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So nutzt du die Weisheit deines Körpers

Wie du die Weisheit deines Körpers nutzen kannst, um ein freierer Mensch zu werden… Ein Gastartikel von Anette Dröge, Heilpraktikerin mit einer Fachpraxis für Burnout-Therapie und Psychosomatik.

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Unser Körper ist ein sehr fein ausgeklügeltes System, das aus verschiedenen Einzelkomponenten besteht, die sehr harmonisch ineinandergreifen.  Der Körper ist von Natur aus danach bestrebt, harmonisch zu funktionieren, weil er sich dann am wohlsten fühlt. Aber warum werden wir dann überhaupt krank?

Warum gibt es dann Krankheiten, bei denen – so das allgemeine Verständnis – die Seele den Körper krankmacht?

Was sind die dahinterliegenden Gründe?

Wie können wir lernen, die dahinterliegenden Zusammenhänge besser zu verstehen?

Warum sprechen wir von der Weisheit des Körpers, wenn es doch alles gar nicht so harmonisch zusammenspielt?

Volkesmund tut Wahrheit kund

Krankheiten entstehen im Körper, wenn die natürlichen und harmonischen Abläufe durch irgendetwas gestört werden. Diese Störungen können durch schlechte Lebensführung entstehen, beruflichen oder emotionalen Stress und krankmachende, und in dem Sinne schwächende, Lebens- oder Arbeitsbedingungen. Dabei ist es wichtig, zwischen kurzen „Krisen“ zu unterscheiden und lang andauernden Phasen, in denen der Körper nachhaltig geschwächt bzw. sogar geschädigt wird und tiefersitzende oder möglicher chronische Krankheiten entwickelt.

Wir alle kennen das sogenannte „Nase voll – Syndrom“. Hierbei handelt es sich um einen kurzfristigen gesundheitlichen Einbruch. Vielleicht möchtest du auch jemandem etwas husten!? Was auch im wahrsten Sinne des Wortes manchmal gut wäre – um die eigenen gesunden Grenzen wiederherzustellen oder einen anders gearteten Konflikt zu bereinigen.

Im Volksmund gibt es jede Menge aussagekräftige Formulierungen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, wie z.B. „es bereitet mir Kopfzerbrechen“, „jemand ist halsstarrig“ oder „uns sitzt die Angst im Nacken“.

Wenn wir Beschwerden psychosomatisch betrachten, gehen wir davon aus, dass innere Konflikte, die wir nicht lösen können, auf Dauer zu Störungen in den gesunden Abläufen führen und langfristig Krankheiten erzeugen.

Was ist die Botschaft?

Deshalb ist es so wichtig, hinter die Symptome zu blicken um die eigentliche Botschaft zu verstehen.

Es ist für mich immer wieder faszinierend, mit welch einfachen und klaren Bildern die Krankheiten auf innere Missstände aufmerksam machen.

Weisheit deines KörpersBei meiner Arbeit in der Praxis unterstütze ich meine Klienten mit der Kombination aus körperorientierter Psychotherapie und Coaching. Die körperorientierte Psychotherapie bietet uns den Rahmen, den Körper in die Behandlung mit einzubeziehen. Durch Hineinspüren oder Hineinatmen in Verspannungen und Symptome können wir mit dem Körper Kontakt aufnehmen. Unterstützende Maßnahmen wie Halten, Druckgeben, Massagen oder Ausstreichungen erleichtern die Bewusstwerdung des Themas und das Auftauchen von inneren Bildern sowie das Loslassen der Spannungen, die im Körper gespeichert sind.

Indem wir verstehen, was sich in unserem Inneren angestaut hat, lernen wir, mit Hilfe von Unterstützung, anders mit unseren Gefühlen wie Enttäuschung, Wut, Sehnsucht oder unserer inneren Not umzugehen. Wir können uns dann auch wieder für Neues öffnen.

Das Alte kann abfließen und schafft Platz für neue Erfahrungen und Erkenntnisse.

Dadurch, dass der Körper Halt und Unterstützung bekommt – wie von einer guten Mutter – macht der Körper z.B. die neue Erfahrung, nicht alleine zu sein in dem Augenblick der Verzweiflung. Er kann sich entspannen und die neue Qualität der Unterstützung in sich aufnehmen. Die Klientin geht gestärkt aus der Session hervor, da sie zum einen nicht länger vor dem Gefühl weglaufen muss und zum anderen diese neue Erfahrung gemacht hat. Um das anschaulich zu illustrieren möchte ich ein Beispiel aus meiner Praxis vorstellen.

Ein Erfahrungsbericht

Eine Klientin kommt in die Praxis mit sehr starken Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich. Das ist sowieso ihre Schwachstelle. Wir arbeiten im Liegen auf der Matratze, um mit dem Symptom in Kontakt zu treten. Ich gebe ihr Unterstützung, in Form von Druck, Halt und Massage an verschiedenen Bereichen des Körpers, damit sich die angespannten Muskeln lösen können.

Zunächst zeigen sich Ärger und das Gefühl, strammstehen zu müssen, da sie gerade sehr viel zu tun hat und erschöpft ist. Dann wird es ruhiger, ich gebe ihr weiterhin Halt an den Schultern, sie entspannt sich. Da taucht plötzlich wie aus dem Nichts der Satz auf: „In den Schultern sitzt ganz viel Angst vor dem Neuen, vor der Zukunft.” Und sie kann ganz deutlich spüren, wie sie versucht hat, diese Angst durch das viele Arbeiten wegzudrücken. 

Ich ermutige sie, jetzt und hier die Angst zuzulassen, weiter zu atmen und zu spüren, wie es ihr damit geht.

Das Neue darf sein

Sie stellt fest, dass sie „das Neue“ schon deutlich in der unteren Körperhälfte spüren kann, in der oberen Körperhälfte aber noch nicht. Sie atmet bewusst in ihren Körper und erlaubt, dass sich das Gefühl „des Neuen“ im ganzen Körper ausbreiten kann. Wir nehmen uns für diesen Teil viel Zeit, so dass sich Körper und Seele in einem bewussten Prozess verbinden können. Als sie zum Abschluss der Stunde wieder im Sessel sitzt, sagt sie: „Erstaunlich, wie stark ich das Neue jetzt im ganzen Körper spüren kann.” Sie spürt deutlich, dass dieser Wandlungs- und Wachstumsprozess nicht etwas rein Geistiges ist, sondern auch durch „Mark und Bein” geht. In der Stunde hat eine Verwandlung stattgefunden.

Ihre neuen Erkenntnisse und das neue positive Körpergefühl kann sie direkt mitnehmen. Es hat eine innere Aufrichtung stattgefunden, die sie nun trägt und ihr einen neuen Stand im Leben ermöglicht. Indem sie sich Ihrer Angst gestellt hat, kann sich nun auch die Vorfreude auf das Neue entfalten.

Jeder Mensch hat seine „bevorzugten“ Schwachstellen, an denen sich innere Konflikte, Druck und Stress als erstes bemerkbar machen. Die „Weisheit unseres Körpers“ nutzt diese Schwachstellen als „Ventile“ um uns auf unsere Problemfelder aufmerksam zu machen. Es gibt verschiedene wunderbare Möglichkeiten mit unseren Symptomen Kontakt aufzunehmen. Ich möchte einige vorstellen:

Achtsame Atmung  –  einen wohlwollenden Raum eröffnen

Der einfachste und direkteste Weg ist es, in einer liebevollen und wohlwollenden inneren Haltung in das Symptom hinein zu atmen, um mehr über die Ursache zu erfahren. Am besten legst du dir Block und Stift bereit, um die auftauchenden Gefühle, Bilder oder Sätze aufzuschreiben.

Weisheit deines KörpersWenn wir uns ganz auf das Gefühl, die Schmerzen oder Beschwerden wie Hitze, Reißen oder Druck einlassen, kann es sein, dass Bilder auftauchen, oder Gefühle und Erkenntnisse, die wir schon eine ganze Zeit unterdrücken – weil sie uns unangenehm sind oder überfordern – weil wir nie gelernt haben, damit umzugehen.

Wenn wir uns nun trauen in diesem Moment bewusst mit den Bildern oder Gefühlen Kontakt aufzunehmen – wenn sie nun endlich gesehen und damit angenommen werden, können sie sich lösen und uns den Blick auf die dahinterliegende innere Weisheit bzw. unsere ureigene innere Wahrheit frei geben.

Selbstversorgung hinterfragen

Ein sehr klares Bild ergibt sich auch dann, wenn wir ganz neutral unsere grundlegende Selbstversorgung beobachten:

  • Isst du, wenn du Hunger hast?
  • Trinkst du, wenn du Durst verspürst?
  • Was trinkst du?

Hast du eine liebevolle Haltung zu dir und deinen Grundbedürfnissen?

Gehst du schlafen, wenn du müde bist?

An diesen ganz einfachen Fragen kann man schon sehr viel über den eigenen Umgang mit sich und seinem Körper erkennen. Um zu einem gesunden Lebensstil zu finden, ist es zentral, unsere Gewohnheiten zu hinterfragen und alte Überzeugungen, die gar keine Gültigkeit mehr haben, loszulassen.

Entgegen der Ansicht, dass die Seele uns unwiderruflich krankmachen kann, möchte ich uns alle unterstützen und ermutigen, dass wir uns unseren Beschwerden zuwenden und die tiefe Weisheit, die sich dahinter verbirgt kennen lernen. Meistens ist das, was dann geschieht, nie so dramatisch, wie wir es uns in unserer Phantasie vorgestellt haben.

Deine Anette Dröge

www.anette-droege.de

 

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