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Werde verrückt! – Johanna’s Ausbruch ins Leben

Johanna ist aus ihrem Leben ausgestiegen. So richtig.  Momentan lebt sie wie der freie Wind in einem Campingmobil und genießt ein selbstbestimmtes, achtsames Leben. Hier könnt ihr lesen, wie es dazu kam:

 „Ein Geist, der durch eine  neue Erfahrung gedehnt wird, kann nie wieder in seine alte Dimension zurückgehen.“     (Oliver Wendell Holmes)

2014 wurde ich während meines Junggesellenabschiedes „gezwungen“ ein House-Running zu machen. Ich sollte aus 70 Meter Höhe eine Wand hinunterlaufen. Eigentlich habe ich tierische Höhenangst und war erst richtig sauer auf meine Freunde. „Ihr wisst doch, dass ich Höhenangst habe. Wer hat das gebucht? Ihr könnt das vergessen, ich mach das nicht.“

Nachdem ich gefühlt 100 Mal gesagt habe, dass ich es nicht mache, wollte ich am Ende meinen Freunden und mir diesen einzigartigen Tag nicht verderben. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und stand schließlich mit bebenden Beinen an der Kante der Öffnung. Unter mir 70 Meter Tiefe. Gut, dass ich vorher auf Toilette war. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, schließlich lief ich jedoch Millimeter für Millimeter diese Wand herunter. Nach einigen Metern, war ich wieder übermütig am Faxen machen. Als ich unten ankam war mein Gefühl: „Jaaaaaaa, ich will mehr davon.“ Ich verstand schlagartig, dass ich mich durch meine Gedanken selbst einschränke. Ab diesem Tag fragte mich: „Verdammt, was ist noch alles möglich, das ich heute für unmöglich halte?“ 

Mein Leben, das ich vorher kannte wurde ab diesem Tag, nach und nach zu einer Leinwand, die ihre Halterungen verliert. Ich erkannte langsam die Bühnenstatur dahinter. Das künstliche Licht. Die Mitarbeiter des Theaters, die dahinterstehen und gerade noch am Reden waren, während ich als Hauptdarstellerin meines besten Drama-Thrillers, den Höhepunkt meines Aktes vollbracht hatte. Die Leinwand löste sich. Alles wirkte nach und nach unwirklich.

Eine Leinwand mit der Projektion meiner Gedanken. Lass ich meine Gedanken von einem System, Gemeinschaft oder einer Beziehung in Ketten legen oder formen, spiele ich meine beste Rolle, aber in dem Film eines Anderen. Ich vergeude mich und mein Leben. 

Ich fing an mir den Kopf zu zermartern mit dieser einen Frage. Immer und immer wieder. „Was will ich eigentlich so wirklich wirklich in meinem Leben? War das schon alles? Was geht noch?“ Diese Leere und Stille die nach so einer Frage bei mir entstand, fand ich grandios und beängstigend zugleich.

Für mich war bisher eine Karriere, eine Ehe/Familie und ein großer Freundeskreis meine ultimative Glücksformel.

„Ja, was will ich wirklich. Was nun? Glücklich sein und so?

„Okay. Was macht dich glücklich?“

„Du stellst Fragen und nervst. Was macht mich glücklich? Liebe, schreiben, Mundorgasmen durch gutes Essen, leidenschaftlicher Sex, tolle Menschen, Musik und tanzen. Zum Beispiel.“

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Johanna in ihrem “alten Leben”

„Was genau davon findest du in deinem jetzigen Job oder Alltag wieder?“

Meine innere Stimme ist der Brüller: „Sophie -Abteilung Innen-„. Sophie klopft permanent an. Ich höre nicht immer gerne, was sie mir zu sagen hat. Manchmal wird sie jedoch so laut, dass ich nicht mehr anders kann, als ihr zu folgen. 

Sie war schließlich der Grund für mein „Angestellten-Ausstieg“ letztes Jahr. Ich hatte alles erreicht, was ich mir vorgestellt hatte. Ich hatte die Frau geheiratet die ich 14 Jahre lang haben wollte, mein Gehalt konnte ich innerhalb von 4 Jahren verdoppeln. Prokura stand im Gespräch und die 100TEUR Marke hätte ich 2015 geknackt. Alles war augenscheinlich perfekt! Hätte ich mir bloß nicht immer wieder diese Sinnes-Frage gestellt. Mehr als üblich.

Ich saß in diesen Geschäftsführer-Meetings, unter den TOP 5 Führungskräften im Unternehmen und fand plötzlich all das vollkommen irrelevant worüber wir sprachen. Es war Bullshit. Es ging um dicke Eier, um große tolle Manager und kleine dumme Küchenkräfte. Dabei waren es die Küchenkräfte die das Geld tagtäglich einbrachten.

Da stimmt doch etwas nicht. Ich fühlte mich von Tag zu Tag leerer. Alles für mehr Profit, eigene Profilierungen, mehr Ansehen, mehr Status,  mehr….

Immer wieder ertappte ich mich, wie ich selbst Entscheidungen im Sinne des Unternehmens traf und nicht mehr im Sinne des Menschen. „Herr Müller hat am Freitag seinen letzten Tag. Familie? Dann hätte er halt besser arbeiten müssen. Machen Sie die Kündigung fertig.” “Das ist halt Business“, versuchte ich mich zu beschwichtigen. Ich erkannte mich nicht wieder. Im Ernst Johanna?

Sophie klopfte immer wieder an:

 „Ist das wirklich das Leben das du wolltest? Erfüllt dich all das, auf einer tiefen Ebene? Fühlst du dich frei und erfüllt?“

„Fresse!“

Ich fühlte vieles, aber ich fühlte mich bestimmt nicht frei und vor allem nicht erfüllt. Gefangen und leer fühlte ich mich. So sehr gefangen, dass ich das Gefühl hatte, mir blieb die Luft zum Atmen weg. Voller Panik suchte ich nach Lösungen und fand sie natürlich, weil es einfacher war, im Außen. Es lag natürlich an der Stadt! Liegt doch auf der Hand…

 Ich veränderte meinen Wohnsitz, trennte mich und rannte weiter. Irgendwo muss doch diese Erfüllung zu finden sein. Ich spürte, dass ich etwas ändern muss, aber ich wusste nicht genau was und wie.

Am 01.07.2015 gab mir das Leben die Antwort. Ich ging morgens ins Bad, um mich für die Arbeit fertig zu machen. Ich blickte in den Spiegel und erschrak. Ich „sah“ mich nicht mehr. Mein Gehirn hatte einen Schalter umgelegt. Als wenn ein Stecker gezogen worden war. Ich setzte mich auf mein Sofa und starrte den Rest des Tages in den Raum. Nichts ging mehr. Freunde kamen um meine Wohnung zu richten und mir
bei den notwendigsten Dingen zu helfen. Burnout. Von einem Tag auf den Anderen war ich, Workaholic, nicht mehr leistungsfähig. Ich war nicht mehr Ich.

Natürlich versuchte ich alles, um wieder gesund zu werden. Ich machte Therapien und versuchte auf mich zu achten. Der Prozess war sehr langwierig. Ich hatte einen guten Tag und drei schlechte, dann hatte ich zwei gute Tage und vier schlechte. Es gab Tage, da dachte ich, ich komme nie wieder aus meinem Zimmer raus. 

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Johanna im “Business-Leben”

In dieser Zeit war gerade das Flüchtlingsthema sehr aktuell. Ich bekam mit, das aus meinem eigenen Freundeskreis rechte Neigungen zu erkennen waren. Über diese Entwicklungen war ich unendlich traurig. Gleichzeitig überkam mich eine Hilflosigkeit, die ich kaum beschreiben kann. Ich begann auf diversen Facebook-Seiten Stunk zu machen (NPD, AFD etc.) und diskutierte mit diversen Populisten. Aufgrund meiner Krankheit hatte ich sehr viel Zeit. Es entzog mir noch mehr Energie und mein Zustand verschlechterte sich täglich.

Im Oktober hatte ich schließlich meinen kompletten Lebensmut verloren. Es musste etwas passieren. Ich fand die Lösung wieder im Außen und  beschloss meinen sicheren Job zu kündigen, mich selbstständig zu machen. Ich wollte, in dem ganzen Chaos um mich herum, etwas Wahrhaftiges tun. Meine Entscheidung fiel schließlich auf Street Food. Die Kündigung gab mir eine schöne Lebensenergiespritze, doch meine Lebensfreude konnte ich nicht spüren. Egal, wird schon wiederkommen. Weitermachen. 

Die Planungen für die Selbstständigkeit liefen auf Hochtouren, als mir im Dezember durch ein „Zufall“ Veit Lindau’s Buch „Werde verrückt“ in die Quere kam. Ich saugte es innerhalb von drei Tagen auf. Wie, Erfüllung findet im Inneren statt? Wie, ich lebe gedanklich in einer Box? Der zweite Domino-Stein war gefallen.

„Gefallen Dir die Nachrichten nicht, dann kreiere Neue“. Ich begann im Januar jeden Sonntag Montagsimpulse zu schreiben. Mit meinem tiefen Wunsch die Welt mit einem positiven Gedanken in die Woche zu schicken.

Meine alte Box konnte ich noch nicht loslassen. Im Februar gründete ich das Unternehmen „Street Food Service“, mit der Idee und Vision Betreiber von Food Trucks in ihrem Alltags-Geschäft durch Vertrieb, Marketing und Personal zu unterstützen. Mein innerer Kampf gegen Konzerne und Kapitalismus. Immerhin war ich in den letzten Jahren dadurch erfolgreich geworden. War doch logisch, dass ich mich in diesem Segment weiterbewege?

Mein „Fehler“ war, dass ich Veits Bücher weiterlas. Erst Seelengevögelt, dann „Heirate dich selbst“ und schließlich „Liebe radikal“. Meine Leinwand bröckelte zusehends. Ich sah die großen Konzerne, die immer mächtiger werden, das Verlorengehen des Handwerks und unserer regionalen Landwirtschaft, die Ausbeutung der „kleinen“ Leute und stellte fest, dass im Street Food bei Weitem nicht so viele Idealisten unterwegs waren, wie ich zunächst annahm.

Gedacht, getan, ich entwickele ein eigenes Street Food Produkt (Imbiss) und lebe selbst all das vor, wofür ich einstehe. Street Food nach Slow Food Kriterien, in dem das Handwerk und die regionale Landwirtschaft wieder einen Stellenwert finden. Daraus entstanden „Jamour’s“. Aus Amour und Johanna. Ich wollte Liebe in die Welt tragen. Ein vegetarischer, selbst hergestellter und pikanter „Muffin“, der mit gegrilltem Gemüse aus der Region und selbstgemachten Soßen belegt wird.

Sophie war wieder da: 

„Erklär mir mal bitte, wie erfüllst du die Menschen, wie du es möchtest mit Liebe und Impulse für ein bewussteres Leben, wenn sie die Jamours im Vorbeigehen verschlingen und gehetzt weitergehen?“

„Puhh… Sophie, manchmal echt…“

Aber…

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Johanna in ihrem “neuen Leben”

Meine pure Lebensfreude spürte ich in der Herstellung der Jamour’s und vor allem an einem besonderen Tag in der Woche. Am Sonntag, als ich meine Impulse schrieb. Durch den „Schubs“ einer Freundin „Sandra Carina Auffarth“, die mich als Impulsgeberin begleitet, wagte ich einen gedanklichen Schritt außerhalb meiner Box. „Was wäre denn, wenn ich erstmal hauptsächlich schreibe und schaue wo das Leben mich hinträgt?“ Nach ein paar Wochen, war es wieder an der Zeit eine Entscheidung zu treffen.

“Ich kann nicht immer wieder das Gleiche tun und unterschiedliche Ergebnisse erwarten.” Luxus weg, Achtsamkeit her. Ich habe mein Leben umgedreht. Ich schreibe an meinem Blog und an meinem langersehnten Buch. Mein Business „Street Food Service und Jamour“ ist weiter aktiv und sichert mir zurzeit noch mein wirtschaftliches Überleben. Ich lasse mich von Leben tragen, gerade was die weitere Entwicklung der Jamour’s betrifft.

Ich will zunächst alles im mir finden und vollkommen frei lassen. Alles was dann kommt, sehe ich als Sahnehäubchen auf mein Sein und missbrauche es nicht als Krücke, die mich durch das Leben trägt. Ich suche gewollt ein einfaches Leben.

Deswegen findet mein Leben gerade in einem 28 Jahre alten Wohnmobil, namens „Sam“, statt. Manchmal tauchen natürlich Fragen auf: “Was wird bloß kommen?“ oder „Wie werde ich mich in Zukunft finanzieren?“

Wenn mein Verstand zu laut wird, kann ich mittlerweile gelassen antworten: „Danke, dass du da bist lieber Gedanke, ich habe dich wahrgenommen. Ich spüre jetzt jeden Tag in mir eine tiefe Liebe, Verbundenheit und Lebensfreude. Ich werde verrückt und sei freifühle mich verbunden und als Werkzeug des Lebens. Ich fühle mich getragen. Es ist genau das Gefühl, das ich all die Jahre voller Panik und Hetze gesucht habe. Es kommt wie es kommt. Ich kann nichts kontrollieren. Ich akzeptiere und lerne.“

Sophie ist zufrieden:

“Na, endlich meine Liebe. Hast auch lange gebraucht, um den Wink zu verstehen!”

 Ich möchte die volle Dröhnung vom Leben und mich mit meiner Liebe an Euch verschenken.  

 Freier Fall ins Leben!

IMG_7019Kommst Du mit mir?
In Liebe

deine 

Johanna

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Hier gehts zu Johannas Blog mit Ihren Lebensereignissen und Gedanken zu einem freien, sinnvollen Leben.

Und falls du Lust auf richtig leckere, sinnvolle, gesunde, nachhaltige und herzhafte Jamour-Muffins hast, die findest du hier.

 

 

Kannst du gerade DEIN Leben leben? Hinterlasse doch einen Kommentar, das würde uns freuen! 

 

 

 

 

 

 

 

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