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Wahrhaftigkeit im Miteinander – Vom Tabu in die Freiheit

Warum Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit in Beziehungen essentiell wichtig für das Wachstum und die persönliche Freiheit sind.

Ein Gastbeitrag von Carolin Stark.

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Spreche ich gerade meine Wahrheit? Zeige ich mich wahrhaftig? Und: Höre ich auch auf die Wahrheit anderer? Im Miteinander – mit dem Partner, Freunden, Kollegen – ist es  immer wieder ratsam, inne zu halten und sich diese Frage zu stellen.

Das antrainierte Tabu

Veit Lindau bezeichnete Ehrlichkeit vor kurzem als „das größte uns antrainierte Tabu“. Das ist zutiefst interessant. Ich fragte mich erneut, ob es nur mir schwer fällt, auszusprechen, was ich denke, auch auf die Gefahr hin, das Gegenüber zu enttäuschen. Ein Bekannter meinte neulich: „Ehrlichsein – das ist doch das leichteste!“ Fällt es – platt formuliert – uns „sozial angepassten“ Frauen besonders schwer, ehrlich zum Ausdruck zu bringen, was wir denken? Eine Freundin brachte einen wesentlichen Aspekt auf den Punkt: Der Wunsch von anderen gemocht zu werden steht der eigenen Ehrlichkeit oft im Weg. An dieser Stelle möchte ich einräumen, dass es selbstverständlich ebenso Sinn machen kann, in bestimmten Situationen aus Empathie zu schweigen, dem anderen Kummer zu ersparen – auch aus Respekt vor der Selbstbestimmtheit des Gegenübers bzw. dessen Seele, die am besten weiß, was für sie dran ist und was noch nicht.

Wie dem auch sei: Wenn ich genau hinschaue und –spüre, fällt auf, dass gesellschaftliche Konventionen stark wirken, dass wir oft und in vielen Kontexten Wert auf Etikette legen und viele Menschen sich enorm zurückhalten, wenn es darum geht, das Eigene zu zeigen.

Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit als Werte

WahrhaftigkeitEhrlichkeit ist ein Wert, der mir stark am Herzen liegt, eine Tugend, für die ich immer wieder ein- und aufstehe: Ich werde nicht müde, mich im Ehrlich-Sein zu üben. Mehr und mehr erlaube ich mir, Kontakte und Freundschaften so zu gestalten, dass es sich gut anfühlt und ich mich im Miteinander ehrlich und integer mit mir selbst fühle. Wenn ich mir beispielsweise unsicher bin, wie etwas beim anderen angekommen ist, kann ich konkret nachfragen: „Wie hast du das aufgenommen? – oder in unklaren Situationen: „Wie hast du’s verstanden?“ Bin ich mir unsicher, wie offen ich meine Wahrheit, die auch den anderen betrifft und ggf. unangenehm berühren könnte, aussprechen darf, kann ich auch rückfragen, was der andere bereit ist zu hören, ob er offen ist für das, was ich glaube? Zugegeben, dies ist manchmal unbequem, für beide, doch es kann auch einen Entwicklungsschub bedeuten – für jeden einzelnen, die Kommunikation untereinander und auch die jeweilige Beziehung. Wenn ich mich oder den anderen, zum Beispiel den „nervigen Kollegen“, nicht ständig konfrontieren möchte kann ich ihm auch auf humorvolle Art – mit „Schalk im Nacken“ – etwas verklickern, das ich ihm sonst so direkt nicht sagen würde.

Worte, Meinungen, Haltungen anderer darf man auch einfach mal unkommentiert stehen lassen. Es ist ein Luxus, sich zu erlauben, auf an dich gerichtete Fragen auch einmal nicht zu antworten, nicht Rede und Antwort zu stehen. Ein Mensch kann seine Wahrhaftigkeit aussprechen, ohne jede Einzelheit mitteilen zu müssen. Wenn das Gegenüber mit einem Thema ins Gespräch kommt, über das ich nicht sprechen mag, kann ich kurz innehalten und zu verstehen geben, dass dies momentan nicht mein Thema ist und ich Lust habe, über etwas anderes zu sprechen. Ich kann Gespräche bewusst in eine andere Richtung lenken oder mich früher aus einem Gespräch verabschieden.

Achtsamkeit is the key

Gute Erfahrungen mache ich damit, viel öfter in mich hineinzuhören und mich – wenn die Möglichkeit besteht – vor einem Treffen zu fragen, ob und was ich (aus)senden möchte, ob ich überhaupt erzählen oder eventuell doch lieber zuhören und mich zurücklehnen will. Mittlerweile konzentriere ich mich im Kontakt zu anderen viel stärker darauf, was ich mit dieser Person teilen und erleben möchte. Darüber zu sinnieren, was uns trennt oder ob und inwiefern wir uns in verschiedene Richtungen entwickeln, bringt mich oft nicht weiter. Natürlich gibt es Beziehungen und Freundschaften, bei denen sich irgendwann die Wege trennen, dann wenn das Alte nicht mehr trägt. Oder wenn ich kein Thema mehr mit demjenigen habe, lässt mich die Beziehung los.

Neuerdings mache ich eine weitere wunderbare Erfahrung: Wenn ich – zum Beispiel nach meiner Yogapraxis – eine starke Ausstrahlung, eine starke Aura habe, „strahlen“ meine Bedürfnisse nach außen, und Menschen erfüllen mir oft auch meine Bedürfnisse. Je klarer ich werde, je mehr ich spüre, was in einer Situation stimmig ist, umso mehr entspannt sich auch mein Gegenüber, mein Umfeld – es ist, als würden meine Beziehungen mehr Freiraum bekommen, sich zu entfalten.

Es macht mich glücklich, geradeheraus zu kommunizieren, aus dem Herzen zu sprechen – klar, ehrlich und transparent. Fürwahr gelingt es mir nicht immer, doch ich kann es tatsächlich üben, so wie ich meinen „Mut-Muskel“ auch durch Wiederholung und schrittweises Heraustreten aus meiner Komfortzone trainieren kann.

„Spür fein.“ Setz dich für dich ein.“ Diese Worte meiner Yogalehrerin Nadine Beißwenger gebe ich gerne an dieser Stelle weiter, und schließe mit ihnen.

Carolin Stark

seisofrei-lebenskunst.de

Wie wichtig sind für dich die Werte Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit? Kennst du das Gefühl, manchmal mit deiner Wahrhaftigkeit hinterm Berg zu halten?

 

 

(Titelbild: Fotolia.com)

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