Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

Stille Ekstase – Mehr Tiefe und Intensität für deine Sexualität

Stille Ekstase ist kein geläufiger Begriff. Und was sich dahinter verbirgt, ist nicht genau definiert. Doch viele Menschen wünschen sich mehr Tiefe und Intensität in ihrer sexuellen Beziehung. Tiefe kann durch viele unterschiedliche Aspekte geschaffen werden: Aufmerksame Kommunikation, Atemübungen, sexuelles Lernen, emotionale Öffnung und erneuertes ehrliches Interesse am anderen.

Wenn ich anderen Menschen dabei zuhöre, wie sie von intensiven sexuellen Erlebnissen sprechen, werden oft hoch dynamische Spektakel beschrieben. Viel Bewegung, Stellungswechsel, lautes Tönen. Das kann ich gut nachfühlen, denn in Momenten, in denen der Körper sich wie von selbst bewegt und die Stimme ganz natürlich mitschwingt, ist das Erleben auf höchster Ebene.

Wenn der innere Zensor schweigt

Wenn die Scham völlig verpufft ist und der innere Zensor komplett zu schweigen scheint, ist das Gefühl der inneren und äußeren Freiheit nahezu unendlich groß. Dann fallen die Hemmungen und die Lust am eigenen Körper, an der eigenen Lebendigkeit, vertreibt auch die letzten Zweifel, ob das nun schicklich ist oder nicht.

In diesem Moment ist es zweifelsfrei richtig. Lebendig sein ist immer richtig und fühlt sich so herrlich machtvoll und kraftvoll an.

Kraftvoller Sex wirkt nahezu magisch anziehend

ekstase-SexSo stellen sich die meisten wohl intensive sexuelle Begegnungen vor. Und ich denke, so finden auch viele tiefe Begegnungen statt. Diese kraftvolle Vorstellung und die intensiven Empfindungen dabei wirken auf viele Menschen nahezu magisch anziehend. Instinktiv tragen wir Menschen in uns das Wissen, dass das vollkommene körperliche Eintauchen in den sexuellen Tanz etwas zutiefst Kraftvoll-Meditatives hat, das alle Fesseln sprengen kann.

Die weiche, stille Verbundenheit

Neben dem kraftvollen Liebestanz existiert in meiner Erlebenswelt eine weitere Form der tiefen Verbundenheit. Im Gegensatz zur dynamischen Schwester, ist diese Form der Tiefe eine weiche Stille.

Immer wieder begegne ich dieser Form von stiller Ekstase. Vor zwei Jahren lief ich diesem Phänomen das erste Mal über den Weg, während des Ekstase-Tags im Rahmen der Sexological Bodywork Ausbildung, die ich mitbegleite. Normalerweise leiten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu an, sich viel zu bewegen und kräftig zu atmen und zu tönen. Diese Teilnehmerin war eine, die unglaublich kraftvoll in ihren sexuellen Ausdruck gehen konnte. Doch am Ekstase-Tag wurde sie eigenartig still. In der Sharing-Runde, in der jeder sein Erleben berichten darf, erzählte sie von unglaublich tiefen Eindrücken. Ich war irritiert. Das hatte ich nicht sehen können.

Bis die Nervenenden glühen

So wichtig war mir das Phänomen nicht. Weshalb ich es bald vergaß. Doch eines schönen Abends erlebte ich selbst Ähnliches. Gemeinsam mit meinem Partner hatte ich den wohl bewegungsärmsten Sex meines Lebens, der mir jedoch auf so vielen Ebenen meines Seins die Nervenenden zum Glühen brachte.

Natürlich analysierte ich, wie es dazu kam. Schließlich hatte ich den Wunsch danach, es zu wiederholen. Doch das Vorhaben verlief im Sande, bis ich in einem Gespräch mit einer Freundin wieder darauf kam.

Feurige vs. stille Ekstase

Ekstase-SexSie erzählte mir, dass sie mit den ganzen Ekstase-Übungen, die man so häufig mitbekommt, nichts anfangen könne. Diese große Dynamik und das Laut-sein seien für sie anstrengend und künstlich. In mir wehrte sich alles gegen diese Ablehnung der feurigen Ekstase. Doch ich lauschte weiter und ließ ihre Worte in mich sinken.

Ich konnte nachfühlen, dass sie das aufgesetzte Tun anstrengend fand. Denn das finde ich auch und kann es bei meinen Schülern nachvollziehen, wenn sie das äußern. Es benötigt jedoch Übung und Gewöhnung, dass man sich überhaupt in diesem Ausmaß zeigen kann, bis man dann in feurig-dynamische Ekstase hineingleitet.

Stille Ekstase ist nach außen hin unspektakulär

Mit ihrer Beschreibung kam ich jedoch immer näher an das, was sie und ich dann als tiefe, stille Ekstase benannten. Bei der gedanklichen Erforschung dieses Phänomens, wurde mir auch klar, wieso so selten davon berichtet wird: Es ist nach außen hin überhaupt nicht spektakulär. Es entspricht nicht dem Bild von aufregendem Sex. Es hat überhaupt nichts mit dem Bild von Ekstase zu tun, das wir uns immer so schön erdenken.

Stille Ekstase benötigt folgendes:

  • Tiefe Atmung
  • Bereitschaft, sich völlig auf das innere Spüren zu fokussieren
  • Bereitschaft, sich emotional sehr weit zu öffnen
  • Vertrauen zum Partner
  • Mut, ausschließlich zu fühlen und empfinden
  • Mut, sich emotional berühren zu lassen
  • Mut zur Stille
  • Mut, nicht in den Aktionismus zu gehen, um eine schöne „Show“ abzuliefern

Was es sonst benötigt, liegt bei jedem einzelnen und es benötigt auf jeden Fall ein hohes Maß an Präsenz.

Manchmal ist Stille lauter als Stöhnen

Vielleicht kannst du auch nicht viel mit dem feurigen Ekstase-Tanz anfangen und suchst nach einer stillen Form von Ekstase? Oder du magst deine Ekstase erweitern und vom Dynamischen ins Stille gehen? Vielleicht gibt dir dieser Artikel auch nur einen Impuls.

Manchmal ist Stille lauter als jedes Stöhnen.

Herzlich,
Claudia

www.claudia-elizabeth-huber.de

Alle Artikel von Claudia Elizabeth Hubert gibt es hier.

 

Wenn dieser Artikel dich inspiriert hat, dann lies doch hier weiter:

Was Sex in unserer Gesellschaft bedeutet – und was das mit dir zu tun hat

Gefällt mir 452 Personen gefällt das

Wie hilfreich fandest du den Artikel?1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

Diskussion

Hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



 
* Mit der Eintragung bestätige ich die Informationen zum Datenschutz insbesondere nach §13 DSGVO zur Kenntnis genommen zu haben.

 

 

 

fan

Pin It on Pinterest

Share This