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Festanstellung vs Selbstständigkeit: Der Umgang mit Freiheit will gelernt sein

Es ist ein mutiger Schritt, eine langjährige Festanstellung gegen den Traum der Selbständigkeit einzutauschen.

„Sicherheit gegen Freiheit – so fühlte es sich für mich vor drei Jahren an, als ich mich aus über 15 Jahren Festanstellung verabschiedet und in die Selbständigkeit gewagt habe. Es war damals nicht nur ein Wechsel der äußeren Form des Arbeitens, sondern auch inhaltlich ein Neuanfang.

Begonnen hat dieser Weg wie bei so vielen anderen auch: Mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit und einer immer länger werdenden Liste von „Ich will nicht mehr…müssen“.

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, 

dass er tun kann, was er will, 

sondern, dass er nicht tun muss, 

was er nicht will.“

Jean-Jacques Rousseau (französisch-schweizerischer Schriftsteller und Philosoph.

Zunächst konnte ich viel klarer benennen, was ich nicht mehr wollte, als das, was ich mir stattdessen wünschte.

Manchmal ist diese „Weg-von-Energie“ bereits die Initialzündung für Veränderung. 

In jüngeren Jahren war das bei mir auch so. Mitte 40 reichte das „Weg von“ bei mir aber nicht mehr aus. Ich hatte in meinem Beruf viel erreicht. „Das gibt man doch nicht einfach so auf“, spiegelte mir mein Umfeld meine Zweifel. Was mir also noch fehlte, war die Idee einer tragfähigen Alternative, um in die Selbstständigkeit zu starten.

Sie zu finden dauerte mehrere Jahre, in denen ich mich intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt und diverse Ausbildungen besucht habe. Jahre, in denen ich meine festangestellte Tätigkeit in der Arbeitszeit reduziert und das Neue in Form einer Nebentätigkeit ausprobiert habe.

Endgültig gehen konnte ich erst, als klar war, wofür es sich lohnte meine sichere Anstellung aufzugeben. Als ich einen deutlichen „Hin-zu-Sog“ spürte, als die Sehnsucht und Zuversicht stärker geworden waren als die Angst und der Zweifel. 

Den Schritt habe ich bis heute nie bereut. Auch wenn sich die „Angestellten-Gewohnheiten“ gar nicht immer so leicht ablegen lassen und ihre Wirkungsweise bisweilen sehr subtil fortbesteht.

Und gerade diese Erfahrung hilft mir sehr, Führungsmenschen in Coachings dabei zu begleiten, ihre Lust auf Verantwortung zu gestalten, klare, stimmige Entscheidungen zu treffen und Übergangsphasen souverän zu meistern.

Was ich am meisten liebe an der äußeren Form der Selbständigkeit?


festanstellung-Expertin-achtsamkeitDas sind tatsächlich vor allem die kleinen Freiheits-Pralinen: A
n einem Montag Morgen bei Sonnenschein erst einmal im Wald spazieren zu gehen, während früher meine Woche im üblichen Berufsverkehrschaos begann. „Wetterabhängiges Arbeiten“ nennt es eine Freundin von mir augenzwinkernd.

Auch wenn ich wie die meisten Selbständigen insgesamt eher noch mehr arbeite als zuvor, ist doch der Rahmen viel flexibler geworden, und diese Zeitsouveränität genieße ich sehr.

Was ich am meisten vermisse an der Festanstellung?

Erstaunlicherweise ist es weniger die Sicherheit des monatlichen Einkommens oder die Gewissheit, auch im Krankheitsfall versorgt zu sein – also gerade nicht diejenigen Gründe, die mich lange zögern liessen, zu kündigen.

festanstellung selbsstaendigkeitWas ich viel mehr vermisse ist das Gefühl der Zugehörigkeit und die Verbundenheit mit einem größeren Ganzen, einem Team. Und die Freude daran, im Miteinander etwas zu erreichen, was alleine so nicht möglich wäre.

Bei aller Liebe zur Unabhängigkeit: manchmal ist es als Selbständige ein bisschen einsam, und es tut mir gut, mich mit anderen zusammen zu finden, denen es ähnlich geht und mit denen mich gemeinsame Werte und Projekte verbinden.

Was mich in dem Selbständig-Sein am meisten fordert?

Der Umgang mit meiner Freiheit, der gelernt sein will. 😉

Freiheit – im Sinne von Selbstverantwortung – heißt nämlich auch:

  • auf manche Optionen und Möglichkeiten bewusst zu verzichten, um mich nicht zu verzetteln
  • aktiv zu gestalten anstatt nur auf das zu reagieren, was sich von selbst ergibt
  • mir immer wieder klar zu machen, wohin die Reise gehen soll und eine stimmige Vision zu entwickeln, die mich durch Durststrecken trägt
  • mich ernst zu nehmen, indem ich mir selbst Ziele und Termine setze und dafür sorge, sie auch verbindlich einzuhalten – selbst dann, wenn niemand außer mir merken würde, dass ich kneife
  • mich zu ermuntern, aus Fehlern und Rückschlägen zu lernen und mich sanft weiter zu entwickeln – möglichst auf eine wohlwollende Weise, ohne den Humor oder die Freude zu verlieren
  • eine maß- und freudvolle Struktur und Disziplin zu finden, die mir Halt und Orientierung gibt. So dass nicht zu viel Energie verpufft in Verhandlungen mit dem „inneren Schweinehund“ und seinem „Lustprinzip“
  • zu tun was mich und meine Arbeit stärkt, zu lassen was mich schwächt und die Weisheit zu entwickeln, das eine vom anderen immer besser zu unterscheiden

Denn eines nehmen wir überallhin mit – ob als Angestellte oder Selbständige: uns selbst

Viele der persönlichen Herausforderungen im Angestelltendasein klopfen auch bei Selbständigen wieder an der Tür – in bekanntem Gewand oder in neuer Verkleidung. 

  • Wer vorher gegenüber Kollegen oder dem Chef schlecht „Nein sagen“ konnte, wird nun vielleicht dazu neigen, Kundenbedürfnisse über die eigenen zu stellen
  • festanstellung-angestelltWer ungern wichtige Entscheidungen trifft und deshalb Stress mit Verantwortung und ihren Konsequenzen hatte, wird manches hinauszögern, vor allem wenn niemand da ist, mit dem er oder sie sich austauschen kann
  • Wer wenig Geduld mit Details und Administrativem hat, stöhnt bei Ablage und Buchhaltung – zumindest bis diese Aufgaben erfolgreich delegiert werden können
  • Wer wenig wirtschaftlich motiviert ist oder am eigenen Wert zweifelt, kann bei Preisverhandlungen ins Schwitzen kommen
  • Wer primär auf Selbstverwirklichung aus ist und gerne sein eigenes Ding macht, agiert womöglich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden vorbei
  • Wer eher zurückhaltend ist und seine Ruhe liebt, scheut sich womöglich, Marketing in eigener Sache zu betreiben und bleibt in Gesprächen eher still, als sich mit dem persönlichen Anliegen zu zeigen
  • Und wer die Tendenz hat, sich maßlos zu überfordern, weil immer noch irgendetwas zu tun wäre, für den bietet die Selbständigkeit ein grenzenloses Feld, dies weiter zu intensivieren

Bedeutet das, man sollte sich unter diesen Gegebenheiten nicht in die Selbstständigkeit trauen?  Nein. Es heißt zunächst vor allem, dass es wichtig ist, bewusst damit umzugehen, weil niemand mehr da ist, der diese Steuerung für uns übernimmt.

In meinen Augen werden wir umso freier, je besser wir uns kennen und selbst führen können.

Sicherheit oder Freiheit? 

Heute würde ich eher sagen, es geht um Lebendigkeit und Erfüllt-Sein. Die äußere Form ist dabei zunächst einmal nebensächlich.

Viel wesentlicher ist eine innere Haltung, die geprägt ist

  • von der Freude am und der Liebe zum eigenen Tun
  • von der Bereitschaft zur Selbstreflexion und zum Lernen aus Feedback und Fehlern
  • von Lust auf Verantwortung und der Fähigkeit, sie stimmig zu gestalten
  • von der Flexibilität, den Weg (das WAS und das WIE) wenn nötig zu verändern, ohne dabei die Vision (das WOFÜR) aus den Augen zu verlieren

Mit dieser inneren Haltung kann ein aufrechter Stand mitten im Leben gelingen: an-gestellt genauso wie selbst-ständig. 

Herzliche Grüße,

Katja Lutz-Deklerk

katja@lutz-deklerk.de

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Hier findest du alle Artikel von Katja

  • Was genau bedeutet Freiheit für dich? 
  • Und was Sicherheit?
  • Was brauchst du, um dein berufliches Wirken als erfüllend zu erleben?

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