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Von Rollen und unseren wahrhaftigen Ressourcen

Was ich von Hunden lernte.

Es gibt Archetypen, die z.B. in der Numerologie, in Enneagrammen und vielen anderen Modellen, die eine Struktur menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster abbilden. Durch diese Inspiration können wir eigene Gaben (also Begabungen) wieder entdecken, Schatten in uns aufspüren und Dynamiken zwischen uns und anderen verstehen lernen. Ein Modell muss die Wirklichkeit auf eine verständliche, wiedererkennbare Schnittmenge eingrenzen und kann deshalb niemals ganz dem Leben in seiner Vielfalt entsprechen. Es kann jedoch auf etwas Wahrhaftiges hinweisen.

Seit ich lebe, treibt mich an, verstehen zu wollen, wer wir sind und was wir für Aufgaben als Menschen haben. Ich hätte nicht gedacht, meine wichtigsten Antworten ausgerechnet über ein Modell zu finden, das die Archetypen von Hunden abbildet und seit 2012 in dem Modell der Rudelstellung vorgestellt wird. Für Hunde gab es bis dahin nur die Typisierung durch ihre jeweilige Rasse und das Geschlecht.

Im Modell der Rudelstellung gibt es sieben Hundetypen unabhängig von jeder Rasse und vom Geschlecht. Innerhalb meines Berufes als Heilerin für Hunde und Menschen begann ich dieses Modell intensiv zu studieren. Fast schockartig begriff ich, dass wir Menschen uns noch nie Gedanken darüber gemacht hatten, dass ein Leithund einen anderen Umgang wünschen könnte, als ein Hund, der kein Leithund ist:
Rollen-RudelObwohl wir alle wissen, dass es Leithunde gibt, haben wir uns im Umgang mit Hunden noch nie gefragt, ob ein hündischer Entscheidungsträger Freude daran hat, ständig Kommandos auszuführen oder wie ein Nichtleithund es verkraftet, täglich Entscheidungen treffen zu sollen, die ein Mensch ihm aufbürdet.
Die Einsicht, dass auch ich unbewusst meine Fähigkeit zur Kommunikation mit Hunden dafür eingesetzt hatte, Hunde zu einem Verhalten zu bringen, welches nur ihren Haltern, nicht aber ihren eigenen hündischen Ressourcen entsprach, befreite mich sehr machtvoll von vielen Anteilen meines Egos und öffnete mir den Weg zur Bewusstwerdung.

In der Rudelstellung werden Hunde in folgende Typen eingeteilt: VLH (vorderer Leithund), V2 (vorderer zweiter Hund), V3 (vorderer dritter Hund), MBH (Mittlerer Bindehund), N2 (nachhängender zweiter Hund), N3 (nachhängender dritter Hund) und NLH (nachhängender Leithund).
Mir fiel zuerst die Leblosigkeit und Unverständlichkeit dieser Bezeichnungen auf, die keinem instinktiven Begreifen dienen. Meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt, dass echte Wahrheiten stets vollkommen einfach sind und von Menschen sofort wiedererkannt werden, weil alle Menschen im Grunde diese Wahrheiten selbst in sich tragen. Sobald die Begriffe und Zusammenhänge jedoch erst mühevoll angelernt werden müssen (wie übrigens fast alle „Fachbegriffe“ im Bereich der Hundeerziehung) ist fast immer auch die Erfindungsgabe des Egos im Spiel. Das Ego will andere nicht zum Verstehen ermächtigen, es möchte herrschen und beeindrucken.

Die Wahrheit, die ich dennoch hinter diesem Modell spürte, beinhaltet, dass jedes Wesen individuelle Aspekte besitzt, die wertvoll sind, weil sie sein wahres Selbst abbilden und seine ureigene Lebensaufgabe erkennen lassen.

Da die Rudelstellung jedoch mit den herausgefundenen Eigenschaften nicht als Ressource umgeht, sondern ihnen Rollen überstülpt, kann diese Wahrheit durch sie nicht wirken. Im Modell der Rudelstellung wird Hunden ein festes Rollenverhalten zugeschrieben, wenn sie die und die Eigenschaften haben. Haben sie zwar die Eigenschaften (Ressourcen) zeigen das Rollenverhalten jedoch nicht in genau der Form, die dem Modell entspricht, werden sie als stellungsschwach eingestuft.

Das führte mich zu einem Wegweiser, der auf uns Menschen weist

rollen-kinderSowohl kleine Kinder, wie auch Hunde besitzen noch ganz natürliche Gaben. Passen diese jedoch nicht zu den Rollen, die wir von den Kindern (wie auch uns) verlangen, werden die Kinder durch Tadel oder Bestrafung abgewertet, oder wir manipulieren sie durch absichtsvolles Lob. Das wertschätzt jedoch nicht das Kind an sich, sondern beabsichtigt, dass Kind zu etwas zu bringen, was man von ihm will. So wird als mangelhaft behandelt, was noch vollkommen ist.
Ein Kind spürt nicht nur diese Abwertung, sondern überträgt sie auch in die Haltung sich selbst gegenüber. Aus wunderbaren Schätzen werden Schatten.

Bei einer Studie zum Thema Ressourcen, die ich 2014 begann, fand ich an hunderten Haushunden heraus, dass es zwei wesentliche Ressourcen gibt, die wir uns mit den Hunden teilen und die keiner Rolle angehören, sondern dem Selbst eines Wesens. Das ist zum einen das Temperament und zum anderen die Befähigung zur Selbstständigkeit.

Alle Menschen wissen, dass sich ihr Temperament im Laufe des Lebens nicht ändert. Es passt sich nur altersbedingt an. Ein extrovertierter älterer Mensch (oder Hund) ist nun zwar ruhiger als in der Jugend, unterscheidet sich aber innerhalb seiner Altersklasse dennoch durch sein Temperament. Und obwohl etliche Menschen in Führungspositionen einen Job bekommen haben, weil sie Rollen gut erfüllen können, fällt dennoch auf, wie überfordert viele von ihnen sind, wenn in ihrem Wesen gar keine echte Führernatur vorhanden ist und nur ihr Ego diese Anerkennung sucht. Das Aufzeigen, wie sehr uns Rollen aus dem inneren Gleichgewicht bringen und die Integration der in uns abgewerteten Schatten, zu denen unsere ursprünglichen Schätze häufig verkommen sind, ist zu einem Hauptziel meiner Seminararbeit geworden.

Rollen-kinder-hundeGerade Hunde und sehr kleine Kinder können Gegebenheiten und die Menschen, mit denen sie leben, einfach annehmen, weil sie im Hier und Jetzt leben. Während unser Ego sich von den Geschichten über die Vergangenheit und die Zukunft nährt, sind dies „Orte“, an die Hunde und Babys nicht hinkommen, weil sie (noch) kein Ego haben. Sie stärken uns Menschen in höchstem Maße, weil sie Begegnungen dort initiieren, wo nur unser Selbst sein kann: im Hier und Jetzt.

Nach meinem eigenen Erwachen, erlebte ich, wie immer mehr Menschen zu einem Bewusstsein fanden, das auf Kontrolle, Zwänge, Gewalt und Belohnungsdressur gegenüber Hunden zu verzichteten bereit war. Sie machten dadurch den Weg frei für ihre eigene Entwicklung, die genauso nach Befreiung verlangte, wie der Umgang mit Hunden (und natürlich auch allen anderen Tieren).

Unser Ego greift immer genau die Wesen an, die uns helfen wollen, es zu überwinden

Es versucht Menschen glaubhaft zu machen, dass Hunde in Hundeschulen gehören, um sich dort einem Dessurwahn unterzuordnen, den wir selbst alle auf die eine oder andere Weise in der Schule durchlaufen haben. Unser Ego greift sogar auf den Husarenstreich zurück, Hunde- wie Menschenverhaltenstherapie (also die Formung eines neuen Verhaltens) als Befreiungsmittel für Symptome wie Überreizung, unangemessene Aggression, Panikattacken, Ängste, Zwangsverhalten usw. zu verkaufen, obwohl diese Symptome vorwiegend erst durch die Einwirkung des menschlichen Egos entstanden sind. Die erneute Verformung durch eine Verhaltenstherapie verhindert die Rückkehr zu innerer Zentriertheit – weil sie durch ihre Fremdvorgabe stets wegführt von den echten Ressourcen, die ein Wesen besitzt.

Ein Kind benimmt sich bis zu einem bestimmten Alter allen Menschen gegenüber einfach instinktiv und in keiner Weise höflich. Es starrt sein Gegenüber an, wenn es forscht, es lächelt, wenn es Freude und Zuneigung empfindet, es verweigert sich dem Kontakt, wenn es Angst hat. Eine der ersten

rollen-kinder-schuheRollen ist die Höflichkeit, die Erwachsene Kindern beibringen. Dann folgen alle weiteren Rollen und wenn wir erwachsen sind, spielen wir täglich Kunde, Verkäufer, Patient, Arzt, Mieter, Vermieter, Nachbar, Mutter, Vater, Kind, Schüler, Lehrer usw. und wundern uns, warum wir in all diesen Rollen so unterschiedlich agieren und wirken.

Es gibt nichts, was man einem Wesen hinzufügen müsste, weil wir alle haben, was wir zum Leben brauchen

Wenn wir Kinder und Tiere in Rollen zwingen, damit sie uns nicht mehr verunsichern, kontrollierbar werden und unseren eigenen Rollenspielen ähnlich, werden wir nur die leblosen Gaben einer Rolle von ihnen erhalten.

Wenn wir endlich lernen, Kinder und Tiere zu beschützen, indem wir ihnen helfen, ihre Ressourcen in diese Welt einzubringen, können auch wir Heilung durch die Kraft dieser Ressourcen erfahren und zu den unseren zurück finden.

Expertin-das-egoHerzlich,

Maja Nowak

Wenn du mehr für dich darüber lernen willst, dann bin ich gern an deiner Seite.

www.maike-maja-nowak.de

 

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