Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

schuld-scham

Scham & Schuld – Wie du dich endlich davon befreist

Geht es dir wie vielen Menschen auf dieser Welt? Scham ist ebenso präsent in deinem Leben, wie Schuldgefühle? Das muss nicht sein, sage ich dir heute, denn es gibt eine relativ einfache Lösung für dieses Problem. Willst du erfahren, wie du frei von Schuld und Scham werden kannst? Fein, dann lass uns zuerst einmal herausfinden, welche Ursachen es für diese meist ungeliebten Gefühle gibt. Weder Scham noch Schuld sind uns Menschen angeboren. Sie gehören zu den erlernten Gefühlen, die aufgrund von Umweltfaktoren in unser Leben gekommen sind. Umweltfaktor Nummer Eins ist meist die Mutter, gefolgt von Umweltfaktor Zwei, dem Vater. In unserer heutigen Welt glauben die meisten Eltern noch daran, ihre Kinder erziehen zu müssen. Sie denken, dass ihr Kind lernen muss, was richtig und was falsch ist. Wenn ein Kind an einem Tischtuch zieht und das Geschirr herunterfällt, schimpfen die meisten Eltern und werfen dem Kind einen bösen Blick zu. Im Alter von circa einem Jahr kann hier das erste Mal Scham auftreten, ein Gefühl, das erscheint, wenn wir uns von einem Anteil in uns selbst trennen.

scham-schuld

Es sind unsere Mutter und unser Vater, die uns meist zum ersten Mal mit Scham und Schuld in Kontakt bringen

Wie und warum erfolgt die Trennung von uns selbst?

Ein Kind darf auf keinen Fall riskieren, dass es die Zuwendung der Mutter verliert. Und so unterwirft es sich ihren Wünschen – in diesem Fall dem Wunsch, dass Geschirr auf den Tisch und nicht auf den Boden gehört. Der Anteil, der entweder aus völliger Unschuld heraus am Tischtuch gezogen hat oder – ab einem gewissen Alter – wissen wollte, was passiert, wenn man am Tischtuch zieht, MUSS abgetrennt (abgespaltet) werden, um weiterhin in der Nähe der Mutter bleiben zu können. Das Kind trennt sich also von einem inneren Anteil, der „böse“ ist. Schamgefühle treten auf, wenn wir Menschen es nicht schaffen, die Verantwortung für unser Tun zu übernehmen. Das Kind kann das noch nicht und wendet sich von sich selbst ab. Das ist Scham!
„Das war die böse Evi“, habe ich mal gesagt, als dieser Anteil erneut an einem Tischtuch gezogen hat, weil das Erlebnis ganz schön spannend war. So sind wir also schon damals zwei geworden, und weitere Spaltungen machten uns zu vielen.

Wie können wir also wieder ganz werden? 

Das Wort, das hier am wichtigsten ist, lautet: Integration. Wir müssen die Inneren Anteile (inneren Kinder), die im Laufe des  Lebens abgespalten wurden, wieder „nach Hause holen“, wie ich es in meiner Arbeit gerne nenne. Die „böse Evi“, die Tischtücher vom Tisch gezogen und mit einem Finger ganz fest auf die Tasten unseres Klaviers geschlagen hat, anstelle „leise zu spielen“, durfte Dank der Inneren-Kind-Arbeit wieder zurück in die Eva kommen. Viele anderen Evis folgten … Scham ist also ein Gefühl, das auftritt, wenn wir nicht die Verantwortung für unser Tun übernehmen (können)!

Was ist aber Schuld?

Schuld taucht auf, wenn verhindert werden soll, dass etwas wiederholt wird, was „falsch“ ist. Schuldgefühle werden mit drei oder vier Jahren in den meisten Kindern dieser Erde erweckt. Schuld ist wie ein Päckchen, das uns auf den Rücken gehängt wird, und meistens bedeutet es viel Arbeit, es wieder abzuladen. Buße tun, sühnen oder Wiedergutmachung, sind Worte, welche das Reinwaschen von Schuld bezeichnen. Ent-schuldigen ist ein weiteres geflügeltes Wort, das darauf hindeutet, dass Menschen glauben, dass ihnen die Schuld durch Worte oder Taten wieder weggenommen werden kann.

schuld-scham

Das Wort „Schuld“ sollte man grundsätzlich für sich hinterfragen

Aber: Gibt es Schuld überhaupt?

Meine Erfahrung ist, dass es Schuld nicht gibt. Wir Menschen sind unschuldig, da wir in jedem Moment immer nur das tun, was wir denken (glauben), tun zu müssen. Schuld wird oft im Nachhinein empfunden („Ich hätte das niemals tun dürfen …“). Doch dabei wird übersehen, dass das Wissen, welches ich heute habe, meist erst durch das Tun oder Handeln entstanden ist. Wenn ich „es“ nicht getan hätte, wären mein heutiges Wissen und die Erfahrungen, die ich seither gemacht habe, gar nicht in mir. Allein deswegen müsste einem schon klar werden, dass es niemals falsch sein kann, was man tut.

Hierzu noch ein Beispiel: Das Kind zieht an der Tischdecke, weil es herausfinden will, was passiert. Das Geschirr fällt mit einem lauten Geräusch auf den Boden. Mutter und Kind erschrecken, die Mutter schimpft. Schuldgefühle tauchen auf, weil das Kind glaubt, etwas falsch gemacht zu haben. Es kann die eigene Unschuld (dass es einfach ein aufgewecktes, interessiertes Lebewesen ist, das Dingen auf den Grund gehen will) nicht sehen und fühlt sich schuldig. Meist kommt auch Scham dazu, denn wie „konnte man so dumm sein, und das nicht wissen“?

Wie kann ein kleines Kind denn an etwas schuld sein?

Diese Frage stelle ich gerne in meinen Workshops oder in einer Einzelsitzung und warte auf Antwort. Noch nie habe ich eine richtige Antwort bekommen, denn es gibt keine. Das Kind entdeckt die Welt, also passieren solche Dinge. Eine Mutter, die selbst frei von Schuldgefühlen ist, würde sagen: „Wow, das war laut. Jetzt liegt alles am Boden. Ich habe mich erschreckt durch das Geräusch“, und sie würde drüber lachen. Sie würde dem Kind erklären, dass Dinge auf einem Tuch in Bewegung kommen, wenn man an dem Tuch zieht. Und sie würde dem Kind erklären, dass sie selbst nicht daran gedacht hat, dass dies geschehen könnte, also auch unschuldig ist. Ab sofort wäre klar, dass Tischtücher nicht dazu da sind, um daran zu ziehen, außer man möchte Geschirr am Boden liegen sehen. Es wäre ein wunderschönes Erlebnis für Mutter und Kind, wenn diese Situation so sein dürfte, wie sie ist: Ein Erlebnis, aus dem beide etwas lernen.

schuld-scham

Die beste Mutter ist jene, die selbst frei von Schuldgefühlen ist

Einen wichtigen Punkt möchte ich dir noch mitgeben, der oft in spirituellen Kreisen übersehen wird: Schuldgefühle zu fühlen, kann oft auch einen Nutzen für uns haben. Denn wenn wir an etwas „schuld“ sind, haben wir etwas falsch gemacht. Es wäre also rein theoretisch möglich gewesen, die Sache auch richtig zu machen. Schuldgefühle schützen uns Menschen also vor der Erkenntnis, dass wir in manchen Situationen keine Handlungsmacht haben. Wir sind „Opfer“, machtlos, ohne Macht, ohne Kontrolle. Das fühlt sich weitaus schlechter an als Schuldgefühle. Deswegen halten manche von uns noch an Schuldgefühlen fest, um ihre Machtlosigkeit nicht fühlen zu müssen.

Wie du Schuldgefühle loslassen kannst!

Sobald du die Verantwortung für dein Handeln voll und ganz übernimmst, wird es keine Schamgefühle mehr in deinem Leben geben. Wenn du dazu noch einsiehst, dass du über das meiste im Leben keinerlei Kontrolle hast, kannst du auch die Schuldgefühle gehen lassen. Hingabe und Demut werden in dein Leben kommen und Schuld, Scham und Zweifel ablösen.

Mehr über diese Themen „Schuld & Scham“ findest du hier in meiner Video-Serie

-> Schuld:

-> Scham:

… die aus dem Onlinekurs: „Frei werden von Scham & Schuld“ stammen, den es demnächst in „Die-Selbstliebe-Schule“ geben wird.

 

eva nitschinger-the-workHerzlichst,

deine Eva

https://www.eva-nitschinger.de

 

 

+++

Über Eva:
Eva Nitschinger ist Psychologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie und lernte The Work in einer tiefen Krise 2008 kennen. Sofort wusste sie, dass diese Methode nicht nur ihr Leben, sondern auch das vieler ihrer Klient|innen verändern wird. So besuchte sie die vierjährige Ausbildung zur „zertifizierten Begleiterin für The Work (ITW)“ im Institute for the Work of Byron Katie und wurde vom Verband für The Work 2013 als Lehrcoach für The Work (vtw) anerkannt.
Diese beiden Titel gab sie aus freien Stücken 2017 zurück, um die von ihr entwickelte Traumatherapie-Methode „Die Heilreise des Inneren Kindes” mit The Work verbinden zu können und auch in ihre Online-Ausbildungen einfließen lassen zu dürfen: https://www.eva-nitschinger.de/onlinekurse
Offline gibt es immer wieder „Selbstliebe-Seminare” in ausgewählten Hotels (2019 erstmalig in Andalusien) und in ihrer Praxis in Saarbrücken.
Der Podcast „Selbstliebe & Vertrauen“ bietet Einblick in Evas Arbeit und ihre Erkenntnisse, die sie gerne mit euch allen teilt:  https://www.eva-nitschinger.de/podcast
+++

Noch mehr Artikel von Eva findest du hier: 

Selbstliebe! Wie ich lernte, mich selbst zu lieben

Tochter – Mutter Probleme lösen mit The Work von Byron Katie

Gefällt mir 9 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Diskussion

Trag dich in unseren Newsletter ein und hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan