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Wenn Traurigkeit dich besucht – Schreib dich lebendig

Wenn Traurigkeit dich besucht, vertreib sie nicht.  Wie du mit schreiben dir deine schlechte Stimmung vom Leib halten kannst.

Ich habe Besuch. Unerwünschten. Während ich den Snooze-Button auf meinem Wecker drücke, merke ich es schon. Ich drehe mich um, versuche so zu tun, als wäre nichts.

“Beim nächsten Weckerklingeln stehe ich auf.” Der Wecker klingelt und ich bleibe liegen. Die dumpfe Traurigkeit hat die große Liebesoffensive gestartet und umklammert mich so fest, dass ich kaum aus dem Bett komme.
Sie mag Besuche im November. Wer will schon im November allein sein. Nach einem halbstündigen Kampf im Bad angekommen, kann ich mich nur mit Fantasie im Spiegel erkennen, da sich der Besuch gerne in den Vordergrund drängt. Spätestens da ist mir klar: Ignorieren der Traurigkeit wird heute nicht funktionieren.
Du musst nicht depressiv sein, um solche Tage zu kennen.

Traurigkeit ist menschlich

Ob durch einen offensichtlichen Auslöser oder aus heiterem Himmel, Gefühle von Traurigkeit, Leere und Hoffnungslosigkeit gehören zum Leben. traurigkeitManche Menschen erleben das Dunkel vielleicht schwärzer oder häufiger als andere, aber wir kennen es alle. Und wer überhaupt keine Traurigkeit kennt, hat keinen Grund zur Freude.

Traurigkeit zu empfinden, ist ein Grund zur Freude

Wer nicht in der Lage ist, diese dunklen Emotionen zu erleben, ist auf nicht fähig, echte Freude und Glück zu spüren. Wir können nicht selektiv empfinden. Entweder wir nehmen das ganze Spektrum der Emotionen mit oder wir bekommen gar nichts. So einfach ist es. Wenn sich die Traurigkeit allerdings an dich klammert wie ein kleines Kind, das nicht alleine in der Kita bleiben will, ist dieses Wissen nur ein schwacher Trost. Was vielleicht ein Trost sein kann: Genauso wie das kleine Kind Gründe hat, warum es nicht alleine bleiben will, ist auch die Traurigkeit keine Strafe des Universums, sondern ein Hinweisgeber.

Gefühle sind Botschaften unseres Körpers, die uns auf unerfüllte Bedürfnisse aufmerksam machen wollen.
Deine Taurigkeit ist also eine leider etwas kryptische Nachricht an dich. Statt Traurigkeit, Wut oder Hoffnungslosigkeit also verdrängen zu wollen, lohnt es sich deshalb näher hinzusehen, um die enthaltene Botschaft zu verstehen. Nicht zuletzt, weil diese Gefühle nur umso stärker unsere Aufmerksamkeit fordern, je vehementer wir sie loswerden wollen.
Und seien wir ehrlich, würden wir uns aus der Umarmung eines weinenden Kindes einfach lösen und es wortlos zurücklassen? Wir würden uns ihm zuwenden und meist sagt es nach einer Weile von alleine, dass wir jetzt gehen können. Unsere Gefühle verhalten sich ganz ähnlich, sie gehen, wenn wir ihnen zugehört haben.

 Es ist ok, die Traurigkeit in die Schranken zu weisen

Es gibt viele Wege, unsere Gefühle zu hören und sie zu entschlüsseln. Mir hilft das Schreiben. Es bringt die kaum greifbaren Gefühle nach außen. Es macht sie auf dem Papier sichtbar und klarer, sodass ich sie mit Abstand betrachten und leichter mit ihnen umgehen kann.
Es ist der Klassiker, Journaling zu nutzen, um schwierige Emotionen zu verarbeiten und zu verstehen. Allerdings besteht dabei auch die Gefahr, sich in einem negativen Gedankenstrudel zu verlieren. Nachdem du deinen ungebetenen Gast gewürdigt und mit ihm gesprochen hast, ist es also völlig in Ordnung, dass du deine eigenen Pläne machst.

Dich auf Schönes zu fokussieren, heißt nicht zu verdrängen

Traurigkeit kann lähmend wirken und sie neigt dazu, sich häuslich einzurichten, wenn wir sie nicht in ihre Schranken weisen. Es kann daher hilfreich sein, dir eine klare Tagesstruktur zu geben, bewusst schöne Aktivitäten einzubauen und dich gedanklich mit den Dingen zu beschäftigen, die du tun wirst, wenn es dir wieder besser geht. Nimm dir täglich einige Aufgaben vor und erkenne die kleinen Erfolge an, wenn du sie erledigt hast.

Traurigkeit be-schreiben

Wenn sich die Traurigkeit bei dir mal wieder als ungebetener Gast eingeladen hat, versuch doch auch einmal dich ihr mit Stift und Papier zuzuwenden.

Hier einige Fragen, die du als Gesprächsöffner verwenden kannst:

Begrüße deine Traurigkeit und frag sie, wie lange sie vorhat zu bleiben, um in einen Dialog zu treten und lass sie erzählen, warum sie vorbeigekommen ist.
Stell dir vor, dass deine Taurigkeit eine Gestalt hat. Wie würde sie aussehen? Was sind die Vorteile deiner Traurigkeit?

Handeln

Wenn du deine Traurigkeit gewürdigt hast, nimm dir einige konkrete Dinge vor, die du trotz deiner Niedergeschlagenheit tun kannst. Vielleicht kannst du nicht den großen Hausputz machen, aber den Müll rausbringen. Vielleicht willst du nicht shoppen gehen, aber die Pflanzen gießen könntest du. Versuche das Steuer deines Leben nicht an die Traurigkeit abzugeben.

Wenn dein Kopfkino Worst-Case-Szenarien abspielt und dich darin gefangen hält, dann schreib genau diese Szenarien auf und wie du jeweils reagieren traurigkeitwürdest. So gewinnst du ein Stück Kontrolle zurück und hast die Möglichkeit, deinen Kopf von den düsteren Zukunftsgedanken zu entleeren.
Wenn du eine einschneidende Lebensveränderungen erfahren hast, wie eine Trennung oder einen Jobverlust, reflektiere mit Stift und Papier, was du aus ihr für dein Leben gelernt hast und wie du dir für diesen Lebensbereich in der Zukunft wünschst.
Schreib eine Liste mit Aktivitäten, die dir normalerweise Spaß machen und plane Aktivitäten, die du machen willst, wenn es dir wieder besser geht.

Verabrede dich zum Beispiel zum Frühstück mit Freunden oder buche einen Fotografie- oder Fremdsprachenkurs, den du schon immer machen wolltest.

Mir haben die Impulse schon einige gute Gespräche geschenkt. Ich wünsche mir, dass sie Ähnliches für dich tun können, wenn sich die Traurigkeit bei dir mal wieder eingeladen hat. Und ich hoffe, du vergisst nicht, dass die Tiefe deiner Traurigkeit nur ein Hinweis ist auf die Tiefe, mit der du fähig bist zu lieben.
Schreib dich lebendig1

Herzlich,
Paul

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