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Vertiefe die Beziehung zu deinem Tier – mit diesem Wissen kannst du es glücklich machen

So kannst du die Gefühle von Tieren besser kennenlernen.

Die Forschung bestätigt, was Tierliebhaber schon längst wissen: Tiere haben auch Gefühle! Unsere Haustiere haben in dieser Hinsicht sogar eine Menge mit uns gemeinsam, denn der Grundaufbau eines menschlichen Gehirns ist dem der anderen Säugetiere ziemlich ähnlich. Das Großhirn als Zentrale für bewusstes Denken und Planen hat sich beim Menschen weiterentwickelt und sozusagen ein „Update“ erhalten, doch der Teil des Hirns, in dem u.a. die Emotionen entstehen, ist bei Hund und Herrchen im Prinzip gleich.

Im sogenannten limbischen System werden äußere Sinneseindrücke ausgewertet und mit emotionalen Markern versehen. Die dabei ausgeschütteten Hormone versetzen uns in einen bestimmten Zustand, der uns und unserer Umwelt signalisiert: „Das gefällt mir gut“ oder „Das finde ich blöd, davor habe ich Angst, das bereitet mir Stress“.

Somit steuern die im limbischen System produzierten Emotionen unser Verhalten. Wollen wir uns nicht alle gut fühlen und mehr von dem haben, was uns Spaß bereitet? Nicht anders ist es bei deinem tierischen Begleiter.

Einem Haustier kann es immer nur so gut gehen wie seinem Halter – und umgekehrt. Wenn du also eine noch engere Beziehung zu deinem Vierbeiner führen möchtest, dann mach dir auch sein Gehirn zum besten Freund! Denn wenn du verstehst, was er braucht, um sich gut zu fühlen, wird sein Hirn dich automatisch als „positiv“ bewerten und ihr habt gemeinsam noch mehr Spaß.

Die 3 Grundbedürfnisse:

Drei wichtige Bedürfnisse müssen erfüllt sein, damit das Hirn deines Tiers signalisiert: Ich fühle mich wohl. Dazu braucht es Sicherheit, Stimulanz und Dominanz. Hier ein paar Beispiele, was du dafür tun kannst:

Sicherheit

Hund duscht Kleinkind mit Gießkanne in Garten mit grüner Wiese

Gerade Hunden ist die Bindung zu ihrem Menschen extrem wichtig. Forschungsreihen haben ergeben, dass Hunde bei längerem Blickkontakt mit Herrchen oder Frauchen sowie bei intensivem Streicheln das Kuschelhormon Oxytocin ausschütten, welches sich z.B. auch im zwischenmenschlichen Kontakt bei verliebten Menschen zeigt. Allein der Duft ihres menschlichen Begleiters erweckt in Hunden bereits Gefühle des Wohlbefindens – und zwar noch stärkere, als wenn ihre Nase einen bekannten Artgenossen wittert!

Hast du es schon einmal erlebt, dass dein Hund den Blickkontakt zu dir sucht, wenn er unsicher ist? Er wünscht sich dann Sicherheit und eine klare Führung von deiner Seite. Unsere Haustiere orientieren sich gerne an uns und ordnen sich uns unter, wenn wir dabei ruhig und souverän bleiben.

Um deinem Tier Sicherheit zu vermitteln und die Bindung zu stärken, widme ihm also mindestens 10 Minuten am Tag deine volle Aufmerksamkeit (ohne Handy, Gespräche, Fernseher oder Buch nebenbei!) und streichle es, wenn es das möchte!

Stimulanz

Immer nur kuscheln ist aber auch langweilig. Das Tiergehirn braucht Abwechslung und will Neues dazulernen! Dabei ist es wichtig, eine gesunde KatzenbabyBalance aus Fordern und Entspannung herzustellen. Sowohl Langeweile als auch Überforderung können zu Stress und schließlich zu Aggression oder Resignation führen. Vielleicht hast du schon einmal ein Pferd gesehen, welches apathisch in der Box steht oder sogar mit dem Kopf „webt“, weil es dauerhaft viel zu wenig oder zu einseitig bewegt wurde.

Haustiere freuen sich über kleine Aufgaben oder Rätsel, z.B. wenn sie Leckerlis finden sollen oder es um Geschicklichkeit geht. Jedes Tier hat natürlich andere Vorlieben, aber diese lassen sich mit der Zeit herausfinden. Bei gemeinsamen Aktivitäten ist es wichtig, dass sie euch beiden Spaß bereiten. Wenn du keine Lust hast, merkt das dein Tier sofort und ist schnell ebenfalls nicht mehr bei der Sache.

Geh es spielerisch an und probiere etwas Neues mit deinem Tier aus! Wie wäre es mit einem gemeinsamen neuen Hobby wie Clickern oder Mantrailing? Informiere dich hierzu z.B. in einer Hundeschule. Im Internet gibt es außerdem zahlreiche Anregungen für Intelligenzspiele und –spielzeuge für jedes Tier.

Dominanz

Cat looking into the mirror and seeing a reflection of a lion.Hat nichts mit der aus den alten Hundeschulen bekannten Dominanz zu tun und auch nicht mit der Idee Tiere  unbedingt dominieren zu wollen. Hier geht es um viel feinere Signale. Wir alle möchten Einfluss auf unsere Umgebung haben. Bei Tieren äußert sich das gern mal durch das Bewachen oder Markieren „ihrer“ Zweibeiner oder ihres Reviers. Katzen wetzen ihre Krallen nicht einfach, um scharfe Krallen zu haben, sondern auch als Ausdruck von Dominanz. Ihr „Spiel“ mit einer gefangenen Maus hat oft nur sekundär etwas mit Hunger zu tun, sondern vielmehr mit dem Reiz des Laufenlassens und anschließend wieder Einfangens – so brutal das für uns Menschen manchmal auch wirkt.

Hat dein Tier ein klares Revier? Das kann auch ein eigener Liegeplatz oder ganz einfach der Platz an deiner Seite sein. Lass es an deinem Leben teilhaben, so weit dies im Alltag möglich ist. Tiere wollen gerne mitbekommen, was so vor sich geht, z.B. indem sie den Besuch begrüßen dürfen oder einen guten Ausguck haben. Da kann manchmal bereits ein guter Platz am Fenster oder ein schöner Offenstall ausreichen.

Signatur_Seelenfreunde_mit ClaimNatürlich gibt es noch zahlreiche andere Verhaltensweisen, wie Tiere diese Grundbedürfnisse ausleben können. Beobachte deinen Begleiter doch einmal genauer. Was denkst du, braucht er gerade vorrangig? Bei Zweifeln kann dir ein Experte sicherlich weiterhelfen.

Ich wünsche euch eine intensive Zeit zusammen!

Sonja 

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Wie machst du dein Tier glücklich? Wir freuen uns über einen Kommentar.

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