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Schluss mit Schuldgefühlen und faulen Kompromissen

Schuldgefühle und faule Kompromisse sind etwas, mit dem wir uns spätestens als Eltern, aber auch als Kinder älter werdender Eltern sehr oft konfrontiert sehen.

Auch ich habe als alleinerziehende Mutter jahrelang einen Spagat hingelegt. Nach der Trennung hatte ich das Gefühl, meinen Töchtern den Vater genommen zu haben. Zusätzlich war ich auch noch berufstätig. Das Wort „Schlüsselkinder“ mutierte zum Makel. Und wenn ich mir nach der Arbeit die Freiheit nahm, erst in Ruhe einen Kaffee zu trinken und nicht gleich in den Hort zu rennen, stieß ich in meinem Umfeld auf Unverständnis. Viele Jahre habe ich aus diesen Schuldgefühlen heraus Entscheidungen getroffen. Nachsichtig, nachgiebig, kompromissbereit stellte ich meine eigenen Bedürfnisse zurück.

Das schlechte Gewissen verführte mich dazu, mehr Geld auszugeben als ich hatte und öfter „Ja“ zu sagen. Grenzen setzen fiel mir unheimlich schwer, aus Angst, meine Töchter könnten sich aus Frust meinem Ex-Mann zuwenden.
Das ist jetzt mehr als 20 Jahre her. Inzwischen weiß ich, dass alles genauso sein sollte, wie es war. Es gibt keine Schuld. Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht anders handeln.

Nach der Trennung folgen die Schuldgefühle

Heute ist eine Scheidung keine Seltenheit mehr. Aber die sich daraus ergebenden Folgen bleiben die Gleichen.
Sehr oft habe ich Elternteile bei mir, die genau aus diesen Schuldgefühlen heraus handeln und damit Probleme für die Kinder und/oder den neuen Partner kreieren. Da werden keine Grenzen gezogen aus Angst vor Liebesentzug. Da wird großzügiger gehandelt als es der Ex-Partner tut.

Ein anderes Szenario ist das Verhältnis zwischen uns und unseren Eltern. Ich habe vor einigen Jahren meiner ältesten Tochter gesagt, dass ich später, wenn es so kommen sollte, nicht von ihr gepflegt werden möchte. Ihre Reaktion: „Das kommt gar nicht infrage. Natürlich pflege ich dich!“
Ja, die Antwort entspringt einer Liebe zu mir. Und auch aus einem Pflichtgefühl heraus.

Endlich wieder frei?!

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Was, wenn die eigenen Eltern pflegebedürftig werden?

Wie oft habe ich Klientinnen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihr eigenes Leben zu leben, nachdem die Kinder ausgezogen sind. Und dann … Wurde ein Elternteil pflegebedürftig. Es folgen Gedanken wie „Das bin ich ihm/ihr schuldig“ oder „Das macht man doch“ oder „das haben wir immer schon so gemacht“. Und wieder werden die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt.

Da werden aus Schuldgefühlen heraus Kompromisse gemacht – mit einem schlechten Bauchgefühl. Vielleicht gibt es obendrein den Bruder oder die Schwester, der/die sich nicht beteiligt oder nur in geringem Maße. Das Gefühl der Ungerechtigkeit macht sich breit. Dabei ist es nichts anderes als Neid. Neid, dass sich der andere die Freiheit nimmt, sein Leben wie bisher weiter zu leben. Was für ein Egoist!

Im Grunde ärgerst du dich darüber, dass du nicht mutig genug bist, dir die gleiche Freiheit zu nehmen.

Bitte versteh mich nicht falsch. Wer dieser Aufgabe wirklich aus freien Stücken und voller Liebe nachgeht, wer dabei Spaß und Freude empfindet, bei dem ist alles gut.

Für alle anderen aber gilt: Du bist dir der wichtigste Mensch in deinem Leben!

Verabschiede dich von Schuldgefühlen und Pflichtbewusstsein

Lass deine Schuldgefühle los. Es gibt keine Schuld. Du hast immer so gehandelt, wie es für dich richtig war. Schuld ist eine Bewertung der Vergangenheit und macht überhaupt keinen Sinn. Sie führt nur dazu, dass wir uns dann immer schlecht fühlen. Nimm diesen „Makel“ an. Schau hin und mach dir klar, dass du nicht anders handeln konntest.

Mach dich frei von Schuldgefühlen und falschverstandenem Pflichtbewusstsein. Wer sagt dir, was deine Pflicht ist und was nicht? Wer hat das Recht dazu, dir das zu sagen? Du darfst alles, was unter die Begriffe „Pflicht“, „Gewohnheit“, „Sitte“, „Anstand“ oder „Moral“ fällt, für dich infrage stellen. Entspricht das deinen Werten und Vorstellungen? Fühlst du dich gut dabei?

Dem einzigen Menschen, dem du schadest, wenn du dich in Schemen und Formen pressen lässt, bist du! Lässt du das nicht mehr zu, hat nichts mit Egoismus zu tun. Wenn du dich selbst liebst, schadest du keinem anderen. Wenn du dir die Freiheit nimmst, für dich gut zu entscheiden, gibst du auch anderen das Recht dazu.
Wir sind hier, damit es uns gut geht. Wenn das der Fall ist, wenn du dich so richtig von Herzen liebst, dann geht es den Menschen in deiner Umgebung auch gut. Dann pflanzt es sich fort wie ein Virus und es wird friedlicher auf dieser Welt!

5 Tipps, wie du für DICH gute Entscheidungen triffst:

Bei allen Entscheidungen, die du triffst, spüre in dich hinein:

  1. Ist es ein Kompromiss, dem du aus vollem Herzen zustimmst?
  2. Fühlt es sich in deinem Körper richtig gut an?
  3. Hast du irgendwo in deinem Körper ein Engegefühl, Druck oder Schwere?
  4. War dein erster Impuls ein klares „NEIN“?
  5. Wie würde jemand entscheiden, der sich selbst liebt?

Du bist dann ein gutes Beispiel, ein Vorbild und du kannst in den Spiegel schauen und aus vollem Herzen sagen: „Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich. Ich bin ein Gewinn für die Welt! Niemand sonst hat meine Ideen, meine Gedanken und meine Art, mit den Dingen umzugehen! Ich bin wertvoll, weil ich wertvoll bin und ich muss es niemandem beweisen.“

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Wen siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Ein freies Wesen, das aus der Liebe heraus handelt?

 

Deine

Monika Rinn

Praxis für Coaching und Hypnose

Certified Female Speaker

www.monikarinn.de

++++

hier kommt noch mehr Inspiration von Monika im Compassioner:

Mut zum Makel: Wie du vom scheinbaren Defizit zu deiner wahren Stärke findest

+++

Auch Veit Lindau beschäftigt sich in seiner Podcast-Folge “Frei von Schuld. Die Macht der Vergebung” mit unseren Schuldgefühlen. Er erklärt darin u.a. das Konzept von Schuld und Manipulation, wie wir uns davon befreien und in die Selbstverantwortung kommen. Hier gelangst du dir seinen Podcast direkt ansehen/anhören:

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