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Tschüss, Freunde: Von falschen “friendshits” zu echten “friendships”

Wie viel Zeit verbringst du mit Menschen, die du „Freunde“ nennst – die es aber gar nicht wirklich sind? Weil sie dir mehr Kraft rauben, als dass sie dir gut tun? Nutze die Sommerwochen, um „friendshits“ zu beenden und Raum für echte „friendships“ zu schaffen.

Was brauchen wir, um glücklich zu sein? Laut einer Langzeitstudie der Harvard University brauchen wir nur eines: Liebe. Liebe – und damit auch fehlende Liebe – hat einen massiven Einfluss auf unsere emotionale Stabilität und unsere Gesundheit. Studienteilnehmer, die einsam waren oder in instabilen Beziehungen lebten, fühlten sich nicht nur unglücklich. Sie waren im Alter deutlich häufiger krank, ihre Gehirnfunktionen nahmen eher ab und sie starben früher als diejenigen, die in stabilen und guten Beziehungen zu ihren Partnern und auch zu Freunden lebten.

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Um glücklich und gesund zu bleiben, brauchen wir echte Freunde.

Intakte Beziehung heißt nicht, nicht streiten zu dürfen

Das bedeutet jetzt nicht, dass wir nicht streiten dürfen mit unseren Freunden oder unserer Familie. Nein, es geht nicht um eine vorgeschobene Harmonie. Ausschlaggebend ist das Gefühl, dass da jemand ist, auf den wir zählen können, bei dem wir uns sicher fühlen. Und deshalb bezieht sich „Liebe“ auch nicht notwendigerweise auf „Partnerschaft“ oder „eigene Familie“.

Auch geht es nicht um die Anzahl der Menschen, die uns umgeben. Es geht um die Qualität der nahen Beziehungen. Und das kann bedeuten, dass du ab sofort zu so manchen „Freunden“ Tschüss sagen kannst. Nämlich zu denen, die dir mehr Kummer bringen als gute Momente. Die dich verbessern wollen und dir ihre Vorstellungen von einem „richtigen“ Leben aufdrücken wollen. Zu Menschen, die dich mit ihrer ständigen Jammerei runterziehen oder dich als „Seelenmülleimer“ missbrauchen. Die dir einfach nicht guttun oder die sich selbst nicht mögen. Und die es auf deinen Schultern ausleben. „Say no to toxic people“, nennen es die Amerikaner.

Bitte nicht falsch verstehen: selbstverständlich sind wir für andere Menschen da, wenn es ihnen mal nicht so gut geht. Andere Menschen in Krisen zu unterstützen ist wichtig – und lässt auch uns persönlich wachsen. Für andere Menschen da sein ist eine Quelle von Glück – auch wenn es phasenweise wirklich nicht lustig ist, was sie erleben. Gute Freunde zeigen sich in Krisen! Die schlechten Freunde sind weg, wenn es dir schlecht geht. Nein, ich spreche hier von der Art von „Freunden“, die dir dauerhaft nicht gut tun – und die dich damit unglücklich machen.

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Wahre Freunde erkennt man oft erst, wenn es einem mal nicht so gut geht.

Früher mal Freunde? Und heute?

Sag auch „Tschüss“ zu Freunden, denen du nicht mehr nahestehst. Der Psychologe Robin Dunbar hat erforscht, wie groß eine Gruppe sein kann, mit der wir soziale Beziehungen aufrechterhalten können. Gemessen an unserer Hirnkapazität sind das nach der „Dunbar-Zahl150 Menschen, also Familienmitglieder, Freunde, Kollegen, Nachbarn, Geschäftspartner oder Dienstleister, mit denen wir überschaubar interagieren können.

Mag sein, dass die modernen Kommunikationsmittel diese Zahl erhöhen, weil es einfacher ist, in Kontakt zu bleiben. Vielleicht aber auch nicht. Nimm diese Zahl schlichtweg als Anlass, den Kontakt zu Menschen, mit denen dich im Prinzip nichts mehr verbindet, einschlafen zu lassen. Investiere keine Zeit und keine Energie mehr in Beziehungen, die sich überlebt haben. Du musst ja nicht gleich ein „Abschiedsdinner“ machen, wie im gleichnamigen Theaterstück, und den ehemaligen Freunden die Freundschaft kündigen.

Klein, aber fein

Aber schaff Platz in deinem Leben für Menschen, die gut für dich sind. Die an dich glauben. Die dich so lieben, wie du bist. Die dich auch mal tatkräftig unterstützen. Die dir einen guten Boden zum Wachsen bereiten, aber auch die Flügel stärken, damit du fliegen kannst. Die dich inspirieren. Die da sind, wo du hinwillst. Und für dich da sind, wo immer du bist.

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Du musst nicht von allen gemocht werden. Besonders nicht von Mistkäfern.

Eine Schnecke kroch im Frühjahr einen Kirschbaum hinauf. Ein Mistkäfer sah dies und lachte sie aus: „Du lahme Krücke bist ja bescheuert. Kriechst hier rauf, wo es doch noch gar keine Kirschen gibt!“ Gleichmütig schob sich die Schnecke weiter den Stamm entlang. „Bis ich oben bin, schon!“

Alles Liebe – und viel Erfolg beim „Tschüss“-Sagen!

Viel Erfolg damit!

 

checklisten-ExpertinDeine Cordula

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