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So steigst du aus deinem Drama aus

Warst du schon mal so richtig gefangen in einem Drama? Hast dich immer wieder oder anhaltend aufgeregt über deinen Chef, deine Kollegen, deinen Ex-Partner oder die (Schwieger)Eltern? Über jemandem, der dir dein Leben eine Zeit lang echt schwer gemacht hat?

Glaub mir, wenn ich sage, dass das nicht sein muss und dass du aus dieser ungesunden Dauerschleife aussteigen kannst. Ich spreche da aus Erfahrung. Mein Drama spielte sich in meinem alten Job ab. Immer wieder war ich angepiekst von Konflikten, unangebrachten Aussagen seitens Vorgesetzter, unfairer Behandlung und Dauerstress. Einerseits zu recht – man muss sich ja nicht alles gefallen lassen. Auf der anderen Seite war ich aber auch eine viel zu lange Zeit dadurch nicht offen für echte Veränderung und Fortschritt.

Drama entsteht durch Konditionierung

Die Drama-Dauerschleife entsteht, wenn du dauerhaft in ähnlichen, anstrengenden, konfliktbeladenen, lieblosen und stressigen Situationen steckst oder du immer wieder in diese Situationen hineinstolperst. Denn mit der Zeit wirst du auf eine bestimmte – meist ziemlich ungesunde und dramatische – Reaktion konditioniert.

Vielleicht gibt es Situationen in deinem Leben, die dich echt schnell an die Decke gehen lassen. Bei mir waren es frauenfeindliche Kommentare und abwertendes Verhalten getarnt als lustige Sprüche mit Augenzwinkern. Wie wütend ich manchmal war! Und davon habe ich leider sehr viele Situationen erlebt und bin nach einiger Zeit bereits bei einem musternden Blick und dem Kommentar ‚sie sehen aber heute hübsch aus’ innerlich total geplatzt. Drama total.

Eine gute Sache mit negativer Wirkung

Unsere Körper-Geist-Systeme sind darauf ausgerichtet zu lernen und uns zu schützen. Wenn du Situationen erlebst, die dir – in welcher Weise auch immer – unangenehm sind, brennen sich die Erfahrungen und die dazugehörigen emotionalen Reaktionen in deinen Körper und deinen Geist ein. Erlebst du ähnliche Situationen, wird dieser Effekt immer mehr verstärkt, bis du irgendwann bereits auf (objektiv gesehen) Kleinigkeiten reagierst. Der Sinn dahinter ist ein guter: dass du immer schneller und spezifischer auf unangenehme, stressige oder gefährlich empfundene Situationen reagieren kannst. Kehrseite der Medaille ist, dass so eben auch negative Emotionen verstärkt werden.

Manchmal müssen wir meckern und Dampf ablassen. Doch Vorsicht, denn nicht nur die physische Erfahrung zeigt diese Wirkung in deinem Körper und deinem Geist. Selbst, wenn du ständig an dein Drama denkst, deiner Familie oder deinen Freunden davon erzählst und meinst, so den inneren Stress loszuwerden, konditionierst du dich immer weiter. Denn schon alleine bei der Vorstellung an die Situation schüttet dein Körper einen Stresshormon-Cocktail aus, der dem der vorher Erlebten gleicht und den Konditionierungs-Effekt verstärkt.

DramaSich da nun herauszulösen ist nicht einfach, denn dein Drama-Film läuft auf unterbewusster Ebene ab

Durch diesen Stresshormon-Cocktail wird dein ganzer Körper auf Kampf oder Flucht aktiviert. Dein Denken und Handeln drehen sich nicht mehr um kreative Problemlösung sondern du handelst impulsiv und aus deinem unterbewussten heraus. Du bist nicht mehr in der Lage, die Situation rational zu steuern.

Vielleicht denkst du dir jetzt: “Aber MEINE Situation ist WIRKLICH dramatisch und ich habe das Recht, auszuflippen. Wieso sollte ich ruhig bleiben?!” Ich sage dazu: Ja, kann sein. Die Welt ist ungerecht, das Leben ist kein Ponyhof sondern stellt uns vor viele Herausforderungen und es gibt echt eine ganze Menge an Blödmännern und -frauen da draußen. Aber willst DU dir jetzt davon deine kostbare Lebenszeit versauen lassen? Willst du in der Schleife aus unangenehmen Gefühlen, krankmachendem Stress und Unzufriedenheit hängen bleiben oder doch lieber etwas verändern?

Wie du aus dem Drama aussteigen kannst

Tiefe Entspannung zu lernen ist meiner Erfahrung nach der erste und wichtigste Schritt dabei, dein Unterbewusstsein und die darin gespeicherten Drama-Programme zu erreichen und zu verändern. Das kreieren echter Lösungen und wahre Weiterentwicklung ist nur möglich, wenn du lernst, im Moment präsent zu sein. Nur wenn du wirklich präsent und entspannt bist, bist du in der Lage, die Situation richtig einzuschätzen und die entsprechenden richtigen Schritte zu gehen.

Über den Atem in den Moment

Wie atmest du? Mit Achtsamkeit? Beobachte doch mal einen Moment, wie du atmest. Wenn du an dein Drama denkst, wie ist es dann?Hebt sich dein Brustkorb, weitet sich dein Bauch oder ziehst du beim Einatmen sogar deinen Bauch ein?

Der Atem sagt unglaublich viel über den Entspannungsgrad aus. Ein wirklich entspannter Mensch atmet tief in den Bauch, ganz locker und fließend.

Bauchatmung bedeutet Entspannung.

Eine harte, sich vielleicht sogar bei der Einatmung nach innen einziehende Bauchdecke und eine flache Atmung in den Brustkorb zeigt eine hohe Aktivierung und Anspannung.

Schritt 1: Entspannung lernen

DramaDer erste Schritt raus aus dem Drama ist also, dich entspannen zu lernen, deinen Atem zu beobachten und eine fließende, tiefe Bauchatmung zu trainieren. Das kann sich am Anfang ziemlich ungewohnt anfühlen und es kann auch sein, dass du unangenehme Gefühle in dir hochsteigen spürst. Das ist gut so, nimm einfach alles wahr, wie es kommt. Nach und nach kannst du dann versuchen, dieses neue Atemmuster anzuwenden, wenn du deinem Drama-Trigger gegenüber stehst und so nicht mehr so schnell in dein Muster zurück zu fallen. Vielleicht kannst du auch versuchen, an dein Drama zu denken und dabei entspannt weiterzuatmen. So kannst du die automatisierte Stress-Reaktion schon ein wenig umformen du trainieren, entspannt zu bleiben.

Schritt 2: Vergebung

Vergebung bedeutet nicht, dass du für gut heißt, was andere dir angetan haben. Aber es bedeutet, zu akzeptieren was geschehen ist (denn das kann nicht mehr rückgängig gemacht werden) und für dich einen Schlussstrich zu setzen. Dein Drama vergiftet dich sonst mit der Zeit mehr und mehr. Vielleicht kannst du dir selbst und anderen besser vergeben, wenn du dir bewusst darüber wirst, dass alles, was du in deinem Leben bisher erlebt hast, dich hat wachsen lassen und dich zu dem wundervollen Menschen gemacht hat, der du jetzt bist.

Schritt 3: Fake it, until you make it

Der Weg raus aus dem Drama ist ein Prozess. Es ist wahrscheinlich, dass dein System noch öfter angetriggert wird und das ist gar nicht schlimm. Mit jedem Mal, wenn du es schaffst, ruhig zu atmen, in den Moment zurückzukommen und dir und den anderen zu vergeben machst du einen Riesen-Fortschritt. Nach und nach trainierst du dich um auf Drama-Freiheit. Bis es soweit ist, zeige nach außen, dass du entspannt bleibst und sage es dir selbst. Ich meine damit nicht, dass du dir etwas vormachen sollst. Doch mit einer positiven inneren Haltung, die du in die Welt bringst, kannst du dir selbst dabei helfen, auf deinem Kurs zu bleiben.

Wenn nichts mehr hilft

Wenn allerdings nichts mehr hilft, wenn alles atmen, vergeben und ‚faken’ nichts bringt, dann musst du dir überlegen, ob nicht vielleicht ein größeres Thema hinter allem steht. Vielleicht sind es dann nicht nur Konditionierungen und gelerntes Verhalten, sondern irgendetwas an der Situation spricht gegen dein tiefes Inneres, gegen deine Werte, deinen Lebensplan. Dann helfen nur noch radikalere Schritte und tiefer gehende Veränderung.

Alles Liebe

Martina

www.projecthappiness.de

 


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