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Väter, wir brauchen euch!

An alle Väter und Männer, die Vater werden:

Väter wir brauchen euch! Bitte tretet an!

Ein Plädoyer für mehr starke Männlichkeit in deiner Rolle als Vater von unserer Autorin, Mutter, Grundschullehrerin und Coach, Katja Artelt.

Wieso ist es wichtig?  Wieso brauchen wir euch?

Liebe Väter, wir brauchen euch. Die Kinder brauchen euch. Die Gesellschaft braucht euch. Die Frauen brauchen euch. Die Mütter brauchen euch. Und die anderen Väter und Männer brauchen euch auch.

vaeter-brauchenWir brauchen die männliche Energie: Das Forschere, das Wildere, das Klarere, das andere…eben etwas anderes als das Weibliche.

Wir brauchen eine andere Meinung, eure Meinung zu Kindern, zu Erziehungsfragen, zu Familienthemen, zu Bildungsthemen.

Auch in der Erziehung brauchen wir euch, als Ying und Yang zum Ausgleich, um Kinder weniger über das Reden zu begleiten, sondern mehr über das Handeln. Diese Einstellung von euch Vätern/Männern: „Lass doch mal! —Das wird schon!“.

Oder auch die Haltung: „Man darf laut sein, streiten, kämpfen. Auch darf man toben, wilder sein. Und man darf sich wehren, seinen Platz erkämpfen, rangeln und raufen.“

vaeter-brauchenDiese männlichere Energie, die wir auch immer wieder gut (zum Beispiel) auf dem Fußballplatz sehen können. Da wird nicht immer diskutiert und ausgehandelt bis ins Letzte, manche Dinge sind dann einfach so und es gilt diese zu akzeptieren.

„Da muss man, da muss ein Kind jetzt auch mal durch. Das muss sich das Kind erarbeiten. Das Kind darf auch Frust haben, Schmerz gehört manchmal im Leben dazu.“

Ich sage das als Frau/als Mutter/als Coach für Lebens- und Erziehungsfragen/als Grundschullehrerin. Seit Jahren nehme ich in meinen Arbeitsfeldern und Lebensbereichen wahr, dass die weibliche, weichere, eher harmonisierende Energie die Oberhand nimmt in den Prägungsjahren der Kinder.

Zwölf Jahre lang sind fast ausschließlich Frauen bei den Kindern: Im Bildungssystem, im Erziehungssystem und auch zu Hause in der Familie. Frauen und  Mütter sind häufig eher vorsichtiger, mögen es gerne leiser und braver, angepasster und harmonischer.

Frauen und Mütter neigen eher dazu viel zu reden, zu erklären, zum Teil auch zu moralisieren. Das ist auch gut, doch es hat eine zu starke Dominanz in meinen Augen. Es findet eine Verweichlichung vieler Kinder statt.

Wir brauchen den Ausgleich, wir brauchen eure stärkere Präsenz von männlicher Energie

Björn Leimbach, Autor und Männercoach, schreibt in seinem neuen Buch „Bevaterung“: „Männliche Erziehung und Bevaterung bedeutet einen ganz anderen und spannenden Umgang mit Kindern: Abenteuer, Spaß, Gefahr und Kreativität stehen dabei im Vordergrund.“ (vgl. Buchrückencover)

Probleme durch die Abwesenheit der Männer/der Väter

Wir haben wirklich Probleme dadurch, dass ihr Väter leider noch häufig nicht so präsent seid: Ob bei Elternabenden, in Elternkursen, bei Erziehungsvorträgen oder  zuhause, ob im Bildungssystem, in Kindergärten als Erzieher, als Lehrer in der Grundschule.

vaeter-brauchen-muetterWir Frauen übernehmen dadurch oft das Ruder, machen die Kindererziehung alleine und unsere weibliche Art prägt die Kinder nahezu vollständig.

Da wir Frauen unter uns sind, meinen wir auch oft das unsere Art die einzige und die richtige Art der Erziehung ist.

Kinder bekommen somit oft nur eine einseitigere Form der Erziehung mit. Männer haben oft  eine andere Wahrnehmung, einen anderen Blick auf Dinge als Frauen. Väter haben häufig  eine andere Wahrnehmung, einen anderen Blick auf die Kinder als Mütter. Und das ist gut so und wichtig.

Wir brauchen die Ergänzung!

Zwölf Jahre lang schauen die meiste Zeit  ausschließlich Frauen auf  unsere Kinder, und prägen diese. Das bringt Probleme mit sich. Wir Frauen finden zum Beispiel wildes Verhalten, tobendes Verhalten, aufbrausendes Verhalten, Grenzen testendes Verhalten eher negativ bis hin zu auffällig.

vaeter-brauchen-kinderWir haben eine Masse an sogenannten verhaltensauffälligen Kindern. Das Verhalten dieser Kinder fällt uns Frauen auf.

Die meisten dieser Kinder sind Jungs. Doch ist es nicht logisch, dass Frauen das Verhalten von Jungs anders finden und vielleicht sogar auffallend? Sind wir uns bewusst, dass wir Mädchen und Frauen unter Jungs/Männern auch als anders, komisch, auffällig gesehen werden?  

Jungs und „jungenhafte“/wildere Mädchen haben in ihren ersten zwölf Prägungsjahren durch die Dominanz der Frauen in der Erziehung häufig das Gefühl, anders und nicht richtig zu sein. Ihr Verhalten eckt an und gibt in Frauensystemen häufig Ärger, Schwierigkeiten und Probleme. Es fehlen die männlichen Sichtweisen. Es fehlen männliche Modelle, sodass Kinder abgucken können bei Vätern, bei Männern,  bei Erziehern, bei (Grundschul-)Lehrern.

vaeter-brauchen-kinderKinder brauchen beide Geschlechter, um sich orientieren zu können: „Ich bin eher so oder eher so im Wesen, im Verhalten, im Denken, im Handeln. Und das ist normal! Ich bin ganz normal!“

Als in meiner Klasse zum Beispiel einige Wochen ein Praktikant  anwesend war und auch einzelne Ideen und Sequenzen in den Unterricht einbrachte, habe ich wieder  einmal sehr hautnah spüren dürfen, wie anders, wie bereichernd und wie wichtig die männliche Herangehensweise für uns alle (Kinder, Kolleginnen, Eltern) ist.

Bitte werdet wach!

So viele Kinder erhalten mittlerweile einen Stempel von „verhaltensauffällig“, bekommen sogar Medikamente. Vielleicht liegt ein Großteil jedoch daran, wer dieses Verhalten auffällig findet?

Weitere Probleme durch die Abwesenheit der Väter ist, dass die Mütter fast vollkommen alleine die Erziehungsarbeit und Verantwortung tragen. Mütter sind dadurch oft überfordert. Die Erziehung und Begleitung von Kindern ist ein harter und anspruchsvoller Job.

Es braucht  mehrere Menschen, die den Erziehungsjob auf ihren Schultern verteilen, so dass es für alle Beteiligten richtig gut, das heißt freudvoll, entspannt und erfolgreich, läuft.

Beide Elternteile, also Vater und Mutter, sollten schauen, welcher Teil des Jobs/der Kindererziehung von wem übernommen wird.

Mit der Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes haben die Eltern einen Auftrag vom Kind: Begleite mich, schütze mich, zeige mir das Leben und lass es mich selber ausprobieren.

Es ist nicht die Frage, ob dieser Job gemacht wird, sondern eigentlich nur wie und welcher Teil von wem übernommen wird.

Für Kinder ist es gut, von zwei Hauptbezugspersonen begleitet zu werden und zum Teil zwei unterschiedliche Meinungen mit zu bekommen. Kinder wählen aus, wägen ab, erleben von Beginn an die Vielfalt von Menschen, Verhalten und Beziehungen im Kleinen, in der Familie, wenn beide Elternteile präsent sind.

Dieser Artikel gibt dir noch mehr neue Klarheit:

Verantwortung in der Familie: Wo übernimmst du zu viel oder zu wenig?

Möglichst sind sich Eltern im Großen und Ganzen in den Haupterziehungswerten einig. Das gibt dem Kind Halt und Sicherheit. Doch auch das Vorleben unterschiedlicher Weltansichten und mit Situationen unterschiedlich umzugehen, ist für Kinder sehr wertvoll.

vaeter-abenteuerJungs können sich viel vom Vater direkt abgucken und  übernehmen und den Vater nutzen für eher männliche Dinge und Themen.

In der Pubertät entsteht häufig durch gemeinsame Interessen und Hobbys eine starke Verbindung zwischen Vater und Sohn, wenn der Vater sich Zeit nimmt und intensive Zeit mit seinem Sohn alleine verbringt.

Die Mutter ist in dieser speziellen Zeit eher uncool und nervig. Das ist sehr normal, denn heranwachsende Söhne, die zu Männern werden, müssen sich von der Mutter lösen, um selbstständige, selbstbewusste und selbstsichere Männer zu werden.

Das ist sehr schwierig, wenn der Vater wenig bis gar nicht präsent  ist. Auch für Mädchen, für Töchter, ist die Anwesenheit von Vätern wichtig, um die Rollenverteilung zu sehen und den Umgang mit dem anderen Geschlecht zu üben.

Ich würde mich freuen, wenn ich dich zum Nachdenken animieren konnte. Denn wie schon Eingangs gesagt: Väter, wir brauchen euch!

Katja Artelt

www.katjaartelt.de

 

Hier geht es zu der Fortsetzung:

 Teil 2: Väter, wir brauchen euch 

Hier mein Youtube Kanal: Videos zu Erziehungsthemen 

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Lust auf andere wache Eltern….

humantrust

Katja Artelt

vaeter-brauchen-artikel-arteltIch bin Katja Artelt, 46 Jahre alt, Mutter von zwei tollen Jungs, Coach für Lebens- und Erziehungsfragen und Grundschullehrerin. 

Mit dem Motto:“ Mit Freude leben und erziehen“  begleite ich seit 15 Jahren Klienten von jung bis alt im Einzelcoaching, als Paare, als Familien, in Seminaren, Elternkursen, Workshops und Fortbildungen. Mich erfüllt es mit großer Freude bei Lebensherausforderungen für das Auffinden von Lösungen unterstützen zu dürfen, sowie beim Übersetzen von Botschaften an die Eltern oder an die Kinder behilflich zu sein. Selbstliebe, Frieden mit seinen Eltern und Zufriedenheit mit den eigenen Kindern sind dabei die Hauptziele meiner Arbeit.

 

 

 

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