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Umweltschutz to go: Wie du mit deiner Kleidung uns allen was Gutes tun kannst

Auch deine Kleidung ist ein Thema, bei dem du mithelfen kannst, unseren Planeten zu retten. Mach mit, es kann so einfach sein.

Denn die Welt braucht dich und mich gerade sehr. Ich bin Martin, Umweltschützer und Buchautor, und möchte dir hier die Hand reichen und dir Lust auf coolen Umweltschutz in deiner Welt machen.

Wenn wir unseren Alltag nachhaltiger gestalten wollen, gibt es einige Ansatzpunkte, bei denen man schauen kann, wie weit man schon ist oder ob es Verbesserungspotential gibt. Die Themen Ernährung sowie Verpackungen und Müll sind dabei sehr wichtig und wurden in den ersten beiden Beiträgen betrachtet. Dieses Mal geht es um unsere Kleidung.

Kleidung

Als ich anfing, mich näher mit diesem Thema zu beschäftigen, musste ich sehr erschrocken feststellen, wie wichtig dieser Bereich ist. Und auch, wie viel dabei schiefläuft.

Für viele Menschen ist Kleidung weniger ein funktionales Objekt und mehr ein Mode-Accessoire. Und das macht sie schnell zum Wegwerf-Produkt.

kleidung-umweltschutzDie Zyklen der Modebranche sind derart kurz geworden, dass der neueste Schrei schon im Laden hängen muss, bevor die „alten“ Teile ein paar Mal getragen werden konnten.

Das bedeutet auch, dass im Laden Platz zu schaffen ist für die neue Kollektion. Es ist noch nicht lange her, dass einige Modeketten dafür am Pranger standen, dass sie ihre überschüssige Ware aus der vorherigen Kollektion dem Müll und damit der Verbrennung zugeführt haben. Ein Wahnsinn!

Möglich ist dieser Wahnsinn nur, weil wir, die Verbraucher ihn (noch) mitmachen.

 

Baumwolle, T-Shirts und der Aralsee

kleidung-umweltSchauen wir uns als Beispiel ein T-Shirt an: Man kann es teilweise schon für wenige Euro erwerben.

Aber man kann sich auch sehr leicht vorstellen, dass ein Shirt für fünf Euro nicht nachhaltig sein kann. Im Gegenteil. Es fängt damit an, dass die Baumwolle sicher aus konventionellem Anbau stammt.

Eines der größten Anbauländer ist Usbekistan. Dort werden Kinder und Erwachsene zur Zwangsarbeit bei der Ernte herangezogen.

Außerdem kommen große Mengen Pestizide zum Einsatz. Vom Anbau auf dem Feld über das Färben bis zum fertigen Kleidungsstück werden bis zu 2000 Liter Wasser benötigt. In Usbekistan wird das Wasser zur Bewässerung meist den Flüssen oder dem Grundwasser entnommen. Das macht zum Beispiel dem Aralsee schwer zu schaffen, dessen Fläche stetig schwindet. 2015 waren nur noch 12% der Oberflächenausdehnung von 1960 übrig.

Bio und nachhaltige Kleidung ist besser!

Da ist ein T-Shirt aus Bio-Baumwolle sicher die bessere Wahl. Allein schon, weil „nur“ rund 1000 Liter Wasser benötigt werden und die chemische Belastung deutlich geringer ist.

kleidung-kindrarbeitMir ist es dazu ein Graus, wenn ich bedenke, dass andere Menschen zu Arbeit unter schlimmsten Bedingungen gezwungen werden, nur damit ich ein billiges Kleidungsstück habe, das ich ein paar Mal anziehe und alsbald entsorge, weil es nicht mehr im Trend ist.

Wie wichtig die soziale Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie ist, sollte spätestens seit dem verheerenden Brand im Jahr 2012 in der Textilfabrik in Bangladesch jedem klar sein. Das gilt es zu bedenken, wenn man wieder mal erwägt, ein billiges Kleidungsstück zu kaufen.

Zum Glück tut sich auf dem Gebiet etwas…

Einige große Modekonzerne haben sich in der Organisation ACT zusammengeschlossen und fördern die Bildung von Gewerkschaften und das Aushandeln von fairen Löhnen. Getestet wird das zunächst in Kambodscha, später soll es auf andere Länder ausgeweitet werden.

Der Druck der Verbraucher wächst, die meisten wollen ihre Kleidung ohne schlechtes Gewissen tragen können. Nicht die edelsten Gründe, die die Modekonzerne zum Handeln bewegen. Aber Hauptsache, sie/wir tun es.

Und es zeigt sich, dass wir Verbraucher etwas erreichen können. Für die kambodschanischen Näherinnen könnte man den Lohn verdoppeln, wenn sie Sage und Schreibe 20 Cent mehr für ein T-Shirt bekämen. So weit werden die fairen Bedingungen wohl nicht gehen. Beschämend, aber immerhin tut sich mal ein Schritt in die richtige Richtung auf.

Vegane Kleidung?

Wolle und Leder sind eigentlich Naturprodukte. Für Veganer sind sie aber aus guten Gründen tabu. Bei Leder ist das sofort einleuchtend, denn das Tier lässt sein Leben, damit der Mensch die Haut und das Fleisch verwenden kann.

kleidung-bio-wolleDas ist bei der Wolle nicht so. Aber die Haltungsbedingungen und insbesondere auch die Zustände beim Scheren sind für die Schafe alles andere als schonend. Dazu kommt wieder viel Chemie zum Einsatz, speziell beim Leder, das oft in Fernost gegerbt und verarbeitet wird. Das mit entsprechend laschen Umweltauflagen.

Noch eine kurze Anmerkung zu den Kunstfell-Kragen, den man an vielen Winterjacken findet. Leider ist echtes Fell billiger als künstliches…du kannst dir sicher denken, was das bedeutet.

Sind Kunstfasern besser?

Nein, das sind sie nicht, es sei denn sie bestehen aus natürlichem Rohstoff. Das trifft auf Viskose zu. Aber die meisten Kunstfasern sind auf Mineralölbasis und sondern beim Waschen kleinste Fasern und Partikel ab, die dann als Mikroplastik im Meer und später über die Fische oder auch das Meersalz auf unseren Tellern landen.

Noch ganz frisch ist die Nachricht, dass erstmals Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben gefunden wurden. Die Folgen für unsere Gesundheit sind noch gar nicht abzuschätzen.

Die größten Übeltäter sind wohl die Fleece-Materialien, die besonders viele Fasern beim Waschen verlieren. Da hilft es auch nicht, dass sie zum Teil ein Upcycling-Produkt aus alten Getränkeflaschen sind.

Hanf überzeugt!

hanf-kleidungKleidung aus Hanf überzeugt, und das nicht aufgrund einer berauschenden Wirkung. Die ist bei Nutzhanf sowieso nicht zu finden.

Aber dafür jede Menge tolle Eigenschaften. Das fängt beim Anbau an, wo der Hanf sehr positive Auswirkungen auf den Boden hat und dabei ohne Dünger und Pestizide auskommt. Er wächst schnell und ist somit ein ressourcenschonender Rohstoff, der hervorragend für die Herstellung von Bekleidung geeignet ist.

Worauf sollte man achten?

Eine kompakte Übersicht wichtiger Tipps:

  • die Kleidung möglichst lange tragen
  • Schäden, wenn möglich, selbst reparieren oder in der Schneiderei reparieren lassen
  • Fair Fashion: beim Neukauf auf Bioqualität und Nachhaltigkeitssiegel achten
  • Gute und lang haltende Qualität kaufen
  • Kunstfasern auf Mineralölbasis vermeiden
  • Den Kauf im Second-Hand Laden erwägen
  • Dinge, die einem nicht mehr gefallen, aber noch gut sind, entweder einem Second-Hand Laden übergeben, selber verkaufen oder an eine Kleiderkammer geben.
  • Kleidung muss nicht nach jedem Tragen in die Waschmaschine
  • Beim Waschen das Waschmittel sparsam dosieren, möglichst umweltschonende oder gar alternative Mittel verwenden, wie zum Beispiel Kastanien oder Efeu

Viele der Hinweise gelten übrigens für Schuhe analog und gute Hersteller informieren auf den Internetseiten über ihre Nachhaltigkeits-Standards.

Siegel helfen bei der Orientierung

Wenn doch mal neue Kleidung angesagt ist, sind Marken, die lokal produzieren und somit zumindest bestimmte Standards der sozialen Nachhaltigkeit garantieren, eine gute Überlegung. Dazu bietet der Kauf von zertifizierten Kleidungsstücken eine gewisse Sicherheit, dass man sich nicht an Ausbeutung von Mensch und Natur beteiligt.

Hier ein paar Siegel, die das sicherstellen. Diese Liste ist sicher nicht komplett, bietet aber eine Orientierung.

  • IVN – Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.: strenge Kriterien an Lederwaren und Textilien im Bereich ökologischer und sozialverantwortlicher Wirtschaftsweise
  • GOTS – Global Organic Textile Standard: auch dieses Label setzt hohe Herausforderungen an die Betriebe, die sich jährlich durch unabhängige Zertifizierer rezertifizieren müssen
  • Textiles Vertrauen – Oeko-Tex: hier gibt es verschiedene Stufen. Oeko-Tex 100 hat lediglich Basisanforderungen an die Schadstofffreiheit der Textilien, während Oeko-Tex 100 Plus sozial- und umweltverträgliche Produktion voraussetzt. Bei der Oeko-Tex Made in Green kann man darüber hinaus sogar eines Codes die verschiedenen Produktionsstätten zurückverfolgen.
  • Bluesign: es wird auf nachhaltige Produktion unter Ausschluss von umweltgefährdenden Substanzen geachtet
  • Fairwear: Es geht um faire und sichere Arbeitsbedingungen in 11 Produktionsländern in Asien, Europa und Afrika. Das Label deckt somit die soziale Nachhaltigkeit ab.

Blauer Engel, EU Ecolabel und Fairtrade sind im Textilbereich ebenfalls vertreten, aber bisher noch eher unbedeutend.

Es gibt einiges zu bedenken, so ganz schwer ist es dann aber doch nicht.

Und wenn man sich schick gekleidet im Spiegel betrachtet, ist es doch viel schöner, dabei weder der Umwelt, noch anderen Menschen gegenüber, ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, oder?

Viel Spaß beim Ankleiden!

Herzlichst, dein Martin

 

***Buchtipp:

KLEINE SCHRITTE FÜR DEN GROßEN WANDEL

 

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Leben OHNE Müll zu produzieren – Diese zwei Frauen ziehen es durch

 

 

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