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So kannst du mit Tieren kommunizieren: Die intuitive Universalsprache

Was ist das eigentlich, was als Tierkommunikation unter Tierhalter*innen seit geraumer Zeit  kontrovers diskutiert wird?

Nähere Erläuterungen von Tierkommunikator/innen sind z.B. „Telepathische Kommunikation mit Tieren“, „Intuitive Kommunikation mit Tieren“, „Mentale Kommunikation mit Tieren“ und diverse andere Begriffe.

Für mich trifft „Intuitive Kommunikation“ am ehesten zu, da es eine Herz-zu-Herz-Verbindung ist, ein Gefühlsaustausch.

WIE!!?? – „DAS soll möglich sein  mit Tieren?“ ist eine häufige kritische Frage, die völlig berechtigt ist. Eine schlichte Erklärung, die ich des öfteren verwende und die meist nachvollzogen werden kann von Menschen, die ein klein wenig Bereitschaft mitbringen, über den Tellerrand hinaus zu schauen:

Gedanken- und Gefühlsübertragung zwischen Menschen ist möglich, nur ein viel benutztes Beispiel  ist der Anruf von Menschen, an die man kurz vorher dachte.

Auch  Tiere haben Gefühle und Gedanken, hier bringe ich gerne nochmal das zu diesem Thema sehr empfehlenswerte Buch aus meinem ersten Artikel ( Tiere als Persönlichkeitstrainer)  in diesem Magazin ins Spiel, „Das Gefühlsleben der Tiere“ vom Verhaltensbiologen Marc Bekoff.

So wie zwischen Menschen Gedanken- und Gefühlsübertragung möglich ist und ständig z.T. unbewusst geschieht, so ist sie ebenso zwischen Mensch und Tier möglich – Tierkommunikation eben.

„Und wie genau funktioniert diese Tierkommunikation denn nun??“ – ebenfalls eine oft gestellte Frage.

Tierkommunikation kann in Form von Emotionen geschehen, die in unseren offenen Herzen ankommen; das können Bilder vor dem inneren Auge sein; ebenso kann es sein, dass wir in unserem Körper spüren, an welchen Stellen das Tier Schmerzen oder Verspannungen hat. Es können Gerüche, Geräusche wahrgenommen werden, die in meinem direkten Umfeld gerade nicht vorhanden sind. Und manchmal ist es schlicht ein tiefes inneres Wissen von „So ist es und nicht anders“. Es entsteht auch einfach aus der Liebe zu Tieren.

Oder – manchmal leitet unser Unterbewusstsein die Übermittlungen der Tiere sofort in Form von Gedanken um, dann ist es  an uns, durch Übung erspüren zu lernen, was unsere eigenen Gedanken sind und was tatsächlich vom Tier empfangen wurde. Tierkommunikation hat tatsächlich sehr viel mit Üben zu tun. Und jedes Tier freut sich, wenn man versucht mit ihm zu kommunizieren.

Es ist meine feste Überzeugung, dass jeder sein Tier liebende Mensch die nonverbale Kommunikation mit ihm ständig praktiziert, wenn auch meist „nur“ im Unbewussten.

So schlicht ist die Tierkommunikation zu erklären. Mein Bestreben ist es seit vielen Jahren, die Tierkommunikation zu „entmystifizieren“.  Es ist eine solch natürliche Sache, die wir alle selbst erfahren können. Es braucht dazu lediglich die Bereitschaft, dieses oben erwähnte Wissen über die intuitiven zwischenmenschlichen  Kommunikationsmöglichkeiten auf die Tiere zu erweitern.

In erster Linie ist Tierkommunikation eine intensive und klare Herz-zu-Herz-Verbindung!

Nutztier TierkommunikationDie Tiere, erwarten keine Perfektion von uns – das tun lediglich wir selbst. Diese Erkenntnis hilft lt. oft geäußertem Feedback den Menschen sehr, die gerade beginnen, sich mit Tierkommunikation zu beschäftigen – die große Erleichterung, dass die Tiere keine Noten vergeben … und keinen Rotstift ansetzen … sondern dass sie mit viel Geduld und Verständnis immer wieder auf uns eingehen.

Tierkommunikation ist nicht greifbar wie eine Frisbee-Scheibe, aber sie ist spürbar, in unseren Zellen, im Herzen, im Bauchgefühl und manchmal im „Kopfgefühl“.

Auch wenn wir es nicht zu der Perfektion der Tiere in dieser Art der nonverbalen Kommunikation bringen können, jegliches ehrliche Einlassen auf das Tier freut sie – und ist bereits eine mögliche Form der Tierkommunikation. Die Tiere  praktizieren es von Geburt an – uns geht es aufgrund der verbalen Sprachentwicklung  und der gesellschaftlichen Konditionierung häufig schon im Kindesalter verloren.

Die gute Nachricht ist: Wir brauchen es nicht wieder zu lernen, sich zurück zu erinnern reicht … Unsere „Muttersprache“ wird es jedoch nicht mehr sein.  Aus Sicht der Tiere ist dies auch nicht nötig,  sie geben uns gerne Nachhilfe, mit viel Beharrlichkeit und Geduld.

“Sich einlassen und sich erinnern” -Wenn wir diese beiden Eigenschaften ebenfalls aufbringen, wird es effektiv, sehr sehr bereichernd, und so richtig schön!

Viele Menschen möchten dieses Gefühl wieder erleben, zurückgeführt werden auf diesen natürlichen Weg. Sie möchten  „durchlässiger“ werden für die Hilfe und Unterstützung, die Tiere  bieten. Manche möchten „nur“ ihr/e Tier/e besser verstehen in Alltagssituationen und bei außergewöhnlichen Begebenheiten, ihnen noch näher kommen. Auch das gelingt mithilfe dieser tiefen, beglückenden Verbindung.

Für professionell mit Tieren arbeitende Menschen wie z.B. Tierheilpraktiker*innen/Tierärzt*innen oder Tiertrainer*innen kann  die Tierkommunikation eine wertvolle Unterstützung sein, um die bestmögliche Behandlung bzw. das bestmögliche Training zu finden.

Gelegentlich wird die Tierkommunikation als Vermenschlichung der Tiere missverstanden. Sie haben jedoch tierische, artspezifische Bedürfnisse, die sich von unseren menschlichen Vorstellungen und Notwendigkeiten meist deutlich unterscheiden.

Unsere tierischen Mitbewohner auf dieser Erde bevorzugen es, wenn wir – z.B. – ein Pferd als Pferd, einen Hund als Hund, eine Katze als Katze etc. wertschätzen und wirklich als gleichwertig achten. Vermenschlichung (Anthropomorphismus)  kann in  Missachtung der Tiere und ihrer Fähigkeiten münden, gar in Verkindlichung.

Nein, wir sind nicht lebenslang die „Mamas und Papas“ unserer Tiere. Ich finde, wir sollten die Tiere als Kinder behandeln, so lange sie Kinder sind. Und wenn sie erwachsen sind – dann sind sie eben erwachsene Lebensbegleiter*innen.

Wenn jedoch unter Anthropomorphismus verstanden wird, dass Tiere – ungeachtet ihrer äußeren Form – Gedanken, Gefühle und Bewusstsein haben, in dieser Hinsicht uns  gleichberechtigt sind, dann stimme ich dem gerne zu.

Wie meine sehr geschätzte Kollegin und Freundin Jennie Hellkvist vor Jahren die Gefühle und Bilder einer Katze in menschliche Worte übersetzte:  „Das Leben ist kreisförmig, und in einem Kreis befinden sich alle nebeneinander, niemand steht höher oder niedriger“. Meines Erachtens eine einfache und doch sehr profunde Weisheit.

Stierkommunikation mit Hunden

†

Tiere haben die Verbundenheit mit der natürlichen Weisheit, mit dem spirituellen Wissen, nie verloren. Wenn wir als Menschen dies wieder erfahren möchten, brauchen wir oft erst einmal Anleitung dazu, und u.U. immer wieder Erinnerungen daran, Auffrischung. OHNE die Bodenhaftung zu verlieren.

Niemand muss über den Dingen schweben, um mit Tieren kommunizieren zu können, im Gegenteil, dies behindert eher und birgt die Gefahr der Eigenprojektion. Was dann nicht mehr im Geringsten im Sinne der Tiere ist –  und definitiv keine Tierkommunikation.

Dies ist ein weiteres Missverständnis, das oft – berechtigten – Anlass zur Kritik an der Tierkommunikation gibt. Ein gewisses Grundwissen an artspezifischen Bedürfnissen und Verhalten braucht ein/e gut/e Tierkommunikator*in, um nicht in diese „Falle“ der Eigenprojektion und Vermenschlichung zu tappen. Nicht für die eigentliche Verbindung mit dem Tier wird dieses Wissen benötigt, aber um die erhaltenen Informationen in den richtigen Kontext setzen zu können und gemeinsam mit den Tieren und den Tierhalter*innen Lösungen zu finden.

Der Weg zur einer seriösen und fundierten Tierkommunikation kann sehr komplex sein. Es gibt nicht DIE Fahrbahn, es findet sich meist keine Autobahn, auf der wir mit Vollgas hinein sausen. Unsere menschliche Ungeduld blockiert uns nicht selten, die Tiere jedoch dosieren es hübsch sinnvoll für uns, sie wissen, welches Tempo angemessen und  annehmbar für uns ist.

Sehr viel Raum für eine individuelle Herangehensweise ist nötig, um der für die Tierkommunikation hilfreichen Freiheit der Gefühle und Gedanken die Türen zu öffnen.

Und dann ist Tierkommunikation – Zitat meiner Kundin Conny Figge, die anfänglich sehr von  ihren Vorstellungen und vor allem, ihren Erwartungen blockiert wurde  – „so selbstverständlich wie Atmen“.

—–

Ein Beispiel von hilfreicher Tierkommunikation:

Das Pferd Mustafa galoppiert nicht an, wenn er auf dem Reitplatz bewegt wird, ohne und mit Reiterin nicht. Im Gelände eher, jedoch auch dabei nicht wirklich willig.

In der Tierkommunikation übermittelte Mustafa, dass er Verspannungsschmerzen hat in der rechten Schulter, die bis in den Oberarm und den Ellbogen ziehen, ebenso auf der linken Seite im Ischiasbereich. Daher konnte er zwar noch im Gelände auf einer geraden Strecke angaloppieren, die vielen Wendungen und Biegungen auf dem Reitplatz jedoch konnte er aufgrund dieser Schmerzen nicht im Galopp bewältigen.

Unmittelbar nach einer von mir empfohlenen Tellington-TTouch-Behandlung speziell an diesen beiden Stellen, die auf besagtem Reitplatz stattfand, zeigte er, dass die Blockaden  gelöst sind – und galoppierte aus eigener Entscheidung munter an.

Karina TierkommunikationSomit sind die Weichen wieder gestellt für gemeinsam erlebte Freude bei Reiterin und Pferd.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Erlernen dieser neuen, alten Universalsprache.

von Herzen, Karina

 

Hattest du schon mal ein inniges Gespräch mit einem Tier? Was hat es dir erzählt? Lass uns an deiner Erfahrung teilhaben.

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