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Wertschätzung. Klarheit. Selbstverantwortung.

Der Dreiklang für ein Miteinander auf Augenhöhe, der ganz besondere Wirkung zu entfalten vermag: Wertschätzung, Klarheit, Selbstverantwortung.

Es funktioniert immer wieder – ob im beruflichen Kontext oder in persönlichen Gesprächen: der Ton macht die Musik.

Wenn es darum geht, ein Miteinander lebendig, erfolgreich und auf Augenhöhe zu gestalten, dann können folgende drei Fragen in der Selbstreflexion und in der Gesprächsführung hilfreich sein:

  1. Was schätze ich an dir?
  2. Was erwarte ich von dir?
  3. Was bin ich bereit zu geben?

Im ersten Schritt dienen diese Fragen der eigenen Klärung und Vorbereitung

Frage eins lädt ein, den Fokus bewusst auf das zu lenken, was ich schätzen kann. Warum stelle ich mir hier nicht die Frage was mich stört? Weil ich die meist sowieso schon längst beantwortet habe ;-).

  • Frage zwei klärt meine Bedürfnisse und Werte im Miteinander. Hier kann ich nun auch das, was ich nicht will, umformulieren in das, was ich stattdessen brauche.
  • Frage drei dient der Ehrlichkeit mir selbst gegenüber: Inwieweit bin ich bereit, mich zu bewegen und selbst zu geben, was ich von anderen verlange bzw. was andere von mir brauchen? Was ist mein Teil der Verantwortung ob die Beziehung oder Zusammenarbeit gelingt?

Umso wirkungsvoller wird es, wenn sich auch mein Gegenüber anhand dieser Fragen vorbereitet hat und wir uns im anschließenden Austausch mit Offenheit, echtem Interesse und Zugewandtheit begegnen.

Aus meiner Erfahrung hat es sich bewährt, auch im Gespräch die Reihenfolge der drei Fragen beizubehalten. Frage eins öffnet, Frage zwei bringt Klarheit und Orientierung, Frage drei schafft Verbindlichkeit.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig wie zum Beispiel:

  • Auftaktgespräche zu Beginn einer Kooperation oder eines gemeinsamen Projektes
  • Feedbackgespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeiter*innen
  • Reflexion der Zusammenarbeit in einem Team
  • letztendlich in allen Begegnungen mit Menschen, die uns wichtig sind

Noch ein paar vertiefende Gedanken zu den drei Fragen:

Wertschätzung: Was schätze ich an dir?

Wertschätzung hat mindestens zwei Ebenen.

An der Oberfläche knüpfen wir sie gerne an Bedingungen. “Ich schätze dich solange mir dein Verhalten keine Probleme bereitet, sondern Gutes tut.“ Wertschätzung wird dann eher zu einer Art Währung, mit der ich belohnen oder durch Entzug bestrafen kann.

Eine andere Ebene von Wertschätzung geht tiefer und ist freier von äußeren Gegebenheiten.

Sie ist eine innere Haltung, die auf Werten basiert, den ganzen Menschen erfasst und ihn nicht ausschließlich auf Aspekte seines Verhaltens reduziert.

Wenn ich Wertschätzung als einen Wert schätze, dann bedeutet das, in letzter Konsequenz auch dann in einer wertschätzenden Haltung zu bleiben, wenn mein Gegenüber das gerade nicht tut. Das kann eine echte Herausforderung sein: trotz erfahrener Enttäuschung, Kränkung, trotz Ärger oder Wut nicht in die Abwertung zu rutschen. Denn Abwertung verschließt. Wertschätzung hingegen öffnet Räume und setzt Energie frei.

Damit das gelingen kann, muss ich den anderen nicht zwingend mögen. Ich kann sein Verhalten ablehnen und kritisieren. Aber in seinem Menschsein achte ich ihn. Dazu braucht es einen wohlwollenden und mitfühlenden Blick auf menschliche Unvollkommenheit und Verschiedenheit. Je besser mir das mir selbst gegenüber gelingt, desto leichter kann ich das auch anderen zugestehen. Es ist dann ein Blick, der viele Farben erlaubt, statt nur schwarz-weiß. Die Brille ist deshalb aber nicht rosarot: Ich muss mir nicht alles gefallen lassen.

Und dennoch beginnt Wertschätzung immer wieder in mir

Und die Frage „Was schätze ich aufrichtig an dir?“ kann mich dahin zurück führen.

Je konkreter ich es benennen kann, desto nachvollziehbarer wird es für den anderen und desto wahrhaftiger kommt es rüber.

Die Botschaft an den anderen darin ist: Ich sehe dich und deine Facetten.

Klarheit: Was erwarte ich von dir?

wertschaetzung-übungErwarten klingt zunächst vielleicht hart. Aber von Bitten oder Wünschen zu sprechen macht nur dann Sinn, solange es sich dabei nicht um versteckte Erwartungen handelt, die als Wunsch getarnt sind.

Was der Unterschied ist? Eine Bitte oder ein Wunsch darf auch mal nicht erfüllt werden, es ist eher eine Kann-Option. Eine Erwartung toleriert das weniger. Erwartungen sind individuelle Muss-Kriterien, ohne die ein tragfähiges „Wir“ nicht möglich scheint.

Diese notwendigen Voraussetzungen für das Miteinander entfalten dann am besten ihre Wirkung, wenn sie positiv formulieren was ich will (statt was ich nicht will) und klar nachvollziehbar machen, ab wann eine Erwartung für mich erfüllt ist. Andere müssen nicht erahnen, worum es mir geht. Es ist meine Aufgabe, das so zu konkretisieren, dass es keinerlei Interpretationsspielräume lässt. 

Die Botschaft ist: Das ist mir wichtig. Das brauche ich von dir.

Selbstverantwortung: Was bin ich bereit zu geben?

Es ist ein kraftvoller und fairer Akt, nicht nur einseitig zu fordern, sondern mich gleichzeitig festzulegen, was ich zu geben bereit bin. Einerseits erteile ich damit anderen das Recht, mich beim Wort zu nehmen und mich an meiner Integrität zu messen.

Andererseits ermächtige ich mich selbst, meinen Gestaltungsspielraum zu definieren und nehme mich in die Pflicht, meinen Teil der Verantwortung aktiv zu übernehmen. Dadurch wird ein verbindliches Miteinander besiegelt, das gemeinsam getragen wird.

Die Botschaft darin ist ein klares Versprechen und die Zusage: Das darfst du von mir erwarten.

 

Was immer wieder spannend ist zu erleben: Menschen, die ein gemeinsames Anliegen verfolgen und dieselben Werte teilen, sind meist sehr nah in dem, was sie jeweils voneinander fordern und auch in dem, was sie selbst zu geben bereit sind.

Wenn Dissonanz herrscht, dann lohnt es sich genauer hinzuschauen, ob die drei Fragen ausreichend geklärt sind und ob die Antworten tatsächlich übereinstimmend gelebt werden.

Herzliche Grüße,

Katja Lutz-Deklerk

Was stärkt deiner Erfahrung nach ein echtes Miteinander auf Augenhöhe?

 

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