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Warum es so wichtig ist, dass Väter ZART und STARK sein können

Es wird schon so viel über Väter und Mütter und das veränderte Bild in der Gesellschaft gesprochen. Insbesondere Väter hätten das Problem, dass sie in ihrem eigenen Vater oft keine Rollenvorbilder hätten, an denen sie sich orientieren könnten. Unsere Gastautorin und Elterncoach,  Susanne Bürger findet hier starke Impulse für Männer in der Vaterrolle:

 

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Der Vater im Jahr 2018 täte gut daran, sich weiter neu zu erfinden…

Er sei oft orientierungslos, steht es da in dem ein oder anderen Artikel. Mann soll selbstverständlich Elternzeit nehmen und bei den Geburten ist Mann sowieso dabei.

Klar nimmt Mann sich auch Zeit für sich und lebt Männerfreundschaften und Hobbys. Ja und einen Job, den macht Mann auch so, dass er in den gemeinsamen Plan von beruflicher Entwicklung beider Partner passt und dem anderen genug Freiräume zugesteht.

All das, was wir uns vornehmen, planen oder gemeinsam verabreden, birgt immer dann besonders die Gefahr wie ein Kartenhaus zusammen zu fallen, wenn mal nicht nur der alltägliche Gegenwind bläst, sondern, wenn großer Sturm aufzieht.

Und sind wir im Rückblick ehrlich, das meiste konnten wir alle immer in stürmischen Zeiten lernen

Ich hatte die große Ehre in den letzten zwei Jahren viele Interviews führen zu dürfen mit Müttern und Vätern, die sturmerprobt sind. Sie gaben Antworten darauf, wie sie ihre größte Herausforderung bewältigt haben: Eine viel zu frühe Geburt ihres Babys oder den Start mit einem kranken Neugeborenen.

Einer von ihnen ist der Autor und Osteopath Stefan Rieth, der vor 11 Jahren durch die Geburt und die nachfolgende Operation seines 6 Wochen alten Sohnes „herausgeworfen“ wurde aus seinem alten Leben, wie er es selbst nennt:

„Ich werde das nie vergessen. Es hat mich mit Gefühlen in Kontakt gebracht, die ich bisher nicht spüren wollte und konnte. Extreme Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ich hab immer gerne die Kontrolle und bin gern kompetent. Aber da stand ich wie im Fegefeuer.“

Auf einmal funktionieren die bisherigen Strategien nicht. Ein anderer Vater bringt es so auf den Punkt:

vaeter-väter-zart„Alle Papas wollen doch ihre Frauen und Babys beschützen. Man schiebt doch sein Baby nicht einfach so zur OP-Tür. Ich war so furchtbar hilflos!“

Die Aussagen der Väter decken sich ausnahmslos. Die empfundene Hilflosigkeit bei Vätern ist oft tiefgreifender als bei Frauen. Dazu kommt, dass viele nicht über ein Netzwerk verfügen, wo sie sich Hilfe von außen holen könnten. Das Alleinsein mit der Situation gepaart mit bisher nicht zugelassenen Gefühlen, haben viele Väter in der Situation überfordert.

Reinhard Mey singt in seinem gleichnamigen Lied:

Wenn’s Wackersteine auf dich regnet, zähl die hellen Augenblicke,

zähl nicht deine Missgeschicke, zähl, womit dich das Leben segnet!

zähl, womit dich das Leben segnet!

Was empfehlen Väter anderen, wenn es Wackersteine regnet?

– Bleib da! Renn nicht weg.

– Lass alle Gefühle zu! Wut, Trauer lade sie alle ein.

– Sei mal nicht nur der Starke und lass die Kontrolle weg.

– Sei präsent.

– Zeig dich mit deiner „anderen“ Seite deiner Partnerin.

– Rede über deine Hilflosigkeit und Ohnmacht.

– Deine emotionale Belastbarkeit ist nicht grenzenlos.

Das Gegenteil von stark sein, nennen wir ja oft übereilt schwach. Was bedeutet für dich persönlich stark sein und was ist für dich das Gegenteil?

Zart, sensibel, sanft…? Oder benennst du die Seite eher als schwach, typisch weiblich, leistungsschwach, erfolglos, etc.

Was kann der ganz große Gewinn sein, wenn Väter ihre zartere Seite zeigen und leben?

Was kann entstehen, wenn Frauen es ebenfalls zulassen?

– Es stärkt dich für alles was noch kommt väter-vaeter-mutter-gluecklichim Leben. Du hast dein Repertoire an Möglichkeiten zur Lösung exorbitant erweitert für die Zukunft. Das ermöglicht mehr Wege, die du zukünftig gehen kannst.

– Es wird deine Partnerschaft bereichern. Jede Frau wird erleichtert sein, mit ihrer Trauer, Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit nicht mehr alleine dazustehen. Sie wird erleichtert sein, dass der Mensch, der ihr am Nächsten steht, auch hier im Austausch steht und nicht versucht, eine Rolle weiter zu spielen. Das gegenseitige Verständnis füreinander wächst und bereichert deine Partnerschaft auf eine ganz neue Art.

– Deine Kinder (wenn du weitere Kinder hast) werden dich neu kennenlernen. Als Vater bist du immer Vorbild und lebst ihnen automatisch Lösungen und Herangehensweisen vor, die sie später in ihren „Wackersteinzeiten“ anwenden können. Du bist darüber hinaus authentischer, weil du deine Gefühle nicht versteckst oder sie runter spielst.

– Neue Stärke: Du wächst über dich hinaus, weil du endlich wahre Stärke und männliche Souveränität von cooler gespielter Stärke trennen kannst.

– Du wirst deinem Sinn hier auf der Erde näher kommen und ihn erkennen. Durch das Zulassen dieser Seite, wirst du schnell sehen, um was es bei dir wirklich im Leben geht.

Ich freue mich über regen Austausch zu dem Thema und bin gespannt auf eure Kommentare 🙂

Susanne Bürger

www.susannebuerger.com

Ich freue mich ebenso über Fragen, Kommentare und Antworten 🙂

Susanne über sich selbst:

vaeter-vater-bürgerIch bin 45 und lebe mit meiner Familie im Bergischen vor den Toren Kölns. Seit 2011 bin ich selbständig als wingwave-Coach und dachte immer mit den Tools und Methoden, die ich so im Koffer habe, würde ich auch in Krisen sehr gut klar kommen.

Das Leben wollte mir aber 2014 zeigen, dass es noch ein paar Dinge gibt, die wichtig sind außer ein Methodenkoffer.

Die für mich sehr einschneidende Zeit nach der Geburt unseres 2. Sohnes war der Anlass. Wir waren lange in einer Kinderklinik und die Gefühle der Eltern in einer solchen Situation kenne ich aus eigener Erfahrung.  Das hat mich veranlasst, das Buch „Wenn das Leben intensiv beginnt“ zu schreiben, das es damals nicht gab, ich aber dringend gebraucht hätte. Denn Eltern brauchen neben Zuspruch und Trost vor allem Anregungen, wie sie sich gut um sich selbst kümmern und die Zeit in der Klinik besser verkraften können.

 


Lies hier weiter zu dem Thema:

Warum es nichts Männlicheres gibt, als Vater zu sein…


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