diesen Themen, kommentiere gerne hier unten und lass uns konstruktiv ins Gespräch kommen.

Ich danke dir für dein Lesen und Teilen,

Lidia Schladt

 

Über Lidia:

Lidia Schladt ist Logotherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Integraler Coach, Retreat-Leiterin und Emotionshebamme von „Sinn und Werte“ in Bremen.

Homepage: www.lidia-schladt.de

Facebook: https://www.facebook.com/Lidia.Schladt/

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