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Wahrhaftige Kommunikation

Wahrhaftige Kommunikation – Bist du ehrlich zu dir selbst?

Kümmerst du dich um wahrhaftige Kommunikation mit dir selber?

Sich ehrlich selbst zu betrachten ist keine leichte Nummer. Und doch ist Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ein wunderbarer Weg in ein reifes, erfülltes Leben. Gleichzeitig ist sie das Fundament, der Schlüssel tiefer, wahrhaftiger Beziehungen.

Es sind oft leise Momente, in denen wir etwas aus unserer Tiefe wahrnehmen – eine alte Traurigkeit, eine Sehnsucht, die uns zuflüstert. Momente, in denen wir klar sehen, wie es uns wirklich geht. Wenn wir lernen, einen Augenblick länger als gewohnt in uns hineinzuspüren, bemerken wir, dass unter den gewohnten Alltagsempfindungen noch andere Gefühle verborgen liegen.

Die Schatten ans Licht holen

Insbesondere auch im Kontakt zu unseren Mitmenschen können wir vieles über uns lernen, wenn wir uns trauen, genauer hinzuschauen: Im Antlitz des anderen sehen wir uns selbst und erkennen nicht selten Seiten an uns, die wir ablehnen und gerne verstecken. Wir alle sind oft betriebsblind, was das eigene Dunkle, Schattenseiten in uns angeht. Überheblichkeit, Egoismus, Grenzüberschreitungen werden überdeutlich beim Gegenüber wahrgenommen und oft „im Außen geparkt„ – dort wo sie schlicht nichts zu suchen haben. Wenn es mir beispielsweise ein solch großes Anliegen ist, dass andere meine Grenzen wahren, darf ich mich fragen: Wann und wo überschreite ich Grenzen – die eigenen oder die meines Gegenübers?

Wenn du meinst, in deiner eigenen Entwicklung weiter zu sein als der andere, kannst du dich fragen: „Was genau weiß ich denn über die Entwicklung des anderen? Wie komme ich darauf, mir anmaßen zu können, zu wissen, vor welcher Aufgabe dessen Seele gerade steht?“ Oft ist es so: Wir glauben einen uns nahstehenden Menschen zu kennen, wo wir uns doch in uns selbst nur sehr unzulänglich auskennen. Wir glauben zu wissen, was der andere tun müsse, was ihm gut täte, was richtig für ihn sei. Zum Glück stolpern wir oft an diesen Stellen über uns selbst, zum Glück bringt uns das Leben immer wieder dazu, uns einer Frage, einem Thema neu zu widmen, uns selbst zu hinterfragen, demütig zu werden.

Selbsterkenntnis ist nicht immer angenehm

Dort wo’s anfängt weh zu tun, wo sich Widerstand zeigt, wir unserer eigenen Verletzlichkeit begegnen, wird’s spannend und aufschlussreich. Und dort birgt sich gleichzeitig viel Potential. „Wo Licht, da Schatten.“ Und umgekehrt. Selbsterkenntnis kann wehtun. Momente  in denen wir erkennen, dass unsere Sicht der Dinge eben auch nur unsere Sicht der Dinge ist. Nicht mehr und nicht weniger. Ein kleiner Ausschnitt des Ganzen. Es kann unangenehm sein zu erkennen, dass wir einen geliebten anderen Menschen auch nur mit unserer eingeschränkten Wahrnehmung – unseren eigenen Filtern und Erfahrungen – sehen.

wahrhaftige KommunikationNicht „besser“ sein zu wollen, als du wirklich bist, weder dich noch den anderen anders haben zu wollen – diese Lernprozesse können heilsam sein. Sich selbst nicht mehr davon überzeugen zu müssen, im Recht zu sein – all dies sind heilige Momente, in denen sich die Schönheit der ungeschminkten Wahrheit offenbart. Genauso heilend kann es sein, laut zu denken, auch unrühmliche Gedanken, die uns nicht glanzvoll dastehen lassen, zuzulassen und gegebenenfalls auszusprechen. Die Scham zu umarmen, die wir im Anschluss fühlen. In diesem Bewusst-Werden und Sich-selbst-die-Erlaubnis-Geben, auch „hässliche“ Gedanken zu denken und zu äußern kann ich mich darin üben, eine wohlwollende, großherzige Haltung mir und anderen gegenüber zu kultivieren. Und mich daran erinnern: Der andere bin auch ich.

In dem ankommen, was ist

Auch ein Sich-kleiner-Machen, zum Beispiel indem ein empfundener Erfolg zurückgehalten wird, in der Befürchtung, der andere könnte einem diesen missgönnen, bringt niemanden weiter und ist nicht aufrichtig. Eigene Probleme und Baustellen anderen gegenüber dramatischer darzustellen, als ich sie selbst empfinde, nur weil es manchmal leichter ist, Leid zu teilen, als hervorzuheben, was gerade besonders glückt, ist auch nicht redlich. Wenn wir anderen – auch uns nahstehenden Menschen – mutig von unseren Plänen und Visionen erzählen, ernten wir nicht selten Reaktionen, die uns verunsichern oder missfallen, sprich keine geteilte Begeisterung. Diese Reaktionen und Verhaltensweisen sind häufig ein Spiegel von Angst. In den Blicken der anderen sehen wir etwas, das wir uns selbst andauernd zeigen. Hilfreich kann es hier sein, andere schlicht zu akzeptieren, sie dort bleiben zu lassen wo sie sind und sich gleichzeitig mit Menschen zu umgeben, die ähnlich ticken oder bereit sind, ebenfalls neue, große Schritte zu gehen.

Wenn dich etwas stark in Aufruhr versetzt, etwas beim anderen ärgert oder empört, kannst du dich fragen:

Worum genau geht es gerade?“

„Tue ich das, was ich beim anderen kritisiere, auch? Oder habe ich es in der Vergangenheit getan?“

„Mache ich evtl. genau das Gegenteil von dem, was ich kritisiere“

„Wäre ich auch gern wie der andere?“

Auch die anderen urteilen relativ

Gleichzeitig dürfen wir uns vergegenwärtigen: Alles was der andere kritisiert an mir und mir vorwirft oder anders haben will und bekämpft, und mich dies nicht berührt, ist sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigenen Unzulänglichkeiten, die er auf mich projiziert.

Was wäre, wenn wirklich alles da sein dürfte und wir uns erlauben, es aufrichtig zu sehen:  die Selbstablehnung, unliebsame Eigenschaften, für einen Moment auch die Verurteilung des anderen? Und was würde passieren, wenn wir einen anderen mit genau diesen weggedrückten, wiederentdecken Anteilen konfrontieren, uns öffnen würden?

Es kann sehr heilsam sein zu lernen, sich selbst mehr und mehr auszuhalten, sich auch über das „Fassaden-Ich“ hinaus zu zeigen und anderen zuzumuten. Wir kommen so in unsere wahre Kraft und Größe, während unsere Beziehungen eine Tiefe erlangen können, die wir bis dahin nicht kannten. Je mehr und öfter ich Liebe statt Angst wähle und je mehr ich Verständnisvolles zu mir und die Welt trage, umso stärker kann ich andere inspirieren, ebenfalls in der Liebe zu sein! Ein schöner Gedanke. Und eine noch schönere Erfahrung.

Carolin Stark

seisofrei-lebenskunst.de

 


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