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Stress reduzieren

Warum wir süchtig nach Stress sind – und wo der Ausweg ist

Süchtig nach Stress, na, wer will denn sowas? Aber Sucht und Stress sind Geschwister. Ja, denkst du jetzt selbstkritisch. Zucker (Schokolade) hilft gegen emotionalen Stress. Alkohol ist ganz gut, um das Hirn gegen allen möglichen Stress zu vernebeln. Sex hilft Druck abzubauen, der aus Stress entstanden ist. Und so weiter.

Darum geht es in dem heutigen Gastartikel von Ava Hauser nicht. Ihr geht es um das Gegenteil. Wir sind süchtig nach Stress. Wir jammern, schimpfen und nörgeln über Stress – und können überhaupt nicht ohne ihn.

Was ist Stress?

suechtig-nach-stressDie Folgen von Stress sind gemäß der Weltgesundheitsorganisation die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Stress macht uns krank und bringt uns um. Praktisch alle als Zivilisationskrankheiten bekannten Krankheitsbilder entstehen als Folge von Stress. Und diese Zivilisationskrankheiten liefern die Haupttodesursachen in den Industrienationen.

Ja, wir sind süchtig nach Stress. Süchtig auf einer konkreten, körperlichen Ebene. Warum ist das so? Und was ist Stress überhaupt?

Stress ist ein biologisches Akutprogramm, das unser Überleben sichert. Kommt der sprichwörtliche Säbelzahntiger um die Ecke, setzt es den Leistungskomplex des Sympathikus in Gang. Damit haben wir die Wahl zwischen kämpfen oder fliehen und für beides werden die nötigen Ressourcen bereitgestellt. Alle anderen Funktionen wie Libido, Verdauung und ähnliches werden heruntergefahren.

So wird Stress zur Sucht

Nun leben wir in einer komplexen, vielfach dysfunktionalen Welt. Schon von klein auf sind wir vielfältigem Stress ausgesetzt. Es gibt interne und externe Stressauslöser bereits von Geburt an.

Das sind unverarbeitete Emotionen, Chemikalien, Leistungsdruck, Konflikte, elektromagnetische Strahlung, Zeitdruck, Ernährung, Umfeld und vieles mehr. Unser Körper – immer noch nach demselben Bauplan wie der Steinzeitmensch konstruiert – ist bald nicht in der Lage, all das auszugleichen.

Das kurzfristige biologische Notfallprogramm wird so zum Dauerbrenner. Wir kommen nicht mehr runter. Die Biochemie im Körper ist auf Stress geprägt. Und sie bleibt es auch.

Wer stresstechnisch gesehen unter Dauerfeuer steht, gewöhnt sich an den Stress. Er gewöhnt sich an stressbelastete Gefühle, stressvolle Gedanken und stressgeprägtes Handeln. Der Körper kennt diese Stress-Biochemie dann als Normalzustand und strebt danach, sie aufrechtzuerhalten. Auch das ist in der Biologie begründet.

suechtig-nach-stress-loesungDer Körper wird süchtig nach Stress, danach, den vertrauten Zustand herzustellen und übernimmt die Führung. Er produziert die immer gleichen Gedanken, Gefühle und Handlungsmuster. Damit übernimmt er die Führung wie ein Junkie, der gar nichts anderes mehr kennt als den dringenden Wunsch nach dem nächsten Schuss. Der Körper übernimmt damit, wie es Dr. Joe Dispenza formuliert, die Rolle des Geistes.

Wir tun unbewusst alles, um diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Der einzige, der ausschert, ist unser analytischer Verstand. Er will den Stress nicht und versteht nicht, dass das Körperbewusstsein längst die Führung übernommen hat.

Süchtig nach Stress? Hier kommt der Ausweg

Dein Verstand würde dem Süchtigen den Stoff entziehen. Also den Stress entfernen. Genau das funktioniert aber nicht! Denn es ändert nichts an der Ursache. Dein Verstand kann das Problem also nicht lösen.

Die Lösung ist viel einfacher. Du musst raus aus dem Stressmuster, also raus aus dem Suchtmuster. Entziehe dem Körper die Gewohnheit. Den Stress reguliert er dann von ganz allein. Hier sind drei sinnvolle Schritte:

Muster brechen

Denke daran, dass du biochemisch im Suchtmodus läufst. Stress ist das, wonach dein Körper verlangt. Wenn du das unterbrechen willst, musst du dein Verhalten ändern. Es geht nicht um den großen, scheinbar unüberwindbaren Schritt. Es geht um kleine Inseln in deinem Verhalten.

Kleine Pausen, in denen du nicht wie gewohnt reagierst. Neigst du dazu, an jeder roten Ampel über den Verkehr und den Stress zu schimpfen, dann nutze ab jetzt diese Zeit für ein paar tiefe Atemzüge.

Der Atem ist übrigens ein hervorragender Reisebegleiter für Veränderung. Denn er aktiviert dasselbe Zentrum im Gehirn, das sowohl für Emotionsverarbeitung als auch für Informationsverarbeitung und Lernen zuständig ist.

Emotionen kontrollieren

Du bist nicht der Sklave deiner Gefühle! Akzeptiere das. Deine Emotionen sind Gefühle, denen du eine bestimmte Bedeutung gibst. Diese Bedeutung kannst du ändern. Lerne, nicht mehr wie auf Knopfdruck bestimmte Emotionen abzuliefern. Das trainierst du. Es gibt viele Techniken, um Emotionen rasch aufzulösen. Es wird mit jedem Mal leichter.

Du kannst mit den Emotionen der Vergangenheit keine bessere Zukunft kreieren. Lass deine stressvolle Vergangenheit los, indem du die Emotionen loslässt. Lass auch die Menschen los, die sich bei dir immer die gleichen negativen Emotionen abgeholt haben. Du brauchst sie nicht.

Andere Gedanken einfangen

Ja, du hast richtig gelesen. Einfangen. Unser Gehirn ist keine Fabrik für Gedanken. Bis heute ist es der Wissenschaft nicht gelungen, eine Hirnregion auszumachen, die Bewusstsein produziert. Wir speichern Erinnerungen und Bilder. Teilweise wurde kartographiert, wo unser Gehirn das tut. Das ist aber auch alles.

Bewusstsein entsteht nicht in deinem Kopf. Es gibt nur ein Bewusstsein. Und dein Bewusstsein ist ein holographischer Teil dieses einen großen Feldes. Also fungiert dein Gehirn eher wie ein Weltempfänger. Du kannst ein anderes Programm einstellen! Wenn du keinen Jazz magst, dann wähle einen anderen Kanal.

suechtig-nach-strses-loesungKonkret meine ich damit eine Art Gedankenhygiene. Sobald du dich bei stressvollen, sorgenvollen Gedanken ertappst, reagierst du. Du änderst den Kanal! Suche dir einen positiven, aufbauenden Satz, den du dann bewusst denkst.

Du ersetzt einfach die alten Gedanken durch neue Gedanken

Immer wieder. Anfangs wird das oft der Fall sein. Das macht nichts. Hab Geduld, es lohnt sich und wird bald zur Routine.

Drei Schritte und du hast die Zügel in der Hand

Diese drei simplen Schritte stellen die Weichen neu. Sie zeigen deinem Körper, der sich wie ein Wildpferd gebärdet, wer die Zügel in der Hand hat. Du bringst ihn immer wieder auf Kurs. Bis er gelernt hat, dass es keinen Grund gibt, den Dauerstress aufrechtzuerhalten.

Dann hast du gewonnen. Mehr Lebensqualität. Du setzt Kräfte frei, die du sinnvoller nutzen kannst.

Gibt es positiven Stress?

stress-loesung-suchtAch ja, noch was: Ich brauche Stress, dann laufe ich erst zu Hochform auf. Kennst du Menschen, die das sagen? Das hört sich oft nach positivem Stress an. Oft sind das Menschen, die an Aufschieberitis leiden.

Sie kommen ohne Deadline einfach nicht in die Gänge. Dahinter steckt ein anderes Muster.

Es geht hier nicht um Stress, sondern um Selbstzweifel. Selbstzweifeln begegnet man entweder als Overdoer oder als Underdoer. Der Underdoer wartet immer, bis alles zu spät ist, und hat dann gute Gründe für sein Scheitern.

Er hat Abgabetermine verpasst oder ähnliches. Damit hat er eine handfeste Entschuldigung für sein Scheitern. Er kann ja nichts für seine Vergesslichkeit.

Der Overdoer macht zuviel, immer. Er kompensiert seine Selbstzweifel mit völlig übertriebener Aktivität. Er nutzt die Deadlines und Termine, um sich selbst damit richtig unter Druck zu setzen.

Dann kann er wirbeln und sich einreden, dass er erst unter Stress so richtig auf Touren kommt. Für solche Menschen wird Stress zum Statussymbol. Der eigentliche Ursprung ihres Stressverhaltens wird elegant in den Schatten verschoben.

Erkenne dein Muster, gib deinem Körper die Chance es zu durchbrechen, und genieße die neu gewonnene Energie.

Viel Erfolg wünscht dir dabei

Ava Hauser

Über die Autorin

suechtig-nach-stress-ava-hauserAva Hauser hilft bei persönlicher Transformation und sie ermöglicht Managern, mit wenig Stress und viel Energie individuelle Spitzenperformance zu erlangen.

Mit Brüchen und Richtungswechseln hat das Leben ihr gezeigt, dass Flow unter allen Gegebenheiten möglich ist. Sie hat gelernt, dass das meiste Leid erst durch das eigene Urteilen entsteht. Sie tritt radikal für eine positive Sichtweise auf das Leben ein und plädiert für das Akzeptieren der eigenen Macht.

www.ava-coaching.com

www.richtungswechsel.jetzt

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