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Wie du selbst die Veränderung wirst, die du dir für diese Welt wünschst

… und damit gesellschaftliche Veränderung wirklich in Gang bringst – 12 Regeln für erfolgreichen Widerstand plus einer goldenen Zusatzregel

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“,

dieser Spruch von Mahatma Gandhi wird gerne gebracht, wenn du selbst mal wieder in Jammer- und Vorwurfs-Modus verfällst und dich darüber beklagst, dass die großen Konzerne, die Politiker*innen, die Reichen und Schönen, deine Familie oder auch einfach „die Anderen“ schuld daran seien, dass alles so ist, wie es ist.

Doch wie kannst du diese Veränderung verkörpern und vorleben anstatt dich weiter selbst zu bemitleiden?

Das ist gar nicht so einfach, denn wir scheinen wie benebelt, mit einem gesellschaftlichen Tunnelblick unterwegs. Der Soziologe und Transformationsforscher Prof. Dr. Harald Welzer beschreibt das so klug und richtig:

“Wir dürfen uns „gegen materielle, institutionelle und mentale Infrastrukturen behaupten, die sich der Erfolgsgeschichte einer Kultur verdanken, die jetzt in eine gefährliche Geschichte des Scheiterns umzuschlagen droht, weil dem System die Voraussetzungen abhanden gekommen, auf die es gebaut ist.“

„Konsumismus: Nein, Danke!“ vs. Bedürfnis-Inkontinenz

Auch wenn unsere materiellen Möglichkeiten unbegrenzt scheinen, auch wenn wir offenbar alles haben können, müssen wir nicht alles haben wollen. Doch, so Welzers Kernaussage: Wir leiden an Bedürfnis-Inkontinenz, können nicht mehr klar zwischen Produkten unterscheiden, die wir wirklich brauchen und solchen, die wir glauben zu brauchen, weil sie gerade in unserem Umfeld total angesagt sind.

12 Regeln für erfolgreichen Widerstand und eine goldene Zusatzregel

Doch wie können wir Auswege entdecken, wieder mehr zum Sein finden, anstatt viel zu Vieles nötig zu haben, das wir eigentlich doch nicht brauchen?

Auch dafür hat Prof. Dr. Harald Welzer Antworten gefunden und sie in seinem Buch „Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand“ in 12 Regeln für erfolgreichen Widerstand zusammengefasst. Ich mache sie dir hier in meinen eigenen Worten schmackhaft und ergänze sie um eine Zusatzregel:

Regel No. 1: Alles könnte anders sein.

veränderung-ProtestDie Ikeaisierung der Welt ist kein Gesetz. Wir müssen nicht so weiter machen: Es ist kein Muss, dass…

  • der Konsum an Möbeln in den westlichen Gesellschaften alle zehn Jahre um 150 Prozent wächst
  • die Menge an gekaufter Kleidung sich alle zehn Jahre verdoppelt (wie es in den USA der Fall ist)
  • die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Bohrmaschine sich auf insgesamt lediglich 13 Minuten beläuft, bevor sie weggeschmissen wird.

Wer sagt eigentlich, dass

… die Wirtschaft immer weiter wachsen muss, damit wir genügend Arbeitsplätze haben?

…  alles immer effizienter funktionieren muss?

… Gewinnmaximierung die zentrale Säule unserer Ökonomie ist?

Regel No. 2: Es hängt ausschließlich von dir ab, ob sich etwas verändert.

Du spürst für dich, dass etwas nicht stimmt? Du fühlst da ein Unbehagen?

Dann hinterfrage, rede darüber, entdecke Beispiele von Menschen, die genauso denken wie du (Inspirationsquellen am Ende des Textes). Und dann fang an und lebe die Veränderung, die du dir wünschst!

Regel No. 3: Nimm dich selbst Ernst.

Bedenke, dass du selbst Teil dieser Gesellschaft bist, die immer mehr konsumiert.

Wie oft kaufst du dir Kleidung?
Wie oft Möbel?
Wie viele weitere Konsumgegenstände?
Brauchst du sie wirklich?
Willst du das weiter?
Warum machst du das?
Meinst du es wirklich Ernst mit deiner Sehnsucht nach einer besseren Welt, wenn du bei diesen „Konsumspielen“ einfach mitmachst?

Regel No. 4: Hör auf, einverstanden zu sein.

„Ja und Amen“, das hast du in der Kirche und in der Schule gelernt. Was hast du dabei alles runtergeschluckt? Musst du das jetzt noch? Du bist niemandem verpflichtet, du musst niemandem gefallen!

Regel No. 5: Leiste Widerstand, sobald du nicht einverstanden bist.

Du kennst doch sicherlich den Spruch „Brave Menschen kommen in den Himmel, böse kommen überall hin“. Willst du brav sein, oder willst du etwas verändern? Die Menschen werden nach dem Tod bestimmt nicht hervorheben, wie schön angepasst du warst, sie werde eher deine Verrücktheit, deine Tollkühnheit anerkennen.

Regel No. 6: Du hast jede Menge Handlungsspielräume.

veränderung-MöglichNutze sie, du hast so viele Möglichkeiten! So wie einige engagierten Bürger*innen einfach anfingen ihre Stadt zu begrünen und Samenbomben zu erfinden. Sei du wie eine Samenbombe, werde zur Gedanken-Bombe, werde kreativ und aktiviere deine Fantasie.

Dabei helfen dir die unzähligen Beispiele, die bspw. die Stiftung Futur Zwei von Harald Welzer mit ihren Zukunftsalmanachen sammelt oder aber Dokumentationen wie der Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“. Es gibt schon so viele Geschichten des Gelingens! Mach die Augen auf!

Regel No. 7: Erweitere deine Handlungsspielräume dort, wo du bist und wo du Einfluss hast.

Werde aktiv in deinem Kiez, in deinem Umfeld.

„Soziale Bewegungen werden dann mächtig, wenn ihre Träger … aus allen gesellschaftlichen Gruppen“ kommen, weiß Harald Welzer.
„Es müssen drei bis fünf Prozent der Unternehmer*innen und Vorstände sein, drei bis fünf Prozent der Staatschefs. Drei bis fünf Prozent der Lehrer*innen, der Journalist*innen, der Schauspieler*innen, der Arbeitslosen etc.“

Mach mit und tragen in deinem Metier dazu bei, dass sich die Welt bessert!

Regel No. 8: Schließe Bündnisse.

Wisse: Auch wenn du als Pionier*in in deinem Bereich unterwegs sein magst: Du bist nicht allein. Doch die Stärkung, der Austausch, die Rückendeckung Gleichgesinnter ist essentiell wichtig und wird dir mehr Schubkraft geben.

Deswegen sind Communities wie der humantrust oder auch Zusammenschlüsse in Organisationen wie Transition Towns, Solidarischer Landwirtschaft oder auch der Gemeinwohl-Ökonomie sehr wichtig – gerade, wenn du mal wieder einen Motivationsschub oder Schulterschlüsse brauchst.

Regel No. 9: Rechne mit Rückschlägen, vor allen Dingen mit jenen, die von dir selbst ausgehen.

veränderung-Laufen, LernenVeränderung ist kein Fingerschnipp. Veränderung ist wie Laufen lernen. Du wirst hunderte Mal hinfallen, bevor du schließlich ein paar Schritte am Stück laufen kannst. Bleib dran – und lobe dich für jeden kleinen Schritt!!! Und stehe nach jedem Hinfallen immer wieder auf. Kleinkinder machen das auch so. Und nicht anderes sind wir in Bezug auf diesen Paradigmenwechsel.

Regel No. 10: Du hast keine Verantwortung für die Welt.

Ganz klar: Du bist nicht für alles und jeden verantwortlich. Stecke dir den Bereich, in dem du aktiv bist, ganz klar ab und gib dich dort komplett hin. Sei stolz auf dich, du kannst nicht ALLES ändern, zumindest nicht sofort 😉.

Regel No. 11: Wie dein Widerstand aussieht, hängt von deinen Möglichkeiten ab.

Ganz klar, wenn du Führungskraft eines Unternehmens bist, hast du einen anderen Wirkungsbereich als ein arbeitsloser Mensch. Doch vielleicht kannst du als ein arbeitsloser Mensch in deiner Nachbarschaft jede Menge bewegen, weil du mehr Zeit hast, dafür kann das der Führungsmensch an seinem Arbeitsplatz. Wir brauchen euch beide! Keine*r ist besser oder wichtiger! Erinnert euch dabei auch an Regel No. 5 „Du hast jede Menge Handlungsspielräume – mehr als du zunächst denkst.“

Regel No. 12: … und von dem, was dir Spaß macht!

veränderung-FreudeDu machst schließlich mehr als du musst, du leistest einen ganz entscheidenden Beitrag. Du wagst dich auf selten betretene Pfade, spurst die Loipen neu ein. Also darf dir das, was du machst, auch bitte schön so richtig Freude bereiten. Und vergiss auch bitte nicht, dich voll dafür zu feiern.

Goldene Zusatzregel No. 13: Vertraue darauf, dass auch viele weitere Menschen ebenso unterwegs sind

… und sich in den Bereichen engagieren, in denen du nicht aktiv bist. Wenn du dann noch darauf baust, dass in allen gesellschaftlichen Bereichen sich drei bis fünf Prozent aller Menschen so engagieren, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis unsere Gesellschaft umgekrempelt sein wird.

Und? Was hältst du von diesen 13 Regeln?
Leuchten sie dir ein? Spiegelt sich da was in dir?
Willst du mitmischen? Möchtest du was bewegen?

Dann mache dir die Regeln zu eigen, sprüh sie auf Plakate, verbreite sie weiter, vor allem: Lebe sie selbst. Es wäre doch zu schade, wenn wir alle darauf warten, dass sich mal was verändert. Wer weiß, vielleicht bist DU der entscheidende Mensch, der DEN entscheidenden Schritt geht?

Veränderungsbereite Grüße

Steffi aka Stephanie Ristig-Bresser.

Alle Artikel von Stephanie Ristig-Bresser findest du hier.

 

Inspirationsquelle für diesen Text

… ist das Buch „Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand“ von Prof. Dr. Harald Welzer, Honorarprofessor für Transformationsdesign an der Europa Universität Flensburg sowie Mitbegründer der Stiftung FUTUR ZWEI, die „Geschichten des Gelingens“ publiziert.

Weitere Inspirationsquellen

mit jeder Menge Beispielen, die deine Veränderungs-Fantasie ankurbeln:

 

 

Wenn dieser Artikel dich inspiriert hat, dann lies doch in den folgenden Text hinein:

Interview mit Bank-Chef: Gemeinwohl-Ökonomie als Unternehmensstrategie

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