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sickness behavior

Was ist sickness behavior – Und wie sie deinem Körper helfen kann


Wenn du dein sickness behavior kennst, bleibst du stark gegen Krankheiten. Wie unser Immunsystem auch unser Verhalten verändert und was passiert, wenn du auf dein Gesundheitsgefühl hörst. Außerdem: die fünf wichtigsten Maßnahmen für dein Immunsystem, die du am Ende des Artikel findest.

Als sickness behavior bezeichnet man eine bestimmte Kombination von Symptomen und Gefühlen, die uns ereilen, wenn wir krank werden. Jeder von uns hat es so oder so ähnlich schon erlebt: Irgendwie fühlst du dich angeschlagen, müde, lustlos, hast Gliederschmerzen und möchtest dich am liebsten verkriechen.

Sickness behavior  ist ein wichtiger Selbstheilungsmechanismus des Körpers.

sickness-behavior-ausruhenSie dient dazu, dass wir uns hinlegen und somit Energie sparen, damit das Immunsystem genug Kraft hat, um die Krankheitserreger zu bekämpfen und auszumerzen.

An dieser Stelle könnte der Artikel schon zu Ende sein – zumindest wenn wir alle diesen Zustand berücksichtigen würden und uns gleich hinlegen, damit unser Immunsystem seiner hoch- und millimetergenauen Arbeit nachgehen kann.

Und wenn nicht die Gesellschaft, die Werbung und zum Teil sogar unsere Hausärzte uns in so einem Falle Aspirin, Paracetamol oder ähnliche Wirkstoffe verschreiben würden, um genau diesen Zustand wegzudrücken. Damit wir ein fleißiges Rädchen im Getriebe unserer Gesellschaft bleiben können.

Das Paradox, was sich daraus ergibt, ist, dass wir unser Immunsystem in seiner wertvollen Arbeit behindern und damit eigentlich den Heilungsprozess erschweren und verlängern!

 Wir verlängern dadurch den Krankheitsverlauf, weil unser Immunsystem nicht richtig arbeiten kann. Wenn wir immer wieder zu Tabletten greifen, die das sickness behavior unterdrücken, schwächen wir unser Immunsystem dauerhaft und öffnen Tür und Tor für ernstere Krankheiten.

Das Immunsystem fungiert als sechstes Sinnensorgan!

Um diese feinen und geradezu vollkommenen Wirkmechanismen besser zu verstehen, möchte ich einen kleinen Ausflug in die Wissenschaft machen. Durch Studien der Fachrichtung Psychoneuroimmunologie, kurz PNI, wurde schon in den 1970er Jahren eine weltbewegende Entdeckung gemacht:

Es gibt eine gemeinsame Kommunikation von Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem…

 Mehr als zufällig wurde entdeckt, dass es Botenstoffe des Nervensystems gibt, die auf das Immunsystem wirken – und umgekehrt. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass das Immunsystem vollkommen selbstständig und unabhängig vom Rest des Körpers agiert. Durch diese gemeinsame Kommunikation wird erklärbar und verständlich, wie das Immunsystem quasi als sechstes Sinnesorgan im Körper fungiert.

Wie entsteht „sickness behavior“  im Körper?

Das Immunsystem patrouilliert den ganzen Tag durch unseren Körper. Immunzellen, wie z.B. die Killerzellen, oder T-Helfer-Zellen befinden sich in Blut, Speichel, auf den Schleimhäuten, in der Tränenflüssigkeit und in der Lymphflüssigkeit.

sickness-behavior-immunsystemEntdeckt nun das Immunsystem einen Eindringling, löst es einerseits eine große Immunkaskade zum Kampf gegen die Bakterien oder Viren aus und sendet andererseits einen Botenstoffe ins Gehirn, der dort das sickness behavior auslöst, damit wir uns hinlegen und Energie sparen.

Das bedeutet, das Immunsystem verfügt über Botenstoffe, sogenannte Zytokine, die in der Lage sind unsere Wahrnehmung und unser Empfinden zu verändern. (Schubert, Schattauer 2015)

 

Am konkretesten bringt es der Marburger Physiologe Dr. Hugo Besedovsky auf den Punkt, indem er schreibt: „Das Immunsystem fungiert gleichsam als sechstes Sinnesorgan, das bakterielle und virale Infektionen wahrnimmt und das Gehirn bzw. die Psyche über den Ernst einer infektiösen Erkrankung informiert.

So fühlen wir uns vor einer Infektion fiebrig, verlieren den Appetit, werden wehleidig und müde und lustlos. Kurzum, wir fühlen uns krank, schon bevor die eigentliche Grippe in Form von Fieber, Husten und Schnupfen ausbricht! Das Immunsystem hat unser Verhalten geändert.“

 Damit steht das Immunsystem als eine Art sechster Sinn in einer Reihe mit anderen Sinnessystemen, wie Hören, Sehen, Riechen und Tasten, über die der Organismus ebenfalls mit der Umwelt verbunden ist. (Blalock u. Smith 2007)

Wie können wir nun sinnvoll mit sickness behavior umgehen?

Im Grunde ist es ganz einfach: Wir sollten diesem inneren Gefühl folgen und uns Ruhe gönnen, und zwar am besten sofort!

Ich weiß das hört keiner gerne, und wir fühlen uns alle oft so „unabkömmlich“. Ich habe allerdings durch ganz persönliche Erfahrungen festgestellt, dass es tatsächlich am besten und schnellsten hilft.

Dazu können wir das Immunsystem stärken durch wohlschmeckende Tees wie z.B. Thymiantee, der sogar antibakteriell auf Infektionen der Atemwege wirkt oder vitaminreiche Nahrung wie Smoothies und Obst.

Meine nachdrücklichsten Erfahrungen habe ich mit meinem Sohn gemacht. Ich habe ihn immer sofort ins Bett gelegt, wenn er mit den ersten Anzeichen von Krankheit aus dem Kindergarten oder der Schule nach Hause kam. Das Ergebnis ist, dass er in der Regel nach drei Tagen wieder gesund war! Zwei dieser drei Tage hatte er hohes Fieber, was dazu führte, dass er fast den ganzen Tag schlief.  So wie es schon unsere Großeltern gesagt haben: „Schlaf dich mal gesund!“

Hier findest du gute Tipps von dem ganzheitlichen Mediziner, Dr. Matthias Struve.  Das wird dir helfen, den Herbst gesund zu meistern:

Integrale Medizin: Stärke dein Immunsystem und sag Infekten Adieu…

Das faszinierende an den ganzen wunderbaren Forschungsergebnissen der PNI ist, dass dadurch viele alte Weisheiten einfach bestätigt werden, wie zum Beispiel jener Satz.

Wir brauchen eine neue Definition von Ruhe

sickness-behavior-ruheDas Geheimnis von sickness behavior ist ja, dass der Körper äußerlich Ruhe braucht, um im Inneren umso aktiver sein zu können.

Ruhe ist nicht gleich Ruhe! In unserer Gesellschaft wird Ruhe ganz oft als Faulenzen und Nichtstun verstanden. Durch das neue Wissen können wir nun Ruhe auch als „Zeit für innere Aktivität“ definieren.

Die Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie revolutionieren wahrhaftig unser Verständnis für die Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist. Diese drei Ebenen sind viel stärker miteinander verflochten, als wir je gedacht haben.

Deshalb braucht man manchmal gar nicht unbedingt nach einer symbolischen Bedeutung für seine Krankheit zu suchen.

Manchmal müssen wir einfach nur auf unseren Körper hören!

Hier noch einmal eine Übersicht der immunstärkenden Maßnahmen:

  • „Gesund-schlafen“
  • Thymian-Tee, oder Holunder, Lindenblüten, dreimal täglich eine Tasse
  • Zuwendung, Geborgenheit, Selbstversorgung. Wenn keiner in der Nähe ist, tut es auch eine Wärmflasche oder ein Duftkissen.
  • Homöopathische Mittel können die Selbstheilungskräfte sehr gut anregen. Dafür solltest du dir aber tatsächlich eine Auszeit gönnen, denn das passende Mittel kann den Genesungsprozess sehr stark anheizen.
  • Viel trinken, unterstützt den Körper bei der Selbstheilung und Entgiftung

 

Warum manche anfälliger für Krankheiten sind als andere, das möchte ich im nächsten Artikel aufgreifen.

Welche Botschaften deines Körpers nimmst du nicht ernst? 

Herzlich, deine Anette

Expertin für Burnout und Psychosomatik

www.anette-droege.de


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