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Wenn Alkohol zum Lebensinhalt wird -Die Geschichte einer Betroffenen

Alkohol als Sucht. Zwei elementar wichtige Tipps, wie du aus der Abhängigkeit kommen kannst. Von einer, die es auch geschafft hat und heute Menschen begleitet, wieder clean zu werden.

Wenn man sich ab und zu ein gutes Glas Rotwein zum Essen gönnt, schadet es nicht. Selbst das abkühlende Bier im Sommer ist vollkommen legitim und schmeckt dem einen oder anderen äußerst gut.

alkohol suchtDramatisch wird es erst, wenn Alkohol nicht mehr als Genussmittel, sondern als Kompensation von psychischen Belastungen eingesetzt wird – und das in einer Regelmäßigkeit, die nicht mehr kontrollierbar ist.

Etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland gelten als alkoholabhängig, weitere 9,5 Millionen trinken zu viel – meist unbemerkt.

Alkoholabhängigkeit ist die drittgrößte Volkskrankheit, doch sie ist noch immer ein Tabuthema. Man redet einfach nicht gerne darüber.

Die Einsamkeit wird zum Motor

Carol redet. Die 51-Jährige ist eine von den Frauen, die alkoholabhängig waren. Lange galt diese Sucht als Männerproblem, doch das Trinkverhalten ist nicht mehr so stark vom Geschlecht abhängig:

Immer mehr Frauen trinken zu viel Alkohol. So wie Carol es getan hat.

alkohol-frauenBis zu ihrem 30. Lebensjahr trank Carol gar keinen Alkohol.

Selbst in ihrer Jugendzeit blieb sie davon fern, weil kein Interesse bestand oder es einfach nicht schmeckte.

Außerdem stammt sie aus einer suchtkranken Familie – der Vater war alkoholabhängig. Und das Nachmachen erschien ganz weit weg.

Doch dann erschwerte sich ihr Leben: Sie trennte sich von ihrem Mann und blieb alleine mit ihrem 3-jährigen Sohn zurück. Das Gefühl der Einsamkeit überwog, und in der Nähe stand eine Flasche mit Grappa. Carol nahm den ersten Schluck und bemerkte sofort, dass es ihr nicht gut tun wird – trotz Erleichterung, die sie nach den paar Zentilitern spürte.

Eine gescheiterte Ehe, die dazugehörige Traurigkeit, das Schamgefühl, es nicht geschafft zu haben und das plötzliche Alleinsein – all das konnte sie nicht mehr verarbeiten und trank weiter.

Negative Gefühle werden weggetrunken

Heimlich schlich sie sich in den Keller, wo die Weinflaschen standen. Mit einem Minzblättchen zwischen den Zähnen ging sie wieder nach oben, um keine Spuren zu hinterlassen. Niemand sollte etwas bemerken, schon gar nicht ihr Sohn und ihr neuer Partner.

alkohol-schnaps-suchtNach der Arbeit ging Carol in den Supermarkt und kaufte Flachmänner. Sie baute sich ein Sammelsurium von Möglichkeiten auf, um ihre negativen Gefühle wegtrinken zu können.

Vom ersten Schluck aus der Grappa-Flasche bis zum regelmäßigen Trinkverhalten baute sich ihre Abhängigkeit über 10 Jahre auf.

Carol funktionierte dennoch, um ihr Kind, ihre neue Partnerschaft und ihren Teilzeitjob so gut wie möglich unter einen Hut zu kriegen. Irgendwann lag sie besoffen auf dem Sofa und sehnte sich in diesem Moment regelrecht nach einer Leere und nach einem Nichtspürenmüssen.

Vielleicht ein gewollt ungewollter Hilfeschrei nach außen, denn die Familie sah das bisherige Geheimnis und versuchte zu helfen.

Den ersten Schritt in eine Beratungsstelle unternahm sie selbst. Es folgte eine teilstationäre Therapie, worauf sich Carol einließ – aber eigentlich war sie noch nicht dazu bereit. Sie trank, trotz Therapie, einfach weiter.

Der tiefe Fall wird zum Aufschwung

Eines Tages verlor sie, aufgrund ihres Alkoholkonsums, ihren Führerschein. Anschließend wurde sie von der Geburtstagsfeier ihres eigenen Lebensgefährten ausgeladen, weil dieser sie nicht mehr dabei haben wollte.

Das war ihr Klick-Moment. Die Ablehnung und das Fallengelassenwerden brachten sie dazu, sich eigenständig Hilfe zu holen, um ihre Sucht nach dem Alkohol loszuwerden.

alkohol-sucht-heilungDas Ausschließen aus ihrem sozialen Umfeld gab ihr die treibende Kraft, endlich etwas zu unternehmen.

Suizidale Gedanken brachten Carol zunächst in eine geschlossenen Psychiatrie. In der anschließenden Auffangtherapie beschloss sie, keinen einzigen Tropfen mehr zu trinken, obwohl sie sich einsamer fühlte denn je.

Ihren mittlerweile 13-jährigen Sohn gab sie an den Vater ab, ihr Lebensgefährte besuchte sie nicht mehr.

All diese schrecklichen Emotionen kompensierte Carol aber nun nicht mehr mit Alkohol, sondern mit Hilfe von Bewegung und der Natur.

Therapeutisch wertvoll waren zudem die sozialen Kontakte in der Klinik und die Entziehung aus ihrem alltäglichen System, das sie zu Hause hatte.

Aus der Ohnmacht in die Eigenmacht

alkohol-entzugAls sie entlassen wurde, stand sie vor vielen Fragezeichen. Wie sollte ihr Leben weitergehen?

Zudem überraschte sie eine zerreissende Nachricht: Ihre Mutter erkrankte schwer an Krebs und verstarb. Eigentlich ein guter Grund, wieder zur Flasche zu greifen. „Mich überkam eine Angst, wieder rückfällig zu werden, aber ich hatte plötzlich das Gefühl, in meiner Kraft zu stehen.“

Der dringende Wille aus der Sucht herauszukommen, war nun größer als das Verlangen nach dem flüssigen Gift. Carol wollte partout nicht mehr zu diesem elendigen Punkt zurückkehren, an dem sie mal stand.

Jeder Tag, an dem sie nicht trank, wurde zum Geschenk – und Carol beschloss einen Neuanfang.

Sie ließ sich als Heilpraktikerin für Psychotherapie ausbilden, gründete ihre eigene Praxis und spezialisierte sich auf das Thema Alkoholsucht.

Bis heute hat sie schon viele Betroffene und Angehörige im Kampf gegen Alkohol unterstützen können, u.a. mit der Therapie der Körperarbeit.

Zwei große Tipps für Betroffene möchte Carol gerne weitergeben:

  1. Hab Mut!

Bitte um Hilfe, vertraue dich jemandem an und habe Hoffnung – so viele Wege, die es in die Sucht gibt, so viele Wege gibt es auch aus der Sucht wieder heraus.

  1. Schäme dich nicht!

Du bist nicht alleine! Habe keine Scham. Du befindest dich gerade in einer schwierigen, aber auch wichtigen Phase, die dich letztendlich als Reise zu dir selbst entpuppt. Es wird spannend, was du alles über dich herausfinden wirst.

mehr Infos hier im Compassioner:

Aktion gegen übermäßigen Alkoholkonsum

Um als Angehöriger nicht in eine Co-Abhängigkeit zu geraten, hat Carol auch hierzu einen guten Tipp:

 

Lass fallen, um helfen zu können

alkohol-hilfe-familieSorge für dich gut! Du kannst dem Betroffenen deine Hand reichen, aber du kannst die Hand auch da lassen, wo sie ist.

Wenn der Betroffene keine Hilfe annehmen möchte, dann will er einfach nicht. Habe kein schlechtes Gewissen und lass los.

 

Schütze die Kinder

Sorge auch gut für die Kinder, die in diesem Umfeld groß werden – der Abhängige ist dazu nicht ausreichend in der Lage. Es gibt gute Projekte für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien, z.B. “Kleine Riesen” vom Landesverein für innere Mission, Schleswig-Holstein.

In diesem Video findest du das gesamte Interview mit Carol, die offen und ehrlich über ihre Alkoholabhängigkeit und ihre Schritte nach vorn erzählt:

 

https://youtu.be/UePl_IpWUg0

 

Beste Grüße,

dein Dirk

 

Hier Informationen über ein besonderes Angebot für humantrust Mitglieder, die sich für eine (Online)-Ausbildung Heilpraktiker oder HP für Psychotherapie interessieren:

www.werdejetztheilpraktiker.de

Dirk Schippel und die HPA – Heilpraktiker Akademie Deutschland:

www.heilpraktiker-akademie.de

www.online-heilpraktikerakademie.de

 

Auf Facebook:

HPA Heilpraktiker Akademie Deutschland: https://www.facebook.com/HPAinDeutschland/

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