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Was Schwäche mit Mut zu tun hat – und wie wir zu ihr stehen

Thema Schwäche zeigen: Vor ein paar Tagen war ich im Schwimmbad. Dort beobachtete ich ein kleines Mädchen, vielleicht sieben oder acht Jahre alt. Sie schwamm im großen Becken und ihr Opa ermahnte sie immer wieder, nicht so schnell zu schwimmen. „Interessant“, dachte ich, lächelte ihr zu und zog weiter meine Bahnen. Nach einigen Minuten fiel mein Blick auf den 5-Meter-Sprungturm. Dort tummelten sich die Jungs und einer nach dem anderen zeigte seine mehr oder weniger gelungenen Kunststücke.
Da sah ich das Mädchen wieder. Sie stand am Rand des 5-Meter-Sprungturms.
Sie blickte nach unten, ging wieder etwas zurück, ließ die anderen vorgehen. Dann trat sie wieder an den Rand, wartete und ging wieder zurück.

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Und da war sie: die Erinnerung

Ich stehe auf dem 5-Meter-Sprungturm.
Es ist Sommer vor ungefähr 48 Jahren. Wir sind wieder im Urlaub bei meinen Großeltern, und mein Vater und ich gehen jeden Morgen ganz früh schwimmen. Ich kann nicht gut schwimmen, bin aber schon drei oder vier Mal vom 3-Meter-Brett gesprungen. Jetzt stehe ich auf dem 5-Meter-Turm. Ich weiß nicht, warum ich da hochgegangen bin. Von meiner ängstlichen Mutter wurde ich vor allem zurückgehalten und gewarnt. Nicht klettern, nicht turnen …Wahrscheinlich wollte ich rebellieren. Vielleicht wollte ich Anerkennung von meinem Vater. Vielleicht wollte ich meinem Cousin beweisen, wie toll ich bin. Egal, nun stand ich da. Von hier oben sah alles ganz anders aus. Viel tiefer als von unten, nichts zum Festhalten, kein Gurt, kein doppelter Boden. Einfach freier Fall. Ich ging wieder etwas zurück, dann wieder vor an den Rand. Bestimmt vier oder fünf Mal. Mein Cousin kam nach oben und bot mir an, gemeinsam zu springen. Er nahm meine Hand.

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Nein. Ich konnte nicht. Inzwischen hatte ich natürlich die Aufmerksamkeit der Badegäste auf mich gezogen. Mein Cousin sprang. Ich ging die Treppe runter. Niemals werde ich diesen enttäuschten Blick meines Vaters vergessen. Bis eine Frau zu ihm sagte:

„Wissen Sie, es gehört viel mehr Mut dazu, wieder runter zu gehen, als aus falsch verstandenem Ehrgefühl zu springen.“

Schwäche wird oft aus Angst vor Ablehnung verdrängt 

Auch das Mädchen im Schwimmbad geht die Treppe wieder hinunter und ich beobachte ihre Großeltern. Nein, sie sind wohl nicht enttäuscht. Sie haben Verständnis. Doch wie oft tun wir etwas, weil andere es von uns erwarten, weil wir sie nicht enttäuschen wollen, weil wir dazugehören wollen, aus Angst vor Ablehnung? Und wie oft kann so etwas auch ganz übel ins Auge gehen? Wie viele tragische Unfälle kamen schon so zustande?

Doch es muss nicht immer so enden. Es reicht ja, wenn wir uns danach schlecht fühlen. Ich weiß:

  • Es ist wichtig, aus der Komfortzone herauszugehen
  • Da, wo die Angst ist, geht es lang
  • Den inneren Schweinehund besiegen
  • No risik, no fun

Was aber, wenn es einfach noch nicht die richtige Zeit dafür ist?

Ich spreche nicht vom perfekten Zeitpunkt. Der kommt nie. Ich spreche von der inneren Bereitschaft, von dem inneren Verlangen. Mein Verlangen, vom 5-Meter-Turm zu springen, war und ist gleich Null.
Doch das kleine Mädchen wird es wieder versuchen und auch tun – wenn sie dafür bereit ist und das Verlangen da ist.

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Die Erwartungshaltung anderer contra eigene Schwäche

Doch wie ist es mit unseren Erwartungen? Wie oft waren wir schon enttäuscht, weil andere nicht so gehandelt oder reagiert haben, wie wir es gerne gehabt hätten? Wie oft haben wir das als Schwäche abgetan? Auf der anderen Seite haben wir aber auch vermeintliche Schwächen bei Promis als mutig empfunden. Der Grat ist wohl sehr schmal und hängt immer davon ab, inwieweit wir selbst davon betroffen sind.

Wie können wir mit diesen Bewertungen aufhören?

Bei dir selbst:

  • Betrachte deine vermeintliche Schwäche.
  • Wie wichtig ist es für dich, diese Schwäche nicht mehr zu haben?
  • Wie stark beeinflusst sie dein Leben wirklich?
  • Was wäre, wenn du sie nicht mehr hättest?
  • Gibt es eine Situation, in der diese Schwäche hilfreich wäre?
  • Was könnte daran positiv sein?
  • Wen könntest du vielleicht mit der gleichen Schwäche unterstützen?

Bei anderen:

  • Was löst die Schwäche des anderen bei dir aus?
  • Welche Erkenntnisse gewinnst du daraus?
  • Wie würde es sich anfühlen, wenn du das bedingungslos annehmen könntest?

 

So ist es mit dem Gefühl der eigenen Schwäche: Für uns selbst ist sie oft ein Makel – wir wollen am liebsten nicht hinschauen und nicht wahrhaben –, aber ein anderer sieht darin Mut.

monika-rinn  Deine Monika Rinn

Praxis für Coaching und Hypnose und Certified Female Speaker

www.monikarinn.de

++++

hier kommt noch mehr Inspiration von Monika im Compassioner:

Schluss mit Schuldgefühlen und faulen Kompromissen

 

 

 

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