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Sex: Was tun, wenn man mit dem Partner nicht auf einer Wellenlänge ist?

Was kann man tun, wenn der Partner sexuell gerade nicht auf einer Wellenlänge ist?

Die Frage habe ich vor einigen Wochen per Email von einer Frau erhalten. Ich schrieb ihr zurück:

„Liebe Ramona, das kommt oft vor, dass man in der Partnerschaft, auch sexuell, immer wieder phasenweise nicht auf der gleichen Welle surft. Tauscht euch immer wieder aus, dann verliert ihr euch nicht aus den Augen.“

Mir ist erst im Nachgang aufgefallen, dass ich gar nicht wusste, von welcher Wellenlänge sie spricht.

Kommunikative Missverständnisse

wellenlänge-StreitPrinzipiell ist meine Antwort auf die Frage nicht falsch. Denn das Leben als Paar ist auch immer das Leben zweier Individuen, die sich auch separat voneinander entwickeln. Doch wie es mir mit ihr passiert ist, geschieht es in Partnerschaften ganz häufig: Wir kommunizieren aneinander vorbei.

Nun weiß ich nicht, ob ich an ihr vorbei gesprochen habe, oder ob es sie beruhigt hat. Doch eigentlich weiß ich bis jetzt nicht, was Ramona mit „Wellenlänge“ meinte.

Meinte sie, dass sie und ihr Partner unterschiedliche Intensität beim Sex wollen, ob sie unterschiedlich lange Zeit füreinander haben wollen, ob es um neue Vorlieben geht oder gar überhaupt nicht um diese Dinge, sondern um „wir fühlen uns einander nicht mehr nah“?

Ich habe nicht nachgefragt und habe es für mich so interpretiert, wie es mir in dieser Situation einleuchtend erschien. Das geschieht Paaren gerade in den Liebes- und Sexbelangen ganz häufig so.

Warum ist das so?

Das menschliche Gehirn nutzt Heuristiken, also Abkürzungen im Denken, um sich das Leben leichter zu machen. Das ist weder gut noch schlecht. In Liebesbeziehungen hinterfragen wir unsere Heuristiken jedoch selten. Noch dazu kommt, dass sie nicht immer die besten Ergebnisse produzieren, weil sie „schräg“ programmiert wurden.

Beliebte Liebespaar-Heuristiken sind:

  • „Ich kenn dich in und auswendig.“
  • „Ich weiß eh schon, was du jetzt sagst.“
  • „Sicher will er/sie wieder einen Vorteil für sich bewirken.“
  • „Das machst du mit Absicht.“

Diese Heuristiken entstehen in den ersten Beziehungserfahrungen und Beziehungsmodellen, die wir sehen und verändern sich danach meist nur noch in Details, wenn wir sie nicht reflektieren.

Was hat das alles mit der Wellenlänge zu tun?

Was das alles mit der Wellenlänge zu tun hat, ist folgendes: Die Wellenlänge ist eine Umschreibung für direkte und indirekte Kommunikation, sowie für Interessen und Passung zwischen zwei Menschen.

Wenn wir also das Gefühl haben, dass wir aktuell nicht so ganz auf einer Wellenlänge mit dem Partner sind, hat sich etwas verändert: die Interessen meines Partners, der Partner selbst, die Kommunikation zwischen uns oder ich mich oder meine Interessen.

Wenn mir eine Person also sagt, dass sexuell nicht alles auf einer Wellenlänge ist, dann steht für mich die Frage im Raum:

Was hat sich verändert?

In Veränderungsphasen braucht es Zeit, die Wellenlänge wieder zu synchronisieren

wellenlänge-SynchronVeränderungen sind nicht immer die riesigen Events. Manchmal sind Veränderungen „nur“ kleine Erkenntnisse, die jedoch einen Unterschied machen.

Wenn du weißt, was sich verändert hat, dann sieh dir an, was du dadurch gewonnen hast und vor allem, sieh dir an, welche neuen Bedürfnisse daraus resultieren.

Denn damit lässt sich die Zeit, in der du und dein Partner wieder auf die gleiche Wellenlänge kommen, verkürzen. Zumindest dann, wenn er oder sie auf die gleiche Wellenlänge will.

Ein Beispiel, das bei meinen Coachings häufig der Fall ist

Sie hat kaum Lust auf Sex und entscheidet sich für ein Coaching bei mir. Wir machen uns auf die Entdeckungsreise zu ihrer Lust. Das verändert die Frau und ihren Bezug zu ihrem Körper, zur Sexualität und auch zu ihren Bedürfnissen.

Das verändert auch den Bezug zu ihrem Partner. Ganz klar. In den meisten Fällen freuen sich die Männer. Doch manchmal kommt es vor, dass die Frauen merken, dass sie keine Lust auf Sex haben, weil sie eine andere Art von Sex wollen als ihre Partner.

Genau hier ist dann die Kommunikation über Veränderung und veränderte Bedürfnisse ein ganz wichtiger Punkt. Ebenso wie die Anerkennung dessen, dass jeder seinen eigenen Rhythmus und seinen eigenen Weg hat.

Doch auch da gilt: Wer den Weg gemeinsam gehen möchte, der darf die Veränderung sein, die er sich wünscht.

 

Viel Mut für die Veränderung!

Deine Claudia

www.claudia-elizabeth-huber.de

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