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Veränderung hat viele Namen und Gesichter

Was es für dich braucht, damit die Veränderung, die du dir wünschst, auch kommen kann.

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ Georg Christoph Lichtenberg

Wir leben in bewegten und bewegenden Zeiten und Veränderung hat viele Namen:

Optimierung, Wandel, Entwicklung, Entfaltung, Change, Innovation, Disruption, Transformation – um nur einige davon zu nennen.

Ganz gleich, ob der Druck zur Veränderung von außen oder aus uns selbst heraus entsteht:

Veränderung beginnt immer in uns selbst. Durch unsere Art und Weise, wie wir ihren Ruf wahrnehmen und darauf antworten.

Manchmal wissen wir noch gar nicht so genau, worum es wirklich geht und wohin die Reise führt.

Dann können folgende Fragen eine erste Klärung bringen, ob wir vom Selben sprechen, wenn wir sagen „Es muss anders werden“.

Denn Veränderung hat viele Gesichter:

  • Geht es um Verbesserung oder Optimierung von bereits Bestehendem? Oder ist schon alles ausgereizt? Ist in einer wichtigen Beziehung schon alles gesagt? Ist der Arbeitsablauf wirklich schon rund? Wie könnte es einfacher, wirksamer oder freudvoller gehen?

veraenderungIch erlebe immer wieder Menschen, die ihren Job kündigen, weil sie unzufrieden sind. Auf die Frage, ob sie denn vorab mit ihren Vorgesetzten gesprochen hätten, um Veränderungsmöglichkeiten zu eruieren, kommt bisweilen ein erstauntes „Nein“.

  • Geht es um Variation? Zum Beispiel darum, neu zu kombinieren? Anders auf- oder einzuteilen und zu regeln: Aufgaben, Zuständigkeiten, das eigene Dienstleistungsangebot, Lebenszeit?
  • Geht es um eine Erweiterung von Denk- und Handlungsspielräumen? Braucht es neue Sichtweisen und Perspektiven, die bislang noch undenkbar waren? Dürfen andere Meinungen gelten? Eröffnen sich dadurch weitere Möglichkeiten, vergrößern sich die Optionen?
  • Geht es um Lernen und Entwicklung, um neues Wissen und Kompetenzen? Dann ist der Startpunkt von Veränderung ein „Das kann ich noch nicht“. Von dort aus gilt es, sich Erfahrung anzueignen und sowohl Kennen als auch Können zu entwickeln. Zum Beispiel verfeinerte Kommunikations- und Führungsfähigkeiten, Sprachkenntnisse oder agile Methoden.
  • Geht es um eine Korrektur? Zum Beispiel, weil ein Konflikt erfordert, wieder einen Schritt aufeinander zuzugehen. Oder weil praktische Erfahrungen neue Erkenntnisse liefern. Weil sich die Rahmenbedingungen so geändert haben, dass gewohnte Vorgehensweisen nicht mehr zeitgemäß sind. Weil sich Zukunft immer weniger planen lässt.
  • Geht es um Umkehr? Wer A sagt, muss nicht immer B sagen, wenn er merkt, dass B nicht (mehr) stimmt. Wie zum Beispiel bei meinem Coaching-Klienten, einem Geschäftsführer: er ging wieder zurück in die zweite Reihe, nachdem ihm bewusstgeworden war, dass ihm die ursprüngliche operative Tätigkeit viel mehr Freude machte, als das einsame, strategische Arbeiten.
  • Geht es um einen Abschied? Bestimmte Menschen und Situationen sind irgendwann nicht mehr gut für uns und es heißt, dies in Würde anzuerkennen und zu gehen. Manchmal sind wir auch mit unfreiwilligen Abschieden wie einer Umstrukturierung, einer Kündigung, einer Trennung oder einem Todesfall konfrontiert.

Dann bedeutet Veränderung zunächst, die emotionalen Begleiterscheinungen wie Kränkung, Wut und Trauer zu fühlen und die neue Lebensrealität annehmen zu lernen. Erst wenn das Vergangene integriert ist und seinen angemessenen Platz in unserer Lebensgeschichte bekommt, sind wir wirklich frei für ein neues Kapitel.

  • Geht es um gänzlich andere Wege, eine neue Ausrichtung– innerlich oder äußerlich, beruflich oder privat? Geht es um Aufbruch? Umbruch? Darum, den Schritt in etwas Ungewisses zu wagen? Einen Traum zu erfüllen? Werten treu zu bleiben? Einer Notwendigkeit oder einer Sehnsucht zu folgen?
  • Geht es um Verstehen? Solange wir gar nicht wissen, wie uns gerade geschieht und was das alles mit uns zu tun hat, ist es oft unmöglich, die äußeren Weichen auf Veränderung zu stellen. Veränderung ist dann zunächst ein innerer Vorgang im Sinne von mehr Bewusstheit, größerer Klarheit und tieferem Verständnis. Es geht um eine Antwort auf die Frage: Worum geht es gerade wirklich?
  • Geht es um Sinnhaftigkeit? Dann suchen wir eine belastbare Antwort auf die Frage: „Wofür mache ich das alles?“.Kein Mensch verändert sich wirklich gerne.Wir brauchen einen starken Grund, um uns all den Unbequemlichkeiten zu stellen und um daran zu glauben, dass es besser werden kann. Auch wenn die Garantie dafür ausbleiben muss.
  • Geht es um Machbarkeit? Dann ist das Ziel, einen stimmigen, eigenen Weg zu finden und die Schritte intelligent zu wählen. Zum Bespiel dadurch, dass wir einen angemessenen Umgang mit einer schwierigen Situation finden, um uns wieder als selbstbestimmt, handlungsfähig und selbstwirksam erleben zu können.
  • Geht es um die Integration von Gegensätzen und Polaritäten? Fehlt etwas im Leben oder ist etwas zu viel? Was soll hinzugefügt, was künftig weggelassen werden? Geht es um Abwechslung oder Stabilität? Um mehr Nähe oder mehr Distanz? Geht es ums Tun oder ums Geschehen lassen? Darum, eine Hand zu reichen oder um Hilfe zu bitten? Was darf in eine dynamische Balance kommen, damit es nicht dauerhaft zu einseitig betont wird?

Hier gibts noch mehr Inspiration im Compassioner:

Warum innere Führung in dieser rasanten Welt so wichtig ist

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veraenderung-lebenVeränderungsdruck kann aus entgegengesetzten Richtungen kommen: es zieht es uns von etwas weg oder zu etwas hin. Die treibenden Kräfte sind Angst und Sehnsucht – zwei Seiten derselben Medaille.

 

Veränderung heißt für einen Moment lang immer: Das Bisherige greift nicht mehr oder zu kurz und das Neue ist noch nicht in Sicht oder noch zu ungewohnt, als dass wir ihm wirklich trauen.

Diese Phase zwischen Nicht-mehr und Noch-nicht ist wie ein Spagat zwischen altem und neuem Ufer, wie Schritte auf dünnem Eis oder wie eine Wanderung durchs Niemandsland.

Bis irgendwann das Lichtzeichen zu erkennen ist:

„Manchmal im Leben ändert sich etwas

ganz schnell, ganz schnell,

von einem Augenblick zum anderen.

Dein Herz erschrecke nicht.

Unbemerkt hat es sich längst abgelegt,

das Neue.

Mitten im Alten hat es begonnen,

unbemerkt, unbewusst.

Der Schmerz des Alten war nötig,

um das Neue hervorkommen zu lassen.

Das sind die besonderen

Lichtzeichen im Leben,

die selten sind und kostbar. (…)“

Aus: Altes hebräisches Ritualbuch, Kapitel 2, Text 13

 

Kleine Achtsamkeitsfrage für dich:

  • Wie fühlt sich deine Veränderungsdynamik gerade an? Wonach ruft sie?
  • Ist es Angst oder Sehnsucht, die dich deutlicher leitet?

Herzlich,

Katja Lutz-Deklerk

Coaching und Training für achtsame (Selbst-)Führung

Kontakt:katja@lutz-deklerk.de

Hier findest du alle Artikel von Katja:

https://compassioner.com/author/katjalutzdeklerk/

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