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Sonnenkind: Licht oder Schatten? Wie du schöne Erinnerungen weckst

Licht oder Schatten? Das ist eigentlich eine bescheuerte Frage, denn das eine bedingt das andere. Ohne Lichtquelle gibt es keinen Schatten. Licht und Schatten existieren gleichzeitig. Du brauchst nur auf deine Hand zu schauen und siehst, wie deine Knöchel Schatten werfen, ihre Kontur wird durch das Spiel von Licht und Schatten wahrnehmbar. Vielleicht kannst du auch beobachten, wie deine Fingernägel leicht im Licht glänzen, hellere und dunklere Stellen aufweisen, so dass ihre Rundung zu erkennen ist.

Erinnern als aktiver Prozess

Auch unser Gedächtnis birgt Helles und Dunkels in sich, schöne und weniger schöne Erinnerungen. Es ist interessant herauszufinden, worauf wir fokussieren. Sehen wir eher das Licht oder vor allem die Schattenseiten? Beschäftigen wir uns mit unserem Sonnenkind oder mit unserem Schattenkind? Sobald uns bewusst wird, dass Erinnern ein aktiver Prozess ist, können wir uns entscheiden: Wollen wir unsere Aufmerksamkeit auf das Licht oder auf die Schatten unserer Kindheit lenken?

Ich will damit nicht sagen, dass es schlecht oder unnötig sei, sich mit den dunklen Seiten der Kindheit zu beschäftigen. Im Gegenteil. Das Anerkennen von Verletzungen aus der Kindheit ermöglicht in vielen Fällen Heilung und Entwicklung. Aber manchmal bleibt es dabei, lediglich das Schattenkind wahrzunehmen, wodurch unser Bild unvollständig bleibt. Wir knipsen uns dann selber die Sonne aus.

Sonnenkind-Erinnerungen hervorkitzeln

Wie können wir nun die schönen Erlebnisse unserer Vergangenheit hervorkitzeln? Wie können wir an die Sonnenkind-Erinnerungen herankommen?

Ich habe hier vier Anregungen für dich:

1-Affirmationen

Eine Idee ist, dass wir uns positiv programmieren, indem wir uns Affirmationen vorsprechen. Sätze wie „Heute fällt mir ein schöner Moment meiner Kindheit ein.“ oder „Ich freue mich darauf, mein Sonnenkind kennenzulernen.“ können uns dabei unterstützen, einen Fokus zu setzen. Die kürzlich verstorbene Louise Hay hat ganze Bücher mit lebensbejahenden Affirmationen zusammengestellt und darauf hingewiesen, dass wir uns ohnehin ständig programmieren, meistens jedoch mit negativen Gedankenmustern. Wir denken beispielsweise: „Mein Bruder hat mich früher immer angegriffen.“ Oder: „In meiner Kindheit fehlte jedes freundliche Wort.“  Positive Affirmationen können hier einen Ausgleich schaffen.
Sie haben allerdings den Nachteil, dass wir uns, wenn wir uns eine Affirmation vorsagen, manchmal selber nicht glauben. Heimlich denken wir: „Mein Bruder war nun einmal doof zu mir.“ Und: „Meine Kindheit war einfach nur beschissen.“ Dann haben wir das ungute Gefühl, uns in die eigene Tasche zu lügen und die Affirmation bleibt wirkungslos.

2-Ressourcenorientierte Fragen

Da ist es manchmal besser, sich ressourcenorientierte Fragen zu stellen. Fragen, die darauf aus sind, das Sonnenkindliche wiederzufinden. Wir können uns zum Beispiel Folgendes fragen:

  • Worüber habe ich mich als Kind gefreut?
  • Wann war mein Bruder / meine Schwester nett zu mir?
  • Wer hat mich unterstützt?
  • An welchen Plätzen habe ich mich gerne aufgehalten?
  • Was habe ich gerne gespielt?
  • Wovon konnte ich nicht genug kriegen?
  • Was war meine Lieblingsfarbe?
  • Wer hat liebevoll mit mir gesprochen?

Selbst wenn uns nicht SOFORT eine Antwort einfällt, bringen wir durch die Fragen einen Suchprozess, eine Schatzsuche, in Gang. Dieser Suchlauf im Gehirn dauert manchmal. Es könnte also sein, dass die Antwort Stunden oder Tage braucht. Du denkst vielleicht gar nicht mehr daran, dass du dir selber eine Frage gestellt hast und dann plötzlich fällt dir ein fröhliches Bild oder ein angenehmer Geruch aus deiner Kindheit wieder ein. Vielleicht träumst du sogar von deinem Sonnenkind.

3-Machs, wenns dir gut geht

Manchmal finden wir trotz aller Bemühungen keine positive Erinnerung. Unser Gedächtnis ist blockiert. Wie kann das sein?  Das könnte an unserem inneren Zustand liegen. Sind wir fröhlicher Stimmung, können wir eher fröhliche Erinnerungen herbeirufen. Sind wir schlecht gelaunt, fallen uns vor allem die miesen und unangenehmen Dinge ein. Bekannt ist dieser Effekt auch als „mood-dependent memory“, also als launen- bzw. stimmungsabhängiges Gedächtnis. Unser Gedächtnis arbeitet assoziativ; glückliche Erinnerungen sind als ein miteinander verbundenes Set abgespeichert. Das verbindende Muster ist die Stimmung. Ist deine Stimmung also in dem Moment, wo du eine Erinnerung abrufen möchtest, gut, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du auch etwas Positives finden wirst. Deshalb: Versuche positive Kindheitserinnerungen eher dann herbeizuführen, wenn es dir sowieso gut geht. Das macht es einfacher.

4-“Fake it – til you make it.”

Es gibt noch einen weiteren „Trick“, wie wir unser Sonnenkind wiederbeleben können: so tun als ob. „Fake it – til you make it.“ heißt die Devise. Überlege dir, wie deine freundliche, sonnige und glückliche Kindheit wohl gewesen wäre. Angenommen, jemand hätte dich unterstützt, wer wäre das wohl gewesen? Und welche Unterstützung wäre besonders ermutigend gewesen? Angenommen, du hättest manchmal gerne gespielt, welches Spiel wäre das wohl gewesen? Angenommen, deine Mutter wäre weniger gestresst gewesen, wie hätte sie sich dann dir gegenüber verhalten? Gestatte es dir, eine glückliche Kindheit zu erträumen! Male sie dir in allen Farben so realistisch wie möglich aus!

Erich Kästner hat es auf den Punkt gebracht: „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.“

 

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du dein Sonnenkind entdecken kannst? Weitere Übungen und Hintergründe zum Sonnenkind findest du in meinem Buch: Das Sonnenkind-Prinzip, Kailash-Verlag, 2016 und auf meiner Website www.sonnenkindprinzip.de

Deine Julia

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Hier geht es zum Buch von Julia:

Das Sonnenkind-Prinzip von Julia Tomuschat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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