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Warum Männer Angst vor starken Frauen haben

Ist es wirklich so, dass Männer Angst vor starken Frauen haben? Und warum eigentlich?  Der Männercoach Tom Süssmann dröselt hier mal aus Expertensicht die wirklich sehr interessanten Umstände auf und erklärt, warum die Männerbilder “Macho” und auch “Softie” so gar nicht mehr funktionieren. Viel Freude dir beim Lesen.

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Okay, der Titel und die Aussage, dass Männer Angst haben, dieses Artikels ist natürlich bewusst provokativ gewählt und ich relativiere ihn deshalb gleich zu Anfang.

männer-angst-maennerEs sind natürlich nicht alle Männer, die Angst vor starken Frauen haben. Ich kenne auch Männer, die sich eine starke Frau wünschen und auch mit ihr umgehen können.

Dennoch konnte ich in meiner langjährigen Arbeit als Männer-Coach feststellen, dass viele Männer diese Angst spüren, sobald sie mit starken Frauen in Kontakt kommen.

Woher kommt diese Angst?

Um diese Frage zu beantworten, muss man zunächst einige Jahrzehnte zurückblicken.

Noch in den 1950ern bis hinein in die 1970er waren die Rollen zwischen Männern und Frauen klar aufgeteilt.

Der Mann war der Ernährer und Versorger der Familie. Sein Fokus lag darauf, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und das Geld nach Hause zu bringen.

MAenner-angst-frauDie Frau war für den häuslichen Bereich zuständig. Sie sorgte für ein schönes Zuhause, kochte, putze und war für die Kinder zuständig.

Dass diese Form der Geschlechterrollen auch erhebliche Nachteile für Männer und Frauen hat, liegt auf der Hand…

Frauen waren in vielfältiger Art und Weise benachteiligt und in ihren Rechten und Möglichkeiten der Selbstverwirklichung stark eingeschränkt.

Männer hatten kaum Zugang zu ihren Gefühlen bzw. durften sie nicht zeigen. Ihnen war die komplette emotionale Welt verwehrt und auch das soziale Leben lief meist an ihnen vorbei.

Das ist zwar stark vereinfacht ausgedrückt, trifft aber recht gut die damalige Situation der meisten Männer und Frauen.

Frauen waren die ersten, die nicht mehr bereit waren, sich diesen alten patriarchalischen Rollenbildern unterzuordnen. Durch den ab den 1960ern immer stärker werdenden Feminismus haben sich Frauen immer mehr Rechte erkämpft.

Dadurch wurden viele Frauen unabhängiger von Männern und den Einschränkungen des Patriarchats.

  • Sie können heutzutage allein für ihren Lebensunterhalt sorgen
  • Sie haben ihren eigenen Freundeskreis
  • Sie haben Netzwerke mit anderen starken Frauen
  • Sie können ihren Beruf selbst wählen
  • Sie leben eine selbstbestimmte Sexualität
  • Sie bestimmen selbst, wie sie ihr Leben gestalten.
  • Sie wissen, was sie wollen

maenner-angst-frauenViele, wenn auch noch nicht alle, Frauen leben heute solch ein selbstbestimmtes Leben.

Männer, die noch überwiegend in den alten Rollenbildern verhaftet sind, kommen damit nur schlecht bis gar nicht zurecht.

Alte Rollenbilder verhindern die Veränderung…


Solche Männer definieren sich und ihr Selbstbild noch über ihr Tun, ihre Arbeit und ihre Rolle als Versorger der Familien bzw. der Frau.

Wenn Frauen finanziell auf einen Mann angewiesen sind, dann erzeugt das Abhängigkeiten.

Genau das haben aber viele der im alten Rollenbild verhafteten Männer genutzt, um ihr Ego aufzuwerten und die Frauen zu unterdrücken.

Die alte Männerrolle wurde durch das Patriachart getragen. Männer glaubten per se das bessere und überlegenere Geschlecht zu sein und taten alles, um diesen Zustand zu erhalten.

Die Männer hatten deshalb keinen Grund, sich zu verändern, profitierten sie doch vom Status quo.

Frauen sorgten für Veränderung

Auf Grund dieser Ausgangslage waren es die Frauen, die einen Grund zur Veränderung hatten.

Mit dem stärker werdenden Feminismus durchschauten viele Frauen die Mechanismen des sie einschränkenden Patriacharts und lehnten sich dagegen auf.

maenner-angst-abenteuerFrauen fingen an, sich zu entwickeln und eroberten viele Bereiche, die bisher nur Männern vorbehalten waren. Sie wurden immer selbstbewusster, erkannten ihre Bedürfnisse und sorgten dafür, dass sie befriedigt wurden.

Das hatte zur Folge, dass viele Frauen auch im Beruf erfolgreich und hinsichtlich ihrer finanziellen Situation immer unabhängiger wurden.

Statt sich um einen Mann und den Haushalt zu kümmern, kümmerten sich Frauen jetzt um sich selbst und ihre Entwicklung.

Frauen, die sich selbst versorgen konnten, die ihr eigenes Geld verdienten, rüttelten am Selbstverständnis der Männer.

Sie hatten das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden. Frauen sägten an ihrer Vormachtstellung und entglitten ihrer Kontrolle. Die Männer waren verunsichert und fühlten sich überflüssig.

Die neu erlangte Freiheit und Unabhängigkeit und das erstarkte Selbstbewusstsein war aber nicht das Einzige, was den „alten“ Männern zu schaffen machte.

Starke Frauen wollen starke Männer

Die neu erstarkten Frauen wollten natürlich auf Dauer nicht ohne adäquate Männer bleiben. Bereits 1982 sang Ina Deter „Neue Männer braucht das Land“.

Also sollten die Männer sich jetzt auch noch verändern.😊 Für eine Spezies, die es nicht gewohnt war, nach innen zu schauen und sich ihrer Gefühle gewahr zu werden, ein sehr schwieriges Unterfangen.

männer-maenner-angst-liebeEinige Männer erkannten durch die Impulse der Frauen, dass das Patriachart nicht nur die Frauen unterdrückt, sondern auch die Männer im emotionalen Bereich einschränkt. Sie machten sich deshalb auf, um für sich ein neues Selbstverständnis als Mann zu finden.

Der erste Versuch des „neuen Mannes“, der Softie, entpuppte sich aber relativ schnell als Sackgasse.

Starke Frauen wollen keine weichgespülten Männer. Sie wollen auch keine Männer, die sich ausschließlich daran orientieren, was ihre Frau möchte.

Was also macht einen starken Mann oder, wie ich ihn nenne, den ganzheitlichen Mann aus?

Starke Männer:

  • ruhen in sich selbst
  • haben die emotionale Abhängigkeit vom Weiblichen beendet
  • können ein selbstbestimmtes und glückliches Leben auch ohne Frau führen, d. h. sie brauchen keine Frau aus der Bedürftigkeit heraus
  • treten Frauen mit Respekt und auf Augenhöhe gegenüber
  • haben Zugang zu ihren Gefühlen und können sie auch zeigen
  • haben keine Angst, auch mal Schwäche zu zeigen.
  • sind authentisch und kennen ihren Platz im Leben
  • wissen, warum sie hier sind und leben ihre Mission
  • sind verlässlich
  • sind Männer, denen ihre Frau blind vertrauen kann
  • haben keine Angst vor Nähe und Intimität (nicht nur sexuell, sondern in allen Bereichen)
  • haben sowohl ihre männliche als auch ihre weibliche Seite entwickelt
  • sehen Beziehung als eine Möglichkeit für gemeinsames Wachstum an
  • haben nährende Männerfreundschaften
  • haben Freude an der gesunden Polarität zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen

Die von mir hier aufgezeigten, nicht abschließenden Eigenschaften des Ganzheitlichen Mannes fehlen den meisten Männern, die noch im alten Rollenbild verhaftet sind.

Deshalb haben sie Angst vor starken Frauen. Starke Frauen spiegeln ihnen ihre eigenen Defizite und unentwickelten Bereiche.

Was kann MANN dagegen tun?

Glücklicherweise gibt es heute schon viele Männer, die erkannt haben, dass sowohl der Macho als auch der Softie nicht funktionieren.

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Viele Männer haben sich auf den Weg zu sich selbst gemacht und können so ihr eigenes neues Männerbild entwickeln.

Ganz wichtig ist, dass ein Mann nicht darauf schaut, wie andere ihn gerne hätten.

Die Frage „Was bedeutet Mannsein für mich?“ muss ein Mann zunächst einmal für sich selbst beantworten. Es ist wenig zielführend, sich z. B. von Frauen sagen zu lassen, wie sie als Mann sein sollten.

Diese Fragen sollte sich ein Mann unabhängig von Frauen beantworten.

Glücklicherweise gibt es heute viele Organisationen, die Männer bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen.

Auch wenn vielleicht die Mehrzahl der Männer noch im alten Männerbild verhaftet ist, sind immer mehr Männer auf dem Weg in Richtung „selbstbestimmtes Mannsein“.

Wenn dann ein starker Mann auf eine starke Frau trifft, entsteht etwas völlig Neues, eine höhere Ebene in der Begegnung der Geschlechter.

Etwas, was es auf diesem Planeten in dieser Form vermutlich noch nicht gab.

Ich wünsche uns allen eine freudige Entwicklung,

Tom

Wie geht es dir als Mann mit starken Frauen?  Frau, was wünschst du dir?

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Männer-Coach Tom Süssmann versteht sich selbst als Botschafter der Männersache.

Er beschäftigt sich schon seit 2006 mit dem Thema Männer-Arbeit und ist selbst durch viele Höhen und Tiefen des Mannseins gegangen.

Tom heute: “Die Männer-Arbeit hat mein Leben gerettet.

Tom unterstützt Männer auf dem Weg zu einem authentischen Mannsein. www.einfach-mannsein.com

Tom hat 2016 das www.MaennerPortal.Net gegründet. Ein Portal, auf dem die verschiedensten Aspekte des Mannseins beleuchtet werden


humantrust

Buchtipp zum Thema:  Königin & Samurai – Wenn Mann und Frau erwachen 

Dieses Buch ist ein Plädoyer für ein neues Level in der Kunst des Liebens. Veit und Andrea Lindau hinterfragen den Mythos der Liebe und zeigen Wege, wie beide Geschlechter aufwachen und in die Kraft kommen können. Es ist möglich, als starke Frau eine Ur-Weiblichkeit zu leben, ohne sich unterzuordnen. Eine Königin führt, anstatt zu manipulieren. Wenn der Mann seine ureigene Mission entdeckt und ihr integer wie ein Samurai folgt, entwickelt er eine neue Position für sich selbst und der Frau gegenüber.

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