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Warum es sich lohnt, weiter an die Weltrettung zu glauben…

… und sie viel näher ist, als wir ahnen. – Ein Plädoyer und Glaubensbekenntnis zum Bewusstseinswandel.

Vor wenigen Wochen ist das viel beachtete neue Buch von Prof. Dr. Gerald Hüther „Würde. Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft“ erschienen. Ein wichtiges Buch, das uns daran erinnert, dass unsere Würde und Werteklarheit uns dabei stützen können, die Gesellschaft zu „bauen“, in der wir zu leben wünschen.

Und doch war ich bei einer Passage des Buchs irritiert. Gerald Hüther schreibt darin:

„Und da sitze ich nun in meiner Gartenoase inmitten all dieses grün verkleideten Industriegebiets und seiner lebensfeindlichen Eintönigkeit und frage mich, was aus der Empörung von damals geworden ist. Was haben die Umweltschützer tatsächlich bewirkt?

Was haben all die Vereine und Parteien…, die ständigen Nachhaltigkeitskongresse, die Gesetzesinitiativen und Richtlinien … wirklich verändert? … In ihrer Not … haben Umweltschutzverbände begonnen, jährlich den Welterschöpfungstag zu datieren. … Und der Zeitpunkt verschiebt sich immer weiter nach vorn.“

Nur viel Lärm um Nichts & alles beim Alten?

Auf den ersten Blick scheint Hüthers Frage berechtigt. Es macht den Eindruck, als hätte dieses jahrzehntelange Engagement in der Tat nur viel Lärm um Nichts gebracht. Als wären die Teilerfolge, die die Kampagnen von Greenpeace und weitere NGOs bisher erzielt haben, reine Brosamen gewesen.

Als wäre es eine reine Farce, dass es seit 1986 ein Bundesumweltministerium gibt. Als wären es Peanuts, dass Greenpeace, eine der größten Umweltschutzorganisationen der Welt, drei Millionen Mitglieder zählt.

Die große Dunkelziffer

weltrettungAls gäbe es die unzähligen weiteren Initiativen und Vereine, deren Zahl gerade in den letzten beiden Jahrzehnten rasant gewachsen ist, einfach nicht. In der Vorstellung seines Buchs „Wir sind der Wandel – Warum die Rettung der Erde bereits voll im Gang ist – und kaum einer es bemerkt“, das schon vor mehr als zehn Jahren erschien, spricht der amerikanische Umweltaktivist Paul Hawken von hunderttausenden von Organisationen, die sich für eine bessere Welt einsetzen.

Neue Formen, die die Alternativen sichtbar machen

Auch wenn also vieles noch nicht sichtbar ist, lässt es sich also nicht sagen, dass es in den letzten Jahrzehnten „nichts passiert“ sei. Freilich: Es darf sich noch formieren und organisieren.

Doch auch was dieses Thema angeht, haben sich in den vergangenen Jahren neue Formate entwickelt. Holokratie, Design Thinking, Dragon Dreaming oder auch die Prinzipien der „Reinventing Organisations“ lassen hoffen, dass sich bald Formen finden werden, die eine „konzertierte Aktion der Vielfalt“ ermöglicht.

Auf der Hand liegt auch, dass sich die jahrzehntelange Bewusstseinsbildung der Umweltbewegung nicht einfach so vom Tisch wischen lässt. Immerhin gestaltet die Partei der Grünen bereits seit den 80er Jahren die politische Kultur mit.

Von der Protestbewegung zu Bewegungen, die für Alternativen einstehen

Was mich aber vor allem ermutigt, wenn ich die vergangenen Jahrzehnten und die Entwicklung der alternativen Szene betrachte: Aus den ursprünglichen Prostestbewegungen, als die viele Umweltschutzverbände und vor allen voran Greenpeace angetragen sind, haben sich in vor allen Dingen in den letzten Jahren Organisationen entwickelt, die konstruktiv FÜR eine Alternative einstehen. Anstatt lediglich das bestehende zu kritisieren, liefern sie einen alternativen Zukunftsentwurf gleich mit.

Gemeinwohl-Ökonomie und Transition Towns

weltrettungDie Gemeinwohl-Ökonomie etwa steht nicht nur gegen das bisherige kapitalistische Wirtschaftssystem, sondern hat einen alternativen Weg der Unternehmens-Bilanzierung jenseits des Greenwashing entwickelt. Damit wird das Prinzip der Gewinnmaximierung umgepolt hin zu einer wertschätzenden ethischen Wirtschaft, die auch das Gemeinwohl in den Wirtschaftskreislauf einbezieht.

Die vor zehn Jahren gestartete Transition Town Bewegung möchte „die Menschen dafür begeistern, ermutigen und unterstützen, eine positive Zukunftsvision zu entwickeln und diesen Wandel selbst zu gestalten“

So ließen sich viele weitere Beispiele von Organisationen finden, die nicht mehr allein nur „GEGEN“ etwas sind, sondern proaktiv und freudvoll alternative Wege entwickeln und erforschen.

Persönlichkeitsentwicklung schafft Bewusstseinswandel, schafft Weltrettung

Doch am meisten ermutigt mich, dass sich neben der Umweltbewegung und den sog. neuen sozialen Bewegungen auch in Sachen Persönlichkeitsentwicklung so einiges bewegt – und daran hat auch Gerald Hüther seinen guten Anteil.

Ging es noch in den frühen 2000er Jahren in der Persönlichkeitsentwicklung vornehmlich darum, sich selbst zu optimieren, um “höher, schneller und weiter” zu kommen, spielen heute Achtsamkeit und Spiritualität eine immer größere Rolle. Nicht ohne Grund: Wir Menschen sind Sinnsuchende.

„Wir haben alle ein bisschen <Ich will die Welt retten> in uns. Aber es ist ok, wenn du erst mal nur einen Menschen rettest. Und es ist ok, wenn dieser Mensch du selbst bist“,

sagt die Sozialunternehmerin Milena Glimbovski, die mit „Original Unverpackt“ einen der ersten verpackungsfreien Läden Deutschlands gründete.

Ich mag noch hinzufügen: Wenn du dich auf den Weg machst, dich selbst zu retten und es damit wirklich ernst meinst, wird es nicht dabei bleiben. Denn früher oder später wirst du erkennen, dass du mit Allem verbunden bist.

Dir wird es nicht mehr egal sein, wie es deinen Mitmenschen geht, wie es um unsere Umwelt bestellt ist. Dir wird es automatisch zum Anliegen werden, dich dafür einzusetzen, dass unser Gesamtgefüge immer mehr in Balance kommt. Weil du weißt, dass du damit auch dich selbst rettest.

In den ersten verheißungsvollen Jahren von Greenpeace geriet die Organisation in eine große Krise – weil es zwischenmenschlich hakte. Der Journalist und Fotograf Rex Weyler, einer der Mit-Gründer von Greenpeace, schätzt die Situation in einer Dokumentation so ein:

„Unser Schwachpunkt werden immer wir selbst sein. Die Gefahr, dass unsere Ego unserem Vorhaben in die Quere kommt. Unseren Beziehungen untereinander. Das war schon immer die Schwachstelle gesellschaftlicher Bewegungen.“

Dank der vielfältige Methoden in der Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterkenntnis, bspw. dem Enneagramm, sind wir nun dabei, unsere Hausaufgaben zu machen. Das ist von unschätzbarem Wert.

Deswegen danke ich dir, wenn du dich auf den Weg gemacht hast.
Ganz egal, wo du deinen Startpunkt wähltest.
Ob du dich in einer kleinen Ini engagiert oder erstmal ganz bei dir selbst anfängst.
Du bist Teil dieser großen Bewegung für eine bessere Welt, die schon viel weiter ist, als wir jetzt gerade erahnen können – allen Unkenrufen zum Trotz.

Ich zähl auf dich.

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

Übrigens: Die komplette und sehr sehenswerte Dokumentation “How to change the world” zu den Gründungsjahren von Greenpeace findest du hier:

 

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