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Vitalzentrum

Das Vitalzentrum deines Körpers ist nicht dein Kopf

Warum Menschen viel zu oft aus dem Kopf heraus leben und warum es sich lohnt den Fokus auf das körperliche Vitalzentrum zu legen.

Es hat sich einfach eingebürgert in unserer westlichen Gesellschaft: Das System unserer Schulen, unsere Universitäten, unsere Jobs. Alles ist darauf ausgelegt, möglichst viel zu sitzen und 95 Prozent des Tages unseren denkenden Geist anzustrengen. Das hat uns weit gebracht.

Wir haben beispielsweise florierende Industrien und ein elaboriertes Staatssystem. Allerdings ist der Preis dafür ziemlich hoch. Immer mehr Menschen werden unglücklich. Ihnen fehlt das Feuer, die Lebensfreude, das Strahlen in den Augen. Sie fühlen sich teilweise wie ausgestöpselt und abgekapselt von der unbändigen Energie, die uns allen als Kind noch zu eigen war.

Dieses “Problem” wird man allerdings nicht durch noch mehr Denkarbeit lösen können. Der Mensch ist eben mehr als nur sein Kopf. Neben dem Geist haben wir noch einen Körper, ein Wunderwerk der Natur, ein Kraftwerk mit Millionen Mitochondrien, die nur darauf warten, dass wir ihnen Signale geben, Energie zu produzieren.

Gerade für Leute, die man gemeinhin als klassische “Kopfmenschen” bezeichnen kann, lohnt es sich ungemein, mal so richtig in die Power zu gehen.

Aus dem Hara heraus

Wie bei vielen heilsamen Ideen, die wir im Westen heutzutage adaptieren, war auch hier der Osten vor hunderten und tausenden Jahren schon einen Schritt weiter:

VitalzentrumIn den japanischen Traditionen zum Beispiel ist das Energiezentrum des Körpers nicht der Kopf, sondern das sogenannte “Hara”. Verortet zwischen Brust- und Schambeim geht es beim Shiatsu oder bei den asiatischen Kampfkünsten darum, den Körper nicht über den Kopf, sondern aus dem Hara heraus zu steuern.

Einladung: Stell dir doch einfach mal für fünf Minuten vor, dass dein Hara dich steuert. Lenke dein Bewusstsein auf deinen Bauchnabel. Du wirst auf einmal ganz andere Dinge tun, weil die Intelligenz deines Körpers sehr genau weiß, was gut für dich ist.

Beispiele, um das Vitalzentrum zu aktivieren

Es gibt noch andere verschiedene Möglichkeiten, deine Vitalenergie zu entfesseln:

  • Boxen

Der Klassiker. Ob im Boxverein mit einem professionellen Sparingspartner oder gegen einen Sandsack im Fitnessstudio: Boxen ist die ursprünglichste, die klarste Form der rohen Kraft, die in jedem von uns Menschen steckt (sowohl in Männern, als aber auch in Frauen). Es kann total heilsam sein, durch das Boxen deine Kraft zu entfesseln

  • Bioenergetik

Eine hochspannende Körpertherapie, die von Alexander Lowen, einem Schüler des Psychoanalytikers Wilhelm Reich, Mitte des 20. Jahrhunderts begründet wurde. In der Theorie geht Bioenergetik davon aus, dass in unserem Körper schon aus ganz frühen Tagen eine Menge Emotionen gespeichert sind. In geschützen Räumen unter Anleitung geht es nun darum, über die körperliche Ebene durch tiefes Atmen und starke Überstreckungen und Dehnungen die Blockaden zu lösen, um auch den Fluss der Emotionen und der Energie wieder zu befreien. Ich persönlich kenne für mich keine Übung, die mir besser tut als diese. Google einfach mal “Bioenergetik” und deinen Ort (oder die Stadt in deiner Nähe) und du wirst gewiss etwas finden.

  • Kundalini-Meditationen

In der tantrischen Lehre wird als Kundalini-Energie eine am unteren Ende der Wirbelsäule ruhende Kraft bezeichnet. Diese Kraft wohnt jedem Menschen inne. Sie wird im allgemeinen als Schlange dargestellt, die sich durch Atmen, Bewusstseinsübungen, Dehnungen, Yoga oder Tanzen ganz automatisch von unten nach oben aufrollt und deinen ganzen Körper und dein ganzes Wesen mit purer, wilder Lebensenergie füllen kann.

Zum Beispiel von OSHO gibt es Meditationen, durch die du sogar zu Hause in diese Energie kommen kannst.

  • Wutseminare

In meinen Augen macht es total Sinn, sich unter professioneller Anleitung mal mit dem Thema “Wut” auseinanderzusetzen. Weil wir in unserer Erziehung sehr oft gerade wenn wir wütend waren von unseren Eltern “gedeckelt” wurden. Deswegen haben etliche Menschen heutzutage ein echt ungesundes Verhältnis zu ihrer Wut.

Es gibt viele Leute, die so eine passive, latente Aggressivität haben, die zwar da ist, aber nicht wirklich freigelassen wird. Da liegt viel angestaut und blockiert einfach unser freies, natürliches Fließen. In Wutseminaren kann man lernen, die eigene Wut zu befreien und in geregelte Bahnen zu kanalisieren.

  • In den Wald gehen und mal alles so richtig rausschreien

Es geht aber auch ohne professionelle Anleitung. Wenn du Lust hast, geh doch einfach mal dahin, wo dich niemand hören und sehen kann. Okay, du kannst es natürlich auch im Supermarkt ausprobieren, aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen… 😉 Also vielleicht lieber in den Wald oder auf ein Feld in der deiner Nähe. Und dann mal so richtig alles rauslassen. Tief in deinen Bauch und in deine Hüfte atmen und einfach mal alles rauslassen, was raus will. Ohne Zensur. Du wirst merken, wie vital und gereinigt du dich danach fühlst…

Harmonie zwischen allen Teilen

Und noch eine Bemerkung zum Schluss, damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Kopf beziehungsweise der menschliche Geist ist eine geniale Erfindung des Lebens. Denn er ist schöpferisches Werkzeug und gibt unserer Energie eine Richtung. Er kann mit glühenden Visionen und spannenden Ideen ebenfalls eine Menge Kraft freisetzen. Deswegen ist es essentiell niemals nur einen Bereich deines Körpers oder gar deines Lebens isoliert zu betrachten.

Gleichzeitig ist es immer wichtig, einen guten Kanal für deine unbändige Lebensenergie zu finden. Wenn ein Mensch es schafft, etwas zu finden, wofür er wirklich brennt, womit er etwas richtig Gutes in die Welt tragen kann, und dann einen Zugang zu jener beschriebenen Power findet, die alle Zweifel, alle Neurosen und alle Widerstände wegbrennt, dann können große Dinge entstehen.

Go for it!

Hauke

 

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