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Wie man Hitzköpfe auf die elegante Art beruhigt

Kennst du das auch: Wenn du in eine  Situation kommst, in der Hitzköpfe die Stimmung zum Kochen bringen und dir nicht klar ist, wie du diese beruhigen kannst und wieder Frieden für dich herstellen kannst. Wenn jemand laut, wütend oder aggressiv dir gegenüber wird, steht dahinter immer eine Emotion, und es ist meist nicht die, die du gerade wahrnimmst.

Basierend auf der praktischen Erfahrung eines erfolgreichen Mediators und belegt durch neurowissenschaftliche Forschungen löst das gerade erschienene Buch

Die elegante Art, Hitzköpfe und andere Streithammel zu beruhigen: Wie Sie in 90 Sekunden Ärger in Luft auflösen”  ein Problem, das wir alle kennen:

Wie geht man mit aufgebrachten, streitsüchtigen oder cholerischen Mitmenschen um? Douglas E. Noll, früher Rechtsanwalt, heute Friedensstifter, hat eine ebenso einfache wie verblüffend wirksame Kommunikationsweise entwickelt, die den Ärger des Gegenübers buchstäblich in Sekunden in Luft auflöst.

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages dürfen wir  dir hier einen Auszug schenken, der dir helfen kann, Streitsituationen sehr viel cooler zu handeln.

++++

 

Wir sind emotionale Wesen.

Lassen Sie uns ein kleines Experiment versuchen. Schalten Sie irgendein elektronisches Gerät ein, auf dem Sie sich einen Werbespot anhören können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Radio, ein Smartphone, ein Tablet oder einen Computer handelt. Sie können sich einen Videospot ansehen oder sich einen Audiospot anhören. Handelt es sich um einen Werbespot, versuchen Sie im Rahmen unseres Experiments nicht auf die Bilder zu achten. Hören Sie sich lediglich die Audio-Sequenz an.

Während Sie sich den Werbespot anhören, versuchen Sie nicht auf die Worte zu achten. Ja, Sie haben richtig verstanden!  Ignorieren Sie das gesprochene Wort vollkommen und versuchen Sie stattdessen die Gefühle, die hinter den Worten kommuniziert werden, zu ergründen und zu benennen. Sobald ein Gefühl auftaucht, bezeichnen Sie dieses leise für sich. Sind Sie sich nicht sicher, um welches Gefühl es sich handelt, raten Sie einfach.

Welche Gefühle sind Ihnen aufgefallen? Wie viele unterschiedliche Gefühle wurden in einem Spot von 20 bis 30 Sekunden Länge vermittelt?

Als ich es zum ersten Mal ausprobierte, hörte ich im Wartezimmer einer Arztpraxis eine ziemlich dämliche Werbung. Ich konzentrierte mich ausschließlich auf die Gefühle. In 20 Sekunden fand ich:

  • Sorge
  • Angst
  • Verlegenheit
  • Hoffnung
  • Begeisterung
  • Erleichterung

Es erstaunte mich, wie viele Gefühle in 20 Sekunden vermittelt wurden. Als ich darüber nachdachte, erschien es mir vollkommen logisch. Der Werbespot warb für ein bestimmtes Produkt, und der Sprecher bewegte sich durch die gesamte Bandbreite an Gefühlen, von Sorge bis Erleichterung.

Natürlich trat die Erleichterung erst dann ein, als das Problem mithilfe des Produkts gelöst worden war. Um dorthin zu gelangen, musste der Sprecher jedoch zuerst all die anderen Gefühle durchleben.

Als Zuhörer erlebte ich automatisch die gleichen Gefühle, ganz wie die Werbeagentur es von mir erwartete. Die Absicht, die dahintersteckte, war, wenn ich gemeinsam mit dem Sprecher des Werbespots in 20 Sekunden eine regelrechte Achterbahn an Gefühlen durchlebte, verband ich am Ende Hoffnung, Begeisterung und Erleichterung mit dem Produkt und würde es kaufen.

Wenn Sie in der Lage waren, in dem Werbespot, den Sie gehört haben, wenigstens ein Gefühl zu ermitteln, können Sie jeden wütenden Menschen schnell und effektiv deeskalieren. Zwar ist dafür ein wenig Übung nötig, aber wiederum nicht allzu viel. Zudem werden Sie sich zuerst daran gewöhnen müssen, die Worte zu ignorieren, denn normalerweise hören wir nur auf die Worte und nicht auf die Gefühle.

Es ist eine ganz andere Art des Zuhörens und Reagierens und hat sich als wirkungsvolles Instrument erwiesen, welches das Leben vieler Menschen im Prison of Peace-Projekt verändert hat, ein Instrument, das ich täglich in meiner Berufspraxis als Mediator und in meinem Privatleben zum Einsatz bringe.

Sobald Sie es einer neuen Art des Seins, in der unsere Fähigkeit, mit unseren Gefühlen zu arbeiten, gleichbedeutend oder noch wichtiger wird als unsere Fähigkeit zu Logik, rationalem Denken oder Problemlösungen.

Indem wir unsere emotionale Intelligenz entwickeln, lernen wir ein wesentliches Geheimnis, wie sich jede emotionsgeladene Situation oder Person innerhalb von Sekunden deeskalieren lässt. Das Geheimnis besteht darin, dass Sie drei Dinge tun:

  1. Ignorieren Sie die gesprochenen Worte.
  2. Ergründen Sie die Gefühle.
  3. Spiegeln Sie die Gefühle Ihrem Gegenüber in direkten Du-Sätzen (zum Beispiel Du bist wütend, frustriert und traurig) zurück.

Den Vorgang, den emotionalen Erfahrungen eines Menschen zuzuhören und diese Gefühle anschließend in kurzen und einfachen ‚Du‘-Aussagesätzen wiederzugeben, bezeichnet man als Affekt Labeling. Sobald Sie das gelernt haben, werden Sie es täglich benutzen und feststellen, wie effektiv es den Verlauf Ihres Lebens verändern wird.

Schritt 1: Ignorieren Sie die gesprochenen Worte

Dieser Schritt scheint in vollkommenem Widerspruch zu unserer täglichen Erfahrung zu stehen. Schließlich sind Worte doch Symbole, die eine bestimmte Bedeutung ausdrücken und transportieren.

Warum also sollten wir sie ignorieren? Erstens, wenn Sie auf die Worte hören, können Sie nicht gleichzeitig auf die Gefühle hören. Unser Gehirn kann sich immer nur auf eine Sache konzentrieren. Wenn wir uns also bewusst dafür entscheiden, die Worte zu ignorieren, stellen wir unserem Gehirn entsprechenden freien Speicherplatz zur Verfügung, damit es sich auf die Gefühle konzentrieren kann. Zweitens, wütende Menschen sagen fiese und gemeine Dinge. Wenn Sie auf die Worte hören, wird dies bei Ihnen wahrscheinlich eine emotionale Reaktion auslösen. Sie geraten dann sehr leicht in den Sog einer Auseinandersetzung. Ignorieren Sie hingegen die Worte und konzentrieren sich auf die Gefühle, schützen Sie sich vor emotionalem Ärger. Die Worte verlieren für Sie an Schärfe, weil Sie keine Zeit haben, über die Beleidigung nachzudenken.

Schritt 2: Ergründen Sie die emotionale Erfahrung des Sprechers

Woher wissen Sie, welche Gefühle eine andere Person erlebt? Die erste Regel lautet, denken Sie nicht darüber nach. Dieser Teil kommt ganz von selbst, denn wir sind von Natur aus empathische Wesen. Wir müssen lediglich aufmerksam sein. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die emotionale Erfahrung eines anderen Menschen lenken, werden bestimmte Bereiche unseres Gehirns die Gefühle für uns mühelos erkennen, bestimmen und benennen. Dies ist nichts, worauf wir uns konzentrieren müssten; es wird auf ganz natürliche Weise geschehen. Um es noch einfacher zu machen – beschränken wir unsere Liste der Gefühle auf die neun Grundaffekte, decken wir 100 Prozent aller emotionalen Erfahrungen ab. Da es uns um Deeskalation geht, müssen wir uns eigentlich nur sechs grundlegende Affekte merken. In ihrer üblicherweise auftretenden Reihenfolge sind dies:

  • Wut
  • Angst
  • Sorge
  • Ekel
  • Schmerz-Scham-Demütigung
  • Verlassenheit/Sich-ungeliebt-Fühlen

Schritt 3: Spiegeln Sie die Gefühle in direkten Du-Sätzen zurück

Es ist tatsächlich so einfach, wie es aussieht. Die wirksamsten Aussagen sind kurze »Du«-Aussagesätze. Zum Beispiel:

„Du bist wütend.“, „Du bist frustriert.“ Oder „Du bist besorgt.“

Vor Jahrzehnten brachte man den Menschen beim widerspiegelnden Zuhören bei, „Ich“-Aussagen zu benutzen. Zum Beispiel: „Ich glaube, was du fühlst, ist Wut.“ Das funktioniert im Fall von Affect Labeling nicht so gut. Wenn Sie Affect Labeling machen, müssen Sie sich vollkommen auf den Sprecher konzentrieren.

Ihr Ego hat keinen Platz. Sie müssen Ihr »Ich« außen vor lassen – und der einfachste Weg, Ihr Ego in Schach zu halten, liegt in der Verwendung von „Du“-Aussagen. Wenn Sie mit einer wütenden oder verärgerten Person Affect Labeling machen, sollten Sie vor allem auf drei Dinge achten: Erstens, hören Sie auf verbale Rückmeldungen – welcher Art auch immer.

Für gewöhnlich wird dies ein „Mhm“ oder etwas Ähnliches sein. Oftmals werden Sie ein stark betontes „Ja!“ zu hören bekommen. Dies ist der Fall, wenn Sie eine Verbindung zum Sprecher hergestellt haben. Er bestätigt Ihnen unbewusst, dass Sie ihn verstanden haben.

Zweitens, achten Sie auf hängende Schultern. Wenn Menschen wütend sind, spannen sie ihre Schultern an und ziehen diese hoch. Wenn sie sich wieder beruhigen, entspannen sie ihre Schultern zumeist und lassen sie hängen. Dies ist ein weiterer unbewusster Hinweis auf Deeskalation.

Als Letztes achten Sie auf einen erleichterten Seufzer, ein Ausatmen oder ein anderes Zeichen von Entspannung. Zusätzlich zur verbalen Rückmeldung und den hängenden Schultern werden Sie häufig solche unbewussten Hinweise beobachten, dass die Person sich beruhigt hat…

 

+++

Wenn dir diese Impulse schon geholfen haben, dich zukünftig in stressigen Situationen mit Hitzköpfen deutlich cooler zu verhalten, dann werde doch einfach ein Meister der Deeskalation. Mehr dazu kriegst du in dem Buch vom Friedensstifter Douglas E. Noll.

Wie gehst du mit Wütezwergen und Aggros in deiner Umgebung um? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

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Die elegante Art, Hitzköpfe und andere Streithammel zu beruhigen: Wie Sie in 90 Sekunden Ärger in Luft auflösen

 


Hier findest du noch mehr Inspiration:

Warum schreien Menschen, wenn sie wütend sind? ?

 

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