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Warum du für eine bessere Welt ein gesundes Ego brauchst – und wie du das findest

Drei Essenzen, die zu einem gesunden Ego und einer besseren Welt beitragen

“Wir brauchen mehr WeQ statt Ego”, heißt es immer wieder. Unsere Expertin Stephanie Ristig-Bresser findet viel eher, dass wir eine ganze Menge mehr gesundes Ego vertragen könnten. Folgende drei Essenzen sind ihrer Ansicht nach dazu wichtig:

  • Sorge gut für dich selbst
  • Selbsterkenntnis
  • Entwickle Klarheit, wie du in der Welt wirken willst.

Und so bekommst du ein gesundes, freies und für alle dienendes Ego:

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Vom IQ zum WeQ, vom EGO zum ECO oder auch vom Ego zur Essenz – immer wieder ist davon die Rede, dass unser Ego dafür verantwortlich ist, dass wir über die Verhältnisse dieser Erde leben und damit die Zukunft der zukünftigen Generationen verbauen. Zuviel Ego scheint nicht gut zu sein.

Ego und Weltrettung – das geht nicht zusammen?

Also ist der bewährte Umkehrschluss, dass wir uns selbst und unsere Bedürfnisse zurücknehmen müssen, Verzicht üben müssen. Mäßigung und Minimalismus scheinen die Mittel der Wahl. Sonst klappt´s eben nicht mit der Weltrettung.

Doch ich frage mich und dich: Ist DAS wirklich der Weg?

Vielleicht darf unser Ego doch noch mitspielen, unser Ego in einer erfüllteren, einer reiferen Form, unser Ego, das sich selbst und seine Grenzen kennt, das deshalb gut für sich sorgt und gerade daher gar nicht mehr so viel braucht?

Ich finde, der berühmte Psychoanalytiker Erich Fromm bringt es sehr gut auf den Punkt, um was es eigentlich geht:

„Ganz allgemein gilt, dass nur der Mensch gierig ist, der unbefriedigt ist. Die Gier ist immer das Ergebnis tiefer Enttäuschung. Ob es um die Gier nach Macht, nach Essen oder etwas anderem geht, die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.“ 

Narzisstisches, gieriges Ego oder weltzentrisches Ego?

ego-NarzisstEs scheint also nicht unser Ego per se zu sein, das uns dabei im Weg ist, uns in diese Welt zu integrieren und sie mit unserem Wirken und Sein zu einem freundlichen Ort zu machen. Es scheint darum zu gehen, in welcher „Ego-Ausprägung“ wir unterwegs sind:

  • ob wir als narzisstisches Ego wirken, das nur sich selbst sieht, und damit alle Grenzen sprengt, und dies durch HABEN kompensieren muss, um die innere Leere nicht spüren zu müssen

oder

  • als weltzentrisches Ego, das sein Zusammenspiel mit dem großen Ganzen sehen kann, das sich als Mosaiksteinchen eines großen Ganzen wahrzunehmen vermag, und genau in diesem SEIN daraus und darin Erfüllung findet.

HAST du noch Ego – oder BIST du schon?

Vom „Haben-Müssen“ zum „Sein-Dürfen“: Die Welt zu einem besseren Ort zu machen, ist also auch Egoarbeit. Vor allem Egoarbeit.

„Unser Schwachpunkt werden immer wir selbst sein. Die Gefahr, dass unsere Egos unserem Vorhaben in die Quere kommen. Unsere Beziehungen untereinander. Das war schon immer die Schwachstelle gesellschaftlicher Bewegungen.“

meint dazu einer der Mit-Gründer von Greenpeace, der Journalist und Fotograf Rex Weyler in der Dokumentation zu den ersten Jahren von Greenpeace „How to change the world“.

Es ist also sehr gesund nicht nur für dich, sondern auch für eine bessere Welt, wenn du mit deinem Ego ins Reine kommst, im besten Sinne selbstbewusst wirst.

Das andere Extrem: Selbstausbeutung statt gesundes Ego

ego-SklavereiDas meint übrigens nicht, dass du ins andere Extrem fällst und dich selbst für „die gute Sache“ aufgibst. In diese Falle bin ich selbst zunächst getappt, habe mich mit meinen Bedürfnissen hintenangestellt.

Ich entdeckte mit der Gemeinwohl-Ökonomie und der Transition Town Bewegung zwei sehr zukunftsträchtige Bewegungen, die für mich Sinn machten und die so sehr die Alternativen und Lösungen repräsentierten, wie ich mir eine bessere Welt vorstellte, dass ich mich– nahezu bedingungslos – in ihren Dienst zu stellen bereit war.

Ich muss das so knallhart schreiben: Dabei habe ich mich selbst vernachlässigt und ausgebeutet, bin über meine Grenzen gegangen. Weil ich dachte, dass „bestimmte Sachen einfach gemacht werden müssen, damit sie voran kommen“. Auf Dauer konnte das nicht gut gehen. Fast wäre ich in eine Art Burnout geschliddert (das ich selbst Burn-Over nenne, denn ich brannte total und sogar viel zu viel) – obwohl ich mich doch sinnstiftend und so erfüllend engagieren konnte.

Letztendlich bin ich froh, dass ich diese Erfahrung gemacht – und in den vergangenen Jahren mehr und mehr erkannt habe, dass ein starkes, gesundes Ego ein wichtiger Baustein für den Wandel ist. Ich bin vielleicht eine, die das Pferd von hinten aufzäumt: Ich brauche erstmal ´ne Portion mehr Ego und arbeite daran, Stück für Stück mehr zu meinem Ich zurückzufinden ;-). Vielleicht spiegelst du dich ja darin?

Doch wie kannst du nun ein starkes, gesundes Ego fördern?

ego-SelbstliebeFolgende drei Essenzen tragen meiner Ansicht nach dazu bei:

  • Die absolute Basis: Sorge gut für dich selbst und deine ganzheitliche Gesundheit

    Das meint: Finde DEINEN gesunden Lebensweg, etabliere so etwas wie eine integrale Lebenspraxis, ernähre dich gesund, gönne dir regelmäßige Stillezeiten und Auszeiten, Gönne dir mal NICHTS. Schlafe ausreichend. Sprich: Tu viel dafür, deine Akkus immer ausreichend aufzuladen. Diese deine Basis zu hegen und zu pflegen ist ein absolutes Muss.

  • Dich selbst kennen lernen und fördern: Persönlichkeitsentwicklung

    Erforsche dich selbst, lerne dich in deiner Eigenart, mit deinen (Kommunikations-)Mustern, Glaubenssätzen und Schatten kennen, reflektiere dich, „arbeite“ daran. Hier können das Enneagramm oder auch die unterschiedlichen Methoden der Schattenarbeit hilfreich sein.

  • Klarheit finden: Wie willst du dich auf diese Welt beziehen und in ihr wirken?

    Welche Bedürfnisse hast du wirklich?
    Welche Werte sind dir heilig?
    Welche Vision will durch dich in die Welt?
    Welchen Sinn willst du stiften?

    – Das sind die ganz großen Fragen, die du dir regelmäßig stellen und in deren Antworten du hineinleben darfst.

    Zugegeben – wenn da noch keine Antworten in dir sind, dann wirst du manches Mal geneigt sein, sie zu kompensieren, wie das Erich Fromm in seinem Zitat beschreibt. Doch es ist wohl besser, mit diesen Fragen schwanger zu gehen und deinen Antworten die Möglichkeit geben, dich zu finden, als wenn du weiter nebulös und garantiert unbefriedigt vor dich hinlebst.

Ich bin mir im Klaren, dass diese drei Essenzen sehr dicke Bretter sind. Du wirst sie nicht in einem Wochenende abhaken. Es ist nicht weniger DEIN Leben(sprogramm) – und vielleicht ist es in nicht ferner Zukunft einmal selbstverständlich, dass wir dies in der Schule lernen dürfen… (By the way: Vielleicht habe ich damit ja Vision und Sinn einzelner Leser*innen geküsst…)

Ich wünsche dir viel Freude beim Finden und Fördern deines erfüllten Ichs.

herzliche Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

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