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Fühlen

Trau dich: Fühlen macht stark – und gesund!

In diesem Gastartikel erfährst du, wie wichtig das Fühlen in Bezug auf deine Gesundheit und deine Stärke ist…

Anette Dröge ist Heilpraktikerin mit einer Fachpraxis für Burnout-Therapie und Psychosomatik. Ihre Mission ist es, das “Fühlen” in unserer Gesellschaft wieder salonfähig zu machen. Denn oftmals liegt unsere größte Unfreiheit darin, nicht alle Gefühle, die in uns sind, willkommen zu heißen. Ganz viel Freude mit dem Artikel…

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„Meine Verletzlichkeit ist meine Stärke“

Das möchte doch keiner – sich verletzlich zeigen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Kontrolle über unsere Bedürfnisse und Gefühle ein hoher Wert zu sein scheint.

Früh wird uns das Ausdrücken unserer inneren Impulse, die sich aus Bedürfnissen wie Hunger, Durst, Müdigkeit oder den Bedürfnissen nach Geborgenheit oder Lebendigkeit und Bewegung ergeben, aberzogen. Wir sollen z.B. unseren Teller aufessen, obwohl wir keinen Hunger mehr verspüren – „damit morgen gutes Wetter wird“! Wenn wir so etwas nicht zu Hause lernen, dann spätestens im Kindergarten. Unsere Kinder können sich in der Stadt kaum frei bewegen und ihrem natürlichen Bewegungsdrang folgen, weil es zu gefährlich ist. Hier wird ihr Ausdruck von Lebendigkeit und Lebensfreude früh kontrolliert.

Das ganz natürliche Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit wird oft schon in der frühesten Kindheit äußeren Zwängen unterworfen. Dann, wenn die gestressten Eltern durch ihren straffen Alltag gar keine Nerven mehr haben für Besinnlichkeit und seelische Geborgenheit. Weder für sich noch für den Nachwuchs. Wir lernen dann schon sehr früh, über unsere eigenen Bedürfnisse hinweg zu gehen und vergessen über die Jahre, dass wir bestimmte Bedürfnisse je hatten. Wir lernen, dass manche Bedürfnisse gar nicht wichtig sind.

Gut mit dem Fühlen umgehen

Natürlich ist ein gewisses Maß an Erziehung und Grenzgebung wichtig.

Trotzdem lernen wir nur sehr wenig darüber, wie wir „gut“, d.h. liebevoll und wohlwollend mit unseren Gefühlen umgehen können.

Besonders am Anfang des Lebens ist es wichtig, dass die Eltern uns unsere ureigenen Bedürfnisse spiegeln, wie z.B. das Baby stillen, wenn es Hunger hat, ihm Geborgenheit geben, wenn es diese braucht, es ins Bett legen, wenn es müde ist. Kindern, die diese authentische Spiegelung nicht bekommen haben, fehlt dann später ein „inneres Alphabet“ für diese ganz grundsätzlichen Bedürfnisse. Sie funktionieren dann nach dem Prinzip: Am besten nichts fühlen, nichts zugeben und immer schön fröhlich sein.

Gut, dass sich diese gesellschaftlich verbreitete Einstellung gerade ändert und sich die Gesellschaft nach und nach dafür zu öffnen scheint.

Wir sollten uns unsere Gefühle zu nutze machen, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Dazu braucht es zunächst die Erlaubnis, zu fühlen, was wir gerade fühlen, auch wenn es unangenehm ist.  Besonders – und eigentlich NUR dann – können wir unangenehme Situationen oder Beziehungen beeinflussen oder zu unseren Gunsten verändern.

FühlenWer fühlt, hat mehr vom Leben, weil er viel besser in der Lage ist, das Leben zu gestalten.

Gefühle sind Teil unserer „körperlich – seelischen Grundausstattung“. Sie sind biologisch wichtig, um unser Leben sicher zu gestalten und gesund zu bleiben.

Gefühlte Angst z.B. kann unser Leben schützen, gefühlter Ärger kann uns dabei helfen uns rechtzeitig abzugrenzen, gefühlte Wünsche nach Nähe und Geborgenheit können uns davor schützen, in Süchte abzugleiten.

Gefühlte Bedürfnisse können uns helfen, ein gesundes Leben zu leben und authentisch zu sein.

Angst ist ein guter Ratgeber!

Angst ist z.B. ein sehr unbeliebtes Gefühl! Allerdings habe ich schon oft erlebt, dass unsere Angst auch ein sehr guter Ratgeber ist. Sei es in geschäftlicher Hinsicht, draußen auf der Strasse oder bei anderen wichtigen Entscheidungen. Indem wir fühlen können, was uns bewegt, können wir entsprechend handeln und Entscheidungen treffen, Grenzen setzen und für uns sorgen.

Aggression schafft Klarheit!

Insbesondere das Anerkennen der Gefühle, die uns unangenehm sind oder solche, die mit einer bestimmten negativen Deutung verbunden sind wie z.B. Ärger, Wut und Enttäuschung bzw. Gefühle, die wir eigentlich „nicht fühlen dürfen“, macht uns authentischer, klüger und stärker.

Oft ist die anerzogene Angst vor unserem “Inneren” viel schlimmer als das, was geschieht, wenn wir uns trauen, mit diesen Gefühlen zu tanzen.

Im wörtlichen Sinne ist mit Aggression vor allem der „vorwärtsgerichtete Impuls“ gemeint.

Das bedeutet, dass wir uns ehrlich für unsere Wünsche, Bedürfnisse und Ziele einsetzen. Aggression bedeutet also nicht zwangsläufig, dass wir über Leichen gehen, um unsere Ziele zu erreichen.  Hier wirken erst mal gute Kräfte!

Der Mensch braucht sogar ein gesundes Maß an Aggression, um seine Ziele zu verfolgen oder sich durch Probleme durchzubeißen.

Wie gehen wir nun aber gut bzw. angemessen mit Wut oder Aggression um?

Bei vielen Menschen läuft eine kleinere „alltägliche Welle“ einfach so durch und sie schaffen es, sich auf angemessene Art in der Situation abzugrenzen. Wenn es aber persönlicher wird und eine Auseinandersetzung oder Grenzüberschreitung tiefer geht, ist es oft hilfreich beispielsweise den Ort des Geschehens kurzfristig zu verlassen, um etwas Abstand zu gewinnen – z.B. in dem wir uns die Hände waschen. Damit lässt sich gut eine Eskalation vermeiden. Erst dann sollten wir den Versuch starten, ein ruhiges Gespräch zu führen.

Enttäuschung reinigt das Denken!

Wenn Enttäuschung und Wut so richtig hoch kochen und stundenlang im Kopf kreisen, ist es oft hilfreich einen sogenannten „Hassbrief“ zu schreiben, den wir nicht abschicken, sondern am besten am Ende verbrennen.

So können wir zunächst erstmal ungefiltert unserem Ärger Luft verschaffen und dadurch unsere Gedanken ordnen. Gerade wenn es sich um Enttäuschung handelt, ist es ja meistens sehr schmerzhaft aber auch sehr existentiell, sich den Tatsachen zu stellen.

Durch das Schreiben bekommen wir erst einmal den Kopf frei und können die innere Ladung kanalisiert ablassen. Am Ende kristallisiert sich meistens ein entscheidender Satz heraus, der das Problem genau auf den Punkt bringt. Dieser Satz hilft uns dann sehr gut, das Problem zu lösen.

Wenn das Herz spricht

Wir haben in Deutschland verschiedene wunderschöne Begriffe dafür. Wir sagen „ich traue meinem Bauchgefühl“ oder „ich bin meinem Herzen gefolgt“. Gemeint ist hier die tiefe seelische Wahrheit, die uns vielleicht durch unsere Intuition oder durch eine innere Sehnsucht vorantreibt, bestimmte Ziele zu verwirklichen oder unseren eingeschlagenen Weg zu verändern. Wenn das Herz spricht, spüren wir eine innere Gewissheit, die uns Kraft und Vertrauen gibt, Entscheidungen zu treffen. Die uns einen Weg weiterverfolgen lässt, der zunächst wenig Erfolg zu bringen scheint, oder die es möglich macht, uns auf einen Menschen einzulassen, der uns innerlich ganz besonders berührt.

Leidenschaft macht lebendig und wach

FühlenNoch eines dieser gesellschaftlich eher verbotenen Gefühle: die Leidenschaft! Leidenschaften setzen große Kräfte in uns frei.

Wir brauchen eine gewisse Leidenschaft im Leben, um unsere Ziele zu verwirklichen – sonst fehlt uns das Durchhaltevermögen. Leidenschaft bringt Feuer und Lebendigkeit und eine gewisse Leidensfähigkeit mit sich.

Wer mit Menschen arbeiten möchte, sollte eine Leidenschaft für Menschen und ihre Geschichten mitbringen.

Ein Geschäftsmann braucht eine Leidenschaft für den Zweck seines Unternehmens, um auch die Risiken, die mit der Unternehmung verbunden sind, tragen zu können.

Wenn du innere Stärke entwickeln möchtest, indem du mehr fühlst, schlage ich dir zunächst vor, deine Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie du mit deinen Grundbedürfnissen wie Essen, Trinken und Schlafen, umgehst.

Dabei kannst du schon viel über deinen Umgang mit dir und deinen Gefühlen und Grundbedürfnissen lernen. Stelle dir diese Fragen:

  • Wie gut versorgst du dich?
  • Wie und wann gehst du über deine gesunden Grenzen und Bedürfnisse hinweg?
  • Kommt das „Darüber-Hinweggehen“ „mal vor – beispielsweise in einem stressigen Moment oder ist dir das zur zweiten Natur geworden?
  • Gelingt es dir, zwischen den Polen „Dich zu verausgaben“ und „Dich gut versorgen“ hin und her zu pendeln?Oder bleibst du in einem Pol hängen, weil du denkst „ach ist nicht so wichtig?“
  • Welche Botschaft vermittelst du dir selber mit deinem Umgang damit?
  • Welche Konzepte in deinem Geist verhindern deine liebevolle und gesunde Selbstversorgung?

Wenn du durch dieses Tor der aufmerksamen Selbstbeobachtung und -versorgung gehst, bekommst du einen sehr schnellen und einfachen Zugang zu deinen Problemfeldern. Schon wenn du versuchst in Bezug auf diese ganz – man möchte fast sagen – primitiven archaischen Grundbedürfnissen von Körper und Seele, deine Selbstwahrnehmung und Selbstversorgung zu verbessern, gelangst du in einen sehr fruchtbaren Kontakt zu deiner inneren Wahrheit – und kannst sehr viel über dich lernen und deine Herausforderungen meistern.

Deine Anette Dröge

www.anette-droege.de

 

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