Human Trust
Kategorien Anzeigen

Erfolg Body Arbeit Beziehungen Deine Welt Glück Seele Podcasts humantrust @Redaktion

hier-und-jetzt-titel

Was wir von Tieren über das HIER und JETZT lernen können

Uns Menschen fällt es immer schwerer, uns auf das „Hier und Jetzt“ einzulassen. Bewiesenermaßen ist die Achtsamkeit in jedem Augenblick einer der wichtigen Schlüssel für ein erfülltes und bewusstes Leben.

Oft wird gesagt, „Tiere leben völlig im Hier und Jetzt“ – meine Erachtens trifft das in weit höherem Maße als bei Menschen zu.

Ein wenig differenziert ist das Thema dennoch zu sehen.

Wenn Tiere und ihr Inneres das Vergangene, ob es positiven oder negativen Einfluss auf sie hatte, ganz und gar löschen oder vergessen könnten, hätten wir nicht so viele traumatisierte und verhaltensauffällige Haustiere.

Auch in ihren Zellen werden natürlich Erinnerungen gespeichert. Erlebtes und Erfahrenes hinterlässt Spuren. Sie werden davon beeinflusst und ihr Handeln, ebenso wie das von Menschen, wird oft unbewusst und instinktiv davon gesteuert.

Und natürlich erinnern sie sich an Situationen, freudige, angstauslösende, sättigende etc. Sie handeln in einer gleichen oder ähnlichen Situation eben erfahrungsgemäß, so wie wir auch.

Kein Konjunktiv in der Welt der Tiere

Der Unterschied zu den Menschen ist: Wenn es ihnen gerade JETZT gut geht, dann lassen sie sich darauf ein, mit aller Hingabe. Dann ist da kein Gedanke an „Oh, in einer Stunde (oder einem Tag oder nächstes Jahr) wird es mir gewiss wieder weniger gut gehen“.

 

Das bekannte „Wenn – dann“ des Menschen

Tiere leben nicht im Konjunktiv, in Gedankenkonstrukten bisher noch nicht erlebter Erfahrungen (bitte differenzieren – prägende Erlebnisse werden natürlich ins System integriert, u.U. auch ins Zellgedächtnis und über Generationen).

Ein einfaches Beispiel:

Ein Tier denkt nicht wie ein Mensch z.B.: „Wenn beim nächsten Gewitter der Blitz in diesen Baum einschlägt, dann kann er mir auf den Kopf fallen.“ Solch irrationale Zukunftsängste haben Tiere nicht – welch ein schöner Zustand!

Ein Tier, das sich gerade freut, freut sich ganz und gar.

Alles in ihm ist glücklich in diesem Moment, es ist wohl ein wenig vergleichbar mit dem Zustand des Frischverliebtseins.

Sie sind sozusagen verliebt in das Leben, in den Jetzt-Zustand in diesen Momenten und je mehr davon, um so besser.

Ohne die Prägungen vieler Menschen „Hoffentlich bleibt es so, was ist, wenn es aufhört …“.

Wenn ein traumatisiertes Tier sich in einem Moment wohl und sicher fühlt, was meist an einem absolut sicheren Rückzugsort der Fall ist, und sich an der Situation nichts ändert, kein erfahrungsgemäß bedrohlicher Einfluss in diesen Augenblicken hinzukommt, dann bleibt es in diesem Wohlgefühl.

Traumatisierte Menschen (und nicht nur diese) können sichere, friedliche und schöne Situationen weniger gut genießen, weil im Hinterkopf häufig genau diese Befürchtung anklopft „Wenn … dann …“. Oder „Es könnte dieses oder jenes geschehen …“.

Gewiss wirken traumatisierte Tiere oft als ständig unter Anspannung stehend. Dies ist meines Erachtens durch einen andauernden hohen Stresshormonspiegel verursacht (es kann bis zu 6 Tagen dauern, bis er vollständig wieder abgebaut ist).

Es kann sein, dass kleine und kleinste Auslöser, die wir evtl. gar nicht wahrnehmen, den Pegel immer wieder ansteigen lassen.

Dann wird der Eindruck erweckt, das Tier hat Angst vor dem Morgen oder gar vor dem, was in der nächsten Minute geschehen könnte. Wenn man – zum Beispiel durch die körperbasierte Arbeit der Tellington-Touches  – erreicht, dass die Stresshormone deutlich sinken, sind diese scheinbaren Anzeichen von „Zukunftsängsten“ sichtbar verringert bzw. aufgelöst.

Ja, tatsächlich scheint es  so, dass  die Tiere „zurück ins Hier und Jetzt“ geholt werden können. Wir können es so bezeichnen, es ist letzten Endes irrelevant, wie wir es nennen.

Wildtiere – Vorbilder für uns

Wundervolle Lehrer für das Da-Sein im viel zitierten „Hier und Jetzt“ sind z.B. Wildtiere, die in einer weitgehend oder völlig stressfreien Umgebung leben. Sie sind in einer zutiefst beeindruckenden Präsenz, oft mehr noch als die domestizierten Tiere, und wenn wir uns des Öfteren in das Erleben eines Wildtieres hineinbegeben, erfassen wir immer deutlicher, was dieser erstrebenswerte Zustand bedeutet, und wie er sich anfühlt. Und wie wir selbst ihn zumindest zeitweise erreichen können.

„Ich bin“. „Es ist, wie es ist“. „Ich lebe, gerade jetzt an diesem Platz“.

Scheinbar schlichte Gefühle von Tieren – und  so viel weiser als „Kopfkino“.

Man könnte es im weiteren Sinne als „permanente Meditation“ bezeichnen, ein andauerndes ganzheitliches Sein. Ganz bei sich selbst sein, und doch die Energien um sich herum absolut spüren, und falls nötig, darauf reagieren.

 

Ein weiteres Beispiel für das Sein im Augenblick:

Ein Tier, das gerade satt ist, freut sich jetzt über diesen befriedigenden Zustand. Es denkt nicht „Morgen hab ich vielleicht nichts zu essen“. Es fühlt sich für mich so an, als ob für die Tiere aufgrund ihrer umfassenden und ganzheitlichen Wahrnehmung des Seins unsere linear ablaufende Zeit nicht existiert. Sie leben in jedem Moment in einem Kreis …

Das Bedeutsame im Leben – so schlicht und einfach

Dies wurde mir sehr deutlich bewusst am 11. September 2001 – die Welt hielt den Atem an, und auch ich war bestürzt, da ich nur kurze Zeit zuvor aus den USA zurückgeflogen war.

Ca. eine Stunde nach der Nachricht ging ich zu meinen Pferden an den Stall. Natürlich spürten sie nicht nur in mir die Betroffenheit, sondern die ganze seltsame Energie dieses Tages. Ihre Reaktion kann nur übersetzt werden mit: „Na, wird Zeit, dass du kommst. Gib das Futter und tu das Nötige.“

 

Was ich dann auch tat. Die Wiese abäppeln, nach dem Zaun schauen, Pferde putzen, Hufe auskratzen. Eine bessere Möglichkeit, wieder im Hier und Jetzt und bei mir selbst anzukommen, hätte es für mich nicht geben können.

Wir existierten auch an diesem Tag an diesem Ort, die gewohnte Ordnung des gewohnten Alltags und die Sichtweise der Tiere zu den Geschehnissen war das beste Mittel, um wieder in die eigene Präsenz zu finden.

 

Ein Präsent, das uns Präsenz lehrt. Tiefen Dank an euch tierische Gefährten!

kommunikation-mit-tieren-karinaIn diesem Sinne und aus dem Herzen: Viel Freude beim Erforschen des Hier und Jetzt.

Eure Karina

www.tiergefuehle.de

Vielleicht interessierst du dich über meine Kurse über die Tierkommunikation. Infos findest du auf meiner Website. Die nächsten Kurse sind:

2./3. Juni in Herschbach/Unterwesterwald
30. Juni./1. Juli in Rosbach/Hessen

———————–

Dieser Artikel ist auch inspirierend:

teaser-hier-und-jetztTellington TTouch bei Tieren- Heilung für Körper und Seele

 

 

 

 

 

 

 

Gefällt mir 189 Personen gefällt das

Diskussion

Hole dir dein Gratis-Geschenk für Compassioner-Leser:


Das große Coaching Paket von Veit Lindau.
Sichere dir diesen wertvollen Leitfaden für ein erfülltes, glückliches Leben.

 

Wir schenken dir:
o 4 Audiovorträge mit Veit Lindau
o 1 Geführte Meditation
o Den Lebenskompass

Trag dich dazu hier ein:

 



 

 

fan

Pin It on Pinterest

Share This