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Schuldgefühle abschütteln – Entdecke die wahre Weihnachtsbotschaft

Weihnachten: das Geschenk der Befreiung von Schuldgefühlen.

Ein Gastartikel von Roland Rottenfußer

Noch drei Tage bis zum Fest der Liebe. Freust du dich schon, oder gibt es da vielleicht einen kleinen, unguten Beigeschmack, wie zum Beispiel ein drückendes Schuldgefühl einigen Familienmitgliedern gegenüber?

In vielen Fällen ist noch immer die Familie die Keimzelle von Schuldgefühlen….

Man sagt ja, ich „schulde“ meinen Eltern Respekt und meinen Kindern die bestmögliche Ausbildung. Oder: ich bin es meinen Großeltern „schuldig“, sie zu einem Familienfest einzuladen. Gemeint ist eigentlich: ich bin verantwortlich oder dazu verpflichtet.

Das Wort „schuldig“ oder „schulden“ gibt einem normalen Vorgang verwandtschaftlicher Verpflichtung aber einen zusätzlichen Beigeschmack moralischer Verwerflichkeit. Bei diesem unterschwelligen Schuldgefühl können Familienmitglieder andocken, und oftmals werden mehr Nähe oder Nachgiebigkeit von unseren Lieben buchstäblich herbei genörgelt.

Gerade Weihnachten ist ein Fest, an dem wir unserer Familie vieles „schuldig sind“ und – wenn wir versagen – „schuldig bleiben“.

So ist es nicht verwunderlich, dass viele den Feierlichkeiten mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Geschenke kann man leicht besorgen, auch zur Anwesenheit bei diversen Familienfesten kann man sich durchringen, aber eine friedliche Stimmung oder gar Liebe, wie sie an Weihnachten von uns gefordert wird, kann niemand einfach „anknipsen“.

Die Unfähigkeit, zum passenden Zeitpunkt vermeintlich korrekte Gefühle und Stimmungen zu entwickeln, kann oft Schuldgefühle bei uns auslösen.

Dabei feiern wir an Weihnachten gerade das Gegenteil: die Befreiung von Schuld – wie sie den Evangelien zufolge durch Jesus in die Welt gekommen ist.  Jesus, der schon mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn klar gemacht hat:

Es zählen nicht so sehr die Taten dessen, der sich verirrt hat, vielmehr die Güte dessen, der nie aufgehört hat, zuhause auf uns zu warten. ( Jesus)

„Licht in der Finsternis“, „Heilige Nacht“, „ das Fest der Liebe – all diese traditionellen Begriffe umschreiben die Hoffnung auf eine umfassende Erlösung.

Damit ist auch die Loslösung aus Schuldverstrickung gemeint. Diese Seelenbewegung können auch Menschen nachvollziehen, die den christlichen Glauben nicht praktizieren.

Schuldgefühle jesunskindWeihnachten als Fest einer Schuldbefreiung

Einer BEfreiung von Schuld, die wir uns nicht „erarbeitet“ haben, die uns vielmehr geschenkt wurde – symbolisiert durch ein heiliges Kind, das in der Zeit der größtmöglichen Dunkelheit zur Welt kam.

Schuld ist nach meiner Auffassung nicht allein eine individuelle Angelegenheit, sondern auch eine Frage von Wechselwirkungen, Umständen und schicksalhaften Zusammenhängen.

Dies gilt natürlich auch für die Auflösung von Schuld und Schuldgefühlen. Natürlich glaube auch ich daran, dass der Einzelne einiges dazu beitragen kann, dass es ihm besser geht: durch Erkenntnis zunächst: indem wir verstehen, wo und wie uns überall ungerechterweise „ein schlechtes Gewissen gemacht“ wurde. Oder auch indem wir erkennen, dass wir tatsächlich einen schweren Fehler begangen haben und versuchen diesen durch Reue, Umkehr und Wiedergutmachung zu bearbeiten.

Trotzdem wäre es falsch anzunehmen, dass die Befreiung von Schuld und Schuldgefühlen allein von uns und unserer „Willenskraft“ abhinge. Ich möchte daher auf die Wirksamkeit einer Kraft hinweisen, die wir nicht erzwingen und nicht steuern können, die uns jedoch unter bestimmten Umständen geschenkt wird. In einem altmodischen religiösen Begriff heißt diese Kraft Gnade.

SchuldgefühlenDas Wort „gnädig“ hat teilweise einen schlechten Ruf, weil es mit „herablassend, selbstgefällig“ gleich gesetzt wird. Dabei könnte etwas sehr Weitherziges und Schönes darunter verstanden werden: das Gegenteil von Spießigkeit und geistiger Enge.

So mancher von uns hat schon eine große Wegstrecke therapeutischer Bemühungen zurückgelegt. Dennoch fühlt er immer noch viel Schwere und Traurigkeit in sich, die auf noch nicht ganz aufgelöstes Schuldgefühl zurückgeht. Wem es so geht, den möchten ich bitten, zu erwägen, ob er seinen weiteren spirituellen Weg unbedingt selbst gehen muss; ob es nicht hilfreicher wäre, sich bis zum Ziel ziehen zu lassen – von einer Kraft, die ungleich größer und gütiger ist als wir selbst. Wer für derartige Gedanken offen ist, wer an Gott, an Engel, Bodhisattvas und andere hilfreiche Wesen glaubt, der kann mitunter Erleichterung darin finden, um Gnade zu bitten.

Traditionelle Formeln

So sprechen Christen oft das Herzgebet: „Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarm dich meiner“, das beliebig oft wiederholt werden kann. Muslime kennen das „Astarchfarullah“ – Gott, verzeih mir.“ Freilich stellt sich für viele jetzt die Frage, woran man Gnade erkennt.

„Wie weiß ich, dass mir vergeben wurde und dass ich mir das nicht nur einbilde?“ Es ist ja nicht so, dass sich uns eine Hand aus einer Wolke entgegenstrecken wird, um uns den Kelch der Vergebung zu überreichen.

Die Gnade erleben wir aber mitunter als ein das Herz anrührendes Gefühl der Erleichterung „ganz innen“. Dies kann sich für jeden ein wenig anders anfühlen. Vielleicht wird sich etwas lange Angestautes lösen, etwa durch einen Tränenstrom. Vielleicht ist „plötzlich“ auch alles ganz friedlich.

Und vielleicht machst du auch den ersten Schritt hin zur Vergebung?  Und von welchem Schuldgefühl hast du dich schon befreit?

Ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit!

Roland Rottenfußer

Viele weitere Gedanken zu Schuldbefreiung und Gnade findest du in unserem Buch:

Monika Herz, Roland Rottenfußer: Schuldentrümpelung. Wie wir uns von einer erdrückenden Last befreien.

 

 

 

Kurzbiografie

Roland Rottenfußer wurde 1963 in München geboren. Nach dem Germanistikstudium Tätigkeit als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage. Von 2001 bis 2005 Redakteur beim spirituellen Magazin „connection“, später für den „Zeitpunkt“, Schweiz. Zahlreiche veröffentlichte Artikel u.a. in Natur und Heilen, Publik Forum, Wege, Spuren, Matrix 3000, Humane Wirtschaft, Raum und Zeit. Tätigkeit als Lektor, Buch-Werbetexter und Autorenscout für den Goldmann Verlag.

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