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Stressige Glaubenssätze auflösen – so kannst du deine Gedanken klären

Immer, wirklich immer, gibt es eine Alternative zu Kummer und Schmerz.

Eine bessere, freundlichere, liebevollere Sichtweise. Manchmal kann man sie nur einfach nicht sehen. Da hilft es, seinen Verstand zu dehnen, zu weiten, sich zu öffnen. Seit fünfzehn Jahren arbeite ich nun schon mit den vier Fragen und den Umkehrungen von The Work. Ich liebe diese Arbeit, denn sie eröffnet mir immer wieder neue Perspektiven.

Byron Katie, die Begründerin dieser Methode, hat einmal gesagt, wenn sie ihre belastenden Gedanken hinterfragt, dann fühlt es sich an, als hätte sie ein warmes Herz und einen klaren Verstand. So ist es auch für mich und dieses Lebensgefühl ist einfach herrlich.

Bitte nimm dir einen Moment Zeit, das zu spüren. 

Warmes Herz:

Das Herz muss sich nicht schützen, keine Mauern hochziehen, muss sich nicht verstecken oder verstellen. Es darf offen da liegen, berührbar, darf frei pulsieren.

Klarer Verstand:

Der Verstand ist klar und ruhig. Er braucht nicht den ganzen Tag nach Lösungen suchen, sich auch nicht rechtfertigen, erklären oder verteidigen. Er nimmt wahr, was geschieht und wenn praktisches Denken gebraucht wird, dann denkt er. Sonst bleibt er offen und frei.

Wie fühlt sich das für dich an?

Gedanken sind harmlos, es sei denn, wir glauben sie. Alles, was ich glaube, was ich als WAHR einstufe, hat Auswirkungen auf das, was ich fühle.

Halte ich solche Gedanken für wahr:

– Niemand liebt mich
– Ich sollte anders sein
– Ich muss es richtig machen
– Andere sollten nicht schlecht über mich denken
– Ich bin nicht gut genug

Dann wird sich das eng anfühlen, eingeschränkt. Mit solchen Glaubenssätzen kann ich mich nicht voll entfalten und ich werde immer wieder zweifeln und grübeln.

Wann immer du Ärger, Wut, Verzweiflung, Angst oder andere stressige Gefühle hast, kannst du sicher sein, dass du auch etwas Stress auslösendes glaubst, dass du dich gedanklich im Widerstand befindest. Diese Gedanken können wir finden, hinterfragen und auflösen.

Wenn du möchtest, mach gleich mal mit. Such dir eine Situation, in der du spürbaren Stress hattest. Und dann schau mal: was hast du gedacht, was in der Situation anders sein sollte? Jemand sollte anders sein, die Umstände, oder du selbst?

Es sollte anders sein 

Das ist ein Glaubenssatz, der fast immer belastend ist.

Habe bitte deine stressige Situation vor Augen. Wo bist du gerade, wer ist noch anwesend? Entspanne dich, so gut es gerade geht und dann stell dir die erste Frage der Work:

Ist es wahr?

Ist es wahr, dass es in meiner Situation anders sein sollte?
Hetz dich nicht und warte in Ruhe auf die Antwort.

Wenn du diese Frage mit JA beantwortet hast, kannst du dir die zweite Frage stellen:

Kann ich absolut sicher sein, dass dieser Gedanke wahr ist?

Also kann ich hundertprozentig sicher wissen, dass es für mich (in meiner Situation) besser wäre, es wäre anders?

Die dritte Frage lautet:

Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?
 
Wie hast du in deiner Situation reagiert, als du dachtest, es sollte anders sein? In der Realität war es aber nicht anders? Welche Gefühle tauchten da auf? Wut? Ärger? Verletzt sein? Enge?

Wie gehst du mit dir selbst und anderen um, wenn du glaubst, es sollte anders sein, als es gerade ist? Und wie fühlt sich das an? Wie ist dein Lebensgefühl, wenn du das glaubst?

Wenn du diese Antworten gefunden hast, kannst du einmal tief durchatmen (das tut immer gut) und dir dann die vierte Frage der Work stellen:

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

gedanken klären

Stell dir vor, du steckst in deiner Situation, alles bleibt so, wie es ist. Nur in deinem Kopf taucht nicht der Gedanke auf: Es sollte anders sein.

Wie fühlt sich deine Situation an, ohne diesen Gedanken? Ohne den Widerstand gegen das, was gerade ist?

Am Ende der Work kehren wir den belastenden Gedanken ins Gegenteil. Das Gegenteil von etwas Stressigem ist meist freundlicher und liebevoller. 

Es sollte nicht anders sein

Warum sollte deine Situation so sein, wie sie war? Was konntest du dadurch sehen, lernen oder begreifen? Bitte finde ein ehrliches Beispiel, ein Detail, warum es gut war, dass die Situation so war, wie sie war.

Und wie geöffnet wäre dein Leben ohne gedanklichen Widerstand? 

inarudolphIch wünsche dir ein wundervolles Weihnachtsfest ohne stressige Glaubenssätze und im frieden mit dir und deiner Welt.

Deine Ina

www.inarudolph.de

Ina Rudolph – Expertin für THE WORK

 

 

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