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Sei egoistisch und kümmere dich um die Welt

Schreiben hilft dir dabei. Heute möchte ich hier einen persönlich gemeinten Aufruf mit dir teilen. warum die Welt dein Hinsehen braucht und wie du mit Journaling vom Wegsehen zum Hinschauen kommst. Weiter unten findest du sieben Tipps, um deine Rolle in der Welt zu definieren.

Die Welt ist in einer Schieflage. Das Ergebnis der letzten Wahl ist nur ein Symptom. Aber was machen wir? Drehen uns viel zu oft weg. Wir fokussieren auf das Positive, arbeiten an unserem Mindset. Das sei der Weg zum Glück. So haben wir es gelernt.  Aber es wird Zeit, diese Haltung zu hinterfragen. Denn wir schaden uns damit als Individuen und als Gesellschaft.

Nur weil ich etwas ignoriere, verschwindet es nicht

Wenn ich mir einen dreckigen Splitter eintrete, verschwindet die Verletzung nicht, wenn ich sie ignoriere. Im Gegenteil: Sie entzündet sich und eitert, bis ich meine Aufmerksamkeit dann letztlich doch auf sie richte. Dann braucht die Heilung länger und ist aufwändiger.

Schauen wir uns die Welt an, stellen wir fest: Wir haben es mittlerweile mit einer ganzen Reihe von Wunden zu tun, die sich bereits entzündet haben. Täglich werden wir mit neuen Schreckensmeldungen konfrontiert von Kriegen, Flüchtlingen, die ihr Leben riskieren, Terrorakten im In- und Ausland, Umweltkatastrophen und dem Aufschwung politischer Extreme.

Spirituelle Nabelschau ändert nichts

An Wissen, um es besser zu machen, mangelt es auf diesem Planeten nicht. Wir leiden nicht an einem Informations- oder Ideenmangel. Was fehlt, ist Menschlichkeit. Das Bewusstsein, dass wir alle miteinander verbunden sind. Dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören, wenn wir so weitermachen. Dass wir Liebe zur Basis unseres Handelns machen müssen statt Angst, wollen wir eine Zukunft haben.

Es hat schon eine Ironie, dass gerade die Menschen, die diese spirituelle Dimension des Lebens erkennen und deshalb echte Veränderungen bewirken könnten, wegschauen und sich in Nabelschau verlieren.

Wegsehen hat einen hohen Preis

Ja, es gibt Zeiten, in denen es notwendig ist, sich selbst zu schützen und das Leid der Welt auszublenden. Wenn wir selbst nicht stark genug sind, uns in einer Krise befinden oder unsere eigenen Wunden versorgen müssen, dann ist es das beste und hilfreichste, was wir für die Welt tun können, uns zunächst um unser eigenes Glück zu kümmern. Doch die meisten unterschätzen ihre eigene Kraft.

die-welt-wegsehenZumal Wegsehen nur auf den ersten Blick die einfachere Lösung ist. Letztlich schaden wir uns damit selbst, indirekt und direkt. Denn die Denkmuster, die dieser Ignoranz zugrunde liegen, sind toxisch. Vor allem zwei Denkmuster bieten schnellen Schutz vor der unangenehmen Wirklichkeit.

Einige der Menschen attestieren sich voreilig eine Schwäche, die jede Aktivität aussichtslos erscheinen lässt. Was kann ich schon bewirken? Diese Einstellung macht es ihnen einfach, sich gar nicht weiter mit dem scheinbar Unabänderlichen zu beschäftigen, vergiftet aber ihr Selbstbild und wirkt sich lähmend auf alle ihre Lebensbereiche aus.

Andere missbrauchen ihr Privileg, nicht direkt von den Missständen und Katastrophen betroffen zu sein, um unbehelligt ihr Glück zu genießen. Doch das gelingt ihnen nur, indem sie den urmenschlichen Impuls von Mitgefühl unterdrücken, der sie zum Handeln bewegen würde. Der Preis für ihr Glück ist hoch: Da wir Gefühle nicht selektiv unterdrücken können, opfern diese Glücklichen so nach und nach ihre Menschlichkeit.

Die Chance der Krisen und Katastrophen 

Ist zu befürchten, dass wir uns alle nach und nach in gefühlstote Egoisten oder verzweifelte Zuschauer des Lebens verwandeln?

Nein.

Denn wir an einem Punkt gekommen, an dem das Privileg des Nichtbetroffenseins immer mehr in sich zusammenfällt. Der Terror rückt näher, die politischen Extreme machen sich auch bei uns in Deutschland bemerkbar.

die-welt-schicksalUnsere Schicksale sind miteinander verbunden, enger als jemals zuvor. Missstände, die wir lange ignoriert und in weit entfernten Teilen der Welt verortet haben, machen jetzt auf schmerzhafte Weise auf sich aufmerksam. Dieses Zusammenrücken ist eine Chance. Wir können es uns nicht mehr leisten wegzusehen. Die Wunden sind zu schwer, als dass wir sie länger ignorieren könnten.

Es ist nicht spät – unter einer Bedingung

Angesichts der Dimension der Missstände ist die Versuchung in der Tat groß, in Resignation und Hoffnungslosigkeit zu verfallen: Ist es nicht ohnehin zu spät? Sind nicht längst viel zu viele Brandherde gleichzeitig aktiv?

In der Tat gibt es keine Garantie, dass alles gut wird. Sicher ist nur, wenn wir uns nicht für eine Veränderung einsetzen, wie wir uns sie wünschen, wird sie nicht eintreten.

Was uns Mut machen darf: Weil wir Menschen alle miteinander verbunden sind, braucht es auch für die größte Kettenreaktion nur ein Element, das den Anstoß gibt. Jede gesellschaftliche Bewegung hat mit einem einzelnen Menschen begonnen. Mit einem einzelnen Gedanken, der eine neue Haltung und Handlung nach sich zog.

Jede nachhaltige Veränderung beginnt auf Papier, sage ich gerne, weil das Schreiben die eigenen Gedanken, den eigenen Standpunkt so wunderbar klärt. Und wir brauchen mehr Menschen, die wissen, wofür sie stehen und in welcher Welt und mit welchen Werten sie leben wollen.

7 Journaling-Impulse zum Hinsehen statt Wegschauen

schreiben-die-weltDie Journaling-Impulse laden dich ein, nicht wegzuschauen, sondern hinzusehen – deine Gefühle anzusehen und deine Haltung zu hinterfragen gegenüber den gesellschaftlichen und politischen Wunden, die so dringend unsere Aufmerksamkeit brauchen.

  1. Was fühlst du, wenn du die Nachrichten liest oder siehst? Berühren sie dich oder fühlen sie sich unwirklich an? Hast du das Bedürfnis zu helfen oder fühlst du dich hilflos? Schreib für 10 Minuten über deine Emotionen angesichts des Leids und der Missstände in der Welt.
  2. Schreib eine kurze Liste mit maximal 10 Nachrichten zu Katastrophen und Konflikten der letzten Zeit. Zu jeder Nachricht notiere, was daran besonders dein Mitgefühl weckt.
  3. Welches menschliche Bedürfnis ist aus deiner Sicht besonders essentiell und warum? 
  4. Schreib eine Liste, wie du beitragen kannst die Herausforderungen (von 2.) zu bewältigen? Notiere auch die scheinbar unbedeutenden Möglichkeiten. 
  5. Nimm das Zitat von Edward Everett Hale und schreibe 10 Minuten darüber, was es für dich bedeutet: “I am only one, but I am one.  I cannot do everything, but I can do something.  And I will not let what I cannot do interfere with what I can do.”
  6. Was bedeutet Hilfsbereitschaft für dich? Nimm dir 10 Minuten Zeit zum Reflektieren:  Was tust du regelmäßig, um anderen zu helfen? (Wo) Hast du das Gefühl anderen helfen zu müssen, obwohl du es nicht tust? Wie fühlt sich das für dich an? Erwartest du tendenziell eher zu wenig oder zu viel Hilfsbereitschaft von dir?
  7. Was ist die eine Sache, du in jedem Fall tun kannst, egal wie klein sie ist, um einen positiven Unterschied im Leben von anderen zu machen? Nimm an, das ist alles, was du bewirkst. Schreib darüber und warum du dir sicher bist, dass es genug ist. Wenn du weißt, dass du mehr tun könntest: Wie könnte ein nächster Schritt aussehen?

 

Ich wünsche dir und uns allen mehr Mut zur Menschlichkeit.

Schreib dich lebendig!

Paul Henkel

www.schreibenwirkt.de

Hier findest du alle Journaling-Tipps von Paul Henkel

 

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