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Die besten Sommercocktails – und das Geheimnis des Aromas

Ernährungs-Expertin Alexandra Eideloth teilt ihre Lieblings-Rezepte für die besten Sommercocktails

Endlich kommt der Sommer (und bleibt hoffentlich ein bisschen!). Er verführt an lauen Abenden zu gemütlichem Beisammensein, schönen Gesprächen und Lust auf leckere Sommercocktails oder Fruchtshakes zur Er­frischung! Lebenslust pur!
Wenn man genauer auf die Inhaltsstoffe schaut vergeht einem allerdings oft die Lust, denn neben viel Zucker (in allen Sirupen, Likören!) und natürlich Alkohol sind oft Unmengen an Zusatzstoffen enthalten, wie Farbstoffe, Aromastoffe, Zitronensäure, Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe usw.

Aber es geht natürlich auch ohne.
Ich verrate euch heute einige superleckere Drinks, die auch für Kinder geeignet und v.a. ohne jegliche schädliche Inhaltsstoffe sind!

Warum sollten wir Zusatzstoffe vermeiden?
Zusatzstoffe sorgen dafür dass die Nahrungsmittel nach ihrer Haltbarmachung und Herstellung überhaupt wieder genießbar sind durch zugesetzte Geschmacksverstärker, Aromastoffe und Farbstoffe. Außerdem sol­len sie die Haltbarkeit verlängern oder auch die Verarbeitung erleichtern. EU-weit sind ca. 320 Zusatzstoffe zugelassen.

Aromastoffe verführen uns z.B. zum Mehressen, Glutamat bringt die Appetitregulation aus dem Takt und Süßstoffe verwirren das Hirn, so dass es Hunger meldet, wo satt zutreffend wäre. Aber auch Stoffe wie Verdickungsmittel und Emulgatoren, die das Essen cremig und weich machen, sorgen dafür, dass wir mehr davon zu uns nehmen, als der Magen braucht, weil sie so schön auf der Zunge zergehen.
Ohne Aromastoffe wären viele Industrieprodukte ungenießbar und damit unverkäuflich. Aroma ist nötig um geschmacklose Rohstoffe aufzuwerten und den unangenehmen Geschmack der Lebensmittel-Technik zu übertünchen. Es gibt mittlerweile rund 2700 verschiedene Aromastoffe die nicht eigens deklariert werden müssen, für die Zutatenliste genügen 2 Kategorien „Aroma“ und „natürliches Aroma“. Unter Aroma fällt alles was synthetisch hergestellt und dabei den natürlichen Aromastoffen nachgebaut wurde. Die Begriffe “naturidentisch” oder “künstlich” werden (nach der 2008 verabschiedeten EU-Aromenverordnung) seit dem 20. Januar 2011 nicht mehr verwendet.

Fruchtaromen für Cocktails lassen sich beispielsweise aus Schimmelpilzen oder, wie bei Erdbeeraroma, aus bestimmten Hölzern gewinnen. Die Bezeichnung “natürlich” bedeutet nur, dass der Rohstoff von Naturpro­dukten stammt. Rizinusöl z.B. ist „pflanzlichen Ursprungs“ und das daraus gewonnene Pfirsicharoma also ein „natürliches Aroma“. Ebenso das Kokosaroma das von den Ausscheidungen des Pilzes Trichoderma viri­de entstammt. Aromastoffe in Nahrungsmitteln und Produkten verführen dazu, mehr davon zu essen oder zu trinken, das natürliche Geschmacksempfinden wird getäuscht und manipuliert.
Der Geschmacksverstärker Glutamat greift in das körpereigene System der Botenstoffe ein, bringt Körper­funktionen durcheinander und hat eine zerstörerische Wirkung auf unsere Hirnzellen. Weitere Auswirkun­gen von Glutamat können sein: Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schwindel, Zittern, Kribbeln, Nackenschmer­zen etc. Außerdem spielt er auch als Transporter eine Rolle bei der Krankheit Alzheimer (Transport von Alu­minium ins Gehirn)!
Zitronensäure, E 330, das klingt gesund, nach frischen Zitronen! Tatsächlich wurde Zitronensäure ursprüng­lich aus dem Saft von Zitronen gewonnen. Dank eines Schimmelpilzes kann der Zusatz aber ganz unabhän­gig vom Zitronenangebot in fast beliebiger Menge und v.a. billiger hergestellt werden (1,8 Millionen Tonnen pro Jahr!) Sie wird zur Haltbarmachung und als Säuerungsmittel eingesetzt. Zitronensäure greift die Zähne an und kann den Zahnschmelz aufweichen. Außerdem ist auch Zitronensäure (genauso wie Aspartam und Glutamat) ein Transporter von Aluminium ins Gehirn.

Die schönen knalligen und bunten Farben bei Sommercocktails  (oder auch Süßigkeiten etc.) kommen von Farbstof­fen. Deutschland verbraucht 160 Tonnen Lebensmittelfarbe pro Jahr. Sie gelten teils als krebserregend und allergieauslösend.

Wer noch mehr über Zusatzstoffe (und gesunder Ernährung) wissen will, im Onlinekurs „Fit ist sexy gibt es auch eine Lektion darüber.

 Und hier meine Verführ-Sommercocktails:

(ich verwende 100 % naturreine Aromaessenzen zum Kochen und Backen, diese können auch weggelassen werden, machen aber nochmal einen schönen „Geschmacks-Kick“ )

Zitronen-Limonade

sommercocktails limonade(aus dem Buch „Lavinja die kleine Baumfee“)
400 ml Apfel-Direktsaft, 100 ml Zitronensaft Bio
80 g Akazienhonig
2 Tr. Aromaessenz Capri (ersatzweise 3 Tr. Zitrone oder Limette)
frische Zitronenmelisse, 1 Liter Mineralwasser, Eiswürfel/Crusheis
In einen Glaskrug die Aromaessenz geben, die Säfte und den Honig dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren bis sich der Honig gelöst hat. Zitronenmelisse in den Krug legen und mind. 1 Stunde kühl stellen. Dann das Mineralwasser dazugießen, Eiswürfel in ein Glas füllen und mit der Limonade auffüllen.

Schneller Orangen-Mango-Cocktail

150 ml Mangosaft, 150 ml Orangensaft
120 ml Aromasirup, Eiswürfel
Alle Zutaten gut durchmixen, Gläser mit Eiswürfel füllen und Drink aufgießen.

Pina Colada free

(aus dem Buch „Süße Träume“)
200 ml Kokosmilch, 200 g Creme fraiche
½ Liter Ananassaft, 120 g Blüten- oder Akazienhonig, Eiswürfel
nach Belieben: 2-3 Tr. Aromaessenz Limette

Alle Zutaten bis auf die Eiswürfel in einem Mixer verrühren, zerkleinerte Eiswürfel in Gläser füllen und mit dem Pina Colada auffüllen.

Melone-Mango-Cocktail

200 g Honigmelone, 200 g Mango oder Mangomus
100 ml Kokosmilch, 300 ml Ananassaft, 30 ml Zitronensaft
100 g Honig, Eiswürfel , frische Zitronenmelisse

Honigmelone und Mangofruchtfleisch pürieren, mit den restlichen Zutaten im Mixer verrühren, Gläser mit Eiswürfel füllen, Cocktail aufgießen und mit Zitronenmelisseblättchen garnieren.

Erdbeershake

Sommercocktails Shakes(aus dem Buch „Süße Träume“)
300 g Erdbeeren frisch oder gefroren
ca. 100 g Akazienhonig, ca. 500 ml Milch oder Sahne-Wasser-Gemisch (halb/halb)
nach Belieben: 2-3 Tr. Aromaessenz Vanille oder Rose
Alle Zutaten in einen Standmixer geben und durchmixen (oder mit dem Pürierstab). Soviel Flüssigkeit dazu­geben dass ein dickcremiger Shake entsteht.

Grundrezept Aromasirup

250 g Akazienhonig
30 ml Zitronensaft, 200 ml Wasser
ca. 18-20 Tropfen Aromaessenz nach Belieben z.B. für
Orangensirup: 15 Tr. Aromaessenz Orange, 5 Tr. Aromaessenz Vanille
Rosensirup: 12 Tr. Aromaessenz Rose 10 %, 8 Tr. Orange
Minzsirup: 10 Tr. Aromaessenz Pfefferminze, 8 Tr. Limette (Pfefferminze nicht bei Kindern unter 6 Jahren!)
Den Honig mit dem Zitronensaft und den Essenzen gut mit dem Schneebesen verrühren, das Wasser unter ständigem Rühren dazugeben, in eine Flasche abfüllen. Ca. ½ Jahr im Kühlschrank haltbar.

Ich wünsche euch einen wundervoll-sonnigen Juli
♥-lich Alexandra

Alexandra Eideloth
www.kueche-rosenrot.de
Facebook: Alexandra Eideloth – Küche RosenRot

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