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Typisch du, typisch ich? Die Angst bei den Kopftypen 5, 6 und 7

Oder die Kompensation der Angst durch Mindfuck.

Das Enneagramm als Lichtblick und Tor zur Freiheit – eine Archetypenlehre. In diesem Teil meiner Serie beschäftigen wir uns mit den Kopftypen Fünf, Sechs und Sieben und ihrer Grundangst.

Bitte lies den Artikel achtsam und achte dabei auf die Reaktionen deines Körpers oder deine Empfindungen. Es kann sein, dass sich dein Ego ertappt fühlt und rebelliert, mit Widerstand oder sogar mit einer starken Sympathie auf einen Kopftypen reagiert. In einem solchen Fall kann es sein, dass deine Persönlichkeitsstruktur dem beschriebenen Typen aus dem Enneagramm angehört.

Wenn du magst, lies dir gern vorab die Artikel zu den Bauch- und den Herztypen durch.

Ich wünsche dir gute Erkenntnisse,

deine Lidia Schladt.

Ich nenne die Kopftypen 5, 6 und 7 auch gerne liebevoll „Mentis“, da sie zu den Mentalttypen des Enneagramms zählen. So stark, wie die Bauchtypen mit ihrem Instinkt und ihrer Aggression verbunden sind, die Herztypen mit ihrer Gefühlswelt und der Liebe, so sind die Mentaltypen mit der Angst und ihren Gedankenkonzepten verknüpft.

Den schönsten Mindfuck – das meine ich liebevoll neckend – finden wir bei ihnen.

Was meine ich mit Mindfuck?

Damit meine ich z. B. einen Monolog eines Mentaltypen, der gerade versucht, jemandem ein Konzept, seine Erkenntnisse oder sein Weltbild zu erläutern, ohne zu merken, dass er damit nicht sein Gegenüber erreicht, sondern in Wahrheit unbewusst seine Angst in Schach halten möchte.

Die Motivation der Kopftypen stammt aus dem Verstand, dem „Mind“ (Englisch für „Verstand, Seele, Geist, Gedanke, Absicht, Sinn, in der psychologischen Terminologie sogar für Animus und Psyche).

Dieser ist mitunter voll von Konzepten, um sich die Welt zu erklären. Denn die Welt wird von Kopftypen unbewusst als eine Bedrohung wahrgenommen. Sie ist chaotisch, irrational und voller Gefahren, vor denen Mentaltypen eine existentielle Angst haben, die ihnen völlig unbewusst ist.

Diese Angst ist in der Tiefe aktiv und steuert das Verhalten von Kopftypen, ohne, dass sie diese jemals spüren müssen

KopftypenDenn es kann sein, dass sie eher durch Kompensationsmechanismen wie ein chronisches Zweifeln, einen Wissensansammlungsdrang  oder eine Suchtthematik in Schach gehalten wird, um die Angst nicht zu spüren.

Am Bedrohlichsten ist die Angst vor der Angst, die Panikattacken und Angststörungen auslösen kann.

Erst, wenn ein Kopftyp anfängt die Angst zu spüren und sich bewusst mit ihr auseinander zu setzen, dann wird er feststellen, dass er sie größer gemacht hat, als sie in Wahrheit ist. Und dass es sich lohnt, sich die Angst als Verbündeten anzuschauen und nicht als Bedrohung.

Die Angst gehört in die Welt des inneren Kindes und ist so alt, wie unsere Menschheitsgeschichte. Sie möchte gesehen, gespürt und integriert werden. Weil sie unsere Lebenskraft freisetzt und uns in eine neue Größe hineinwachsen lassen kann, wenn wir einen bewussten Umgang mit ihr zu pflegen beginnen.

Die einzelnen Kopftypen und ihre Angst

kopftypen-gefuehleTyp Fünf:

Der „Beobachter“, der „Forscher“ oder der Eremit hat insbesondere Angst vor Gefühlen.

Seine größte Angst besteht darin, von ihnen weggeschwemmt zu werden und empfindet eine Todesangst davor, in seinen eigenen Gefühlen und denen anderer unterzugehen.

Daher flüchtet er in seiner Überlebensstrategie in den Kopf und errichtet in seinem Gedankenpalast eine Menge Räume mit vielen verschiedenen Erkenntniskonzepten, die nach Kategorien geordnet sind.

So kann er auf sie zurückgreifen, wenn ihm jemand zu nahekommt und er im Kopf nach einer Lösung suchen kann, anstatt ins bedrohliche „unlogische“ Gefühl bzw. Herz „hinabsteigen“ zu müssen.

kopftypenSein Wissensdurst ist daher riesig und er kann darin zu einem einsamen Einsiedler verkommen, um die Welt aus seinem Forscherabstand heraus begreifen zu wollen.

Am Minuspol seiner Struktur geizt er stark mit seinen Gefühlen und teilweise auch mit seinen materiellen Mitteln. Im schlimmsten Fall fängt er an, die innere Leere, die er empfindet, durch das Ansammeln von Gegenständen – bis hin zum Messietum –  zu füllen.

Wenn sich Typ Fünf zum Pluspol seiner Struktur entwickelt, nimmt er seine Gefühle ernst und fängt an, Erkenntnisse nicht nur im Verstand, sondern vom Erleben her mit anderen Menschen zu sammeln, seinen Körper als Sitz für Gefühle zu pflegen und kennenzulernen, sowie eine ganzheitliche Erkenntnis-Weisheit zwischen Körper, Seele und Geist anzustreben.

Typ Sechs:

Der „Loyale“, der „Gemeinschaftsmensch“ oder „Advocatus diaboli“ (Deutsch: Anwalt des Teufels) hat eine große Angst davor, aus dem Boot der Gemeinschaft zu fallen.

kopftypen-gedanken2Damit dies nicht passiert, versucht er mitunter krampfhaft, sich an seine Umwelt und seine Mitmenschen anzupassen. Er merkt dabei nicht, dass er anfängt, sich und seine Bedürfnisse, sowie Empfindungen vor sich selbst zu leugnen.

Dabei kann er sich zu einer „grauen Maus“ entwickeln, die nicht auffällt und wie „everybody´s darling“ agiert, um es anderen recht zu machen.

Typ Sechs nimmt die Welt als bedrohlich wahr und scannt seine Umgebung permanent nach möglichen Gefahren ab. Das macht er, um seine Angst nicht zu spüren und um Sicherheitsmechanismen zu finden. Doch die Angst zeigt sich in Form quälender Zweifel, die die Sechs in einen Abwärtsstrudel aus destruktiven Gefühlen hineinziehen kann.

Dann denkt er an die schlimmsten „worst case“-Szenarien und steigert sich so sehr in diese hinein, dass damit auch alle negativen Gefühle nach sich gezogen werden. Am Minuspol ist die Sechs eine unsichere, ängstliche Person, die nicht gerne im Mittelpunkt steht. Es sei denn, sie ist im Gegensatz zur phobischen Sechs (= Angsthase) eine kontraphobische Sechs, die ihre Angst durch Über-Mut, waghalsige Sportarten und Angstbeißertum in zwischenmenschlichen Kontakten kompensiert.

Wenn die Sechs sich in den Pluspol ihrer Struktur entwickelt, dann fängt sie an, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und den Mut zu haben, für sich einzustehen. Dann ist Typ Sechs ein „Held“ und schafft es immer wieder, seine tiefste Angst durch seinen großen Mut zu überwinden.

Typ Sieben:

Der „Glückssucher“, der „Peter Pan“ oder das „magische Kind“ hat vor allem große Angst vor Schmerzen und den dunklen Seiten des Lebens. Vor diesen flüchtet er und stürzt sich ins Leben hinein, um „die Kerze an beiden Seiten anzuzünden“ (aus dem aktuellen Film „Bohemian Rhapsody“ über Freddie Mercurys Leben als Sieben).

kopftypen-enneagramm Er gaukelt sich selbst vor frei zu sein und doch ist er als Mentaltyp ein Gefangener seiner Konzepte. Das Konzept, dass das Leben nur leicht und freudig sein darf, begleitet ihn überall hin.

Die Schattenseiten des Lebens werden unterdrückt, geleugnet, weggetrunken oder weggefeiert. Dass Schmerzen zum Leben dazu gehören, passt nicht in sein Lebenskonzept.

Er hat Angst vor ihnen und auch vor anderen unangenehmen Gefühlen, da er auf der Suche nach Lustbefriedigung ist.

Die Flucht in den Verstand ist ein ständiger Begleiter, auch wenn Typ Sieben von sich selber stets behaupten würde, er sei ein Körpertyp. Am Minuspol probiert Typ Sieben alles aus, was ihm Lust und Spaß bereitet, ihn über seine Grenzen gehen lässt und ihm ein Image als Tausendsassa einbringt. Er betreibt Raubbau an seinem Körper und läuft vor sich selbst weg. Die Angst, in die eigene Tiefe zu schauen, ist zu groß.

Wenn er sich jedoch in den Pluspol seiner Struktur entwickelt, fängt er an, inne zu halten und zu fühlen, was in seinem Körper vor sich geht. Er wird zu einem achtsamen Menschen, der die dunklen, schmerzhaften Seiten des Lebens genauso bejahen kann, wie die hellen.

 

Jedem Mentaltyp würde es guttun, einen Zugang vom Verstand in den Körper zu finden…

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…denn im Körper finden wir eine eigene Intelligenz. Das Körperbewusstsein ist weiser, als unser begrenzter Verstand es je sein könnte. Unser Körper ist der Sitz der Gefühle, zu denen ein Mentaltyp einen regelmäßigen Kontakt pflegen lernen kann. Außerdem kann ein Kopftyp sich folgende Fragen stellen:

  • Welche tägliche integrale Praxis kann ich finden, um vom Kopf in den Körper (zurück) zu finden, um meine Ängste nicht über Kompensationsmechanismen auszuagieren, sondern sie zu spüren, damit sie sich wandeln können?
  • Wie kann ich meine Angst als Triebfeder dafür nutzen, um meinen Träumen, Sehnsüchten und Gefühlen Ausdruck zu verleihen?
  • Wie kann ich den Mut aufbringen, immer wieder über meinen Schatten zu springen und jede Herausforderung zu meistern, die das Leben mir schenkt, damit ich an ihr wachse?

Ich freue mich darüber, wenn mein Artikel Resonanz in dir findet und wenn du einen Kommentar hinterlassen magst, wie es dir mit den Kopftypen-Beschreibungen geht.

herzlich,

Lidia Schladt

Logotherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Integraler Coach, Bremen

Homepage: www.logotherapie-bremen.com

Facebook: https://www.facebook.com/Lidia.Schladt/

Kennst du schon meine Facebook-Gruppe „Typisch du, typisch ich – Das Enneagramm als Lichtblick“ zum Austausch über die neun Persönlichkeitstypen:

https://www.facebook.com/groups/384165761766053/

Hier findest du alle Artikel über die verschiedenen Enneagramm-Typen von Lidia Schladt


 

Lust auf wache Menschen? …

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