Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

So können Frequenzen deine Fitness beeinflussen

Hast du schon einmal über den Effekt von Frequenzen auf deine Fitness nachgedacht?

Viele Menschen wünschen sich, sportlicher zu sein. Die Gründe dafür sind vielfältig – oft geht es vor allem um eine Verbesserung der Lebensqualität. Doch für viele ist es gar nicht so einfach, den Körper in Schwung zu bringen. Manche Menschen sind körperlich eingeschränkt oder fühlen sich alt. Oder die inneren Schweinehunde sind stärker. Das war auch bei unserer Gastautorin Alexandra Kusche der Fall. Nach einer längeren Pause allerdings überwand sie schließlich ihren eigenen Schweinehund. Nur, um dann natürlich mit anderen Themen konfrontiert zu werden…

+++++

“Ich bin so unsportlich!”

Ich will seit langer Zeit mal wieder Sport machen. Meine Sportsachen passen noch und ich gehe zum Cycling – oder Spinning, wie es mancherorts heißt – ins Fitnessstudio an der Ecke. Motiviert schwinge ich mich auf eins der feststehenden Räder, lasse mich von den pumpenden Rhythmen antreiben. Ich bin euphorisch, doch nach wenigen Minuten so erschöpft, dass ich nur noch im kleinsten Gang im Sitzen fahren kann. Ich radle so langsam, auf der Straße würde ich mit dem Rad umfallen. Dabei geht die Trainingseinheit noch 53 Minuten. Unvorstellbar, das durchzuhalten.

FrequenzenIch hätte nicht gedacht, dass ich so unfit bin. Missmutig sehe ich mich um. Ich beobachte die jungen Frauen, die konzentriert radeln. Straffe Körper, muskulöse Arme und Beine. So sah ich auch mal aus, aber das ist lange her. Der virtuelle Trainer treibt uns von einer Videoleinwand an. Ich stehe noch mal auf, strenge mich an, aber es geht nicht. Wie ein nasser Sack plumpse ich zurück in den Sattel.

Am liebsten würde ich heulen. Ich will den Raum verlassen, doch es gelingt mir nicht, die Schuhe aus den Klickpedalen zu drehen. Nicht mal das kann ich. Ich armes, armes Ding! Langsam in die Pedale tretend beobachte ich meine Gedanken. Mit 50 bin ich zu alt, um schnell Kondition aufzubauen. Ich will jetzt aber wieder so fit sein wie mit 18! Mein Leben lang war ich beim Sport ehrgeizig, aber nie gut. Sport verbinde ich mit Stress, Erschöpfung und Frust, aber ich mache es halt, weil es gut für mich ist. Erstaunlich, wie ich mich in Selbstmitleid und Versagen hineinsteigere. Das ist mir noch nie aufgefallen.

Hin zu den Frequenzen der Freude

Ich will mich so nicht fühlen und versuche meine Frequenz zu verändern. So nennt Veit Lindau die bewusste Verschiebung unserer Emotionen auf eine höhere Schwingungsebene. Meine momentanen Frequenzen sind Ärger und Selbstmitleid. Nicht gerade förderlich. Mein Wunsch ist es, in Freude zu trainieren.

Das kommt mir wirklich weit hergeholt vor, trotzdem probiere ich es. Erstmal aus der Opferhaltung raus. Immerhin bin ich nicht ohnmächtig vom Rad gefallen. Ich bin nur etwas kraftlos. Heiter trete ich in die Pedale, als würde ich das zu meinem Vergnügen machen. Ich war nie eine Top-Sportlerin, aber ich habe mein Leben lang trainiert. Auf meinem konstant niedrigen Level war ich ausdauernd und fit. Letztes Jahr hat mich das Cycling begeistert.

Gegenwart und Vergangenheit

FrequenzenIch habe zwar nie länger durchgehalten als eine Stunde auf Anfänger-Niveau, aber ich war mehrmals in der Woche trainieren, denn es hat Spaß gemacht. Meine Erinnerung wandert zurück. Die Übungen mit großem Tretwiderstand haben mir immer Schwierigkeiten bereitet, aber die anderen habe ich sehr genossen. Und hinterher war ich immer glücklich. Plötzlich verschwimmen Gegenwart und Vergangenheit.

Ich spüre die Euphorie von damals und lächle. Die Freude triggert noch ältere Erinnerungen. Als Jugendliche habe ich Basketball in einem Verein gespielt. Ich habe es geliebt, montags, mittwochs und freitags in die Halle zu gehen. Es roch nach Schweiß und Putzmitteln. Ich war mit meinen Freundinnen zusammen. Nach uns trainierten die Jungs, die wir angehimmelt haben. Ich habe viele großartige Stunden in Sporthallen verbracht. Wir haben uns über Wochen gesteigert, Pausen gemacht und sind über unsere Grenzen gegangen.

Ich besinne mich auf meine Stärken

Auf der Leinwand tritt der athletische, amerikanische Trainer in die Pedale. Er schwitzt und strengt sich sichtlich an, trotzdem kann er nicht nur atmen, sondern auch noch sprechen. Er kündigt eine anstrengende Übung an. Ich ignoriere die jungen Sportlerinnen um mich herum und drehe einen Gang runter. Dafür brauche ich kaum Kraft. So könnte ich es eine Stunde lang durchhalten.

Die Frauen um mich herum strengen sich an, genießen die Belastung. Ich schwitze nicht mal mehr. Dann sollen wir uns hinstellen. Das kann ich. Ich stehe auf, lehne mich nach vorn und nach hinten. Das macht Spaß. Ich bin froh, dass es keinen echten Trainer gibt, der mich sehen kann, denn ich kreiere gerade meinen eigenen Kurs nach meinen Kräften. Vergnügt strampele ich ohne großen Widerstand, nach meinen eigenen Regeln. Das macht Spaß!

Meine Frequenz ist die der Freude. Ich habe es tatsächlich geschafft. Die junge Frau neben mir lächelt mich an. Mein Alter hat keine Bedeutung, genauso wenig wie meine Kondition. Ich fange an zu schwitzen, mein Atem wird schwerer. Bevor die Freude schwindet, schalte ich noch einen Gang runter. Dies ist meine persönlich Trainingseinheit. Ich will sie bis zum Schluss genießen. Es fällt mir wieder leichter und die Stunde verfliegt im Nu.

Ein ganz neues Lebensgefühl

Glücklich verlasse ich den Raum. In den letzten 60 Minuten habe ich keine Muskeln aufgebaut. Auch meine Persönlichkeit ist immer noch die alte, aber meine Frequenz hat sich verändert. Anstatt mich entmutigen zu lassen, habe ich sportlichen Erfolg für mich neu definiert. Ich habe die Freude an der Bewegung wiedergefunden, die Komplizenschaft mit anderen Sportlerinnen erlebt und meine Kreativität hat mir ein individuelles Trainingsprogramm zusammengestellt. Ich kann es kaum erwarten, wieder hinzugehen.

Herzlich,

deine Alexandra

 

Über Alexandra:

alexandra-kusche2007 lernte ich Klopfakupressur kennen und bin seitdem fasziniert von EFT, Familienaufstellungen, Kinesiologie, Somatic Experiencing und vielem mehr. Ich wollte mein Wissen weitervermitteln und brachte im Selbstverlag zwei Romane heraus: “Familienaufstellung oder Ewig Streit mit den Lieben” und “Das Glück in der Dunkelheit”. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass alternative Methoden in unterhaltsame Geschichten eingewoben sind. So können die Lesenden unbekannte Techniken miterleben und auf ihre persönliche Entwicklung übertragen – oder sich nur an den Geschichten erfreuen.

In meinem Blog „Jeden Tag neu denken?“ drehe ich außerdem einmal in der Woche Gedanken um, demontiere Glaubenssätze oder stelle alternative Coaching-Methoden vor.

Mehr über meinen Blog und meine Bücher erfahrt ihr auf meiner Homepage www.alexandrakusche.de. Ich freue mich auf euch.

 

+++++

Hier findest du den ersten Artikel von Alexandra zum Thema Präsent-Sein:

Präsent sein: Wo ist mein Ich-bin?

 

Gefällt mir 106 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Diskussion

fan