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Trauma verstehen und wandeln

Wir alle haben schon mal das Wort Trauma gebraucht. Die meisten von uns definieren das Wort mit einem seelischen Schock.  Trauma drückt sich aber auch stark auf der Körperebene aus.

Die Autorin Alexandra Avari teilt hier mit uns ihre Erfahrung, wie sie sich ihrem Trauma stellen konnte und die körperlichen Symptome in den Griff bekam.

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Wenn wir an Trauma denken, dann denken wir in erster Linie an eine Situation, die Menschen in Lebensgefahr bringt oder gebracht hat. Zum Beispiel ein Hausbrand, ein Erdbeben oder eine Messerattacke.

Es stimmt, durch solche Erfahrungen können Menschen traumatisiert werden. Das heißt, das Geschehene wird von uns als so übermächtig erlebt, dass es vom Körper nicht verarbeitet werden kann und erst einmal als Information und Überreizung in unserem autonomen Nervensystem bestehen bleibt.

Dies stellt einen biologisch vorhandenen und sinnvollen Schutzmechanismus dar, um das Nervensystem insgesamt stabil und handlungsfähig zu halten. Die Verarbeitung und Integration wird aufgeschoben, auf eine Zeit, wenn die Umgebung wieder genügend Sicherheit und Ruhe bietet.

Wenn wir etwas als Bedrohung erleben, setzt im autonomen Nervensystem das Programm zu Flucht oder Kampf ein…

trauma erlösen

Geht beides nicht, erfolgt das Totstellen.

Doch es muss nicht immer ein Hausbrand oder dergleichen sein, um Menschen zu traumatisieren. Oft reicht schon ein Elternteil aus, dem das Kind es nie recht machen kann oder eine Lehrerin, die beim Kind durch Strenge und Strafe das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zerstört.

Ein Trauma kann entstehen, wenn ich etwas als Bedrohung erlebe und gleichzeitig nicht handeln kann.

Beispielsweise, weil ich eingesperrt oder so jung bin, dass ich abhängig von Erwachsenen bin und mich deshalb nicht wehren kann.

Je jünger ein Mensch ist, desto tiefgreifender können sich traumatische Umstände im Nervensystem auswirken.

Trauma ist auch etwas Körperliches 

Die Sichtweise, dass Trauma etwas Körperliches ist, war mir bis vor kurzem noch völlig unbekannt.

Erst durch ein Video von Gopal Norbert Klein erlangte ich dieses Verständnis.

Für mich klang das alles sofort so stimmig. So simpel. Und so hoffnungsvoll!!!

Denn ja. Gopal Norbert Klein macht Hoffnung. Er ist der Auffassung, dass manchmal bereits nach einer Sitzung bei einem Traumatherapeuten, der nach dieser Theorie arbeitet, dem also die Abläufe unseres Körpers bekannt sind (im Speziellen die des autonomen Nervensystems), eine Transformation geschehen kann. Jedenfalls muss man, laut seiner Aussage, nicht jahrelang Psychotherapie machen. Es kann auch schneller gehen.

Ich  möchte dir hier meine Erfahrung mit dem Heilpraktiker für Psychotherapie und Experten für Traumaheilung schildern.

Mit meinem Artikel möchte ich dich als Leser dazu einladen, inspirieren und ermutigen, alle dir zugänglichen, detaillierten und professionellen Ausführungen zum Thema Trauma selbst zu studieren, auszuprobieren und bestenfalls positive Erfahrungen damit zu machen.

trauma-kindSeit meiner Kindheit habe ich mit starken Ängsten zu tun. Wenn eine Situation in meinem Leben mein Trauma triggert, kommen automatisch auch die Ängste mit dazu. Ich fühle mich dann so hilflos, klein und alleine, dass ich am liebsten sterben möchte. Das ist – wie mir seit neuestem bewusst ist – der völlig normale biologische Ablauf, den mein Körper damals (wann auch immer) gelernt hat.

Ich weiß nicht, wann und wie und warum es “getätigt” wurde – das ist im Grunde auch nicht wichtig. Für mich – genau genommen für mein autonomes Nervensystem – war damals eine oder mehrere Situationen tatsächlich lebensbedrohlich und folglich setzte das Programm für Kampf und Flucht ein. Doch da ich nicht fliehen konnte (ich war abhängig von der Bezugsperson) spalteten sich Teile meiner Gefühle und Körperkräfte ab (ich unterdrückte Wut und Hass: schreien, treten, schlagen, davonrennen) und ich verfiel in eine Starre (Totstellreflex).

Eine Möglichkeit zum Wandel ist: Wenn Angst kommt, dann bewege deinen Körper!

Der Körper muss das Signal bekommen: Ich kann fliehen. Ich kann wegrennen, ich kann schlagen, ich kann schreien, ich kann treten, ohne dass mir etwas passiert.

Als ich vor ca. drei Wochen mal wieder von meiner Angst vor einer neuen, unbekannten Situation gepackt wurde und es sich so anfühlte als müsste ich sterben, wenn ich dort hin ginge, bin ich ganz schnell in meiner Wohnung auf der Stelle gerannt. So lange, bis ich nicht mehr konnte.

Und wirklich. Es war wie ein Wunder. Ich wurde ruhig, die Angst war weg.

Im Laufe des Tages schlich sie sich zwar manchmal wieder ganz sachte heran, aber längst nicht mehr in dem Ausmaß, das ich kannte. Und jedes Mal bin ich einfach wieder gerannt. Dies wiederholte sich ungefähr fünf Mal. Für mich war es wirklich wie ein Wunder! Den ganzen Tag über ging es mir gut, ich konnte ganz normal agieren, lachen, den Tag bestreiten und in der Nacht konnte ich ohne Angst und Panik schlafen! Ich konnte es selbst kaum fassen.

Für das, was mich Jahrzehnte lang gefangen hielt und quälte, halte ich nun endlich ein Werkzeug in der Hand, um mich von dieser Qual zu befreien oder besser gesagt, um mein Nervensystem zu regulieren, sodass mir nun ein halbwegs normales Leben möglich ist. Am nächsten Morgen, dem Tag, an dem das mich in Angst und Panik versetzende Ereignis bevorstand, verspürte ich nur eine leichte Aufregung und gewiss eine völlig normale Reaktion wie bei den meisten Menschen, wenn etwas Unbekanntes sie erwartet.

Du kannst dir gewiss vorstellen, welche Hoffnung, Befreiung und Freude das in mir ausgelöst hat.

Mir ist nochmals wichtig zu betonen: Was ich hier erzähle und niederschreibe ist mein persönliches Verständnis von der Traumatherapie und -heilung und meine ganz persönliche Erfahrung damit. Dies ist kein Heilversprechen und soll weder einen Arzt noch eine Psychotherapie ersetzten.

Jedoch bin ich der Meinung, dass es ergänzend eingesetzt werden kann und in vielen Fällen zu einer sehr raschen Besserung bzw. Beseitigung der Probleme führt.

Meine Ausführungen zum Thema Trauma und Traumaheilung sind nur grob angerissen und frei interpretiert. Sie sollten unbedingt selbst studiert und vertieft werden.

Ich hoffe, dass dieser Artikel  viele Betroffene erreicht und dass viele wundervoll heilsame Momente geschehen.

Alles Liebe,

Alexandra Jasmin Anvari

Ich kann dir gerne noch Buchempfehlungen und weiterführende Links dazu geben, wenn du magst.

https://alexandra-anvari.jimdo.com

Über Alexandra:

Alexandra Jasmin Anvari, Pädagogin und seit 2012 als freie Autorin und Kunstschaffende als reine Autodidaktin tätig.
Schreiben und andere kreative Prozesse sind ihr Ausdruck. Damit teilt sie sich mit, möchte inspirieren, begleiten, helfen und die Herzen der Menschen berühren.

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