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Wertvolle Tipps für alle, die nicht meditieren können

Vielleicht hast du auch schon öfter den Drang verspürt, deinen Geist zu klären und in dir selbst zur Ruhe zu kommen. Aber du kriegst  das mit dem meditieren einfach nicht so richtig hin? Kein Problem, denn es ist nicht wirklich schwer und kann sogar zu höchstem täglichen  Genuss werden. 

Superschnell, superleicht, klappt garantiert! Für alle, die bisher der Meinung waren, Meditation sei schwer, langwierig und mit körperlichen Schmerzen verbunden, hat der Autor Pascal Akira Frank, selbst Autodidakt und Genuss-Meditierender,  den idealen Ratgeber für alle Lotussitz-Gefrusteten entwickelt.

PASCAL AKIRA FRANK

Was regelmäßiges Meditieren uns in jedem Fall ganz wesentlich bringt, ist zunehmende Selbsterkenntnis, die mit einer tiefen persönlichen Wandlung verbunden ist. In der Meditation werden wir uns unserer Gedanken vollauf bewusst. Wir beobachten sie aufmerksam, ohne sie zu bewerten und ohne uns in ihnen zu verstricken – Buddhisten sprechen hier von »Anhaftung«.

So erkennen wir nach und nach, dass wir nicht unsere Gedanken sind, obwohl wir uns gewohnheitsmäßig oft mit ihnen identifizieren – etwa wenn wir uns ganz selbstverständlich sagen: »Ich bin gestresst.« oder »Ich bin traurig.«

Meditieren-sitzenDas ist das große Geschenk der Meditation: Wir erkennen den illusionären vergänglichen Charakter unserer Gedanken und damit die wahre beständige Natur unseres Geistes. Wir lernen diese Natur immer besser kennen und können so voller Zuversicht und Vertrauen aus ihr heraus leben. Ein oft im Buddhismus verwendetes Bild für unsere wahre Geistesnatur ist das eines klaren, strahlenden Himmels, der nicht von Wolken, den Gedanken, getrübt ist.

Doch selbst wenn es am Himmel Wolken gibt, strahlt er hinter diesen Wolken stets klar und vollendet. Genauso ist es mit unserem Geist: Das gewohnheitsmäßige Anhaften, das Identifizieren mit unseren Gedanken verhindert, dass wir unsere wahre Wesensnatur erkennen und ihr gemäß handeln.

Vorhanden ist sie immer – nur wir sind nicht mit ihr verbunden.

Doch was ist unsere wahre Wesensnatur?

Generell neigen wir dazu, Freude und Glück im Außen zu suchen: in der Partnerschaft, im Beruf, in dem, was wir besitzen etc. Wir denken uns: Wenn sich nur unser Partner ändern würde, oder wir diesen Job oder dieses Auto oder dieses bestimmte Paar Schuhe hätten, werden wir endlich ganz sicher glücklich sein. Und haben wir etwas bekommen oder erreicht, freuen wir uns tatsächlich darüber – doch die Freude verfliegt relativ rasch. Es gibt einfach kein beständiges Glück, keine anhaltende Freude, die wir mithilfe äußerer Bedingungen erreichen können. Das macht aber nichts, denn:

Wahre Freude ist von Anfang an bereits in uns.

In der Meditation erkennen wir genau das. Egal, wie die äußeren Umstände sind, ob wir gerade Beziehungsprobleme haben, Stress im Job oder einfach nicht das richtige Paar Schuhe – beim Meditieren tauchen wir ein in die Dimensionen reinen Bewusstseins, die von unseren Alltagsgedanken und (vermeintlichen) Sorgen nichts wissen. Wenn uns dies oft genug gelingt, und wir uns in diesem Teil unseres Geistes voranbewegen, kommen wir an einen Ort, der der eigentliche Ursprung von uns ist: Tiefer als hierhin können wir nicht gehen.

Dieser Ort ist kein Ort im eigentlichen Sinne. Buddhisten nennen ihn auch Buddha-Natur oder Buddha-Geist. Geheimnisvoll und wunderbar ist er erfüllt von leuchtender Freude, Frieden und Gleichmut.

MEINE GEDANKEN WANDERN:

in-Stille-sitzen-meditierenDie Erfahrung, dass die Gedanken in der Meditation nicht stillstehen, macht ausnahmslos jeder Meditierende. Sie ist vermutlich das Meditationshindernis schlechthin, auf das sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene stoßen. Führen wir es uns kurz vor Augen: Wir haben uns zur Meditation hingesetzt und erwarten nun, dass die Gedanken und wir selbst langsam zur Ruhe kommen.

Pustekuchen! Statt Stille stellt sich nämlich ein wahres Feuerwerk oder besser: ein Gedanken-Tsunami in unserem Kopf ein. Wir denken an die Vergangenheit: an Dinge, die uns im Laufe des Tages passiert, und Menschen, die uns begegnet sind; daran, wie es auf der Arbeit war, wie gut oder schlecht heute das Kantinenessen geschmeckt hat, oder wie langweilig wir ein Meeting fanden.

Daneben prasseln alle möglichen Fetzen von Gesprächen auf uns ein, die wir in letzter Zeit geführt haben; Bilder von Filmen tauchen auf und vermischen sich mit unserer eigenen Fantasie. Wir denken an die Zukunft: »Wollte ich nicht noch dieses oder jenes zum Essen einkaufen? Vielleicht sollte ich mal wieder XY besuchen? Meine Steuererklärung habe ich auch noch nicht gemacht!«

Und wir denken an die Gegenwart: »Mir ist so langweilig! Dieses ganze Herumsitzen und Meditieren bringt doch nichts. Vielleicht lasse ich es lieber bleiben und nutze meine Zeit besser.«

Kurz:

Wir stellen fest, dass in unserem Kopf ein absolutes Chaos herrscht, ein wildes Durcheinander von Gedanken und Bildern, Gefühlen und Emotionen, Hoffnungen und Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten, Träumen, Erwartungen etc. Und das ist völlig normal. Denn dieses Schauspiel in unserem Kopf begleitet uns – es sei denn, wir schlafen gerade – Minute für Minute, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Es ist schlichtweg unser menschlicher Normalzustand, nur bemerken wir ihn meist gar nicht, weil sich das gedankliche Geschehen völlig unbewusst und autonom abspielt.

Erst in der Meditation stellen wir erstmals mit aller Klarheit fest, was für ein Tohuwabohu eigentlich ständig in uns herrscht. Gedanken kommen und gehen.

Das ist ihre Natur.

Sei  also weder irritiert noch frustriert, dass deine Gedanken nicht zum Stillstand kommen – nichts ist natürlicher!

TIPP 1

Genau aus diesem Grund üben wir in der Meditation die Haltung des offenen Gewahrseins. Sie erlaubt es, von den Gedanken Abstand zu nehmen und aus einer beobachtenden Position heraus einen Gedanken zunächst einmal als solchen zu erkennen: »Ah, jetzt habe ich gerade daran gedacht, dass ich noch ein Geschenk für XY besorgen muss.« Oder: »Jetzt war ich in Gedanken wieder bei dieser Sache, die gestern im Meeting passiert ist.«

Tipp 2

meditieren-laechelnEin Lächeln kultivieren: Um die Freude des Meditierens leichter zu erfahren, kann es hilfreich sein, während des Sitzens einfach zu lächeln. Fortgeschrittene Meditierende lächeln ohnehin oftmals während der Meditation – das Lächeln ist natürlicher Ausdruck der beim Meditieren empfundenen Freude.

Auch Buddha wird traditionell häufig mit einem Lächeln dargestellt. Es zeigt, dass er das Leiden überwunden und die wahre freudige Natur unseres Seins erkannt und verwirklicht hat.

Doch auch wenn du noch nicht so weit bist, meditative Freude zu empfinden, kannst du sanft in dich hineinlächeln. Auch wenn das Lächeln am Anfang gewissermaßen »künstlich« sein sollte, sorgt es doch im Gehirn für den Ausstoß von Endorphinen, die zu einem körperlich-geistigen Wohlgefühl führen. Das hängt damit zusammen, dass das Gehirn in seiner Reaktion keinen Unterschied macht zwischen einem künstlichen und einem echten Lächeln:

Heben sich unsere Mundwinkel, dann geht es davon aus, dass wir Freude empfinden, und sorgt mit der Freisetzung der entsprechenden Neurotransmitter dafür, dass wir es dann tatsächlich tun.

Lächele also ruhig, auch wenn du keinen wirklichen Grund dafür siehst. Mit der Zeit und wachsender Übungspraxis wird das künstliche Lächeln zu einem echten werden. Es gibt keinen Grund, nicht zu lächeln….

++++

 

In der wunderbaren Anleitung, “Das kleine Meditationsbuch für alle, die nicht meditieren können“,  findest du viele weitere hilfreiche Tipps für ein schönes, tiefes Meditationserlebnis. Zum Beispiel, was du tun kannst, wenn du körperliche Schmerzen beim Meditieren hast, oder einfach nicht stillsitzen kannst….Ein tolles Geschenk – auch für dich selbst zum Probieren.

 

 

 

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für die freundliche Erlaubnis, diesen Auszug zu veröffentlichen

 

 

Willst du  es gleich mal ausprobieren? Hier ist eine wunderbare Mediation zum gleich hören oder downloaden von Veit Lindau, die dich tief zu dir selbst bringen wird. 

teaser-meditieren Geführte Meditation: Finde deinen Lebenssinn

 

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