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Wie du glücklicher wirst, indem du deine Wahrnehmung bewusst steuerst

Erkennen wir unsere Wirklichkeit, erkennen wir unsere Freiheit, dass wir zwischen Recht haben und glücklich sein frei wählen können. Doch wie kannst du das konkret umsetzen?

Ein kurzer Rückblick zu Teil 1 – Verstehbarkeit

Im ersten Teil unserer Beitragsserie haben wir dir einen kleinen Überblick zur Entstehung von Wirklichkeit gegeben. Diese setzt sich im Wesentlichen aus den drei Facetten von objektiver, subjektiver und intersubjektiver Wirklichkeit zusammen. Wir haben anhand vom Beispiel Geld gezeigt, wie sich diese drei Elemente unterscheiden und mit einer kleinen Bären-Geschichte dargestellt, wie und warum sich unsere subjektive und intersubjektive Wirklichkeit von heute auf morgen verändern kann, obwohl objektiv alles gleichgeblieben ist.

Dieses Wissen zur Verstehbarkeit von Wirklichkeit möchten wir heute um den Aspekt der Handhabbarkeit von Wirklichkeit erweitern. Was können wir also konkret tun, um zwischen Recht haben und glücklich sein wählen zu können?

Unsere Einstellungen – Schöpfung unserer subjektiven Wirklichkeit

wirklichkeit-paint-2849987_1920Der Großteil unserer subjektiven Wirklichkeit resultiert aus unseren Einstellungen zum Leben, zu unseren Mitmenschen, zum Beruf, zu uns selbst und all den anderen Dingen. Folglich haben wir über die Wahl unserer Einstellungen auch einen großen Einfluss auf unsere Gedanken und Gefühle, die ihrerseits wiederum unsere Handlungen bestimmen. Die Summe unserer vergangenen Handlungen ergibt unser gegenwärtiges Leben. Wenn dein Leben sich anders gestaltet, als du es dir eigentlich wünschst, so liegt der Hund ziemlich sicher auch in dieser schöpferischen Gestaltungskette begraben.

Überprüfe deine unbewusste und bewusste Einstellung

Eine prima Möglichkeit dein Leben zum Guten zu verändern besteht in der kritischen Überprüfung deiner eigenen bewussten und unbewussten Einstellungen, sprich deiner inneren Konfiguration zu deiner Umwelt und deinem Leben.

Was sind unbewusste Einstellungen? Das sind Glaubenssätze, Überzeugungen, Muster und Denkgewohnheiten, die in bestimmten Situationen automatisch aktiviert werden und dein Leben mitbestimmen.

Bewusste Einstellungen sind Merkmale deiner Persönlichkeit, die du meist gut benennen kannst. Zum Beispiel deine Werte, Interessen und dein Glauben. Es lohnt sich, sich dieser Einstellungen bewusst zu werden und zu prüfen, inwieweit sie (noch) zu deiner Umwelt und deinem Leben passen.

Änderst du deine Einstellungen, änderst du dein Leben

Immer wenn wir etwas als negativ empfinden, ist das ein eindeutiges Signal dafür, dass unsere Einstellungen in diesem Moment nicht im Einklang mit der erlebten Außenwelt sind. Bildlich gesprochen drückt unsere Umwelt Knöpfe in uns, die negative Emotionen auslösen. Da wir diese „Knöpfe“ nicht selbst drücken, passiert es uns allen regelmäßig, dass wir den Auslöser mit der Ursache verwechseln.

Heißt: der Auslöser ist meist die Umwelt, die Situation oder ein Mensch, doch die Ursache, oder sagen wir die Existenz für den Knopf liegt in uns begründet. Es ist an uns, diese Momente möglichst achtsam zu erfahren und mit etwas Abstand gezielt zu reflektieren.

Es kennt sie fast jeder – die Schlange beim Einkaufen

wirklichkeit-warteschlangeSchauen wir uns ein Beispiel aus dem Leben an, das der eine oder die andere aus der eigenen Vergangenheit oder von anderen Menschen kennt. Wir stehen in einer Warteschlange beim Einkaufen und sind in Eile, da wir gleich eine Verabredung haben. Gleichzeitig haben wir die Einstellung, dass uns Pünktlichkeit sehr wichtig ist. Nach inzwischen 20 Minuten zähen Wartens erlaubt sich die Person vor uns doch allen Ernstes ihren Einkauf in Höhe von EUR 18,76 mit dem Kleingeld aus der Sparbüchse zu bezahlen. Der Knopf zur emotionalen Entgleisung wird inzwischen dauergedrückt.

Welche Optionen haben wir nun?

  • Die eigene Einstellung ändern, schließlich findet das Leben im Jetzt statt und ich kann die mir unerwartet geschenkte Wartezeit genießen – ändern kann ich es ohnehin nicht.
  • Ich versuche die Einstellung des Anderen zu verändern und predige, dass sich so etwas doch nicht gehört.
  • Objektive Wirklichkeit verändern und z.B. nur noch online einkaufen.

Was hilft am ehesten? Eventuell die erste Variante und wenn uns dann noch klar wird, dass mein Knopf „Pünktlichkeit ist mir wichtig“ nur was mit mir und meiner Planung zu tun hat und nichts aber mit den Auslösern (Warteschlange und die mit Kleingeld bezahlenden Person), dann können wir viel für unser Glücksempfinden tun.

Wir wissen sehr wenig und interpretieren sehr viel

wirklichkeit-realitätUnsere Einstellungen sind das Abbild unserer Vergangenheit. Mit allem, was wir kennen und ohne alles was wir nicht kennen.

Im Prinzip wissen wir eher selten wie die Dinge wirklich sind, sondern wir interpretieren die Dinge oder Situationen mittels unserer individuellen Einstellungen. Diese sind aus unseren bisherig positiven und negativen Aha-Momenten aufgebaut. Dieser Vorgang der Interpretation nennt sich in unserem obigen Ablaufmodell Wahrnehmung. Diese erzeugt zunächst unbewusste und etwas später bewusste Gedanken und Gefühle. Im letzten Schritt ärgern oder freuen wir uns dann über unsere erzeugten Gedanken und Gefühle. Es stellt sich ein innerer Zustand mit einer von der Erfahrung gefärbten Qualität ein.

Passt der dabei erzeugte Zustand unserer Innenwelt zur Außenwelt, dann empfinden wir die interpretierten Dinge als stimmig. Gibt es hingegen eine Diskrepanz, dann entsteht meistens Stress.

Verstehen wir die Situation und erkennen einen für uns sinnvollen Weg die Diskrepanz zu verkleinern, dann sprechen wir von positivem Stress und Motivation. Sehen wir hingegen keinen Ausweg oder verstehen nicht einmal die Dinge, dann entsteht negativer Stress und wir erleben Angst, Wut, Ohnmacht oder Frust.

Unsere Einstellungen erschaffen also nicht nur unsere subjektive Wirklichkeit in Form unserer Gedanken & Gefühle, sondern bestimmen auch wie viel Wohlbefinden wir erfahren. Wenn unser Wohlbefinden also nicht nur von unserer Umwelt abhängt, sondern auch von unseren Einstellungen, welche Möglichkeiten haben wir dann um unser Wohlbefinden zu steigern?

Praxistaugliche Spielübung: „all acts are friendly“

Da wir sowieso nur selten wissen, sondern häufig interpretieren, können wir auch einfach alles so wahrnehmen, als ob es per se freundlich ist. Vielleicht ist die mit Kleingeld bezahlende Person total glücklich, diesen Einkauf in dieser Form bezahlen zu können, da sie sich zum Beispiel als Straßenkünstler ihren Unterhalt verdient. Wenn du dich also das nächste Mal in einer Situation beim Interpretieren erwischst, versuche inne zu halten und diesen Moment als einen freundlichen anzunehmen. Frage dich, willst du Recht haben oder glücklich sein?

Verbindung von Verstehbarkeit und Handhabbarkeit.
Meine Wirklichkeit, deine Wirklichkeit.

Nachdem wir dir im ersten Beitrag die Entstehung von Wirklichkeit beleuchtet haben, hast du nun vielleicht einen neuen Blick auf den möglichen Umgang mit deiner subjektiven Wirklichkeit erhalten. Erkenne deine Wirklichkeit und finde deine unbewussten und bewussten Knöpfe. Mache dir bewusst, dass sie zu dir gehören und durch deine Umwelt lediglich betätigt oder ausgelöst werden. In der Regel hat deine Umwelt auch überhaupt keine Ahnung, welche Knöpfe du hast, wann sie gedrückt werden und warum. Also nehme die Situationen freundlich an und reflektiere dich, was du an deinen Einstellungen verändert willst, um dein Leben angenehmer und glücklicher zu gestalten.

Über die Autoren

Sacha Hübner:

Ich bin 35 Jahre und aktuell tätig als Führungskraft im Vertrieb eines MDAX-Konzerns. Wenn wir in der Rolle als Führungskraft tätig sind, dann tragen wir für andere Menschen eine große Verantwortung, und so habe ich mich in dieser Funktion von Beginn an in der Rolle als Coach und Ansprechpartner auf Augenhöhe gesehen. Mein Wunsch ist es, dass ich einen aktiven Teil dazu beitragen möchte, dass es den Menschen besser geht, sie glücklicher und zufriedener werden. Und so ist der Wunsch immer weiter herangereift und gewachsen, mein Leben mehr und mehr diesem Zweck, der Potenzialentfaltung von Menschen zu widmen.

Thomas Ewald:

 

 

Ich bin 37 Jahre und arbeite als Entwicklungsingenieur in einem Technologiekonzern. Seit einigen Jahren bin ich dort auch als Inhaus-Coach und Inhaus-Trainer in der Produktentwicklung tätig. Ich liebe es, Menschen beim Lernen und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten.

 

 

In ihrem Buch erfährst du mehr zum Thema:

wirklichkeit-Bild Cover-Vorderseite-1

 

 

„Kopfkino – Erkenne deine Wirklichkeit“

 

 

 

 

 

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