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Weltwunder

Auf zum Weltwunder – Ein Plädoyer für eine bessere Welt

„telegramm an alle welt: –..– konferenz in kapstadt eröffnet –..– alle staatshäupter und staatsoberhäupter gesund eingetroffen –..– sehen verständigung aufs zukunftsfroheste entgegen –..– unbedeutende meinungsverschiedenheiten hinsichtlich tagesordnung –..– änderungsantrag betreffs geschäftsordnung –..– erregte debatte wegen sitzordnung –..– wetter ausgezeichnet -..-“

(aus „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner)

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzten sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“
(UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon)
 

Wenn du einen Menschen danach fragst, was sie oder er am 09. November 1989 getan hat, dann wird sie oder er sehr schnell eine Antwort darauf wissen. Dieses Datum ist unsterblich in unsere kollektive DNA eingebrannt. Wir sind Teil dieser Tages-Geschichte, weil sie unsere Welt für immer verändert hat. An solchen geschichtsträchtigen Tagen fallen Grenzen, vereinen sich Staaten, liegen sich fremde Menschen in den Armen, feiern sich und die Kraft des Lebens, das immer ein gutes Ende findet. Das sind Tage, an denen unsere stille Hoffnung sich nährt, dass so etwas wie ein Weltwunder möglich ist.

Natürlich gibt es auch Tage wie jenen 11. September 2001, den niemand von uns je vergessen wird. Natürlich gab es gerade jetzt auch einen 09. November 2016, den Tag, der das „Ende der Welt (wie wir sie kennen)“ bedeuten könnte, wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe apokalyptisch und bedeutungsschwanger titelte. Die Frage ist, wie viele 11. September wir in uns aller Gedächtnis einbrennen wollen – oder ob wir nicht jene Tage eher würdigen möchten, die die Welt ein kleines bisschen besser machen.

Der 25. September 2015 – ein Tag für die Geschichtsbücher?

Ein bedeutungsvoller Tag war auch der 25. September 2015. Vor über einem Jahr hat sich etwas noch nie da Gewesenes ereignet: Bei einer Vollversammlung der Vereinten Nationen haben alle 192 Mitgliedsstaaten die Sustainable Development Goals (SDGs, die neuen Globalen Nachhaltigkeitsziele) unterzeichnet: Insgesamt 17 Ziele für eine bessere Welt. 17 Ziele, die alle Großbaustellen, die wir selbst als Menschheit geschaffen haben, beim Namen nennen und noch mit einem Zielhorizont versehen, der zumeist ins Jahr 2030 reicht. Deswegen werden die SDGs auch Agenda 2030 genannt. Über den Weg hin zur Agenda 2030 und ihre wesentlichen Meilensteine ist „man“ sich freilich noch nicht klar. Aber wie kann das auch anders sein bei diesen weltumspannenden Problemen, die wir noch nie zuvor gelöst haben? Die Antworten werden sich auf dem Weg finden müssen.

Jetzt bin ich auf Deine Reaktion gespannt:
Wusstest Du davon? Was denkst Du darüber?

Ich gehe jetzt mal eine Wette ein: Ich wette, dass das erstens viele noch gar nicht wissen und zweitens die meisten von uns mit Skepsis, mit einem abfälligen Lächeln oder gar mit Zynismus reagieren. „Nee is klar, was sich da führende Politiker*innen wieder ausgedacht haben. Viel heiße Luft, Papier ist geduldig, wer´s glaubt wird selig. Diese Milleniumsziele gabs doch schonmal – und was ist damit passiert…? Die sind im Sande verlaufen…“ Solche und ähnliche Gedanken spuken vielleicht auch gerade in deinem Kopf herum, wenn du dies liest.

Ich bin dafür: Weltrettung in 17 Zielen bis zum Jahr 2030

Weltwunder

Ich mag dazu meine Sichtweise mit dir teilen: Um dieses – ich nenne es mal „Manifest für eine bessere Welt“ zu erschaffen – haben sich viele renommierte Köpfe viele Gedanken gemacht. Ich möchte ihre Arbeit anerkennen. Ich habe mich im Rahmen eines Projektes intensiv mit den globalen Nachhaltigkeitszielen auseinander gesetzt und finde, dass sie eine extreme Kraft ausstrahlen. Mich persönlich berühren diese Ziele sehr, sie stellen für mich einen klar umrissenen Horizont der Herausforderungen dar, die wir als Menschheit zu meistern haben. Weltrettung in 17 Zielen: in dieser Präzision und Klarheit, so allumfassend gab es das bisher nicht – mir ist zumindest nichts Vergleichbares bekannt. Deshalb erkenne auch ich diese Ziele an,  werde alles für mich Menschenmögliche dafür tun und meinen Beitrag dazu leisten, dass wir gemeinsam diese Ziele wirklich erreichen. Mein Lebenstraum ist es, dass wir es als Menschheit schaffen, die Armut und den Hunger abzuschaffen, dass wir viel mehr Menschen den Zugang zu Bildung ermöglichen, dass wir es meistern, sorgsamer mit unserem Planeten umzugehen. Wenn ich nicht daran glauben würde, dass wir das packen, wäre alles, was ich tue, bloßes Blabla, ein Kaffeekränzchen mit nen bisschen Rumgeplauder. Dafür bin ich aber nicht hier (und ich glaube, du auch nicht). Mein Leben ist kein sinnloser Zynismus, keine negative Gegenbewegung, kein Achselzucken, kein „Auf die da oben, die da unten oder wen auch immer scheißen“. Ich bin hier, um für meine Sehnsucht einzustehen – bedingungslos und voll und ganz. Und so einiges meiner tieferen Lebenssehnsucht hat eben damit zu tun, diese Welt ein kleines bisschen besser zu machen, etwas Ordnung zu schaffen auf den vielen Baustellen unserer großartigen Erde mit ihren Milliarden wundervollen Menschen. Das kannst du jetzt naiv nennen oder weltfremd. Mir ist es völlig egal, wie viele Ziele, vielleicht sogar Milleniumsziele, bereits nicht erreicht worden sind und „dass  das deshalb sowieso nichts werden kann“.

Mein Leben ist keine Killerphrase, obwohl ich schon ebenfalls so viele Ziele nicht erreicht habe.

Und weißt du was? Ich weiß sogar, dass ich damit nicht allein bin: Repräsentative Studien sagen, dass 80 Prozent aller Menschen sich eine fairere, solidarischere und ressourcenschonendere Wirtschaftsordnung wünschen. „Aber warum setzen sich dann scheinbar nur so wenige dafür ein?“, magst jetzt einwenden. Ich glaube, dass viele von uns keinen Ansatzpunkt finden; die Probleme scheinen zu komplex, die Aufgaben zu groß, ein einzelner Mensch nicht mächtig genug dafür…

Genau deswegen bitte ich dich: Schau dir einmal die Globalen Nachhaltigkeitsziele an. Sie brechen die weltweiten Herausforderungen in 17 Arbeitsbereiche herunter.  Hier findest du sie: http://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html.

Vielleicht sprechen sie ja auch dich an – und vielleicht das eine oder andre andere Ziel ganz besonders. Dann schau doch mal, ob du dich in diesen Segmenten engagieren kannst.

„Tomorrow“, Zukunfts-Almanach, Glücks-Ökonomie – sind so viele Möglichkeiten

Wenn du jetzt noch keine Handlungs-Ansatzpunkte findest, sei dir erstens gewiss: Allein, dass du dich klar, ohne Wenn und Aber zu diesem Zielhorizont bekennst, wird einen Unterschied machen. Zweitens: Schau dich aufmerksam um. Im Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“, den Compassioner-Autor Hauke Prigge Euch bereits empfohlen hat, finden sich viele gute Beispiele, ebenso im Buch „Glücks-Ökonomie – Wer teilt, hat mehr vom Leben“ oder auch im Zukunfts-Almanach, das Prof. Harald Welzer, von der FUTURZWEI-Stiftung, alle zwei Jahre mit seinem Team herausbringt. Auch das Buch „Und jetzt retten WIR die Welt. Wie Du die Veränderung wirst, die Du Dir wünschst. Das Handbuch für Idealisten und Querdenker“ von Ilona Koglin und Marek Rhode ist eine gute Inspirations-Basis. Der Medienmarkt berstet geradezu vor Ratgebern, die diese Sehnsucht nach einer besseren Welt bedienen, die viele von uns in sich tragen. Schau dich also um und werde fündig.

Die Politik und die globalen Nachhaltigkeitsziele

WeltwunderUnd wenn du jetzt mit dem Argument kommst, dass aber auch die Politiker loslegen sollten, dann kann ich dich beruhigen: Auch auf dieser Ebene passiert gerade eine Menge: Wusstest du etwa, dass die Bundesregierung noch in diesem Jahr eine neue deutsche Nachhaltigkeitsstrategie willkommen heißen wird, die sich auf die globalen Nachhaltigkeitsziele bezieht? Das passiert nur alle 15 Jahre einmal. Wir tun also gut daran, hier den konstruktiven Schulterschluss zu suchen, anstatt das „Politiker-Gerede“ immer wieder durch den Kakao zu ziehen. Glaube mir, es wünschen sich mehr Politiker wirklich und wahrhaftig, dass sich diese Welt hin zum Besseren verändert, als du denkst.

Nutzen wir also die Gunst der Stunde.

Ich kenne keine stimmigere Zeit als jetzt  für ein besseres Morgen einzustehen, als in diesen Tagen, in denen von einem Leitmedium wie dem Spiegel das „Ende der Welt“ heraufbeschworen wird. Damit wir später unseren Kindern von jenem denkwürdigen 25. September 2015 berichten können, der eine entscheidende Weichenstellung hin zu einem guten Leben für alle Menschen bedeutete. Also, bist du dabei?

PS: In einem Folgeartikel erzähle ich dir von einer Zahl, die es braucht, damit wir diesem Weltwunder bedeutend näher kommen…

PPS: Du findest das spannend und willst noch mehr erfahren zu den Globalen Nachhaltigkeitszeilen und wie jede und jeder Einzelne zu ihrer Erreichung beitragen kann? Ich schreibe gerade ein Buch darüber. Wenn du Interesse daran hast, like doch den Artikel oder schenk mir einen Kommentar. Herzlichen Dank an dich!

Deine Stephanie

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