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Schreib dich lebendig: Wie du die Angst transformieren kannst

Mit den folgenden Impulsen kannst du lernen, deine Angst vor dem Scheitern als Geschenk zu begreifen. Ob wir den Job wechseln, eine neue Partnerschaft eingehen, eine Familie gründen, um die Welt reisen – die schönsten Herausforderungen haben oft die Angst im Schlepptau. Werde ich das wirklich schaffen? Weil die Angst uns zurückhält, setzen wir alles daran, sie loszuwerden. Dabei übersehen wir, welches Geschenk sie uns machen will. Deshalb lass uns genauer hinsehen. Ich  möchte dir in diesem Artikel näherbringen, wie du deine Ängste transformieren kannst, indem du dich mit Journaling beschäftigst und deine Ängste zu Papier bringst.

Kaum hatte ich den Arbeitsvertrag unterschrieben, war sie da. Die Angst. Dabei erfüllt mein neuer Job so ziemlich jede Vorstellung, die ich von meinem Traumjob habe. Das Neue, egal wie sehr wir es uns auch wünschen, hat häufig die Angst als Begleiter. 

angst-schreiben-hilftMeist haben wir es sogar mit einem ganzen Angstbündel zu tun, das bei einigen größer, bei anderen kleiner ausfällt. Welche Gestalt unsere Ängste annehmen und wie ausgeprägt sie sind, hängt von unseren eigenen Erfahrungen ab, die wir in der Kindheit und unserem bisherigen Leben gemacht haben.

Da ist die Angst, sich zu blamieren, bewertet und abgewertet zu werden von Menschen, die uns wichtig sind. Die Angst, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, und die Befürchtung, dass die kritischen Stimmen in uns und aus unserem Umfeld recht haben: dass wir es nicht schaffen werden, dass wir nicht gut genug sind.

Angst ist intelligent

Oft ist sie nicht aus der Luft gegriffen, sondern setzt sich in die Lücken unserer Gewissheit. Angst kann uns starr und unbeweglich werden lassen und uns im schlimmsten Fall dazu verleiten, auf die schönsten Erfahrungen zu verzichten, die das Leben für uns bereithält. Angst kann Träume töten. Angst kann uns unsere eigene Größe und Stärke vergessen und unsere Lebensfreude verkümmern lassen.  

Wenn wir ein paar Sommer erlebt haben, dann haben wir erfahren, wie machtvoll unsere Angst sein kann. Also tun wir alles, um Angst von vornherein zu vermeiden. Doch dieses Vorhaben ist auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt. Denn ein Leben ohne Angst ist gefährlich.

Es ist gut, dass du Angst hast. Hast du dich bei deiner Angst schon einmal bedankt? Die Evolution war intelligent genug, dich mit ihr auszustatten. Ohne Angst hätte unsere Spezies nicht bis heute überlebt. Angst verfolgt nur ein Ziel: Uns zu beschützen.

Manchmal ist sie etwas zu vorsichtig und sieht Gefahren, wo gar keine sind. Dann ist es an uns, sie in die Schranken zu weisen. Manchmal mahnt sie uns zurecht, unsere Pläne zu überdenken. Ich stelle mir die Angst als kleines Kind vor, um das ich mich kümmere. Wenn Kinder Angst haben, bringt es nichts, wütend zu werden oder sie zu ignorieren. Sie weinen nur umso mehr oder verweigern sich der Situation komplett. Hör deiner Angst zu, schieb sie nicht sofort beiseite, sondern rede mit ihr und nimm sie an die Hand. Wie auch immer das in der Situation aussehen mag.

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die einen sehr wachen Beschützer haben. Am liebsten würdest du mit wichtigen Entscheidungen und neuen Schritten warten, bis du ganz sicher bist, dass alles gut wird. Diese Gedanken entspringen einem natürlichen, kindlichen Sicherheitsbedürfnis. Der erwachsene Teil in dir weiß, dass es diese Sicherheit im Leben nicht geben kann, du aber in der Lage bist, mit Ungewissheit und Herausforderungen umzugehen. Wie kannst du den erwachsenen Teil in dir stärken, ohne die kindlichen Befürchtungen zu übergehen? Wie kannst du dich aus einer Position der Fürsorge und Wertschätzung deiner Angst widmen?

Ich bin überzeugt, dass jede Emotion, die wir erleben, uns ein Geschenk bringt, eine Erkenntnis, ein neues oder tieferes Verständnis. Dieses Geschenk lässt sich meist nicht auf den ersten Blick erkennen. Aber das heißt nicht, dass es nicht da ist. Im Zentrum unserer Angst liegt ein Funken Weisheit.

Indem wir über unsere Angst zu scheitern schreiben, können wir dazu beitragen, sie besser zu verstehen

Und indem wir ihre Form klarer sehen, können wir sie besser begreifen, sie gedanklich besser fassen. Und nur was wir fassen können, können wir auch loslassen. Über die Angst zu scheitern zu schreiben, hilft, das Geschenk, das in ihr enthalten ist, zu entpacken.

Lass dich von den Journaling-Impulsen zu einer Begegnung mit deinen Ängsten einladen. Dabei ist es dir überlassen, ob du dir eine Woche lang jeden Tag ein Thema vornimmst oder dich nur mit den Fragen auseinandersetzt, die dich intuitiv besonders ansprechen. Es gibt kein richtig oder falsch. Du wirst in jedem Fall von deinen Antworten profitieren, die halb bewusst, halb aus deinem Unbewussten aufs Papier finden.

Meine 7 Tipps, um die Begegnung mit deiner Angst aufzuschreiben:

  1. Was bedeutet es für dich, in etwas erfolgreich zu sein? Beschreib das Gegenteil davon. Woher, meinst du, stammen deine Definitionen von Erfolg und Misserfolg?
  2. Wann bist du zum ersten Mal in deinem Leben gescheitert, an welches Ereignis erinnerst du dich? Wer war in der Situation dabei und wie hast du dich dabei gefühlt? Hat dir jemand gesagt, dass du etwas nicht schaffst oder hast du aufgegeben? Wie hast du dich danach gefühlt?
  3. Schreibe ein Wortcluster: Nimm ein DINA4-Blatt und notiere oben das Wort Scheitern. Schreib dann intuitiv alle Begriffe auf, die du mit Scheitern verbindest. Zensiere deine Gedanken nicht, sondern notiere einfach alle Assoziationen. Schreib solange, bis dein Kopf komplett „leer geschrieben“ ist. Dann lies die Wortliste noch einmal durch:  Was stellst du fest? Wie fühlst du dich, wenn du die Liste durchliest? Wiederhole die Übung mit dem Wort Erfolg und frag dich erneut, was du beim Durchlesen beobachtest und wie du dich fühlst. Nimm dir zehn Minuten Zeit, um deine Erkenntnisse aus den beiden Übungen festzuhalten.
  4. Beschreibe ein Ereignis oder eine Zeit, in der du Ängste vor dem Misserfolg hattest, dass du etwas gar nicht erst versucht hast. Beschreibe im Anschluss ein Ereignis oder eine Zeit, in der du auch Angst hattest, aber trotzdem etwas Neues gewagt hast. Wie hast du dich jeweils gefühlt? Was hat für dich den Unterschied gemacht: Was hat dazu beigetragen, dass es dir im zweiten Fall möglich war, deine Komfortzone zu verlassen und dich ins Ungewisse zu wagen?
  5. Ist für dich Scheitern ein subjektiver oder objektiver Begriff?
  6. Kennst du jemanden, der sich von seiner Angst zu scheitern (oft) zurückhalten lässt? Wenn ja, beschreibe die Person detailliert, ihre Talente, Stärken und ihre Persönlichkeit, und worin du ihr Potenzial siehst. Wenn dir kein solcher Mensch einfällt, beschreibe eine fiktive Person mit den Eigenschaften, die du ihr zuschreiben würdest.
  7. Wenn ein Mensch etwas immer und immer wieder versucht, obwohl er bereits mehrfach gescheitert ist, ist sein Nicht-Erfolg in deinen Augen Scheitern? Warum oder warum nicht?

paul henkel schreib-gegen-angstIch wünsche dir viele Erkenntnisse und Geschenk-Momente.

Schreib dich lebendig

Paul Henkel

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