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Wie Design Thinking Teamspirit und Kreativität entfacht

Führende Innovationsmanager preisen immer wieder den Ansatz des Design Thinking an, wenn es um das Thema einer Produktentwicklung geht, das sich sehr nah an der Zielgruppe orientiert. Ich habe den Prozess vor vier Jahren kennen gelernt, bin begeistert davon – und überzeugt, dass sich Design Thinking hervorragend dazu eignet, Teams für ein gemeinsames Anliegen (beispielsweise für eine bessere Welt) kreativ werden zu lassen. Design Thinking ist gelebte Co-Creation & praktiziertes WeQ at its best.

design thinking-brainstorming

In den Jahren 2013 bis 2015 habe ich gemeinsam in einem wunderbaren Team sehr engagiert und voller Leidenschaft den Design Thinking Workshop LeineHeldenJam Hannover konzipiert und veranstaltet, bei dem wir Design Thinking auf nachhaltige Produktinnovationen angewendet haben. Bei diesen Events durfte ich regelmäßig Zeugin davon sein, wie die Teams sich zusammenschweißten und innerhalb des Prozesses gemeinsam für eine Sache Feuer und Flamme waren.

Woher kommt die Methode des Design Thinking (DT), wofür wird es eingesetzt und welchen Regeln folgt es?

Das DT wurde 1991 in Palo Alto, im Mekka des Silicon Valley, bei der Design- und Innovationsagentur IDEO entwickelt, die das Konzept auch vermarkten. In Deutschland wurde das Prinzip aufgegriffen von Hasso Plattner, einem der Gründer von SAP, und wird seit dem Jahr 2005 am Hasso Plattner Institute of Design Thinking, genannt “d.school“ sowie in einigen Unis und weiteren Einrichtungen gelehrt, prakitiziert, erforscht und weiterentwickelt.

DT ist als ein Prozess für eine smarte, kreative und interdisziplinäre Produktentwicklung gedacht, die von Beginn an die zukünftigen Konsument*innen und Nutzer*innen des Produkts oder der Leistung einbezieht. Es ist also ursprünglich ein rein betriebswirtschaftlich gedachtes Innovations-Werkzeug (und ist natürlich auch ein Geschäftsmodell der Agentur, die diesen Prozess entwickelt hat). Mittlerweile wird DT aber auch für soziale und ökologische Innovationen genutzt. Wie wunderbar und sinnstiftend!

Design Thinking-Regeln

Design Thinking-Brainstorming

Der Prozess des DT ist einem klassischen Marketingprozess sehr ähnlich – d.h. er beginnt mit einer Problemstellung, setzt sich in Brainstorming und Weiterentwicklung der Idee fort – mit der Besonderheit, dass die intendierten Zielgruppen fortwährend einbezogen werden und möglichst direktes Feedback geben. Besonders sind jedoch die DT-Regeln. Wenn ich sie dir aufzähle, wirst du einen Geschmack davon bekommen, was das DT so attraktiv macht:

  1. Arbeite multidisziplinär

    = Kümmere dich darum, dass dein DT-Team möglichst bunt besetzt ist

  2. Quantität zählt

    = Produziere Ideen und probiere sie aus. Fallen lassen kannst du sie immer noch.

  3. Ermutige wilde Ideen

    = Gerade aus einer Idee, die total um die Ecke gedacht ist, kann ein wirklich neuer Ansatz entstehen. Alles ist erlaubt.

  4. Baue auf den Ideen Anderer auf

    = Auch und gerade, wenn die Ideen wild sind – wie könnte der nächste Schritt aussehen?

  5. Stelle Kritik zurück

    = Ganz klar, wenn du auch außergewöhnliche Ansätze zulassen willst, dann vertraue dem Prozess

  6. design-thinking-persona

    Nur einer spricht

    = logisch! 😉

  7. Arbeite visuell und konkret

    = Denke plastisch, am besten du bastelst wirklich Prototypen, etwas Greifbares zum Anfassen. Denke in konkreten Ziel-Personen (Hans, der Grillmeister, Betty, die Tangotänzerin etc.) – Es empfiehlt sich auch Illustrator*innen, Graphic Recorder, Bühnenbildner und weitere kretative Menschen in diesen Prozess einzubeziehen, um die Ideen zu visualisieren.

  8. Denke nutzerorientiert

    = Baue in den Prozess Feedbackschleifen ein, präsentiere die Zwischenschritte am besten direkt vor potenziellen Nutzer*innen

  9. Scheitere oft und früh

    = Deshalb baust du Feedbackschleifen ein: um sehr früh zu erkennen, wenn du auf dem Holzweg bist.

  10. Bleib beim Thema

    = Dafür wird gesorgt, indem du enge Zeitfenster setzt – nach dem Motto „Perfektion ist der Feind des Guten“

  11. Nimm den Spaß Ernst

    = Unbedingt! Bei vielen DT-Prozessen werden Rollenspiele und sogar Verkleidungen benutzt. Tue alles mögliche dafür, um dich in die Fragestellung und die Nutzer*innen ganz konkret hineinversetzen zu können.

In folgende Rahmenbedingungen bettet sich ein DT-Prozess ein:

  • Design Thinking PrototypGestaltet einen ansprechenden Rahmen (lasst im Hintergrund Musik dudeln (oder auch nicht), sorgt für angenehmes Essen, kümmert euch zwischendurch um ausreichend Bewegung und frische Luft, lacht, tanzt – macht alles, was die Arbeit angenehm macht, …)
  • Dazu scheinbar im Widerspruch steht, dass der Faktor Zeit eine entstehende Rolle spielt: Einigt euch auf einen Zeitrahmen (bspw. 30 Minuten für Brainstorming), arbeitet nur so lange an diesem Thema, selbst, wenn ihr noch nicht fertig geworden seid.
  • Sorgt für Material für Visualisierungen und Prototyping (bunte Stifte, Flipcharts, Metaplan, bunte Zettel, Scheren, Kleber, allerlei Materialien (nicht unbedingt Neues): Legos, Playmobil, weiteres Spielzeug, alte Kartons, Eierkartons, Wolle, Stoffe – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, …)

Wenn du Veranstalter*in bist, kannst du einen DT-Prozess noch weiter beflügeln

(und das passiert häufig im Rahmen von DT-Workshops auch „Jams“ genannt):

  • Kreiere zum Start des Prozesses eine Inszenierung für die Fragestellung
  • Mache ein Spiel, einen lustigen, anspornenden Wettbewerb draus
  • Baue Präsentationen in den Prozess ein, in denen das Team seine Zwischenergebnisse in Form von Rollenspielen plastisch macht. Vielleicht wählst du zur Endpräsentation einen würdevollen, festlichen Rahmen, machst eine Show draus, vielleicht sogar vor externem Publikum und einer Jury (Lass dich inspirieren von den Castingshows im Fernsehen…)

Du bist neugierig auf DT geworden?

Dann lerne es am besten selbst kennen. Drüber lesen bringt es nicht so rüber, kannst du dir sicher denken. Wenn es aber dennoch Literatur sein soll, empfehle ich dir folgendes Werk:

Alle Fotos von diesem Artikel stammen vom Design Thinking-Workshop LeineHeldenJam-Hannover (Fotos: Nina Weymann-Schulz).

Ich wünsche dir viel Freude & zahlreiche Ideenstürme beim praktischen Kennenlernen des Design Thinking Prozesses
und dass dein Teamgeist wachgeküsst werde!

Kreative Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

 

In diesem Video bekommst du anhand von Statements von Teilnehmer*innen eines DT-Workshops einen Eindruck, wie DT wirkt:

 

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