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Urwaldkaffee Part 2: die Reise ins Land der Kogi

Über den wohl nachhaltigsten Kaffee der Welt haben wir im ersten Teil schon berichtet. Oilver nimmt uns heute mit tiefer in den Urwald und entführt ins direkt in die Welt der Kogi. Genießt diesen spannenden Bericht am Besten mit einem frisch zubereiteten Kaffee oder Espresso.


Auf Einladung der Kogi bin ich nach Kolumbien geflogen. Ich hatte gedacht, ich könnte von über meinen kolumbianischen Kontakt alles von Deutschland aus organisieren und regeln. Doch der antwortete meist nur lapidar: „Wenn Du mitmachen möchtest, musst Du in die Berge Kolumbiens kommen.  Sie haben Dich eingeladen, nun komm!“ Also machte ich mich unter größten Sorgen meiner Frau auf in eines der entlegensten Gebiete Kolumbiens. Zwölf Stunden wurde mir angekündigt, solle der Weg in die Berge von der Hauptstraße aus zu den Kogi dauern. Die erste Stunde verbrachte ich mit Warten auf den Fahrer, der mich einsammeln sollte. Die zweite Stunde saßen mein Führer und drei Kogis in einem Straßenrestaurant, an dem fortlaufend große knatternde und stinkende LKWs vorbei donnerten und frühstückten erst mal ausführlich. Den Sinn dieses opulenten Frühstücks verstand ich einige Stunden später, als ich Hunger bekam und es den ganzen Tag nichts mehr gab. Ich hatte nur ein Brot gegessen…

reisekogi1Der Webstuhl des Lebens.
Dann ging es los. Vier Stunden fuhren wir in einem Allrad-Toyota auf Schotterpisten und durch Flüsse immer tiefer in den Urwald. Die hinter mir sitzenden drei Kogi nutzten die Mitfahrgelegenheit in ihr Dorf. Verstohlen musterten wir uns gegenseitig. Ein wenig sehen sie aus wie weiße, grimmig drei schauende Zwerge, so kleine sind sie. Männer wie Frauen sind immer traditionell weiß gekleidet. Das Weben des Stoffes ist ein ritueller Vorgang insbesondere der Männer. Jeder Mann webt seine Kleidung selbst und gibt dabei seine – idealerweise guten – Gedanken in den Stoff.  Der Webrahmen ist zugleich ein Symbol für die Welt. So wird jedes selbst hergestellte Kleidungsstück – und die Kogi tragen nur selbst hergestellte Stoffe – zum Stoff des Lebens. Auf dem Webstuhl weben sie ihr Leben. Der Weber ordnet durch das Weben seine Gefühle und seine soziale Existenz. Die Gedanken sind die Fäden des Lebens. Ein guter Gedanke ist ein weißer Faden.

Im Gänsemarsch durch den Urwald.
reisekogi2Irgendwann geht es mit dem Pickup nicht mehr weiter. Wir sind am Rande des Kogi-Gebietes abgekommen. Ein paar strohbedeckte Lehmhäuser markieren eine Art von Grenzposten. Hier warten bereits andere Kogi mit Maultieren auf uns. Gepäck und Proviant werden aufgeladen und es geht los durch wilden Urwald, immer wieder durch kleine Flüsse watend und umgeben von Affengebrüll und Zikadengesang. Die Indianer sind flott unterwegs, ich schleppe mich mühsam den Berg hinauf. Hitze und Luftfeuchtigkeit sind enorm. Gut sechs Stunden marschieren wir im Gänsemarsch und kommen dann in Pueblo Viejo an. Pueblo Viejo ist eines der größeren Dörfer, in denen die wichtigen Versammlungen der Kogi abgehalten werden. Gerade heute beginnt die dreimal jährlich stattfindende große Reunion der Ältestens, Mamos und Würdenträger. 9 Tage und 9 Nächte wird gesprochen und alles, was ansteht, wird entschieden. Und diesmal steht auch das Projekt CAFÉ KOGI in Deutschland auf der Agenda.

reisekogi3Wie nach einem gewaltigen Atomschlag.
In kleinen Gruppen stehen überall die Männer zwischen den Häusern und unterhalten sich. Immer scheint es, als ob sie sich für eine Filmaufnahme platziert hätten, so malerisch sind die Bilder. Es ist, als ob ein gewaltiger Atomschlag die Erde vernichtet hätte und nur hier in den Bergen haben die Hüter der Erde überlebt und beginnen ein neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Frauen und Kinder verschwinden schüchtern und ängstlich in den Hütten, wenn sie mich sehen.

Es wird bereits dunkel und mir wird eine der Hütten zugewiesen. Mit der Dämmerung schließen sich die dicken Holztüren der anderen Hütten und es wird still. Ich probiere die viel zu kleine Hängematte und beschließe, doch lieber die Isomatte samt Moskitonetz zu benutzen. Ständig stoße ich mir im Dunklen den Kopf an den Querbalken, ich bin viel zu groß. Spätestens jetzt registriere ich, dass ich in der Dunkelheit keine Toilette und keinen passenden Baum finden werde hier mitten im Dorf.

reisekogi4Der richtige Partner für den CAFÉ KOGI.
Am nächsten Morgen um 6 Uhr ist das Dorf bereits lange unterwegs. Noch im Dunkeln waren die Kogi zum Fluss gegangen und waschen sich im eiskalten Wasser. Heute werde ich den Ältesten vorgestellt und sie werden entscheiden, ob ich für CAFÉ KOGI der richtige Partner bin. Ich werde zu einer heiligen Stätte gehen und abends im Zeremonialhaus Nuhue an der großen Versammlung teilnehmen.

Oliver Driver


 

Mehr über die Versammlung und das Leben der Kogi erfahrt ihr natürlich bald im Compassioner. Seid gespannt. Schaut euch doch in der Zwischenzeit auf Olivers Homepage um. Dort könnt ihr euch auch den für mich magischen Kaffee bestellen und in die Welt der Kogis eintauchen.

Ein schönes langes Wochenende für euch.

Moritz

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