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Was Sex in unserer Gesellschaft bedeutet – und was das mit dir zu tun hat

Ich schreibe oft über die individuellen Sex und darüber, wo man sich noch ein bisschen freier machen könnte oder mehr Heilung geschehen darf.

Viele Menschen haben auch eine eher individualistische Einstellung und Sichtweise zur Sexualität. Deshalb rücken wir häufig nicht so recht mit der Sprache heraus, wenn es um unser eigenes Sexleben geht. 

In diesem Beitrag möchte ich jedoch den Scheinwerferspot auf das Thema “Sex in unserer Gesellschaft” lenken. Denn um ein Individuum zu verstehen und damit auch sich selbst, ist es für mich immer auch unerlässlich, die Gesellschaft zu betrachten, in der wir leben. Der gesellschaftliche Umgang mit Sexualität ist sowohl ein Spiegel, als auch eine Richtlinie für dein individuelle Erleben.

Sexualität und Konsum: Deinen besten Orgasmus bekomm´ gefälligst heute!

Sex-PaarDie Gesellschaft, in der wir leben, ist von Konsum auf allen Ebenen geprägt. Das ist an sich weder gut noch schlecht. In manchen Lebensbereichen ist das vielleicht positiv, in anderen kann das hinderlich wirken. In den letzten 10 oder 15 Jahren hat sich dieses Verhalten jedoch auch sehr im Bild der Sexualität gespiegelt.

Beispiele dafür sind, dass es immer mehr Beiträge darüber gab, wie man schneller, effizienter und toller zu längeren und mehreren Orgasmen kommt. Das Überangebot für Ratgeber und Meinungen, Tipps und Tricks für den noch besseren Sex überschwemmten die Medien.

Auch die Masse an Online-Flirt und Datingportalen spricht dafür, dass die Konsumhaltung in unserer Gesellschaft auch mittlerweile in unseren Schlafzimmern angekommen ist.

Das wir uns richtig verstehen, ich kritisiere das alles nicht im Geringsten. Denn wie alle Erscheinungen, kann auch das sowohl positive als auch negative Auswirkungen zeigen.

Mal in Schubladen gedacht: Das Frauen- und Männerbild in der Gesellschaft…

Wie das Frauen- und Männerbild in der Gesellschaft ist, wird ständig breit diskutiert, ohne echte Ergebnisse zu produzieren.

Mir geht es darum, wie Männer und Frauen sexuell in der Gesellschaft präsentiert werden. Das ist am leichtesten über alle uns zur Verfügung stehenden Medien zu beobachten. Wichtig zu verstehen ist, dass die Medien nicht das echte Bild des individuellen Alltags abbilden.

Die Funktion ist es unter anderem, dass in uns (Medien-)Konsumenten Begehrlichkeiten erweckt werden. Und über die schiere Masse der Bilder und anderen Informationen beeinflusst auch das konsumieren diese unsere Wahrnehmung, unsere Gedanken und unser Gefühl.

Frauen sind…

Frauen in den Medien werden überproportional sexualisiert dargestellt. Frauen sind meist zwischen 18 und 30, häufig sehr erotisch, sinnlich oder sexy dargestellt.

Verführerische Posen, eher verführbare und schwache Körperhaltung, hohe Stimmen, meist abhängig. Die starken Frauen werden meistens auch durch irgendeinen tollen Mann zum weichen Weibchen.

Frauen werden oft als prüde, schüchtern und unerfahren dargestellt. Sie warten auf den Einen, der sie sexuell befreit, befriedigt und glücklich macht. Eine Frau ist auch dann immer willig, auch wenn das gesellschaftliche Narrativ uns weis macht, dass Frauen viel weniger Lust auf Sex haben als Männer.

Männer sind…

Männer in den Medien sind meist auch überproportional männlich dargestellt. Sie können alles, wissen alles und es klappt mit jeder Frau, die sie haben wollen immer und überall. Sie wissen, wie jede Frau sexuell funktioniert.

Ganz egal, wie es ihnen geht und was ihnen gerade Kummer bereitet. Ja, diese Männer haben nie Probleme, sie managen ihr Leben mit Links und lassen sich nicht bändigen. Und genau deshalb sind sie geliebt und begehrt von den Frauen. Sie sind wahre Helden, die mit einem Hauch ihres Atems jede Frau zum Beben bringen können.

Und dann gibt es immer noch die absoluten Verlierer. Die nie eine Frau haben und meistens auch noch sehr spezielle Hobbies haben. Mit diesen Männern möchte sich jedoch kein Mann identifizieren, denn sie sind nicht begehrenswert und sie sind auf die eine Frau angewiesen, die sie wegen ihrer inneren Werte liebt.

Sexuelle Ansprüche

Daraus resultiert, dass wir erwarten, dass Männer Frauen immer glücklich machen können und sexuell befriedigen. Männer machen die Arbeit, Frauen lassen sich bedienen. Männer wählen sich die Frauen, und es ist völlig in Ordnung, dass man Frauen benutzt, weil sich ein begehrenswerter Mann nicht binden muss.

Das Fatale ist, dass viele Menschen diese Bilder indirekt glauben. Das hat Konsequenzen…

… für Singles: Love me tinder!

Als Single hat man heutzutage fast die Pflicht, sich über jede Sexplattform auszutoben. Wer keinen Account auf Tinder oder anderen Plattformen hat, wird schon fast schräg angeschaut. Oha, nie war es so leicht, an Sex zu kommen, wie heute.

… für Paare: Wenn du mich wirklich liebst, bist du fast allzeit bereit!

Sex, paarAls Paar tauchen dann andere Probleme auf. Denn das Bild, das von Frauen und Männern verlangt wird, klappt in Paarbeziehungen gar nicht.

Welche Frau ist im Alltag immer sexy und hilflos? Und welcher Mann regelt immer alles problemlos und kann auch in stressigen Situationen immer der beste Lover der Welt sein?

Was fehlt?

All diese Bilder und Begehrlichkeiten sind weder gut noch schlecht. Doch in meinen Augen fehlen dabei einige ganz essenzielle Dinge, um einen entspannten, genussvollen und befriedigenden Umgang mit Sexualität zu haben:

  1. Es fehlt der Bezug zum eigenen Leben.
  2. Es fehlt der Bezug zu den eigenen Bedürfnissen.
  3. Es fehlt Offenheit für andere Liebes- und Lebensentwürfe.
  4. Es fehlt an Kommunikation.
  5. Es fehlt an der Fähigkeit, Präsenz zu halten im Augenblick und für den anderen.
  6. Es fehlt an Beziehung.

Diese Dinge, die wir täglich implizit auf uns einprasseln lassen, lernen wir ganz unbewusst einfach mit. Doch die Dinge, die fehlen, werden in diesen Bildern nicht oder nicht ausreichend transportiert. Wir leben in einer hoch-individualisierten Gesellschaft und es wird uns ein so enges Bild von Sexualität und allem was dazu gehört, gezeigt.

Was bedeutet das für uns?
Find your own sex-loving-style!

Das, was ich jedem Menschen ans Herzen lege, ist, dass wir durchatmen, einen Schritt zurücktreten und prüfen, was wir wirklich wollen. Sich selbst kennen lernen, auch sexuell. Denn über diese Informationen hinweg, die uns sexuelle Offenheit suggerieren, liegt eine tief verwurzelte Verklemmtheit, die uns immer noch daran hindert uns auszutauschen, uns wirklich mit uns selbst zu befassen.

Wer bin ich eigentlich sexuell – jetzt?


Diese Frage kann man sich immer wieder stellen.

Und es ist okay, wenn man nicht der Superlover*in oder die männerverschlingende Sexbombe ist. Und es ist okay, wenn man nicht mit jedem schlafen will, der einem vor die Flinte kommt. Es ist okay und sogar wünschenswert, wenn man darauf hört, was man gerade möchte und wo die eigenen Grenzen sind.

 

So lernen wir das in unser Leben zu holen, was im Moment noch in den gesellschaftlichen Bildern deutlich zu wenig präsent ist.

Alles Liebe und bis bald,

Claudia

www.claudia-elizabeth-huber.de

 

 

 

 

 

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Für erfüllenden Sex gibt’s kein Einheitsrezept

 

 

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