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Unser Geburtsrecht: Lamm Veit Melvin lehrt es uns

In Vielem können wir uns ein Beispiel an dem Verhalten von Tieren nehmen. Sie sind niemals wehleidig und besitzen kein Ego, das immer nach Bestätigung und Schmeicheleien Ausschau hält. Vielleicht ist es gerade diese Unfähigkeit der Tiere, sich zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Welt zu machen, die ihnen letztlich so viel Würde verleiht. Sie macht sie zum Vorbild für uns Menschen – in vielerlei Hinsicht. Tiere sind pragmatisch, ihre Handlungen sind fast immer nachvollziehbar und der Erhaltung der Art geschuldet. Eine ganz besonders rührende Geschichte von einem kleinen Lamm erzählt uns heute Gastautorin Anka Zeifang von der Halona-Ranch in Nentershausen. Sie erinnert uns daran, dass Vertrauen in das Leben unser Geburtsrecht ist. Auch wir Menschen sollten uns daran erinnern. Egal, wie oft wir auch wie das kleine Lamm hinfallen mögen: Es lohnt sich, immer wieder aufzustehen und sich sein Urvertrauen an den eigenen, beschützten Platz im Leben zu bewahren.

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Unser Geburtsrecht: Entfaltung unseres Potentials

Manches Mal vergessen wir vielleicht unser Geburtsrecht. Das Recht, in Überfülle zu sein – im Innen und Außen. Das Recht, grenzenlos zu sein und unser volles Potential zu leben.
Genau dieses Recht hat uns die Geburt unseres kleinen Lämmchens auf eine so rührende, kraftvolle und liebevolle Weise ins Gedächtnis gerufen. Unsere Aue, so werden die weiblichen Schafe genannt,  sollte laut Züchter schon zu Pfingsten ihr Lamm bekommen. Wir freuten uns und warteten und warteten, doch nichts geschah. „Flake“ wurde allerdings immer dicker und dicker. Von vorne sah sie aus wie ein großes Wollknäuel mit einem süßen Gesicht. Also übten wir uns weiter in Geduld. Die Tage und Wochen vergingen. Die Tragezeit war – zumindest laut unseren Berechnungen – Anfang Juli schon längst überschritten. So gelangten wir zu dem Schluss, weil sie auch noch kein Gesäuge ausgebildet hatte: „Flake, du hast einfach nur zu viel gefressen!“

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Foto: Anka Zeifang

Flake stand vor ihrer großen Aufgabe

Doch dann geschah das, womit niemand mehr gerechnet hatte: Die Fruchtblase war zu sehen und wir wussten, dass unsere Flake – unsere Schneeflocke – jetzt eine sehr große und wundervolle Aufgabe vor sich hatte. Sie würde ihr Lamm auf die Welt bringen! Oder waren es, aufgrund ihres doch für ein Zwergschaf sehr beträchtlichen Körperumfangs, vielleicht zwei Lämmchen? Da wir noch keine Erfahrung mit Schafen, geschweige denn mit Schafgeburten, hatten, schauten wir im Internet nach und richteten unserer Aue eine Box her, in der sie ablammen konnte. Bevor unsere Tochter die Box wegen der anderen Schafe und unserer Esel schloss, stellte sie ihre Kamera auf, in der Hoffnung, die Geburt filmen zu können. Im Vertrauen auf den natürlichen Geburtsvorgang und um Flake die nötige Ruhe zu geben, zogen wir uns etwas zurück. Nach dem Essen würden wir nochmal zu ihr, falls sie doch Unterstützung durch den Tierarzt bräuchte.

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Foto: Anka Zeifang

Angeborenes Urvertrauen: Beharrlichkeit und Zuversicht

Und wieder einmal lehrte uns Flake, dass die Natur alles bestens vorbereitet hatte: das Lämmchen war schon geboren! Noch halb von der Fruchtblase umgeben und völlig nass vom Fruchtwasser, lag es vor Mama Flake auf dem Stroh und wurde liebevoll und ausgiebig trocken geleckt. Es dauerte nicht lange, bis das Kleine versuchte aufzustehen. Schließlich wollte es an die Milch, die Lebensnahrung, die seine Mutter ihrem Sohn in Überfülle zur Verfügung stellte.
Staksig und wackelig waren die ersten Geh- und Saugversuche. Doch es übte, während es von seiner Mama gesäubert und getrocknet wurde, unaufhörlich weiter. Egal, wie oft es hinfiel, es stand immer wieder auf und ließ sich nicht von seinem Ziel abbringen. „Ein echtes Vorbild für uns alle“, dachte ich. Es hat ein Ziel, stolpert und fällt hin, steht wieder auf und macht weiter. Mit Beständigkeit im Üben und im vollen Vertrauen auf die Erreichung seines Ziels. Schon am Abend konnte es seine Beinchen erstaunlich gut sortieren und die ersten Rennversuche folgten.

Foto: Anka Zeifang

Die Tage darauf waren voller Highlights seiner Entwicklung. Sichtlich bejahte es die Kraft des Lebens und die Freude darüber, auf der Welt zu sein.
Rennen, Bocksprünge und Kletterversuche standen auf dem täglichen Programm. Und immer wieder – wie eine Insel der Sicherheit, der Zuversicht und des Versorgtseins – das Saugen an Mamas Euter, seiner Nahrungs- und Entwicklungsquelle. Ich könnte noch so viel mehr und so viel länger über dieses Wunder der Geburt berichten. Unsere Flake und ihr Lämmchen lehrten uns, dass sich die Natur nicht wirklich berechnen lässt. Dass Geduld nichts Erlernbares ist, sondern Vertrauen bedeutet. Und dass das Wunder des Lebens keine Frage der Zeit ist, sondern des Moments: der Kostbarkeit, bewusst wahrzunehmen und zu erleben.

Vertrauen in das Leben: Geburtsrecht aller Lebewesen

Durch die Geburt des Kleinen Böckleins wurde mir bewusst, dass das Vertrauen in das Leben, die Überfülle des Seins und der Entwicklung und das Behütet sein, schon immer auch in meinem Leben waren und sind. Denn auch du, ich, wir alle, sind aus dieser unerschöpflichen Kraft entstanden.

Egal wie oft ich hinfalle, wie oft du hinfällst, sei dir bewusst: Das Leben ist ein Geschenk der Natur.

Du und ich sind mit allem ausgestattet, was wir für ein Leben in Überfülle brauchen! Es gibt nur eine Bedingung: JA sagen, annehmen und losgehen. Jeder Moment ist ein Privileg des Bewusstseins und ein Geschenk an dich und mich aus der Überfülle heraus. In liebevoller Dankbarkeit über die Momente, die du mir durch das Lesen dieses Artikels geschenkt hast, wünsche ich dir das volle Bewusstsein deiner Großartigkeit und deines unerschöpflichen Potentials.

Alles Liebe,

Anka

P.S.
Du bist vielleicht neugierig, wie das Babyböcklein heißt ? Als bewusster Leser hast du es bestimmt schon gesehen. So viel möchte ich dir noch zur Namensfindung verraten: Sie war ein für mich überwältigender Prozess mit einer sehr liebevollen Resonanz und Begleitung. Willst du wissen, mit welch einer überwältigenden Resonanz er entstanden ist und wer die Namenspaten unseres Böckleins sind? Dann verrate ich dir das gerne in meinem nächsten Artikel 😉

 

Über Anka:

anka-zeifangIch heiße Anka Zeifang und bin ein Kind der 1976er.
Schon als Kindergartenkind fühlte ich mich in der offenen, freien und weiten Natur wohler als in „geschlossenen Räumen“. Hinterfragen, erforschen, quer denken, innere und äußere Räume erweitern – das war schon immer meine Leidenschaft und mein inneres Feuer. Das hat mich schließlich zu meiner pädagogischen Ausbildung, meinem Studium zur Heilpraktikerin und meinen Zusatzausbildungen in der Naturheilkunde geführt. Seminare zur Persönlichkeitsentfaltung, Fortbildungen in der Aroma-, Phyto- und Craniosakralen Therapie sowie Austausch und Vernetzung mit Menschen, die in der Welt und für unsere Erde etwas bewegen wollen, bilden für mich ein stabiles Fundament. Ich sehe meine Berufung darin, das Verständnis und Verhältnis des Menschen zu seiner inneren und äußeren Natur als Ganzes zu erweitern und zu entfalten.
Mit der Natur im Einklang zu sein bedeutet für mich, mit sich selbst im Einklang zu sein und die Bereitschaft mitzubringen, jeden Tag ein Wunder zu entdecken. Deine Quelle in und mit deiner Natur zu finden, das ist meine Passion.
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Mehr Infos zur Halona-Ranch findest du hier.

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