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Wie ein kleiner Shift im Denken für mehr Freiheit am Arbeitsplatz sorgt

In diesem Artikel erfährst du, wie ein nicht allzu großer Shift im Denken deine Arbeitswelt freier gestalten kann…

Nehmen wir an, du bist angestellt und fühlst dich damit beengt. Deine Stellenbeschreibung scheint klar und du bekommst regelmäßig ein Gehalt überwiesen. Deine Firma kümmert sich um deine wichtigsten Versicherungsangelegenheiten. Du brauchst dafür nur die Vorgaben zu erfüllen.

Soweit klar. Denkst du.

Nehmen wir weiter an, ich frage dich, was denn genau diese Vorgaben sind. Wahrscheinlich wirst du mir einige Tätigkeiten nennen, von denen du ganz sicher weißt, dass dein Chef sie von dir erwartet. Ganz bestimmt wirst du mir auch einige Tätigkeiten nennen, von denen du nur denkst, dass dein Chef sie von dir erwartet.

Im ersten Fall sprechen wir von Anforderungen, die andere an dich haben. Im zweiten von Anforderungen an dich selbst (auch wenn du annimmst, dass andere diese an dich haben).

Anforderungen von anderen

Das sind bewusste oder unbewusste Erwartungen, die ein anderer Mensch dir gegenüber hat. Sie bilden sich aus dem gesamten Hintergrund dieses Menschen. Seine Erfahrungen, seine Bedürfnisse, seine Werte, seine Hoffnungen und Sehnsüchte fließen in diese mit ein. Manche dieser Gedanken sind ihm bewusst, ein großer Teil jedoch nicht.

In einem Arbeitsverhältnis denken wir manchmal, dass wir die Erwartungen unseres Chefs bedienen müssen, um unseren sicheren Arbeitsplatz nicht zu gefährden. Wenn wir berücksichtigen, dass noch nicht einmal er selbst genau weiß, was er erwartet, sehen wir, wie unrealistisch diese Annahme ist.

Sie führt zudem dazu, dass wir uns unfrei fühlen, weil unser Blick zu sehr auf einen anderen Menschen gerichtet ist. Wir binden uns zu sehr an sein Handeln oder Nichthandeln. Solange wir aus dieser Perspektive darauf schauen, können wir uns in einem Angestelltenverhältnis nicht frei fühlen.

Anforderungen an dich selbst

Das sind deine bewussten oder unbewussten Erwartungen an dich selbst. Auch sie basieren auf Erfahrungen, Bedürfnissen, Werten und Hoffnungen. Sie können genauso großen Druck verursachen, wie erstere. Es ist sogar häufig so, dass wir denken, ein anderer hätte eine Erwartung an uns, obwohl er noch nie etwas in der Richtung geäußert hat. So entstehen Projektionen. Wir weisen diesem Menschen etwas zu, was gar nicht seins ist.

Auch diese Gedanken machen unfrei!

Manchmal engen sie uns noch mehr ein, als die aus der ersten Kategorie. Denn du nimmst sie auch mit, wenn du den Job wechselst oder dich selbständig machst. Sie kleben an dir und tauchen in anderen Beziehungen wieder auf.

Mit unangemessenen oder unrealistischen Anforderungen an dich selbst fühlst du dich nirgendwo frei.

Es gibt noch eine dritte Kategorie:

Anforderungen an andere

Das sind unbewusste oder bewusste Erwartungen an einen anderen, z. B. deinen Chef. Jetzt mal ehrlich. Wie oft hast du schon gedacht, dass er freundlicher oder wertschätzender dir gegenüber sein sollte. Wie oft hast du gedacht, er sollte sehen, was du leistest. Oder, dass er entscheidungsfreudiger sein sollte. Du wünschst dir, dass dein Chef sich anders verhält, weil du glaubst so glücklicher zu sein.

Damit machst du dich ebenfalls abhängig von seinem Verhalten – vor allem, wenn du mit Ärger und Frust daran denkst, wie es besser sein sollte. Denn du denkst nicht frei. So wirst du kaum kreative, verbindende Lösungen finden.

Eine neue Perspektive einnehmen

Ich lade dich nun zu einem kleinen Gedankenspiel ein. Bist du bereit? Super!

Nehmen wir an, du veränderst deinen Status einfach so, ohne deinen Chef zu fragen oder ihm davon zu erzählen. In diesem Spiel schläfst du heute Abend als Angestellte/r ein und wirst morgen als selbständiger Dienstleister wach. Sonst ändert sich nichts.

Ab morgen ist dein Chef dein Kunde – dein Auftraggeber. Du bist nun dafür zuständig, eine gute Dienstleistung zu kreieren, damit er dich gerne beauftragt und ein zufriedener Kunde wird.

Nun schau durch seine Brille auf dich und deine Dienstleistung:

Shift im DenkenWelche Dienstleistung braucht das Unternehmen tatsächlich von der Position, die du ausfüllst? (Bist du sicher? Woher hast du diese Information?

Welches Ergebnis ist für deinen Chef wirklich wichtig?

Was ist nicht deine „Baustelle“ sondern liegt in seiner Verantwortung?

Was ist der Nutzen deiner Dienstleistung für deinen Auftraggeber wirklich im Detail?

Kennst du den wahren Wert deiner Dienstleistung für sein Unternehmen?

Würdest du dich beauftragen, wenn du er wärst? Warum?

Welche Informationen würdest du dir an seiner Stelle von dir wünschen (und welche nicht)?

Nun aus deiner Sicht:

Was müsstest du als Dienstleister wissen, damit dein Angebot unvergleichlich gut wird?

Welchen Mehrwert erschaffst du durch deine Dienstleistung?

Gibt es Tätigkeiten, durch die kein Mehrwert entsteht, sondern die deinen Auftraggeber Geld/Zeit kosten?

Stehen die Bezahlung und der Nutzen deiner Arbeit in einem angemessenen Verhältnis? Erfüllst du deinen Auftrag entsprechend deinen Werten?
Wie gut passen die Werte des Unternehmens zu deinen?

Denke daran, dieser Auftraggeber kümmert sich sogar um deine Versicherungen. Mancher sorgt sogar dafür, dass deine Kinder betreut werden, du zwischendurch kickern oder einen Power-Nap machen kannst. Wo gibt es denn so etwas? Was für ein geiler Auftraggeber. Du bist ja selbständig. So etwas passiert nicht alle Tage.

Mit einem Gedanken schwanger gehen

Ich lade dich ein, mit diesem neuen Gedanken „Ich bin Dienstleister im Unternehmen.“ in der nächsten Zeit ein wenig schwanger zu gehen. Damit meine ich, dass du morgens diese Haltung einnimmst und schaust, was sich dadurch verändert.

Abends stellst du dir dann die folgenden Fragen:

Wie denke ich jetzt darüber hier angestellt zu sein? Wie frei fühle ich mich jetzt hier?
Was hat sich an meiner Haltung verändert?
Mein Fazit

Dieser kleine Shift hat bei mir dazu geführt, dass ich mich als Angestellte freier gefühlt habe. Ich rückte dadurch innerlich mehr auf Augenhöhe. Ab diesem Tag wusste ich fast immer, was „mein Job“ in dem Ganzen war. Wenn nicht habe ich nachgefragt. Informationen einholen wurde zur Recherchearbeit für die Kundenbindung. Mein Gegenüber als Black Box zu betrachten und nicht von meinen Annahmen über ihn auszugehen, hat mich neugieriger und offener gemacht. Zu Beginn fühlte sich das seltsam an, weil ich mich weniger mit dem Unternehmen identifizierte. Nach einiger Zeit spürte ich jedoch, dass ich durch diese Distanz meinen Job souveräner und mit weniger Druck ausüben konnte.

Probier’s mal aus. Ich bin gespannt!
Alles Liebe

Deine Claudia Heipertz – Wahrnehmungsguide

 

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